Alkohol und Yoga: Schenk‘ nochmal ein?!

Yoga und Alkohol
Yoga und Alkohol - ja oder nein? / Bild von StockSnap auf Pixabay

In Sachen Yoga bin ich Anfänger. Was das Party machen angeht, habe ich mehr Übung. Aber Yoga und Alkohol – geht das überhaupt zusammen? Oder ruiniere ich mit einem Glas Wein sämtliche Benefits die Asanas und Meditation in mein Leben bringen?

Yoga tut mir gut. Punkt. Mein Körper knackt und ziept nicht mehr ständig. Die berufsbedingten Schulter- und Nackenschmerzen haben sich deutlich verbessert. Meine Fersen berühren beim herabschauenden Hund zwar noch immer nicht den Mattenboden, aber sie befinden sich (gefühlt) mindestens einen halben Meter weiter unten, als zu Beginn meiner Praxis. Ich bin von Haus aus recht beweglich, was aufgrund meines vorherigen Couchpotato-Daseins zwar verwunderlich, aber beim Yoga durchaus von Vorteil ist. Ich komme bei vielen Asanas ziemlich ins Schwitzen, mit der Balance im Krieger habe ich ab und an noch Schwierigkeiten. Trotzdem: Nach ein paar Sonnengrüßen fühle ich mich energetisiert und rundum glücklich – dem tut auch der regelmäßige Bauchplatscher beim Chaturanga keinen Abbruch. Ich hab die Liebe zum Yoga entdeckt.

Wein und Yoga – ein No Go?

Aber ich liebe auch ein Glas Wein am Abend. Und das trinke ich immer noch auf der Couch. Sozusagen als Reminiszenz an meinen alten inneren Schweinehund. Er hatte ja nicht nur schlechte Seiten. Für mich ist dieses Glas ein wunderbares Ritual: Der Tag ist geschafft. Job, zwei Kinder, Kita, Schule und Hausaufgaben, die Einkäufe, die Wäsche, Essen kochen, Brote schmieren, Sport, Vorlesen und das offenen Ohr für den Gatten – all das liegt hinter mir. Mal mehr oder weniger erfolgreich. Egal wie müde ich bin, der erste Schluck und alle Anspannung weicht. Zumindest tat sie das bis jetzt. Denn wie ich vielen Stimmen aus dem Netz und auch aus meinem privaten Umfeld entnehme, sind Alkohol und Yoga nicht kombinierbar. Sie schließen sich quasi aus. Mist.

Muss ich verzichten um ein guter Yogi zu sein?

Nun ist mir schon klar, dass ich es mit dem streng yogischen Lifestyle nicht so genau nehme. Ich esse manchmal Fleisch, ich übe nicht genug und wenn ich ganz ehrlich bin, gesellt sich ab und an zum Feierabend-Merlot noch eine Zigarette dazu. Gar nicht gut für Körper und Geist. Gar nicht yogisch. Ich weiß das. Bei Atemübungen habe ich jedes Mal ein schlechtes Gewissen. Wenn ich meinen Körper erst mittels Yoga reinige und energetisiere, nur um ihn dann später mit Wein zu betäuben und mit einer Zigarette zu vergiften, verstehe ich wie kontraproduktiv das ist. Andererseits kenne ich viele Yogis, die gerne mal einen Schluck trinken und es mit dem Verzicht nicht so genau nehmen. Allesamt Menschen, die sich tief mit der Yogalehre verbunden fühlen. Macht sie ein Glas Wein also zum schlechteren Yogi?

Yoga und Alkohol: Ein Thema, so viele Meinungen

Natürlich gibt es auch diejenigen, die für Yoga komplett auf Alkohol verzichten. Ich respektiere das absolut, bewundere es sogar. Für mich käme es aber nicht in Frage. Und für mich schließt sich Beides auch nicht aus. Was ich aber gemerkt habe: Yoga macht mich bewusster im Umgang mit meinem Körper. Ich verkneife mir immer öfter das zweite Glas, weil ich keine Lust habe morgens nicht fit zu sein – und weil der herabschauende Hund mit Kater im Kopf einfach gar keinen Spaß macht. Ich lerne besser auf die Bedürfnisse meines Körpers zu hören und ihn sorgfältiger zu behandeln. Wie ich schon sagte. Yoga tut mir gut. Aber ein Glas Wein eben auch. 

Wie gehen Yoga, Party und Gönnen zusammen? Einen spannenden Podcast zum Thema „Dürfen Yogis noch feiern gehen“ gibt es übrigens auf fuckluckygohappy.de.

Sagt uns die Meinung!

Und wie sieht es bei euch aus? Gehen Yoga und Alkohol zusammen oder nicht? Wir sind gespannt auf eure vielen Meinungen. Bitte lasst uns in einem Kommentar wissen, wie ihr das Thema in eurem Alltag lebt und warum.


6 Schritte zu einem Leben ohne Angst

Wenn du die Wurzeln deiner Angst verstehst, kannst du sie zähmen. Die renomierte Autorin zu yogischer Philosophie Sally Kempton leitet dich in 6 Schritten zu einem Leben ohne Angst.

Es ist ein ganz gewöhnlicher Tag. Vielleicht spazierst du gerade die Straße hinunter oder bist im Büro und checkst deine Mails. Und ganz plötzlich musst du an eine Aufgabe denken, die du noch nicht erledigt hast. Oder du denkst an einen Freund, der sich schon seit Wochen nicht mehr gemeldet hat; an deinen ehemaligen Kommilitonen, bei dem es im Job viel besser läuft als bei dir; vielleicht auch an dein bevorstehendes Date; an deine Präsentation, die du morgen vorstellen musst. Deine Schultern verspannen sich und dein Atem wird schwerer, du hast plötzlich Bauchschmerzen. Die Angst, die modernste aller Volkskrankheiten, hat dich im Griff. Und wenn du zumindest so ähnlich tickst wie der Rest der Menschheit, dann fühlt sich das alles völlig normal an.

Den Grund für die alltägliche Angst herausfinden

Die Angst ist so tief in unserem Körper verwurzelt, dass wir oft jahrelang mit ihr leben, ohne ihren Einfluss zu bemerken. Wie zum Beispiel Grayson, ein junger Architekt, der gerade seine eigene Firma gegründet hat: Jeden Morgen erwacht er mit verspannten Schultern und einem Gefühl der Angst. Es ist die Angst davor, zu versagen, sagt er, und dieses Gefühl wird immer dann schlimmer, wenn er ein neues Projekt übertragen bekommt. Tatsächlich hat er bei ein paar Uni-Projekten kläglich versagt; seine Angst beruht bis heute darauf.

Seine Angst ist schlecht für seine Gesundheit und raubt ihm den Spaß an der Sache. Aber er glaubt, seine Angst sorge dafür, dass er alles wieder und wieder überprüft und ihn somit vor zu viel Sorglosigkeit bewahrt. Sich zu sagen, dass man sich keine Sorgen machen muss, hilft einem nicht. Stattdessen ist es sinnvoller, sich seine Angst einzugestehen, ihre Muster zu erkennen, herauszufinden, was die Angst auslöst und Wege zu finden, mit ihr umzugehen.

Ein lehrreicher Moment

Angst kann ein mächtiger Lehrer sein. Sie kann dir zeigen, wo sich Stress und unverarbeitete Emotionen verbergen. Sie kann dich sogar daran erinnern, dass es etwas gibt, worum du dich kümmern musst. Vor allem jedoch signalisiert Angst oft die Notwendigkeit von Wachstum oder einer inneren Veränderung. Tatsächlich ist es so, dass man immer dann mit Angst konfrontiert ist, wenn man vor der Herausforderung steht, sich neue Fähigkeiten aneignen zu müssen oder in eine neue Lebensphase eintritt. Sei es etwas ganz Einfaches, wie den Handstand zu lernen; etwas Aufregendes, wie die eigene Hochzeit; oder etwas Nervenaufreibendes, wie sich für eine Transformation zu öffnen. Aber nur, wenn du deiner Angst mit Bewusstheit begegnest und Distanz zu den körperlichen Empfindungen und Gedanken aufbaust, kannst du anfangen, von ihr zu lernen.

Das ist nicht immer leicht. Angst ist eng verwandt mit Stress und laut Patanjalis Yoga-Sutra das letzte Glied in einer Kette, die mit einem grundlegenden Missverständnis bezüglich unserer Identität beginnt: unserem Gefühl, vom Universum getrennt zu sein. Das führt zwangsläufig dazu, dass wir uns mit einer begrenzten Vorstellung unseres Daseins identifizieren. Wir sehnen uns nach bestimmten Erfahrungen und versuchen andere hingegen zu vermeiden.

Sehnsucht und Abneigung führen zu der Angst, entweder nicht das zu bekommen, was wir wollen (z.B. beruflicher Erfolg), oder eben das zu bekommen, was wir nicht wollen (z.B. pleite zu sein). Die ultimative Angst ist jedoch die vor dem Tod. Da Angst immer unsere Fähigkeit infrage stellt, erfolgreich zu leben und zu überleben, ist sie ein gewichtiger Grund für unser Leid. Vielleicht sind indische Gottheiten wie Shiva, der uns den Umgang mit Emotionen lehrt, Lakshmi und andere deswegen oft mit erhobener Hand dargestellt: „Fürchte dich nicht!“

Den versteckten Nutzen hinter der Angst entlarven

Andererseits hat Angst natürlich auch einen Zweck, wie wir aus der Evolutionsbiologie wissen: Sie ist dazu da, uns zu beschützen. Vielleicht hast du vielleicht von der Amygdala gehört, jenem mandelförmigen Bereich im Mittelhirn, der für grundlegende Emotionen wie Ärger oder Angst verantwortlich ist. Die Amygdala ist geradezu schießwütig – und das muss sie sein, denn wenn du in echter Gefahr bist, musst du schnell reagieren. Wenn sie von einem Gefahrensignal aktiviert wird, verbindet sich die Amygdala sofort mit dem Hirnstamm und löst somit eine körperliche Reaktion aus, die den rationalen, ausführenden Teil des Gehirns umgeht.

Diese erste Reaktion passiert so viel schneller als die rationale Reaktion, dass du dich schon mitten in einer Fight-or-Flight-Reaktion befindest, bevor du überhaupt herausgefunden hast, ob das Etwas vor Ihnen wirklich eine Schlange ist. Oft ist die vermeintliche Schlange nur eine Erinnerung aus der Vergangenheit, die von irgendetwas in der Gegenwart getriggert wurde. Ebenso kann es sein, dass dich eine erhobene Stimme an deine wütende Mutter erinnert, die damals quasi dein Leben bedrohte. Wenn also jemand seine Stimme erhebt, um etwas besonders zu betonen, kann sich das schon wie eine Bedrohung anfühlen. Dein Bauch zieht sich zusammen, dein Nacken verkrampft sich und du fängst an, dich eher defensiv zu artikulieren. Die Quelle der Angst liegt in deiner Vergangenheit, aber die emotionale Reaktivität arbeitet in der Gegenwart.

Zurück in die Zukunft

Paradoxerweise bezieht sich Angst jedoch hauptsächlich auf die Zukunft. Der Psychologe und Neurowissenschaftler Joseph E. Ledoux definiert Angst als „vorausschauend“. Ein Mann, der während des Flugzeugstarts schwitzige Handflächen bekommt, macht sich Sorgen darüber, was mit dem Flugzeug passieren könnte.

Manchmal fangen wir sogar an zu glauben, unsere Angst würde verhindern, dass etwas Schlimmes passiert: Ein Bekannter von mir ist der Ansicht, dass seine Sorgen wegen eines möglichen Absturzes dabei helfen würden, dass das Flugzeug in der Luft bleibt. Neurowissenschaftler wissen, dass die neuronale Verschaltung nicht zwischen tatsächlichen und eingebildeten Begebenheiten unterscheidet. Wenn du also in einer Umgebung lebst, die in deiner Amygdala eine Fight-or-flight-Reaktivität auslöst oder du deine Angst aufrechterhältst, indem du deine Sorgen an sich selbst nähren lässt, dann wird dein Angst zu einem Motor ohne Ausschalter. Und je mehr das passiert, desto mehr klammerst du dich an deine Angst.

Darüberhinaus tendieren wir dazu, Angst mit Sorgfalt zu verwechseln und zu glauben, dass unsere Angst uns Sicherheit bringt. Meine Eltern haben mir zum Beispiel immer gesagt, sie wären schlechte Eltern, wenn sie sich keine Sorgen machen würden. Maggie, eine Anwältin, ist davon überzeugt, dass sie ihren Job nicht richtig erledigt, wenn sie bezüglich eines Falls keine Angst verspürt. Tatsächlich ist es so, dass sie sich Sorgen macht, ihren Biss zu verlieren, wenn sie sich bei der Arbeit an einem Fall entspannt fühlt. Egal, wie oft ihr Arzt und ihr Yogalehrer erklären, dass man raus aus der Stressfalle kommen muss – Maggie ist immer noch überzeugt davon, dass sie Angst braucht, um zu funktionieren. Sie wird also nicht von ihrer Angst schikaniert; sie umarmt sie geradezu.

Die Angst macht psychisch und körperlich abhängig

Man kann sich so sehr an sie gewöhnen, dass man glaubt, die Geschichten, die sie erzählt, seien nicht nur wahr, sondern auch hilfreich, notwendig oder sogar zwingend erforderlich. Wenn deine Angst akut wird, macht es die Aktivität im emotionalen Gehirn schwierig, kreativ zu denken und deine derzeitige Situation zu verändern. Und da die meisten Ängste aus einer entsprechenden Konditionierung in der Kindheit herrühren, versetzt dich das Gefühl der Angst in ein früheres Stadium deines Lebens, in dem du dich viel machtloser fühlst. Anders gesagt: Anstatt uns dabei zu helfen, zurechtzukommen oder uns Sicherheit zu gewährleisten, steht uns die Angst dabei im Weg, richtig zu funktionieren. Und zu lernen, wie man mit der Angst umgeht, sie versteht und wie man sie loslässt, ist ein sehr kraftvoller Weg, um ein kreativeres und zufriedenstellenderes Leben zu führen.

Den Griff der Angst lockern

Was braucht es, um den Griff der Angst auf Körper und Geist zu lockern? Der entscheidende erste Schritt ist einfach, sich der Angst bewusst zu werden. Während du das liest, versuche doch mal, sich darüber bewusst zu werden, wie sich Angst in deinem physischen Körper anfühlt. Welche Körperpartien ziehen sich zusammen, wenn du nervös bist? Wenn du wegen einer bevorstehenden Aufgabe angespannt bist, krümmst du dann deine Schultern? Verengt sich deine Kehle? Was passiert in deinem unteren Rücken? Und dann, wenn du das nächste Mal diese körperlichen Symptome bemerken, achte darauf, was in deinem Geist passiert. Was für einen inneren Dialog führst du mit dir selbst?

Als Maggie genau das tat, wurden ihr zwei oder drei immer wiederkehrende mentale Szenarios bewusst, bei denen Gefühle und körperliche Empfindungen so durcheinander waren, dass sie nicht sagen konnte, was als erstes kam. Bei ihr war es so, dass sie in jeder Situation vom Schlechtesten ausging. „Sie werden mich nicht mögen“, war eine ihrer typischen Aussagen. Andere lauteten:“Ich werde bestimmt verlieren“ oder „Gerade sieht alles okay aus, aber wenn ich nicht vorsichtig bin, geht es bestimmt schief“. Ihr wurde klar, dass sie permanent nach Gründen suchte, warum sie jemand enttäuschen, kritisieren oder ihre Leistung nicht anerkennen können.

Was liegt unter dem Perfektionismus?

Als sich Maggie eingehender mit ihrem inneren Dialog beschäftigte, wurde ihr klar, dass ihre Angst zu einem großen Teil durch ihren Perfektionismus ausgelöst wurde. Sie fragte sich ständig: „Könnte ich nicht noch mehr machen?“ Und die Antwort war immer: „Ja!“ Ein Grund dafür war der Perfektionismus ihres Vaters. Er kontrollierte sogar die Töpfe auf etwaige Flecken, nachdem sie mit dem Abwasch fertig war. Wenn er Flecken fand, musste sie alles noch mal abspülen. Die Stimme ihres Vaters hat sich tief in ihrem Gedächtnis eingebrannt, und sie war der Meinung, dass sie ein negatives Ergebnis nicht überleben würde. Ständig urteilte sie über sich selbst wegen möglicher Verfehlungen und machte sich Sorgen, ob auch wirklich alles klappen würde.

Maggie erkannte auch, dass viele ihrer gewohnten Ängste aus unverarbeiteten Emotionen resultierten. Diese Neigung, Gefühle mit sich herumzutragen, ohne sich mit ihnen auseinanderzusetzen, ist aber gar nicht so unüblich. Mal angenommen, du hast ein schwieriges Gespräch mit deinem Partner. Du gehst mit einem beklemmenden Gefühl im Bauch in die Arbeit, vielleicht trägst du auch Kummer im Herzen. Du fühlst sich wütend und traurig, aber du hältst nicht inne, um diese Gefühle zu benennen, geschweige denn um mit ihnen zu arbeiten. Und so werden der Ärger, die Traurigkeit, der angespannte Bauch und der Herzschmerz ein Teil Ihrer Psyche.

Deine Gefühle brauchen Raum für Verarbeitung

Später, wenn du dann unvermittelt jemanden anbrüllst oder bemerkst, wie nervös du bist, dann weißt du oftmals nicht warum. Der Ursprung davon kann gestern oder vor ein paar Jahren gewesen sein, aber es ist wichtig, ihn zu kennen. Dann kannst du mit der ursprünglichen Empfindung arbeiten und das Gefühl und seinen Grund erkennen. Wenn du den Grund findest, kann es schon viel ausmachen, das Gefühl einfach nur zu benennen. Wenn du einmal gelernt hast, deiner Angst mit Bewusstheit zu begegnen, kannst du deinen Weg zu mehr Ruhe durch körperliche, mentale und emotionale Übungen finden, die die Angst verarbeiten und lindern helfen.

Eigentlich betrifft Angst das Hier und Jetzt. Dennoch kannst du mit dem arbeiten, was die Angst in dir verankert hat, sowohl körperlich als auch mental. Sich darüber bewusst zu werden, wie Angst funktioniert, kann dir helfen, tiefer in den eigenen Körper und Geist zu blicken, wo du Anhaftungen loslassen kannst und eine bisher ignorierte Situation genauer betrachten kannst.

In sechs Schritten zur Ruhe

Ich bot Maggie einen sechsstufige Übung an, die ich auch selber anwende. Zunächst fand sie heraus, dass diese Übung sehr viel Aufmerksamkeit benötigt. Aber schon nach ein paar Wochen lief alles wie automatisch ab.

1. Immer, wenn diese vertrauten Anzeichen der Angst sie befielen versuchte sie herauszufinden, wo genau in ihrem Körper die Verspannung auftritt. Sie stellte fest, dass so gut wie immer ihre Schultern und ihr Nacken betroffen waren. Indem sie die Technik der Aufmerksamkeit anwendete, wurde ihr die Empfindung als warme, prickelnde, strahlende Masse bewusst.

Einfach zum Beobachter der Angst werden

2. Im zweiten Schritt fokussierte sie sich auf ihr Herz. Manchmal stellte sie sich vor, sie würde quasi direkt durch ihre Brustwand atmen. Und manchmal konzentrierte sie sich darauf, den Weg ihres Atem von den Nasenlöchern bis zum Zentrum ihrer Brust zu verfolgen und sich dann auf den Bereich hinter ihrem Brustbein zu fokussieren, während sie sich auf den Prozess der Atmung einstellte.

3. Als dritten Schritt, nachdem sie sich ein paar Minuten Zeit genommen hatte, sich im Herzen zu zentrieren, fragte sie sich: Was an meiner Situation trägt zu meiner Angst bei? Ich schlug ihr vor, das so anzugehen wie eine Checkliste: Verspanne ich mich, weil ich mich um meine Leistungsfähigkeit sorge? Hetze ich mich? Reagiere ich auf Druck von außen? Ist da irgendwas, das ich vernachlässige, was ich aber beachten sollte? Auf dieser Ebene analysierte sie noch nicht, sie nahm nur wahr, was hier passierte.

4. Als vierten Schritt brachte sie ihre Aufmerksamkeit auf die Gedanken, die ihr durch den Kopf gingen. Manchmal erlebte sie ihre Angst als eine Art Druck oder Beengtheit ein allgemeiner Dunst der Negativität. Dann fragte sie sich: Kann ich das loslassen? Oft reichte es schon, diese Frage zu stellen, um die mentale Beengheit zu lockern.

Herausfinden, was unter der Angst liegt

5. Falls die Angst dann immer noch da war, schaute sie sich in einem fünften Schritt gerade stattfindende Emotionen an: Traurigkeit, Ärger, Missgunst oder Neid. Sie versuchte wahrzunehmen, ob da etwas ist, was sie versucht zu überwinden. Ein zwischenmenschliches Unbehagen, Ungeduld oder Sorgen wegen einer nicht erledigten Aufgabe? Manchmal machte sie sich eine Notiz dazu. Und dann fragte sie sich, ob sie auch das loslassen kann.

6. Zum Schluss schlug ich ihr vor, in sich ein Gefühl der Wärme oder des Vergnügens hervorzurufen. Das tat sie, indem sie sich daran erinnerte, wie es sich anfühlt, in der Sonne am Strand zu sitzen. Manchmal erinnerte sie sich auch an einen besonders süßen Moment der Befriedigung – etwa an das Gefühl, einen Fall gewonnen zu haben – und brachte diesen in ihr Herz. Hier können wir tief ins Yoga-Sutra eintauchen: dort heißt diese Fähigkeit „Pratipaksha Bhavana“, „das Gegenteil üben“ – also ein negatives mit einem positiven Gefühl kontern.

Strahlende Energie

Beim sich im Moment durch die Angst hindurchzuarbeiten, siehst du auch die Empfindungen, Gedanken und Gefühle, die deine gewohnheitsmäßige Angst auslöst. Das mag vielleicht nicht gleich passieren. Meist dauert es eine Weile, bis man die physischen Empfindungen und negativen Gedanken wirklich wahrnimmt.

Aber wenn du mit den gewohnheitsmäßigen Reaktionen auf deine Angst übst, wird sich dein Griff lockern. Deine Schultern werden entspannter werden, dein innerer Dialog wird freundlicher ablaufen und Ihre Emotionen weniger reaktiv. Eines Tages stellst du fest, dass das, was du als Angst wahrgenommen hattest, eigentlich pure Energie ist. Diese Energie kann als Angst erfahren werden, aber auch als Aufregung oder als Gefühl, angespannt und bereit zur Tat zu sein. Es kann die notwendige Spannung, das innere Feuer signalisieren, das mit Wachstum einhergeht.

Die Angst einfach Energie werden lassen

Je mehr du in dieser Spannung präsent bist und ihr sogar manchmal zugestehst, da zu sein, desto mehr kann die Angst zur Energie werden. Sieh Angstgefühle als ein Signal, loszulassen. So findest du deinen eigenen Weg, um deine Energie aus dem Griff der alten mentalen und emotionalen Muster zu lösen. Das ist der Punkt, an dem du eines der größten Geheimnisse des menschlichen Organismus löst: Alle deine Energien, auch die, die so schmerzhaft und einengend sein können, tragen in ihrem Kern die pure Energie des Lebens. Und diese – wenn du nur tief genug in sie eintauchst – wird sich als schiere Glückseligkeit entpuppen. Manchmal reicht es, einfach mit seinen Angstgefühlen zu sein, um die Existenz dieser kraftvollen Lebensenergie dahinter zu erkennen.

Das ist das Versprechen, das viele der größten Yogis erkannten: Wenn wir die Probleme, die die Angst im Körper einsperren, überwinden und die Gefühle und mentalen Angewohnheiten, die so viel Leid verursachen, loslassen, passiert etwas Radikales: Die grundsätzlichen negativen Gefühle zeigen nach und nach ihr anderes Gesicht. Sie weisen uns auf die Energie hin, die im Yoga „Shakti Kraft“ heißt – die tanzende, springende Energie, die aus jedem Moment einen kreativen Moment machen kann und aus jeder Erfahrung eine mögliche Tür zur Freude.

Wusstest du schon, dass du mit weniger Angst auch dein Immunsystem stärkst?


Sally Kempton ist eine international bekannte Yogaphilosophie- und Meditationslehrerin und Autorin.

Rezept für veganes Gingerbread

veganes Gingerbread
Vegane Gingerbread-Männer beim Yoga

Dieses vegane Gingerbread Rezept aus Renate Schmidt-Manns Buch „Vegane Zuckerbäckerei“ stimmt uns auf Weihnachten ein. Und das ganz ohne tierische Zutaten.

Das brauchst du für veganes Gingerbread:

  • 300 g Mehl Type 550, mehr nach Bedarf
  • 1 EL Weinstein-Backpulver
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 TL gemahlener Ingwer
  • 1 TL geraspelter frischer Ingwer
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 kleine Prise gemahlene Nelken
  • 140 g kalte vegane Backmargarine
  • 150 g dunkler Zuckerrübensirup
  • 30 g Hafersahne

Und so geht’s:

Siebe das Mehl in eine Schüssel und mische alle trockenen Zutaten unter. Schneide die Margarine in kleine Würfel und gebe sie zusammen mit der Mehlmischung und den übrigen Zutaten in die Küchenmaschine. Verarbeite alles zu einem geschmeidigen Teig. Wenn der Teig zu feucht ist, gebe noch etwas Mehl dazu. Rolle den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche knapp 1 cm dick aus und schneide ihn in Quadrate oder steche Förmchen aus. Nun legst du die Stücke auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und lässt sie im vorgeheizten Ofen bei 180 °C etwa 10 Minuten backen. Fertig ist das vegane Gingerbread.


Du würdest gerne noch mehr vegan backen? Dann probiere doch mal diese Cookies aus Zucchini und Banane.

Außerdem ist Selbstgebackenes immer eine tolle Geschenkidee. Hier findest du noch mehr DIY Yogageschenke:

Martina Wiesent

Martina Wiesent lebt und liebt Yoga und ist seit über 15 Jahren in einer großen Münchner Klinik im Bereich der Strahlentherapie tätig. Seit 2022 leitet sie zudem das Supportivzentrum München, in dem Menschen während und nach ihrer Therapie ganzheitlich begleitet werden. Durch ihre langjährige Unterrichtserfahrung mit Krebsbetroffenen und ihr umfangreiches medizinisches Wissen, ist Martina Expertin auf dem Gebiet Nebenwirkungsmanagement und „Yoga und Krebs“. Es liegt ihr besonders am Herzen Erkrankte wieder in ihre Kraft zu bringen und Yoga langfristig als komplementärmedizinisches Verfahren in der Onkologie zu etablieren. 

Martina ist zertifizierte YOGA und KREBS Trainerin und Ausbilderin, Yin Yoga Teacher, Hatha Yogalehrerin, hat eine umfassende Zusatzausbildung in Yogatherapie, ist Dozentin für multimodales Stressmanagement und Entspannungstechniken (PMR und Autogenes Training) und fungiert als Gastdozentin für Ayurveda. Darüber hinaus ist sie als Referentin für das Thema „Yoga und Krebs“ tätig, hält Vorträge auf medizinischen Kongressen, in Kliniken und bei Hilfsorganisationen im onkologischen Bereich. Zudem ist sie Gründungsmitglied und 2. Vorsitzende der DGYO /Deutsche Gesellschaft für Yoga in der integrativen Onkologie e.V.

Hier gibts weitere Infos: www.yoga-und-krebs.de


Vortrag: Was kann Yoga bei einer Krebserkrankung bewirken?

In ihrem Vortrag gibt Martina Wiesent einen Einblick darauf, wie Yoga bei Krebs auf allen Ebenen helfen kann und was Yogalehrer*innen wissen müssen, um Menschen ganzheitlich begleiten zu können.


Martina Wiesent auf der YogaWorld 2023 in München:

Samstag, 14. Oktober // 12:30 – 13:15 Uhr // Was kann Yoga bei einer Krebserkrankung bewirken? // Yamuna Vortragsraum

Sanjay També

Sanjay També ist in der traditionellen vedischen Kultur in Indien aufgewachsen. Seine Kindheit verbrachte er im Gesundheitszentrum seines Vaters, Dr. Shri Balaji També.

Er studierte Wirtschaftsinformatik und Management in Indien und München und sammelte langjährige Berufserfahrung in der Restrukturierung des Personalwesens bei internationalen deutsch-indischen Unternehmen.

Früh begann er, die naturnahe, yogische Lebensart in einen ganzheitlichen Lebensstil zu adaptieren, der in jedem Kontinent dieser Erde seine Gültigkeit hat. Dabei spielt Yoga und die ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle, denn sie ist laut Ayurveda die Basis für die Gesunderhaltung der individuellen Konstitution. Sanjay beobachtet seit Jahren die industrialisierte Landwirtschaft, die Lebensmittelindustrie und den Wohlstand der Gesellschaft, der häufig darin besteht, alles „outzusourcen“ (Restaurantbesuche, hochwertiges Convenience Food, einseitige Yoga Praxis entweder als Ersatz für Sport oder Fitness gehören dazu). Auf der anderen Seite stellt er fest, dass nur wenige Menschen verstehen, wie ihr Stoffwechsel wirklich funktioniert, um sich entsprechend in der modernen Welt gesund zu bleiben. Trotz Wohlstand und weit verbreitete Biolebensmittel sind Menschen oft nicht in der Lage sich gesund zu erhalten, so dass sie Ihr Leben mit Glück und Energie erfüllen können.

In 2001 konzipierte & eröffnete er den ersten „Santulan“ Shop Europas in München und ermöglicht es seither Menschen jeden Alters und Lebensstils, einen natürlichen & ganzheitlichen Ansatz für ihre Gesundheit kennen zu lernen und in ihren Leben praxisnah zu integrieren. Sanjay glaubt, daß es nie zu Spät für ein Wandel ist und einen herzlichen Umgang mit Yoga & Ayurveda, jeden Mann/Frau dazu verhelfen können, insbesondere auch ihre hormonellen Themen in den Griff zu kriegen. Ein kleines Studio für Yoga & Meditation, plus eine Naturheilpraxis gehören ebenfalls zum Santulan-Konzept in München.

*Santulan wird in Sanskrit als gesundheitliche Balance übersetzt*.


Sanjay També auf der YogaWorld 2020 in München:

Sonntag, 19.Januar // 15:00 – 15:45 Uhr // Ghee – das Ayurvedische Gold // Lakshmi Vortragsraum

Sonntag, 19.Januar // 16:00 – 16:45 Uhr // Podiumsdiskussion: Ayurveda in Deutschland – Medizin oder Lifestyle? mit Dr. med. Ulrich Bauhofer, Dr. med. Müller-Leisgang, Hr. Jeevan E. (BAMS), Diana Schwandt (Autorin) und/ oder Iris Hüttner (Wellness Verband) // Lakshmi Vortragsraum


So bereitest du dich auf eine Yogalehrer Ausbildung vor

Yogalehrer Ausbildung Gyan Yog Breath
So sehen die glücklichen Teilnehmer nach einer Yogalehrer Ausbildung aus. - Foto: Gyan Yog Breath

Hast du dir auch schon einmal überlegt deine Yoga-Praxis zu intensivieren? Spürst du in dir vielleicht sogar den Wunsch zu unterrichten? Wir erklären dir, wie so eine Yogalehrer Ausbildung aussieht und wie du dich am besten darauf vorbereitest.

Weltweit praktizieren mehr als 200 Millionen Menschen Yoga. Kein Wunder, denn Yoga wirkt ausgleichend und reduziert Stress. Das Erreichen innerer Ruhe, physischer Leichtigkeit und Flexibilität motiviert uns, regelmäßig auf die Matte zu hüpfen. Wenn auch du dir ein Leben ohne Yoga nicht mehr vorstellen kannst, hast du dir sicherlich schon einmal überlegt eine Yogalehrer Ausbildung zu machen.

Was ist eine Yogalehrer Ausbildung?

Eine Yogalehrer Ausbildung wird auch Yoga Teacher Training genannt. So eine Ausbildung ist eine Art Intensiv-Training oder Weiterbildung im Bereich Yoga, Meditation und oftmals auch Ayurveda. Hier lernst du alles über Asana, Pranayama, Mudra, Shatkarma, Meditation, Philosophie und Anatomie des Yoga. Manche Yoga Teacher Training Kurse lehren auch über alternative Heilmethoden, Meridiane und Chinesische Medizin. Auch wenn du nicht unbedingt Yogalehrer(In) werden möchtest, kann so eine intensive Weiterbildung viele Türen zu einem gesünderen und ausgeglichenem Leben öffnen.

200 Stunden Yogalehrer Ausbildung

Die bekannteste Yoga Ausbildung nennt sich 200 Stunden Yogalehrer Ausbildung und
beinhaltet insgesamt 200 Stunden Theorie und Praxis. Du kannst eine solche Ausbildung entweder über 1-3 Jahre oder intensiv in vier Wochen absolvieren. Je nach persönlicher Präferenz, wählst du deinen Lieblingsstil: Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Vinyasa Yoga, Power Yoga, Yin Yoga, Iyengar Yoga, Kundalini Yoga, Sivananda Yoga oder Anusara Yoga. Einige Ausbildungen gehen später in eine spezielle Richtung über, wie zum Beispiel Yoga Therapie, Pränatal Yoga oder Kinder-Yoga. Meistens ist die 200 Stunden Yoga Ausbildung aber eine Grundausbildung. Erst bei einer fortgeschritteneren Ausbildung, auch 300 Yoga Stunden Ausbildung genannt, entscheidest du dich dann für eine spezielle Richtung.

Hier liest du, wie Yogalehrerin Julia Schmelter ihr Ashtanga Yoga Teacher Training erlebt hat.

Die eigene Yoga Praxis vertiefen

Auch wenn du erstmal keine(e) Yogalehrer(In) werden möchtest, kann eine Yoga Ausbildung von großem Nutzen sein. Viele beginnen so eine Ausbildung nur für sich selbst um besser in das komplexe Thema Yoga einzutauchen, eine vertrautere Praxis zu erlangen oder Stress abzubauen. Trotzdem entdecken die Auszubildenden oftmals doch Spaß am Unterrichten und können sich vorstellen dies fortzuführen. Die meisten Level 1 (200 Stunden) Yogalehrer Ausbildungen sind für Anfänger bis Intermediates prima geeignet.

Vorbereitung auf die Yogalehrer Ausbildung

Eine Yoga Ausbildung kann ziemlich anstrengend werden, da du körperlich, seelisch und mental stark gefordert wirst. Alte Verhaltensmuster und Blockaden können sich lösen und neue Energie fließen. Oftmals lösen sich negative Gedankenmuster komplett auf. Neben einer regelmäßigen Yoga Praxis (auch von Zuhause aus), solltest du dich schon einmal mit der Literatur vertraut machen. Vor allem theoretische Module wie Philosophie, Ayurveda und Anatomie können sehr komplex und tiefgründig ausfallen. Am besten fragst du deine Ausbildungsschule welche Bücher im Kurs gelesen werden und welche dir schon vorab helfen können dich vorzubereiten.

Wichtige Bücher über Yoga

Zwei der bekanntesten Bücher sind „Hatha Yoga Pradipika“ und „Four Chapters on Freedom“ von Swami Satyananda Saraswati. Auch das „Hatha Asana Pranayama Mudra Bandha“ Buch auf Deutsch hat sehr anschauliche Erklärungen über alle primären Asanas, Pranayama Techniken und Mudras. Somit kannst du im Vorfeld die Asana Namen (Deutsch und Sanskrit), Modifikationen und Vorteile lernen.

Ernährung vor der Yogalehrer Ausbildung

Egal ob du dich für eine 4-wöchige oder berufsbegleitende Yogalehrer Ausbildung entschieden hast, solltest du dich mit dem Thema gesunde Ernährung intensiver auseinandersetzen. Viele Ausbildungen bieten rein vegetarische oder vegane Mahlzeiten an, die mithilfe von ayurvedischen Gewürzen und Kräutern zubereitet werden und der Entschlackung und ganzheitlichen Gesundheit dienen. Falls du beispielsweise eine intensives Yoga Teacher Training im Ashram machst, sind alle Mahlzeiten während der Ausbildung „Sattvisch“, was so viel wie rein und nicht stimulierend bedeutet. Grobe und überstimulierende Konservierungsstoffe, E-Stoffe aber auch Kaffein, Zwiebeln und Knoblauch werden komplett vom yogischen Ernährungsplan gestrichen um die Körperkonstitutionen Kapha, Pitta und Vatta ins Gleichgewicht zu bringen.

Finde im Test heraus, welche welche Ayurveda-Konstitution du bist.

Kein Kaffee und früh ins Bett

Du kannst dich also bereits mit dem Thema „Yogische Ernährung“ und Vegetarismus auseinandersetzten und mehr vegetarische Mahlzeiten in deinen Alltag integrieren. Bist du bereits Vegetarier(In) oder sogar Veganer(In)? Dann kannst du üben, Kaffee und Konservierungsstoffe zu meiden. Eine frühe Schlafenszeit und frühes Aufstehen helfen dir dich energetischer zu fühlen und dich auf deine Yogalehrer Ausbildung vorzubereiten. Meistens fängt die erste Stunde morgens sehr früh an und die Lichter gehen spätestens um 10:00 Uhr aus.

Planen und Packen

Wo genau machst du deine Yoga Ausbildung? Falls deine Reise nach Indien, an den Ursprung des Yoga geht, solltest du natürlich rechtzeitig deine Flüge buchen und deinen Flughafen Transfer organisieren. Viele Yoga Schulen bieten einen
kostenlosen Shuttle an. Es macht auch immer Sinn, sich mit der Ausbildungsschule vorab auszutauschen und nachzufragen welche Kleidung angemessen ist und ob es eine Packliste gibt. Für Yogalehrer Ausbildungen im Ausland solltest du dein Visum rechtzeitig beantragen. Egal wo deine Reise hingeht, leichte und bequeme Kleidung, eine stabile und rutschfeste Yoga-Matte, persönliche Hygiene-Artikel, Notizbuch oder Laptop sowie ein Wecker und/oder Handy sind die wichtigsten Gegenstände, die nicht fehlen dürfen.

Wichtig: Das solltest du im Voraus klären

  • Wie wasche ich meine Wäsche/Gibt es einen Wasch-Service?
  • Sollte ich Snacks mitbringen oder gibt es vor Ort genug Möglichkeiten?
  • Welches Schuhwerk ist angebracht/Gibt es geplante Ausflüge?
  • Wie viel Bargeld sollte ich mitnehmen?
  • Muss ich Handtücher mitnehmen?

Bereit für dein Abenteuer Yogalehrer Ausbildung?

Das Wichtigste überhaupt: Freu dich auf deine Yoga Ausbildung stehe ihr mit offenem Herzen gegenüber. Du hast eine großartige Reise zu dir selbst vor dir! Sei gespannt welche Erkenntnisse und Gefühle plötzlich in dir aufkommen werden. Für viele ist ein solches Training ein „Once-in-a-Lifetime“ Erlebnis mit vielen transformierenden Ereignissen. Genieße diese spannende Zeit und lasse dich auf deine persönliche Weiterentwicklung und den internen Heilungsprozessen komplett ein!


Annkathrin Mourya über die Vorbereitung zur Yogalehrer-Ausbildung.

Zur Autorin: Annkathrin Mourya ist Medien-Designerin sowie internationale Yogalehrerin (ERYT-500) mit einer großen Leidenschaft für Yoga, Indien und Reisen. Sie unterrichtet hauptsächlich Hatha Yoga, Meditation und Ayurveda in ihrem Studio sowie bei der Yoga Ausbildungsschule “Gyan Yog Breath” in Indien.  2018 schloss sie einen 2-jährigen Universitätskurs in „Yogic Science“ in Haridwar, Indien ab. 

Thai-Yoga-Massage in der Schwangerschaft

© Wari Om

Wie passt die Thai-Yoga-Massage in der Schwangerschaft mit dem Prinzip dieser Massagetechnik von „No pain, no gain“ zusammen? Für unseren Autor Till Heeg ist eine Thai-Yoga-Massage dagegen „Liebe in Berührung“ – ganz besonders wenn eine Schwangere massiert wird.

Auch im Yoga wollen wir auf unseren Körper achten und seine Grenzen respektieren und nicht über die Schmerzgrenze gehen. Bei einer Schwangeren ist Schmerz das Gegenteil von dem, was sie wirklich braucht. „Liebe in Berührung“ findet statt, wenn man absolut präsent im Hier und Jetzt ist – dann wird die Massage zu Yoga. Diese Achtsamkeit lenkt der Gebende von seinem Herzraum, dem liebenden Zentrum zur Empfängerin. Hierbei gelten die Hände als Verlängerung des Herzens.

Thai-Yoga-Massage in der Schwangerschaft – Warum?

Wenn es um körperliche Symptome geht, braucht eine Schwangere keine Thai-Massage, sondern professionelle Beratung durch Osteopathen, Physiotherapeuten, und klinisch ausgebildete Masseure, die bei ernsthaften Beschwerden unbedingt konsultiert werden sollten. Aber der Körper besteht auch aus feinstofflichen Koshas (Hüllen oder Schichten) und diese lassen sich mit einer achtsamen und liebevollen Massage erreichen – hier kommt der Yogaaspekt ins Spiel.

Traditionell orientiert sich die Thai-Massage an energetischen Linien, den Prana Nadis, wie sie auch in der Yogaphilosophie beschrieben werden. Durch die Behandlung dieser beeinflusst die Massage auch die Emotionen und das ganzheitliche Wohl des Empfängers. Mit der Berührung des Gebenden werden elektrische Signale und feinste Vibrationen erzeugt, die bis auf Zellebene wirken. Der erste Sinn, der beim Fötus ausgebildet wird, ist der Berührungssinn. Umso wichtiger ist, dass der Behandelnde seine Hände mit viel Achtsamkeit einsetzt.

Was muss man in der Schwangerschaft beachten?

Während der ersten zwölf Schwangerschaftswochen sollte man nicht massieren, die werdende Mutter hat mit der hormonellen und körperlichen Umstellung genug zu tun. Zugleich ist es die sensibelste Phase, in der die Wahrscheinlichkeit für einen Abgang am größten ist. In der Schwangerschaft fühlt es sich nicht gut an und es ist im letzten Trimester sogar kontraindiziert, lange auf dem Rücken zu liegen. Die beste Position für die Thai-Yoga-Massage in der Schwangerschaft ist daher die Seitenlage. Weniger die Behandlung, sondern vielmehr eine wohltuende Unterstützung, Entspannung und Harmonisierung sollte während der Schwangerschaft im Vordergrund stehen. Häufige, kurze und auf die Empfängerin abgestimmte Massagen eignen sich dazu besser als sehr lange Behandlungen.

1. Begrüßung

© Wari Om

Nimm vor der ersten Berührung verbal Kontakt auf: Dabei ist es gut, neben dem körperlichen auch das energetische, emotionale und seelische Befinden abzufragen. Als Massierender solltest du vor der ersten Berührung bei dir ankommen: Bist du geerdet und mit dem Raum, der dich umgibt, verbunden? Lenke deine Aufmerksamkeit nun auf die Empfangende. Lege nur dann die Hände auf den Bauch, wenn das für die Schwangere okay ist. Sei absolut bei ihr – Wertung oder Erwartung hat bei der Thai-Yoga-Massage in der Schwangerschaft nichts zu suchen.

2. Fußmassage

© Wari Om

Warum? Wenn die Füße berührt werden, fließt die Energie nach unten: Erdung entsteht. Die Füße sind Reflexzone des ganzen Körpers – über sie kann man Einfluss auf das gesamte Wohlbefinden nehmen. Das kann bei Zweifeln, Ängsten, Sorgen und Stimmungsschwankungen hilfreich sein. Außerdem lastet in der Schwangerschaft zunehmend Gewicht auf den Füßen – eine Fußmassage ist eine Wohltat.

Massiere die Fußsohle und alle Zehen fächerförmig entlang der Zehenlinien – ausgehend von der Ferse – oder in parallelen Linien über die Fußfläche.

Wie? Eine gute Berührung ist sanft und trotzdem tief und klar – dafür bedarf es Ruhe und Rhythmus. Lege die Daumen an die Fußsohle und schmiege die restlichen Finger um den Fuß. Beginnen Sie mit beiden Händen gleichzeitig zu massieren. Verlagere dein Gewicht nach vorn, um tiefer zu arbeiten, und nach hinten, um die Position des Daumens zu wechseln. Lasse den Daumen jedes Mal entlang der Zehenlinie eine neue Stelle finden (etwa 3 bis 4 Punkte von der Ferse bis zu den Zehen) und gib über dein Gewicht Druck ab.

In der Schwangerschaft ist die Rückenlage nicht die beste Position, aber im 2. Trimester angenehm. Im 3. Trimester die Füße in Seitenlage massieren.

Nimm am Ende der jeweiligen Linie das Zehengelenk zwischen Daumen und Zeigefinger und massiere es kreisförmig. Löse den Griff, indem du den Zeh Richtung Spitze ausstreichen. Wechsele Sie anschließend zur zweiten Linie. Sie können die Massage an allen fünf Zehenlinien 3 bis 5 Mal wiederholen.

3. Energielinien an den Beinen

© Wari Om

Warum? In der Schwangerschaft sind schwere, müde Beine häufig, auch Wassereinlagerungen (Ödeme) kommen vor. Daher sind die Energielinien an den Beinen wichtig – ähnlich wie die Fußmassage erdet die Beinmassage und bringt die Aufmerksamkeit in den unteren Bereich des Körpers.

In dieser Sequenz massierst du großflächig die Innenseiten der Ober- und Unterschenkel, was mehrere Energiebahnen stimuliert.

Wie? Finde eine stabile Position, die es dir erlaubt, dein Gewicht fließend einzusetzen. Lege beide Hände mit nach außen zeigenden Fingen oben an die Innenseite des Oberschenkels. Um zu massieren, verlagere das Gewicht aus dem Körperzentrum heraus nach vorn: Dadurch verstärkt sich der Druck deiner Hände. Halte die Hände dennoch locker und sanft, damit du alles wahrnehmen, was unter den Händen passiert. Atme aus, wenn du nach unten sinkst und ein, wenn du den Druck wieder löst. Versetze die Hände Stück für Stück das Bein entlang nach unten und spare dabei das Kniegelenk aus. Je langsamer du dich dabei bewegst, desto tiefer ist die Erfahrung für den Empfänger.

Tipp: Gerade bei Wassereinlagerungen in den Beinen kann man auch mit einem reinen Pflanzenöl ohne ätherische Öle oder chemische Zusätze massieren (Sesamöl = leicht wärmend, Kokosöl = kühlend).

4. Die Energielinien am Rücken sollten mit einbezogen werden in die Thai-Yoga-Massage in der Schwangerschaft

© Wari Om

Warum? Die Energielinien nahe der Wirbelsäule sind dafür verantwortlich, die Energien im Körper auszugleichen – die Massage in diesem Bereich kann sich positiv auf das vegetative Nervensystem, die Verdauung und Rückenschmerzen auswirken.

Am Rücken neben der Wirbelsäule: vom kleinen „Tal“ zwischen den Dornfortsätzen wandert die Massage nach oben

Wie? Massiere mit den flachen Daumen die Linie (das „Tal“) entlang der Wirbelsäule – auf keinen Fall auf den Knochen! Beginne oberhalb des Sacrums (Kreuzbein) und wandere zum unteren Rand des Schulterblatts – und wieder zurück, vielleicht auch mehrmals.

Wichtig! Für diesen Teil der Massage muss die Empfängerin gut auf der Seite gelagert und mit Kissen abgestützt sein. Es sollte keinesfalls Druck auf den Bauch entstehen: Das passiert, wenn die Empfängerin nach vorne kippt. Außerdem sollte der Rücken vom Becken bis zur Halswirbelsäule lang gestreckt sein. Am unteren Rücken nur mit sanftem Druck arbeiten!

5. Arbeit unter dem Schulterblatt

© Wari Om

Warum? Die Muskelgruppe zwischen der Wirbelsäule und dem inneren Schulterblattrand neigt zu Verspannungen. Man sagt auch, dass an der Rückseite von Herz und Lunge Emotionen ins Gewebe gespeichert sind. Diesen Bereich zu massieren, schenkt ein befreiendes Gefühl, die Atmung kann sich vertiefen, die Körperhaltung insbesondere im Brust- und Schulterbereich verbessern.

Sind Schulter und Arm nicht so beweglich, kannst du den Arm vor dem Bauch auf einem Kissen ablegen

Wie? Die Empfängerin liegt auf der Seite, du kniest hinter ihr. Stell das kopfnahe Bein auf. Unterstütze mit dem Arm, der weiter vom Kopf entfernt ist, den oberen Arm der Empfängerin und lege die Hand um ihre Schulter. Mit dieser Hand wird der Körper während der Massage leicht nach vorne und hinten bewegt. Der kopfnahe Arm massiert und wird vom aufgestellten Bein unterstützt: Dadurch braucht es keine reine Muskelkraft. Beginne am unteren Rand des Schulterblatts und arbeite in Richtung Kopf weiter, bis der Daumen keinen Platz mehr findet. Dabei ziehst du den Körper leicht zu sich und schiebst den Daumen unter das Schulterblatt. Der Daumen sollte passiv und dadurch weich und empfänglich bleiben. Die Bewegung kommt aus der Körpermitte und ohne Krafteinsatz.

6. Nackenmassage als Teil der Thai-Yoga-Massage in der Schwangerschaft

© Wari Om

Warum? Im Nackenbereich hat fast jeder Verspannungen. Man kann sagen, dass dort Sorgen und Probleme sitzen: Je mehr Sorgen, desto stärker ziehen wir die Schultern hoch und umso mehr Verspannungen entstehen.

Wie? Als Masseur benötigst du an dieser Stelle eine besonders stabile Position. Steig mit dem fußnahen Bein über den Oberkörper der Empfängerin und knie mit dem anderen Bein hinter ihrem Rücken. Stütze dich mit dem fußnahen Arm auf das aufgestellte Bein, damit du das Gewicht nicht halten musst. Fasse den Unterarm der Empfängerin nahe der Beuge, deine freie Hand beginnt, den Nackenbereich zu massieren. Mit einer wippenden Bewegung aus der Körpermitte heraus wird die Massage verstärkt. Massiere mit jedem neuen Schwung immer wieder von sich weg und lass Sie den massierten Bereich passiv zurückschwingen.

Die Massage kann auch weiter zur Rückseite der Oberarme wandern

Wichtig! Wenn die Empfängerin viel mit Schwindel, Übelkeit oder ähnlichen Beschwerden zu kämpfen hat, massiere bewusst langsam und nicht so dynamisch. Oberhalb des Trapeziusmuskels befindet sich ein Akupressurpunkt, der in der Schwangerschaft ausgespart werden sollte: Gib deshalb keinen punktuellen Druck in diesem Bereich ab.

7. Zentrales Nervensystem

© Wari Om

Warum? Diese Sequenz integriert die bisherige Massage in das zentrale Nervensystem. Durch die angewandte Technik fällt es leicht, in die Stille zu kommen und die Aufmerksamkeit von außen nach innen zu lenken.

Auch bei dieser Sequenz sollte der Körper stabil auf der Seite gelagert sein, damit sich die Wirbelsäule in einer langen Linie befindet.

Wie? Die kopfnahe Hand liegt auf dem Übergang von der Halswirbelsäule zur Schädelbasis (Occiput), die andere auf dem Kreuzbein (Sacrum). Nehmen Sie mit den Händen so sanft wie möglich Kontakt mit dem Körper der Empfängerin auf. Ihre eigene Position ist stabil und ruhig, stützen Sie Ihre Arme ab. Das ist wichtig, um mindestens 5 Minuten lang ohne Bewegung zu verweilen. Sei vollkommen präsent und spüre die Verbundenheit, Atmung und Wärme unter deinen Händen. Verbinde dich mit dem Wasserelement und visualisiere eine Welle, die vom Kopf bis zum Kreuzbein durch den Körper läuft. Gib deine innere Ruhe, Erdung, Respekt für die Schwangere über die Hände weiter. Löse nach einigen Minuten die Hände langsam vom Körper und bleibe noch einige Zeit ruhig sitzen.

8. Faszienarbeit an verschiedenen verspannten Stellen des Rückens

© Wari Om

Warum? Schon ohne Massage ist ein unterstützter Sitz sehr entspannend: Der Rücken wird entlastet, die Atmung kann sich vertiefen. Durch die gleichzeitige Massage lassen sich die Faszienzüge an der Rückseite des Körpers mobilisieren und Verklebungen lösen.

Wie? Finde eine gute Position für die Hände: Lege diese flach und locker auf den Rücken der Empfängerin. Passe deine eigene Atmung an ihre an. Was nimmst du unter den Händen wahr? Untersuche behutsam, ob du das Gewebe in alle möglichen Bewegungsrichtungen verschieben kannst. Stell fest, wohin es sich leichter bewegen lässt, wo es fester ist oder du mehr Widerstand fühlst. Massiere mit schiebenden Bewegungen eine einzelne Stelle: von unten nach oben und zurück, von innen nach außen und zurück. Wenn sich die Atmung der Empfängerin vertieft, entspannt sich das Gewebe. Löse die Hände langsam und finde eine andere Stelle am Rücken.

Wichtig! Die Schwangere braucht einen stabilen, aber auch gleichzeitig entspannten Sitz: Entweder lehnt sie sich (wie auf dem Bild) auf einen Ball oder sie sitzt auf einem Hocker und legt Arme und Kopf auf einem Tisch ab.

Wie geht es euch beiden nach der Thai-Yoga-Massage für die Schwangerschaft?


Im YogaWorld Podcast gibt es eine interessante Folge zum Thema Yoga und Schwangerschaft. Hör‘ gerne mal rein:

Nadine Plum

Nadine ist staatlich geprüfte Gymnastiklehrerin und Yogalehrerin. Ausgebildet von der Lord Vishnus Couch in Köln, ist ihr Stil von viel Kreativität und Abwechslung geprägt. Das „Out-of-the-box-thinking“ ist der Grundgedanke ihrer Yogaklassen und ihrer eigenen Praxis. Neue Wege gehen, neue Erfahrungen machen. Neue „Aha“- Momente erleben. Das Lösen von eingefahrenen Mustern und Gedanken durch mehr Bewusstsein für Körper und Geist, ist die Essenz, die sie in jeder Klasse an ihre Schüler weitergibt. So ist sie seit 5 Jahren Teil des Shakti- Yogawheel Teams und nimmt ihre Schüler regelmäßig mit in das Abenteuer, sich selbst neu zu erfahren und zu entdecken.

Kurz-Workshop: „Exploring the Yogawheel“-Ein Abenteuer für Körper und Geist

Das Yogawheel ist das neueste Tool in der Yogawelt. Doch was hat es mit diesem „fancy“ Rad auf sich? Spelerisches Entdecken, kraftvolles Üben und sensitives Nachspüren, fordert alle Sinne in diesem Workshop heraus. Das Yogawheel hilft uns sowohl fasziale Verspannungen zu lösen, als auch mehr Bewusstsein für unser Yogaalignment zu bekommen. Du bist neugierig, offen für ein neues Abenteuer und neue Reize für deine Yogapraxis?
Dann schau vorbei und komm mit auf die Reise.
„Let´s roll together.“


Nadine Plum auf der YogaWorld in München 2020: 

Samstag, 18. Januar // 10.00 – 10:30 Uhr // Exploring the Yogawheel // Siddharta Yogaspace

Sonntag, 19. Januar // 10.00 – 10:30 Uhr // Exploring the Yogawheel // Siddharta Yogaspace