Wie geht eine yogische Trennung? Inspiration und Meditation

yogische Trennung

In den Augen anderer wart ihr vielleicht das perfekte Pärchen. Aber im Erwachsenenleben verlieren manche Dinge ihre Magie. So auch Beziehungen. Und es ist ok, sich nach einer Trennung weiter zu entwickeln.

Trennungen sind niemals leicht, egal, wer sich trennt. Sie führen zu mehr Angst und Zweifel in so vielen Bereichen unseres Lebens. Zudem können sie auch dazu führen, dass wir unsere Identität hinterfragen. Wie konnten wir bei sowas wichtigem so falsch liegen? Wir können uns dadurch so fühlen, als würden wir den Boden unter unseren Füßen verlieren.

Vor zwölf Jahren, als meine erste Ehe endete, fand ich mich plötzlich in einer seltsamen und unbekannten Welt wieder. Bis dahin hatte ich die meiste meiner Zeit als Erwachsene als Paar verbracht und plötzlich war ich… alleine. So fühlte es sich jedenfalls an. Während meiner Scheidung verschwanden Menschen aus meinem Leben, von denen ich dachte, sie würden immer darin sein. Andere gaben mir nur unklaren Rat. Manche entschieden sich für eine Seite oder waren einfach still.

Aber irgendwo tief in mir hatte ich das Gefühl, dass ich da ganz wieder rauskommen würde. Mein ganzes Erwachsenenleben hatte ich Rollen gespielt: Mutter, Ehefrau, Schwiegertochter, Studentin, Angestellte. Und inmitten dieser mehr als chaotischen Trennung hoffte ich, dass ich mich selbst wieder finden würde. Tatsächlich hat jedes große Lebensereignis – selbst schwere – die Möglichkeit, dass wir uns neu einstellen und neu verbinden. Das sagt auch Elizabeth Rowan, eine Yogalehrerin und Coach, die sich selbst scheiden ließ.

Ich bin eine große befürworterin davon, im Dunkeln zu Tappen, wo wir entdecken können, was wir weggeschoben haben, wovon wir aber lernen könnten.

Elisabeth Rowan

Für Heiler*innen wie Rowan sind Achtsamkeit, Yoga und Meditation Geschenke. Eine kollektive Weisheit, die aus den Erfahrungen von zahllosen anderen Personen gezogen wurde. Auch die anderen haben ihren Weg zurück zum Licht gefunden. In ihrer Essenz lehren uns diese Werkzeuge, dass die wahre Kraft in uns selbst liegt. Ganz egal, was das Leben uns vorsetzt. Darum geht es doch in jeder einzelnen Yogasession – dass das Atmen durch Widerstände hindurch uns resilient macht? Dass es immense Stärke erfordert, dort Stille zu finden, wo es unangenehm ist? Dass jede Praxis etwas größerem als uns selbst dient? Aber wie können wir diese Techniken in Zeiten von Chaos und Trennung nutzen?

Natürlich ist jede einzelne Trennung einzigartig. Aber eine überraschende Anzahl von Emotionen und Erfahrungen, die wir während des Lösens von der Partnerschaft erleben, sind gleich. Unabhängig von Geschlecht oder Alter. Das sind gute Neuigkeiten: egal, wo wir uns im Prozess befinden, können wir vom Wissen aller profitieren. Durch Yoga und Meditation können wir Einsichten durch die Erfahrungen von zahllosen Menschen vor uns gewinnen. Von allem Schmerz und aller Freude der menschlichen Erfahrung. Ihr Geschenk – an uns überliefert durch die Philosophie und Praxis – ist, dass wir im Unglück Frieden erleben können. Ihre Lehren bestärken uns darin, dass alles, was wir fühlen, schon von jemandem anderen gefühlt wurde. Sie erinnern uns daran, dass auch das vorübergeht. So nutzen wir Achtsamkeit, um durch schwierige Zeiten zu kommen. Weil die Art und Weise, wie du die schwierige Zeit managest, bestimmt, wer du danach bist.

Heilt Zeit alles Wunden?

Hätte ich nur damals das gewusst, was ich jetzt weiß. Wenn ich damals so eine intensive Yogapraxis gehabt hätte, hätte ich verstanden, dass die Zeit auf meiner Seite ist. Dass Kraft in der Pause liegt. Schmerz gehört zum Leben dazu, genauso wie Freude. Ich musste erst lernen, mir selbst Raum für Wut, Angst und Verletzung die Erlaubnis zu geben. So hätte ich meine Verwirrung anerkannt und meine Scham hinterfragt. Außerdem wäre mir klar gewesen, dass ich niemals alleine bin. In jedem einzelnen Moment gibt es um mich herum Menschen, die sich beginnen zu sich trennen, mittendrin sind, davon heilen oder weiterziehen.

Wie lange auch immer die Trennung dauert – und besonders Scheidungen sind wie ein Marathon – irgendwann bist du da durch. Versprochen. Und wenn du dich dazu entscheidest, mit Achtsamkeit vorzugehen, erinnere dich daran. Es geht nicht darum, da mit möglichst viel Besitz rauszugehen. Messe dein Leben nicht daran. Durch jede negative Erfahrung – die Tränen, die Wut, die Entdeckungen – kannst du stärker werden. Mehr Resilienz und Selbsterkenntnis erlangen. Um Frieden zu spüren, Wissen zu erlangen und eine Gemeinschaft zu bilden, die dich durch den Rest deiner Tage begleitet. Stahl ist im heißesten Feuer geschmiedet. Du wirst dich biegen, nicht brechen.

Lass uns den Sinn dahinter erkennen!

Es liegt einfach nicht an dir! Eine langjährige Beziehung zu beenden kann sich verrückt anfühlen. Trennungen betreffen unsere ursprünglichsten Emotionen. Von Geburt an hing unser Überleben von starken Beziehungen ab. Vor allem zu Familie und Freund*innen, die im Gegenzug zu Liebe ihre Ressourcen und Weisheit mit uns teilten. Sie ernährten uns und wir sind gediehen. Diese Beziehungen sind „so entscheidend für unser Überleben als Spezies, dass unser Sicherheit mit dem Gefühl des Dazu-Gehörens verbunden ist.“ So erklärt die Psychologin und Scheidungsberaterin Lisa Gabardi, PhD.

Wenn wir Lebenspartner*innen wählen, bilden wir eine tiefe emotionale Verbindung. Wenn diese endet, dann werden wir gezwungen mit dem Verlust so einer ursprünglichen Bindung umzugehen. So zeigen das auch Statistiken. Egal, ob die Beziehung gesund war oder nicht, eine Reaktion der Panik wird dadurch getriggert. Wir sind darauf programmiert, überlebenswichtige Beziehungen einzugehen. Diese zu verlieren kann sich wie das Ende anfühlen, erklärt Gabardi. Deshalb tun und sagen wir dann Sachen, die wir nie für möglich hielten. Zudem ist die Trennung einer Liebesbeziehung ein besonderer Verlust, denn die Person ist nicht gestorben. Wir sind immer noch im Leben voneinander und müssen mit ihnen umgehen, ob wir wollen oder nicht.

Fliehen bringt nichts

Außerdem schüren die Prozesse der Scheidung das Gefühl der Fight-or-Flight Reaktion. Während wir immer noch den Verlust von der*m Partner*in verarbeiten, müssen wir über unser Vermögen, die Zeit mit unseren Kindern und unser Zuhause verhandeln. Diese limitierten Ressourcen musst du mit der Person besprechen, die du eigentlich nie wieder sehen willst. Wahrscheinlich bist du auch überrascht, wie schnell eine geliebte Person zu einer feindlichen werden kann. Ich habe damals Streitschlichtung vorgeschlagen, weil ich hoffte den Stress und die Kosten mit Jurist*innen zu minimieren. Aber als wir uns mit dem Mediator in der Mitte gegenüber standen, hatte ich Probleme damit, für mich selbst einzustehen. Obwohl mein Ex immer fair war, kämpfte auch er hier verständlicherweise über seinen Anteil. Dabei gab es niemanden, der mich schützen und für mich sorgen konnte. Dadurch fühlte ich mich noch mehr alleine als je zuvor. Zudem überfiel mich die Panik. Also nahm ich mir eine Anwältin.

Davon musste ich mich jahrelang erholen. Ich hatte Probleme damit, in mir selbst Stabilität zu finden. Dadurch wurde ich ungeduldig bei meiner Arbeit und als Mutter. Ich wollte so sehr alles alleine schaffen, dass ich mich heute kaum an die Zeit erinnern kann. Zum Glück muss es so nicht sein. Das Geheimnis dahinter, wie man während Veränderung und Heilung gesund bleibt, ist zuerst den Boden unter sich zu finden. Lass dich tragen, rät Rowan. Egal ob Tag oder Nacht, gib dir die Erlaubnis zu pausieren und zu verstehen, dass der aktuelle Moment nicht alleine steht. Es geht nur hoch, wenn es auch runter geht. Nur Licht mit Schatten.

Hier hilft kein „Good vibes only“, sondern nur das Anerkennen von allen Gefühlen. „Wir müssen die natürlichen Zyklen der Natur anerkennen. Was es wirklich bedeutet, Mensch zu sein. Ich bin nicht dafür, dass du auf dem Supermarktparkplatz zusammenbrichst, aber ehre die unvermeidliche Wut, die immer mit einer Trennung kommt. In jeder Trennung brauchst du Klarheit. Die gute Nachricht ist, dass wir in dieser Welt als nackte und wehrlose Tiere überlebt haben, weil das Problemlösen unsere Natur ist. Am Ende des Tages ist eine Trennung auch nur das Lösen eines Problems. Dabei wird die Kontrolle deines Atems zu deiner Superkraft werden. Bei Menschen kann das Gefühl von Gefahr eine automatische Körperreaktion hervorrufen. Dabei wird unsere Atmung kürzer und schneller; das Adrenalin steigt.

Durch die Panik fokussieren wir uns so sehr, dass unser Gehirn nur noch auf der primitivsten Stufe funktioniert. Dazu gibt es viel Recherche. Angst führt dazu, dass kognitive Funktionen eingeschränkt sind. Dazu gehören Erinnerung, Sprache, komplexere Wahrnehmung, Orientierung, Aufmerksamkeit, Entscheidungs- und Planungsfähigkeit. Wenn wir Angst haben, provoziert oder bedroht werden übernimmt unsere Amygdala. Sie sorgt dafür, dass wir alle Bedrohungen erkennen und wegrennen können, falls der Bär attackiert. Natürlich ist diese Reaktion nützlich, aber in der modernen geht man mit den meisten angstgefüllten Situationen wie einem Test, einer Deadline, oder einer Scheidung, mit einem kühleren Kopf um.

Deshalb sollten wir unsere Amygdala mit regelmäßiger Meditation und Atemübungen beruhigen. So kann der rationale Teil des Gehirns die Verhandlungen übernehmen. Mach eine Pause, wenn das Telefon klingelt. Frage dich: passt es gerade? Hast du den mentalen Platz dafür, damit umzugehen? Bist du geerdet genug, um fokussiert zu bleiben? Wenn nicht, lass den Anrufbeantworter rangehen. Wahrscheinlich war es nichts, was du jetzt sofort entscheiden musst. Dasselbe gilt für Emails. Ich schlage vor, dass du dir einen gesonderten E-Mail Account für die Scheidung erstellst. Lass alle Nachrichten von deinen Anwält*innen, deinem Partner und deiner Schwiegermutter darauf umleiten. Jetzt kannst du kontrollieren, wann und wie du damit umgehst.

Durch Ausprobieren wirst du rausfinden, wann deine Zeit des Tages dafür ist. Vielleicht wenn du noch auf dem High des Workouts schwebst. Vielleicht auch nach deiner entspannenden Yoga-Praxis. Jedenfalls wird es Zeiten geben, wo du direkt zurückfeuern möchtest. Nimm dich zurück. Erinnere dich daran, dass die Reaktion aus Panik nicht von der besten Version dir selbst kommt. Stattdessen gib dir Raum, damit die Panik sich legen kann. Atme tief, nimm ein Bad oder mach einen Spaziergang und lass die Amygdala sich beruhigen. So kann sie nicht die Steuerung über wichtige Entscheidungen übernehmen. Du musst jetzt strategisch vorgehen. Nun ist es an der zeit, das nächste Kapitel zu schreiben.

Bekämpfe die Scham

Im Chaos meiner Scheidung ist ein Tag besonders prägnant. Kurz vor Thanksgiving war ich in einem Supermarkt, um irgendetwas zu Abendessen zu kaufen. Ich ging über den Parkplatz und plötzlich war ich von perfekten Familien umgeben. Ihre Einkaufswägen waren voll von Truthahn und Süßkartoffeln und Kuchen. Das erste Mal sah ich von außen auf mein Leben als Erwachsene. Ich war Single und meine Kinder waren woanders. Ich lebte nur in einem kleinen Appartement, war arbeitslos, finanziell schlecht aufgestellt. Also ungesteuert und alleine. Meine innere Stimme sagte mir, dass ich alles ruiniert habe. Du hast deine Familie zerstört. Du wirst nie wieder glücklich sein, du verdienst es ja auch nicht. Schäme dich! Ich fuhr wieder weg, ohne etwas zu kaufen. Weinend und schmerzend nach allem, was ich verloren hatte.

Damals wusste ich noch nicht, dass es sich dabei um die grausamste aller inneren Stimmen handelte. Sie kann alle normalen Gefühle in grausamste Selbstverachtung umkehren. Die Stimme ist clever und hat Durchhaltevermögen. Außerdem sind wir davon überzeugt, dass diese Stimme nur unser Bestes im Sinn hat. Dass wir durch all die Scham zu gut erzogenen Menschen werden. Allerdings ernährt sich die Stimme von unseren größten Ängsten: wir wären abnormal und eigentlich schreckliche Personen. Unser Glück würde zum Leid aller anderen werden.

Wo hat die Wut ihren Platz in der Trennung?

Aber das stimmt einfach nicht. Uns selbst fertig zu machen nützt niemandem was. Auch die Yogalehrerin Elizabeth Rowan kennt diese leise Scham. Der Trick liegt darin, sagt sie, die gemischten Gefühle zu umarmen und zu erkennen, wann die Scham sich einschleicht und dich schlecht fühlen machen will. Denn die Scham weiß, wann wir am verletzlichsten sind. Sie zu erkennen ist der ersten Schritt darin, alle Emotionen zu verarbeiten. Denn sie sind normaler Teil des Prozesses einer Trennung. Wut, Angst, Hoffnung, Zweifel, Freude. Sogar das lauernde Gefühl des Versagens, weil du diese Beziehung nicht retten konntest. Also konntest du sie eben nicht retten. Und jetzt? Das gehört der Vergangenheit an.

Was auch immer zum Ende der Beziehung geführt hat, akzeptiere, dass es vorbei ist und erlaube dir, dass die Heilung beginnen darf. Das ist alles Teil der Lebensreise. „Ehre die heilige Wut, die verändernde Energie, und die Verletzung„, sagt Rowan. Lass die Emotionen durch dich fließen. Erkenne sie und lass sie dann gehen. Erinnere dich daran, dass sie nicht für immer sind.

Mini-Mediation fürs Hier und Jetzt

  1. Bemerke, wenn du vom Thema besessen bist, dich in Rage verlierst, oder in Sorgen – oder einem Gedankenkreis der Angst – versinkst.
  2. Schließe deine Augen und nimm einen tiefen Atemzug, bringe deine Aufmerksamkeit zurück in den gegenwärtigen Moment.
  3. Konzentriere dich auf Elemente in deiner Umgebung um dich zu erden. Lass deine Fingerspitzen sich berühren. Fühle deine Füße, wie sie fest auf dem Boden stehen und die kühle Luft in deinen Nasenflügeln wie du einatmest. Das ist das Versprechen, dass ein neuer Weg auf dich wartet. Fühle die warme Luft bei der Ausatmung austreten und damit atmest du auch alle verbleibende Negativität aus.
  4. Sag zu dir selbst: „Ich glaube an meine innere Stäre und meine natürliche Fähigkeit zu heilen. Ich werde durch diese schwierige Zeit durchkommen. Ich bin in diesem Moment sicher.“
  5. Antworte: „Alles ist in Ordnung, hier und jetzt.“

Tauche noch tiefer in deiner Yogapraxis!

Für viele, mit denen ich gesprochen habe, war Yoga vor ihrer Scheidung eher ein Teil der körperlichen Praxis. Alice Schlegel – Mutter, Wissenschaftlerin, Yogalehrerin – war mit ihrem ersten Mann von Alabama hinaus in den Staat Washington gezogen. Sie war dort einem Yogastudio beigetreten, um in Form zu bleiben und neue Menschen zu treffen. Dann brach ihre Beziehung auseinander. Ihr Yogastudio wurde dann für Schlegel ein sicherer Ort, wo sie sich auf sich selbst konzentrieren konnte. „Ich fühlte mich in meinem Haus nicht wirklich zuhause, weil dies auseinanderbrach.“

Sie sprach nicht mit anderen über ihre Scheidung, denn sie wollte Yoga unangetastet lassen. „Niemand beim Yoga kannte meinen Exmann. Dadurch wurde Yoga zu MEINEM Platz, um ich selbst zu sein. Ich musste nicht damit rechnen, dass mich dort jemand auf die ganze Aufruhr anspricht.“ So praktizierte sie so viel Yoga wie möglich. Um das Loch im Inneren mit Wissen und Positivität zu füllen, vertiefte sie ihre Yogapraxis und las mehr über Yoga.

Schlegel erzählt, dass Yoga eine „ein wirkliches Muss wurde, um in der Zeit des Entliebens die Orientierung nicht zu verlieren. Ein unverzichtbarer Teil darin, mich selbst zu reclaimen.“ Wie genau funktionierte das? „Auf dem organisatorischen Level war Yoga entscheidend dafür, eine Erdung zu etablieren. Und eine Beständigkeit, als es sich so anfühlte, als würde die Welt enden“, sagt sie. Auf einer tieferen Ebene erlebte sie, dass als die Türen zu einer Beziehung sich schossen, sich eine neue Tür zur Beziehung mit Yoga öffnete. „Es stellte sich heraus, dass der spirituelle Pfad ein wunderschöner lebenslanger Bund ist. Ich fand heraus, dass die Spiritualität selbst eine Ehe ist.“

Weitere Quick-Tipps für eine Namaste-Trennung

  • Tanze es raus!
  • Kümmere dich um deinen Hausaltar.
  • Gib dir besonders viel Zeit in der Kindes-Position Balasana.

Text gekürzt und übersetzt aus dem Amerikanischen Yoga Journal 02/20| Fotos von Keira Burton von Pexels

Vegetarisch (Vegetarismus)

vegetarisch

Vegetarisch ernährt sich jemand, der auf alle Fleischprodukte verzichtet. Lebensmittel, bei deren Gewinnung das Tier nicht getötet wird, wie Eier oder Milch sind jedoch in Ordnung. Dies kann mit gesundheitlichen Gründen zusammenhängen, aber auch spirituelle Gründe haben. Wegen dem yogischen Grundsatz von Ahimsa ernähren sich Jivamukti-Yogi*nis vegetarisch. Achtung: Vegetarismus ist nicht zu verwechseln mit Pesketarismus. Denn bei letzterem wird kein Fleisch, wohl aber Fisch verzehrt.

Auberginen mit Miso-Glasur

Aubergine

Ein vielschichtiger Genuss: Fleischig und nahrhaft, dank der Miso-Glasur mit ihren Umami- und Salz-Noten sehr geschmacksintensiv und dabei wunderbar cremig mit etwas Biss. Das macht die Aubergine zu einer tollen vegane Alternative zum Hauptgericht Fleisch.

ZUTATEN:

  • 1/4 Tasse gelbe Miso-Paste (alternativ eine Mischung aus gelber und weißer Paste)
  • 2 EL Sake
  • 1 EL Agavensirup
  • 1 Prise rote Chiliflocken
  • 1 TL Sesamöl
  • 1 EL Walnuss- oder Olivenöl
  • 4  Auberginen (insgesamt etwa 700 g), geputzt, längs halbiert und etwa 1 cm tief ins Fruchtfleisch eingeritzt
  • 1 TL geröstete Sesamkörner

ZUBEREITUNG:

1. Miso, Sake, Agavensirup und Chiliflocken in einem Schälchen vermengen und beiseite stellen.

2. Die beiden Öle in einer großen gusseisernen (oder anderen schweren) Pfanne kräftig erhitzen. Die halbierten Auberginen darin mit der Schnittseite unten etwa 3 Minuten anbraten, bis sie beginnen braun zu werden. Mit einer Grillzange vorsichtig wenden, so dass das eingeritzte Fruchtfleisch nach oben zeigt. Den Backofengrill vorheizen.

3. Die Miso-Glasur gleichmäßig über die Auberginen pinseln. Die Pfanne in den Ofen stellen und die Auberginen 1–3 Minuten grillen, bis sie tief braun sind. (Nicht ofenfeste Pfannengriffe zuvor entfernen oder die Auberginen in eine vorgewärmte Auflaufform setzen.)

4.  Mit Sesam bestreuen und heiß servieren. Am Besten mit Reis oder einer anderen Beilage, die der Aubergine ihren vollen Raum zur Geschmacksentfaltung lässt.

miso_Aubergine_Yogajournal

Hands-On Assists von Mark Stephens

Mark Stephens Hands on Assist

Mark Stephens gilt als der Beste, wenn es darum geht Asanas so anzuleiten, dass sie mit Körper und Geist gefühlt statt nur nachgeahmt werden. Uns hat er seine Hands-On Assists und praktische Tipps für unterschiedliche Asanas verraten. Hier erklärt er ausführlich die Kunst der Hilfestellung im Yoga.

Tipp: Als Lehrer ist es wichtig, Hands-on Assists sehr reflektiert zu verwenden. Wie wäre es mit Consent Cards? Mit denen können Schüler*innen anzeigen ob Adjustments erwünscht sind oder nicht.  

1. Drehsitz Ardha Matsyendrasana

Mit der gespreizten und flach aufgelegten Hand zwischen Beckenkamm und Rippen erinnert Mark Stephens die Schülerin daran, Länge im unteren Rücken aufzubauen. Die zweite Hand liegt an der Schulter, zu der die Drehung sich wendet. Bei der Einatmung fordert Stephens die Schülerin auf, den Brustkorb zu heben. Mit der Ausatmung unterstützen seine beiden Hände sie in der Drehung.

Sein Augenmerk liegt zudem auf dem Fundament des Drehsitzes Matsyendrasana. Hebt sich ein Sitzknochen vom Boden ab, legt er seine Hand außen an die Hüfte und erinnert an die gerade Ausrichtung des Beckens. Tipp für Hands-on Assists: Wenn es schwer fällt, mittig auf beiden Sitzknochen zu sitzen, dann hilft eine Erhöhung durch einen Block oder eine gefaltete Decke. Solche konkrete Modifikationen im Unterricht sind wichtig, um auf alle Bedürfnisse der Teilnehmer einzugehen.

2. Kind Balasanaug

Beim Kind Balasana sinkt das Becken auf die Fersen, die Arme liegen neben den Beinen auf dem Boden – eine Haltung, um loszulassen und sich zu entspannen. Stephens Hände liegen flach ausgebreitet links und rechts neben dem Kreuzbein und geben Druck nach außen und unten, um das Iliosakralgelenk zu entlasten. Für mehr Weite im Rücken lässt er in einem zweiten Schritt eine Hand neben dem Kreuzbein, die zweite legt er auf der gegenüberliegenden Seite unter das Schulterblatt. Dann schiebt er seine Hände während der Ausatmung leicht auseinander. Er fordert die Schülerin dazu auf, tiefer in den unteren Rücken einzuatmen.

Anschließend wechselt er die Handhaltung, um auch die andere Diogonale zu dehnen. Tipp für Hands-on Assists: Kann ein Schüler das Becken nicht bis zu den Fersen sinken lassen, sollten die Knie gespreizt werden. Das entspannt die Hüften und entlastet Lendenwirbelsäule und Knie.

3. Schmetterling Baddha Konasana

Sobald der Schmetterling mit einer Vorwärtsbeuge kombiniert wird, heißt die wichtigste Anleitung: Nicht der Kopf kippt nach vorn, sondern das Herz strebt Richtung Horizont. Das sorgt auch dafür, dass der untere Rücken mehr Freiheit bekommt, weil die Oberschenkel sich dehnen. Aber beginnen wir mit der Sitzhaltung: Sind die Hüften nicht beweglich, sinken die Knie nicht so weit nach unten wie die Hüften. Dann sollte der Schüler erhöht sitzen, etwa auf einem Block oder einer gefalteten Decke.

Um die Auswärtsdrehung der Oberschenkel zu unterstützen, greift Mark Stephens nahe der Leisten an die Oberschenkel Hierbei zeigen die Daumen nach innen und die übrigen Finger nach außen. (Achtung: Sollte das Druck in den Knien erzeugen, dann muss der Griff gelöst werden. Außerdem sollte man die Knie mit Blöcken oder Kissen abstützen.) Aus der gut eingerichteten Sitzhaltung kann man nun beginnen, das Becken nach vorn zu kippen und mit langer Wirbelsäule in die Vorwärtsbeuge zu sinken.

4. Kobra Bhujangasana

Diese Rückbeuge erfordert eine ganze Reihe verbaler Hinweise, damit der untere Rücken nicht überlastet wird. Während der Kobra sollten die Beine aktiv sein, die Fußrücken werden gegen den Boden gedrückt. Die Oberschenkel drehen einwärts und das Steißbein zieht in Richtung Füße, um den Bauch zu aktivieren und den Rücken zu schützen.

Die Schülerin hebt aus der Kraft der Rückenmuskeln die Brust vom Boden ab. Dabei sollen die Schulterblätter zur Wirbelsäule wandern. Diese Bewegung unterstützt der Lehrer. Die Fingerspitzen raffen die Haut zwischen den Schulterblättern, um die Schulterblattbewegung zu unterstützen. So entsteht mehr Weite im Herzzentrum.

5. Vorwärtsbeuge aus der Grätsche Prasarita Padottanasana

Hands on mit Mark Stephens Vorwaertsbeuge aus der GraetscheNeben den Beinrückseiten kann man in der Vorwärtsbeuge aus der Grätsche im Stand auch die Brustmuskulatur dehnen und die Schultern mobilisieren, und zwar durch die hinter dem Körper verschränkten Hände. Das erleichtert eine aufrechte Haltung. Mark Stephens legt eine Hand gespreizt ans Kreuzbein, um die Vorwärtsbeuge an ihrem Ursprung zu stabilisieren: am Becken. Dabei übt er sanften Druck nach unten aus und zieht gleichzeitig leicht nach hinten, um der Wirbelsäule in der Vorwärtsbeuge mehr Länge zu geben. Mit dem anderen Unterarm schiebt er die Arme der Schülerin sanft etwas nach vorn, um die Dehnung zu verstärken.

Tipp für Hands-on Assists: Wer die Hände hinter dem Rücken nicht gut verschränken kann, verwendet einen Gurt. Man greift ihn so weit, wie es die individuelle Beweglichkeit nötig macht.

6. Herabschauender Hund Adho Mukha Shvanasana

Hands on mit Mark Stephens nach unten schauender Hund Der herabschauende Hund ist sowohl Herausforderung als auch Chance für  Handgelenke, Schultern und hintere Oberschenkelmuskulatur. Daher sollte die Haltung vom Boden her aufgebaut werden: Zeigefinger und Daumenballen sind fest nach unten verwurzelt, so dass die Unterarme nach innen drehen, während die Oberarme nach außen rotieren. Diese Auswärtsdrehung unterstützt Mark Stephens mit seinem Griff an die Oberarme nahe bei den Schultern. Dabei liegen seine Daumen innen, die übrigen Finger außen (Bild links). Das hilft der Schülerin, die Schultern nach hinten zu rollen und die Schulterblätter zu den Rippen zu ziehen.

Mit dem Kreuzgriff um die Beine (Bild rechts) gibt Stephens den Impuls, die Oberschenkel einwärts zu drehen und nach hinten zu schieben. Das nimmt Druck vom Kreuzbein und die Schülerin kann mehr Länge in ihrer Wirbelsäule aufbauen. Diese Streckung des Rumpfes ist wichtiger als gestreckte Beine. Tipp für Hands-on Assists: Schüler mit weniger mobilen Hüftgelenken und Beinrückseiten ermutigt Stephens, die Knie zu beugen und die Füße weiter – gern auch mattenbreit – zu stellen.

7. Kopf-Knie-Haltung Janu Shirshasana

Hands on mit Mark Stephens Kopf Knie HaltungEin fest geerdeter Sitz ist die Basis von der Kopf-Knie-Haltung. Sobald sich ein Sitzknochen vom Boden löst, sollte die Schülerin erhöht sitzen, etwa auf einer oder mehreren gefalteten Decken. Stephens legt zunächst beide Hände an die Hüften und hilft durch leichten Druck nach unten, die Sitzfläche gleichmäßig und fest am Boden zu verankern. Dann legt er eine Hand ans Kreuzbein und die andere dicht beim Hüftgelenk an den Oberschenkel des angewinkelten Beins. Dabei zeigt der Daumen nach  innen und die Finger drehen nach außen.

Dieser Rotationsgriff erleichtert die Auswärtsdrehung des Oberschenkels. (Vorsicht: Bei Spannungsgefühlen im Knie den Griff wieder lösen). Mit der flachen Hand am unteren Rücken unterstützt er die Aufrichtung des Beckens, aus der die Vorwärtsbeuge geschieht. Dabei passt er sich dem Atemrhythmus der Schülerin an. Während der Einatmung gibt seine Hand einen sanften Schub, ein Impuls für die lange Wirbelsäule. Beim Ausatmen fordert er dazu auf, tiefer in die Asana zu sinken.


Mark Stephens hat bereits mehrere internationale Bestseller über den Yogaunterricht geschrieben. Sein neuestes Lehrbuch über Yogatherapie mit dem Schwerpunkt „Schlaf“ erschien 2019 im Riva-Verlag. Er lebt in Kalifornien und unterrichtet weltweit, häufig in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In unserem Interview mit Mark Stephens meint der Lehrer der Lehrer sogar, dass jeder Yoga lehren kannmarkstephensyoga.com

 

Feldenkrais

Feldenkrais

Feldenkrais ist Achtsamkeit in Form von somatischem Lernen. Dabei begleiten Practitioner*innen Klient*innen durch Bewusstheit durch Bewegung und Funktionale Intergration – ohne Diagnose oder Behandlung. Vorteile sind erhöhte Beweglichkeit, Ausdauer und Leistungsfähigkeit; aber alle von jung bis alt können davon profitieren. Lies mehr über die Alternative Heilmethode.

Yin-Yoga Übungen: Bringe dein Qi ins Gleichgewicht

Yin Yoga Josh Summers

Diese Übungsreihe ist darauf ausgelegt, Qi (Lebensenergie) zu nähren und ins Gleichgewicht zu bringen.

Wenn Qi stagniert, fühlst du dich wahrscheinlich gestresst, bist leicht gereizt oder auf körperlicher Ebene schmerzhaft verspannt. Wenn das Qi schwach ist, bist du eher schlapp, erschöpft und anfällig für Infekte und Verdauungsprobleme. Beidem begegnest du mit den 10 folgenden Yin-Yoga Übungen von Josh Summers.

Lies auch Josh Summers: Yin-Yoga -Wirkung und Tipps

Schmetterling

Schmetterling: Josh Summers Yin Yoga
Schmetterling – Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

Lege im Sitzen die Fußsohlen aneinander und schiebe sie in einem angenehmen Abstand in Richtung Sitzknochen. Wenn dieses Sitzen schwierig ist, lege eine gefaltete Decke unter die Sitzknochen. Beuge dich sanft nach vorn, dabei darf sich der Rücken weich runden und der Kopf sinkt nach unten. Wenn möglich setze die Ellenbogen am Boden ab und stütze die Stirn mit den Händen. Ein hohes Kissen oder ein Hocker erfüllen den selben Zweck.

Dauer: 3-5 Minuten
Angesprochene Region: Oberschenkelinnenseiten, Hüftgelenke, Wirbelsäule

Sphinx

Sphinx: Josh Summers Yin Yoga
Sphinx – Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson


Setze aus der Bauchlage die Ellenbogen unter den Schultern auf und lasse dein Gewicht auf die Unterarme sinken. Der untere Rücken darf sich entspannen, Bauch, Po und Oberschenkel sind weich. Ziel ist eine sanfte Kompression im unteren Rücken. Wenn du die nicht spürst, kannst du die Arme strecken, ist sie zu stark, schiebe die Ellenbogen weiter nach vorn.

Dauer: 4–5 Minuten
Angesprochene Region: unterer Rücken

Offener Flügel

Offener Flügel: Josh Summers Yin Yoga
Offener Flügel – Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

Strecke aus der Bauchlage den rechten Arm zur Seite aus, maximal in einem rechten Winkel zum Rumpf. Die Handfläche liegt am Boden. Dann drückst du dich sanft mit der linken Hand ab und rollst auf die rechte Seite. Eine gefaltete Decke stützt den Kopf. Wenn die Empfindungen in Brust, Schulter und Arm in dieser Haltung noch sehr milde sind, intensivierst du die Dehnung, indem du die Knie beugst, den rechten Fuß aufstellst und das Knie hebst.

Dauer: 3–4 Minuten auf jeder Seite
Angesprochene Regionen: Brust, Schultern, Arme

Stellung des Kindes mit geöffneten Knien

Stellung des Kindes: Josh Summers Yin Yoga
Stellung des Kindes – Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

Aus dem Vierfüßlerstand auf einer gefaltete Decke ziehst du die Knie etwas auseinander, damit du eine leichte Dehnung an den Beininnenseiten erzeugen kannst. Senke das Becken auf die Fersen ab. Die Arme liegen entweder vor dem Kopf oder längs des Körpers, der Kopf ruht am Boden oder erhöht auf einem Kissen.

Dauer: 3–4 Minuten
Angesprochene Regionen: Beininnenseiten, Wirbelsäule

Drache

Drache innen: Josh Summer Yin Yoga
A Drache innen: Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

Aus dem Vierfüßler auf einer gefalteten Decke ziehst du den rechten Fuß nach vorn zwischen die Hände. Das vordere Knie steht mehr oder minder senkrecht über dem Fußgelenk, wenn du nun das hintere Knie etwas nach hinten gleiten und das Becken sinken lässt. Aus dieser Grundhaltung übst du die drei folgenden Variationen:

A Drache innen: Setze die rechte Hand an die Innenseite des Fußes. Wenn das zu intensiv ist, setzedie Hände erhöht auf Blöcke, wenn es zu sanft ist, lege die Unterarme ab. Vorderes Knie und Fuß dürfen nach außen kippen.

gedrehter Drache: Josh Summers Yin Yoga
B Gedrehter Drache: Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

B Gedrehter Drache: Aus Variation A legst du die rechte Hand ans rechte Knie und drehst den Rumpf nach rechts. Auch hier darf das Knie wieder nach außen kip pen und muss nicht senkrecht über dem Fußgelenk stehen.

Gecko: Josh Summers Yin Yoga
C Gecko – Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

C Gecko: Kehre zurück zu Variation A und lasse die rechte Ferse so weit nach vorn gleiten, dass die Dehnung die für dich die richtige Intensität hat. Auch hier können die Hände auf Blöcken ruhen oder die Unterarme abgelegt werden.

Dauer: 1 Minute pro Variation, dann 1 Minute Stellung des Kindes, anschließend das Gleiche mit dem linken Bein vorn
Angesprochene Regionen: Hüftbeuger des hinteren Beins, Adduktoren, Oberschenkelrückseite und Hüftgelenk des vorderen Beins

Schwan

Schwan: Josh Summers Yin Yoga
Schwan – Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

Aus dem Vierfüßler ziehst du das rechte Knie zur rechten Hand und den rechten Fuß etwas nach vorn, links. Dann lässt du das linke Bein lang nach hinten gleiten, bis du die Dehnung an der Außenseite von rechter Hüfte und Oberschenkel spürst. Das rechte Knie muss aber friedlich bleiben. Du kannst die rechte Gesäßhälfte mit einer Decke oder einem Block unterstützen oder du lässt sie bis zum Boden sinken und drehst das linke Bein
leicht nach außen. Stütze dich auf die Unterarme oder lege die Stirn ab.

Dauer: 3–5 Minuten auf jeder Seite
Angesprochene Regionen: Hüftgelenk des vorderen Beins, Hüftbeuger des hinteren Beins

Raupe

Raupe – Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

Aus dem Langsitz mit gestreckten Beinen lässt du den Oberkörper sanft nach vorn sinken, dabei darf sich die Wirbelsäule weich runden. Eine gefaltete Decke erleichtert die Aufrichtung des Beckens, ein hohes Kissen, ein Bolster oder ein Hocker bietet eine Stütze für die Stirn und eventuell die Arme. Entspanne Beine und Wirbelsäule, die Beine dürfen dabei sanft nach außen drehen.

Dauer: 4–5 Minuten
Angesprochene Regionen: Beinrückseiten und Wirbelsäule

Bananasana

Bananasana: Josh Summers Yin Yoga
Bananasana – Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

Stellen in der Rückenlage die Füße an und versetze das Becken etwas nach rechts. Dann streckst du die Beine aus, wanderst mit den Füßen zum linken Mattenrand und legst den rechten Fuß über den linken. Das Kreuzbein bleibt möglichst flach am Boden, wenn du nun auch den Oberkörper nach links ziehst, so dass der Körper sich wie eine Banane krümmt. Als letztes führe die leicht gebeugten Arme hinter den Kopf und umfasse das rechte Handgelenk mit der linken Hand.

Dauer: 4–5 Minuten auf jeder Seite
Angesprochene Regionen: gesamte Körperseite, insbesondere auf Höhe der Taille

Gedrehte Wurzel

Gedrehte Wurzel: Josh Summers  Yin Yoga
Gedrehte Wurzel – Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

Stelle in der Rückenlage die Füße an, dann legst du das rechte Bein über das linke. Hebe das Becken an, um es etwas nach rechts zu versetzen. Dann lasse die Beine nach links sinken und breite den rechten Arm langsam zur Seite aus. Die rechte Schulter ruht am Boden, die linke Hand liegt sanft am rechten Oberschenkel. Wenn das zu intensiv ist, lasse die rechte Hand an der rechten Taille liegen und/oder löse die überkreuzten Beine.

Dauer: 4–5 Minuten auf jeder Seite
Angesprochene Regionen: unterer Rücken, Becken, Oberkörper

Totenstellung oder Pentagramm

Totenstellung: Josh Summers Yin Yoga
Totenstellung oder Pentagramm – Gedrehte Wurzel – Text: Josh Summers / Fotos: Jeff Nelson

Kehre zurück in eine neutrale Rückenlage. Die Arme liegen mit nach oben zeigenden Handflächen längs vom Körper, die Füße sinken sanft nach außen und du erlaubst dem gesamten Körper zu ruhen und sich vollständig zu entspannen. Wenn es kühl ist, decke dich zu. Alternativ kannst du die Arme wie hier abgebildet auch diagonal hinter dem Kopf ausbreiten und die Füße entsprechend weit auseinander legen – das Pentagramm.

Dauer: 10 Minuten
Angesprochene Regionen: Brust und Arme (Pentagramm)


Josh Summers ist Akupunkteur, Yin-Yogalehrer und Meditations-Coach. Er leitet Workshops und Fortbildungen in seiner Heimat Boston und den gesamten USA, ist aber auch vielfach in Europa zu Gast. Seinen sehr lesenswerten Blog und alle Termine findest du unter: joshsummers.net

https://yogaworld.de/yin-yoga-video-session-schenke-dir-eine-pause/

Mehr Balance mit Yoga Journal Covermodel Nora Kersten

Nora Kersten Interview Yoga Journal Cover

Sie ist Yogalehrerin, zweifache Mama und entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann „athleticflow“, ein Fitnessprogramm bei dem HIIT auf Yoga trifft. Die gebürtige Albanerin lebt und arbeitet zwar hauptsächlich in der Schweiz (und zwar direkt am schönen Zürich See), packt Kids und Kegel aber auch gerne ein, um gemeinsam zu Reisen. Immer im Gepäck: Yoga, Pranayama, Meditation und ein derartig ansteckend-positives und ausgeglichenes Mindset, das wir uns entschieden haben, Nora zum Gesicht unserer „Balance“-Ausgabe zu machen.

Liebe Nora, kannst du uns „dein“ Yoga beschreiben, was bedeutet es für dich ganz persönlich?

Nora: „Wow, danke für diese Frage. Ganz oft wird Yoga leider immer noch als ‚Stretching‘ angesehen, dabei geht es um so viel mehr. Yoga ist das Leben, das Leben ist Yoga. Meine Yogapraxis hat sich in den letzten Jahren enorm verändert. Sicher hat das auch mit meinen drei Schwangerschaften zu tun: Ich musste lernen, meine eher kraftvolle Vinyasa-Flow Praxis anzupassen, teilweise auch komplett loszulassen. Dieses Wunder, dass in uns wachsen darf, ist eins der besten Lehrer des Yoga, des Lebens. Ich durfte lernen, dass ich mich noch zu stark mit meiner Asana Praxis identifizierte. Das Loslassen dieser, war für mich eine wahre innere Transformation.

Dann war dein Körper also dein Lehrmeister?

Manchmal ist das Leben schon lustig. Als ich vor acht Jahren meinen Mann kennenlernte, dachte ich mir, mein Partner ist mein bester spiritueller Lehrer. Als ich dann schwanger wurde, sagte ich mir, meine Schwangerschaft lehrt mich so viel über mein Leben und jetzt als zweifach Mama, sehe ich meine Kinder als meine besten Yogalehrer. Sie lehren mich wahres Mitgefühl, Liebe, Geduld, Vertrauen, Achtsamkeit und Disziplin.

Nora mit ihrer großen Tochter Malu, die gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester Ava Mamas beste Yogalehrer sind.

Deine Kinder haben also nicht nur deine Praxis verändert …

Yoga bedeutet für mich viel viel mehr, als das was ich auf der Yogamatte mache. Wie gehe ich mit mir um, wenn ich es nicht schaffe, meine E-Mails zu beantworten, die Küche aufzuräumen, mein Kind einfach nicht schlafen will. Wie gehe ich damit um, wenn ich sehe, dass jemand den Familienparkplatz nimmt, obwohl diese Person alleine unterwegs ist. Wie gehe ich damit um, dass mein Kind auf einmal im Lebensmittel-Laden anfängt zu heulen, weil ich zu etwas nein gesagt habe. Wie ist mein innerer Dialog? 

Oh ich verstehe dich so gut. Das ist ein innerer Dialog, den jede Mama mit sich führt. Ich stehe auch oft vor der Frage: Wie finde ich Zeit und Raum für mich und meine Praxis?

Ich muss die Zeit nicht finden, Yoga gehört einfach dazu, wie das tägliche Zähneputzen, kochen, mein Kind zu stillen. Da denke ich auch nicht, soll ich heute mal mein Kind nicht stillen oder nichts essen? Es wird jeden Tag gemacht! Meine Asanapraxis gehört zu meinem Leben dazu. Das heißt nicht, dass ich jeden Tag Vinyasa praktiziere, manchmal mache ich einfach nur ein langes Savasana oder eine Umkehrhaltung um meinen Beckenboden zu entlasten. Ich höre ganz genau hin, was mein Körper braucht. Manchmal mache ich auch mehrere kleinere Sessions über den Tag verteilt durch. Während ich zum Beispiel meine Mails beantworte, läuft auf meinem Handy eine App, die mich alle 25 Minuten daran erinnert, eine 5 Minuten Pause zu machen. Die nutze ich natürlich für ein bisschen Yoga auf dem Stuhl und am Bürotisch. Wenn meine Kleine schläft nutze ich gerne die Gelegenheit, meine Matte auszurollen. Meistens stehe ich Morgens früher auf für meine Praxis und am Abend bevor ich schlafen gehe, mache ich gerne sanfte Vorbeugen oder Umkehrhaltungen. Du siehst es gibt so viele Möglichkeiten für Yoga. Ja sogar während wir dieses Interview führen, nimm wahr wie du da sitzt und atmest. Schenke dir ein Lächeln. 

Video-Tipp der Redaktion: Mache gemeinsam mit Nora Yoga für mehr Gelassenheit

Du hast so Recht. Man merkt sofort, wie achtsam du mit deinem Körper umgehst. Wie entgehst du dem Druck, den Frauen oft spüren, nach der Entbindung schnell in Topform zu sein?

Erstmal ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass wir solch einen Druck in der heutigen Zeit verspüren. Dank Instagram und Co., ist es einfach geworden, Schwangeren Celebrities und IG-Stars zu folgen. Wir sehen diese wunderschönen kugelrunden Bäuche, den perfekten Glow und ein paar Wochen nach der Geburt sehen viele dieser Frauen so aus, als hätten sie nie ein Baby geboren. Wir nehmen diese Informationen auf und werden dadurch beeinflusst. Dies führt dann zur Frustration, wir sind streng mit uns und wollen wissen, warum wir nicht so aussehen können. Wir hinterfragen unsere Essgewohnheiten und denken, dass wir uns nicht genug bewegen.

Ich erkenne mich in deinen Worten wieder …

Für mich gehört es auch zu meiner Yogapraxis, meine Gedanken zu erkennen und herauszufinden: Woher kommt dieser Druck, diese Angst, dass ich mich schnell wieder in Topform bringen möchte? Eine Schwangerschaft dauert 10 Monate, die Rückbildung darf noch länger dauern. Wir dürfen unsere Kurven auch ohne Baby im Bauch lieben. Während der Schwangerschaft schenken wir unserem Bauch so viel Aufmerksamkeit und Liebe, sobald das Baby da ist, geht die Liebe und Aufmerksamkeit nach Außen zum Baby. Aber was ist mit deinem Körper, mit dem Zuhause deines Babys? Dein Körper ist ein wahres Wunder und hat so viel geleistet, wir dürfen das nicht vergessen. Wir dürfen uns mit Schwangerschaftsstreifen, Rektus Diastase, Dammverletzung, schmerzenden Brüsten und den einigen Kilos mehr annehmen und lieben. 

Yogalehrerin Nora gibt ihrem Körper nach der Schwangerschaft viel Zeit

Du wirkst auf jeden Fall sehr im Reinen mit dir, in Balance. Genau das ist auch das Thema des aktuellen Yoga Journals, mit dir auf dem Cover. Was hilft dir in diesen bewegten Zeiten im Gleichgewicht zu bleiben?

Es ist eine Kombination aus ein paar Dingen. Da wäre erstens „Earthing„: Barfuss gehen ist die einfachste Art, uns wieder mit der heilenden Energie der Erde zu verbinden. Dabei ist es egal, ob wir auf einer Wiese, am Strand, auf Beton oder auf dem Gehweg gehen, denn sie alle sind elektrisch leitfähig, verbinden uns daher mit dem Energiefeld der Erde und versorgen uns mit freien Elektronen. Zweitens liebe ich das Kochen. Am besten mit lokalen Bio-Produkten. Kochen bedeutet für mich, mich direkt aus dem Herzen mit den Händen zu verbinden und mit Liebe zu kochen. Für mich ist das eine wahre Meditation. Dann liebe ich schwimmen. Wir haben das große Privileg am Zürich See zu leben. Das Element Wasser hat für mich etwas Spirituelles. Ich bin nach dem Schwimmen wie ausgewechselt. Innerlich und äußerlich gereinigt, geheilt und transformiert. Als Mama gehört auch das Stillen für mich dazu. Es gibt nichts Schöneres für mich. Ich genieße diese unglaubliche Verbindung, Zweisamkeit und Intimität, die ich mit meiner 5 Monate alten Tochter Ava haben darf. Und last but not least natürlich Yoga. Meistens praktiziere ich ohne Musik, und genieße die unfassbare Schönheit der Stille. Die Bewegungen fließen synchron mit meinem Atem, ich kann so schnell in eine andere Welt eintauchen. 

Also Earthing, Kochen, Schwimmen, Stillen und Yoga – eine schöne Kombination. Kannst du unseren Lesern vielleicht noch drei konkrete Übungen für mehr Balance und Ausgeglichenheit im Alltag empfehlen?

Na klar: Beginne mit Earthing: Zieh deine Schuhe aus, ganz egal wo du bist und beobachte, was es mit dir macht barfuß zu sein. Schließe deine Augen, wenn du eine gute Balance gefunden hast und nimm ein paar bewusste Atemzüge. Atme ein „ICH“. Atme aus „BIN“.

Als Zweites Pranayama: Meine Lieblingsatemübung, die mir Balance schenkt ist Nadi Shodhana: Beginne in aufrechter Sitzhaltung, im Schneidersitz oder auf einem Stuhl. Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand auf der Handinnenfläche ablegen, im Vishnu Mudra. Lege den Daumen auf deinen rechten Nasenflügel und atme links für 4 Sekunden ein. Schließe beide Nasenlöcher mit dem Ringfinger der rechten Hand und dem Daumen. Halte deinen Atem für 8 Sekunden an. Öffne den rechten Nasenflügel und atme für 8 Sekunden lang aus. Lass das rechte Nasenloch auf und atme für 4 Sekunden ein. Schließe wieder beide Nasenlöcher und halte die Luft für 8 Sekunden an. Öffne das linke Nasenloch und atme komplett aus für 8 Sekunden. 

Im Video zeigt Nora dir, wie du mit Pranayama am Abend runterkommen und entspannen kannst.

Als dritte Übung, widme dich deinem Beckenboden, denn über ihn gelangst du auch zu mehr innerer Balance und Lebensfreude. Zieh dein Schambein und Steißbein Richtung Damm. Ziehe deine Sitzbeinhöcker Richtung Damm. Stell dir die innerste Schicht als Trampolin vor, dass du zusammen- und hochziehst. Jetzt versuchst du es mit der Atmung zusammen. Bei der Ausatmung aktivierst du deinen Beckenboden mit den vorherigen Bildern und bei der Einatmung lässt du langsam los. Spüre die Entspannung für ein paar Sekunden nach, lass alles weit werden, ehe du weiter machst.

Zum Abschluss: Verrate uns doch noch ein Mantra, dass dich durch die vergangene Zeit getragen hat.

Ganz einfach OM SHANTI – wenn meine Kleine unruhig ist, wirkt das nicht nur Wunder für mich sondern auch für uns beide.


Für deine tägliche Inspiration schau doch auch mal auf Noras Insta und Co. vorbei. Dort findest du auch aktuelle Infos zu ihren Live Streams und Online-Klassen.
Instagram: Yoga Nora
Facebook: athleticflow
Website: www.yoganora.ch

Partnerschaft: Entspannt zusammen sein

Entspannt zusammen

Shiva und Kali machen es vor: Das yogische Geheimrezept für eine funktionierende Partnerschaft liegt darin, regelmäßig eine Zwischenentspannung einzulegen. So bleibt man nicht nur entspannt, sondern vor allem auch entspannt zusammen.

Das Leben ist ein Würfelspiel

Die Erzählungen aus der Indischen Tradition habe ich immer toll gefunden. Die Götter haben keine weiße Weste, sondern machen immer wieder etwas, das eigentlich nicht geht. Shiva zum Beispiel betrügt seine Frau beim Würfelspielen, indem er heimlich sein drittes Auge benutzt. Als beide sich streiten, kommt Vishnu dazu und erklärt ihnen, es sei doch sowieso alles nur Illusion. Die beiden erkennen, dass das Leben – wie ein Würfelspiel – unvorhersehbar ist und nicht zu kontrollieren. Und doch versuchen wir alle es natürlich immer wieder. Dabei landen wir in den (un)schönsten Machtkämpfen.

Entspannung statt Kampf

Auch ein anderes Bild der beiden, das ich sehr liebe, ist hilfreich. Die Frau – diesmal in ihrem zornvollen Aspekt als Kali – hält siegreich ihre Waffe in der einen und den abgetrennten Kopf eines bösen Dämonen in der anderen Hand. Der Mann – in diesem Falle Shiva – liegt unter ihr, scheinbar tot. Yogis wissen natürlich: Er ist nicht tot. Er entspannt nur. In seiner Lieblings-Stellung Savasana. Schaut man genau hin, dann erkennt man, dass er auf einer grünen Wiese liegt, nicht auf dem hinter ihm befindlichen Schlachtfeld. Die Frau triumphiert, der Mann ruht sich aus. Das ist das yogische Geheimrezept für eine funktionierende Partnerschaft. Immer mal wieder eine Zwischenentspannung einlegen.

In sich selbst ruhend

Wenn Kali ihre wütende Maske aufsetzt, ändert das nichts an Shivas Liebe für sie. Er sorgt lediglich dafür, dass es ihm gut geht. Und das beeindruckt die Geliebte enorm. Ein richtiger Kerl, der sich nicht behaupten muss, sondern einfach in sich ruht. Mit dem könnte man glatt zusammenziehen. Mein Rat in diesem Fall ist folgender. Yoga üben und lernen, sich zu entspannen. Zumindest für mich hat das funktioniert.

Die Legende sagt, dass Kali einmal so außer sich war, dass ihre Wut die ganze Welt zu vernichten drohte. Erst als Shiva sich tot stellte, und sie dachte, in ihrer Unachtsamkeit auf ihn getreten zu sein, kam sie zur Ruhe. So lassen sich auch am Wochenende in einer Zwei-Zimmer-Wohnung fast alle Streitigkeiten schlichten. Jemand wie Shiva fängt nicht an zu meckern. Stattdessen kocht er den Lieblings-Tee, lädt sie zum Essen ein, lächelt sie einfach an und nimmt sie in die Arme. Denn wenn ein Pol in einer Beziehung in Ruhe ist, kann der andere nachziehen.

„Happy wife – happy home“

Dabei muss Shiva kein Pantoffelheld sein. Er weiß ziemlich genau, was er will. „Geht es meiner Frau gut, geht es mir auch gut“, sagt er sich. Oder wie es mein Vedanta-Lehrer einmal sagte: „Happy wife – happy home!“. Er war selbst verheiratet und wusste, wovon er redete. Und er ist es noch. In der vedischen Ehe versucht der Mann stets, die Gattin als Göttin zu verehren. Und die Frau sieht im Mann ihren Lehrer. Das klingt archaisch, aber kann – mit etwas Übung – wunderbar funktionieren. Wenn es die freie Entscheidung ist. Und auch gegen die im Idealfall parallele Kombination Gott/Lehrerin ist überhaupt nichts einzuwenden . . .

Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass Shiva seine Geliebte auch unterstützt, wenn sie schlechte Laune hat. Ein Liebesbeweis, der ihr Herz öffnet und beide einander so nahe zusammen bringt, dass alle anderen Gottheiten neidisch werden. Aber auch die können von den beiden lernen. Schließlich ist das Leben ohnehin zu kurz, um lange zu streiten. Und bei aller Leidenschaft braucht es auch Zeit entspannt zusammen.

Anmerkung der Redaktion: Alle Beziehungskonstellationen können von diesem Spiel aus Ruhe und Sturm wahrscheinlich etwas lernen. Egal, welche Partner*innen liebend entspannt zusammen kommen.


Foto von Olya Kobruseva von Pexels