Inge Kellerer

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Die Bedrohungen durch Umweltbelastungen nehmen täglich zu mit massiven negativen Folgen für unsere Gesundheit. Die Frage stellt sich doch: Wie belastet bin ich und vor allem wie kann ich mich schützen?

Diesen Fragen wird im Vortrag „Gesundes Leben im digitalen Zeitalter in Balance mit der Natur“ auf den Grund gegangen. Wir bieten kostenfreie Störfeld-Analysen an und haben Checklisten wenn es darum geht, was kann ich gleich machen.

Seit über über 6 Jahren beschäftigt sich Inge Kellerer hauptberuflich mit diesem Thema und ist selbständige Vertriebspartnerin bei memon bionic instruments mit Sitz in Rosenheim. Dort werden auch die Produkte entwickelt und produziert. Made in Germany!

Bei der memon Technologie handelt es sich um ein Produkt, das wieder natürlich Lebensräume schafft und damit einen gesünderen Umgang mit modernen Technologien ermöglicht zum Wohl von Mensch, Tier und Pflanze.

Mehr Info auf memon-muenchen.de


Inge Kellerer von memon auf der YogaWorld 2026 in Stuttgart:

Samstag, 11. April // 16:30 – 17:15 Uhr // Gesundes Leben im digitalen Zeitalter in Balance mit der Natur // Inspire Stage

Shivaratri: Wie die „Nacht des Shiva“ deine Yogapraxis inspirieren kann

In der tiefsten Dunkelheit der Nacht entfaltet sich das Licht der Erkenntnis – so wird Maha Shivaratri, die „Große Nacht des Shiva“, von Millionen von Gläubigen in Indien und Nepal gefeiert. Dieses bedeutende hinduistische Fest findet jährlich am 14. Tag des abnehmenden Mondes im Monat Phalguna (Februar/März) statt. 2025 fällt es auf den 26. Februar. Shivaratri ist der wichtigste Feiertag zu Ehren von Shiva und steht für innere Reinigung, spirituelles Erwachen und den Sieg des Bewusstseins über die Unwissenheit.

Titelbild: mammuth von Getty Images via Canva

Wie können wir Shiva in unsere eigene Yogapraxis integrieren? Welche Rituale und Techniken helfen dabei, die Energie von Shivaratri bewusst zu nutzen? In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf dieses besondere Fest und zeigen, wie es zur persönlichen Weiterentwicklung auf der Matte und darüber hinaus inspirieren kann.

Mythologische Ursprünge von Shivaratri

Es existieren verschiedene Legenden, die die Ursprünge von Shivaratri erklären:

  1. Die Hochzeit von Shiva und Parvati: Eine weitverbreitete Erzählung besagt, dass Shiva in dieser Nacht seine göttliche Gefährtin Parvati heiratete, was das Fest zu einem Symbol für die Vereinigung von Bewusstsein (Shiva) und Energie (Shakti) macht.
  2. Shivas kosmischer Tanz: Eine andere Legende erzählt, dass Shiva in dieser Nacht seinen Tandava, den kosmischen Tanz der Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung, aufführte, um den Kreislauf des Universums in Balance zu halten.
  3. Die Erscheinung als Linga: Eine weitere Geschichte berichtet, dass Shiva in Form eines endlosen Lichtsäulen-Linga erschien, um Brahma und Vishnu die Grenzenlosigkeit seines Wesens zu demonstrieren.

Spirituelle Bedeutung von Shiva und Shivaratri

Shiva verkörpert im Hinduismus die Prinzipien von Zerstörung und Transformation, die notwendig sind, um Platz für Neues zu schaffen. Er gilt als der Ur-Yogi, der in tiefer Meditation verweilt und somit für höchste Konzentration und innere Ruhe steht. Er symbolisiert den Triumph des Lichts über die Dunkelheit sowie des Wissens über die Unwissenheit. Seine Rolle als Zerstörer ist nicht negativ zu verstehen, sondern als essenzieller Teil des universellen Kreislaufs von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt.

Foto: Elina Sazonova via Pexels

Während Maha Shivaratri fasten und meditieren Gläubige die ganze Nacht hindurch, um sich mit Shivas Energie zu verbinden und spirituelle Erneuerung zu erfahren. Es wird angenommen, dass durch diese Hingabe negative Tendenzen und Unwissenheit überwunden werden können, um inneren Frieden und Erleuchtung zu erlangen.

Die Rituale rund um Shivaratri erinnern daran, dass Transformation und das Loslassen alter Muster notwendig sind, um persönliches Wachstum und spirituelle Entwicklung zu fördern. Diese Prinzipien finden auch in der Yogapraxis Anwendung, wo wir durch körperliche Übungen, Atemtechniken und Meditation mitunter eine innere Reinigung und Erneuerung anstreben.

So wird Shivaratri gefeiert

Wie bei den meisten hinduistischen Feiertagen variieren die Feierlichkeiten zu Shivaratri je nach Region. In Tamil Nadu beispielsweise unternehmen Gläubige die rituelle Umrundung des Annamalai-Tempels, bekannt als Girivalam. Auch in vielen anderen Teilen Indiens finden spezielle Pujas (Verehrungsrituale) in prominenten Shiva-Tempeln statt, begleitet von Prozessionen und kulturellen Veranstaltungen. Diese Rituale und Traditionen während Shivaratri bieten den Gläubigen die Möglichkeit, sich tief mit der Energie Shivas zu verbinden, innere Reinigung zu erfahren und den Weg für spirituelles Wachstum zu ebnen. Folgende drei Dinge sind fast überall typisch für die „Nacht des Shiva“:

Fasten (Upavasa): Viele Gläubige fasten an Shivaratri, um ihren Körper zu reinigen und ihren Geist zu fokussieren. Das Fasten beginnt am Morgen des Festtages und dauert bis zum nächsten Morgen. Einige verzichten vollständig auf Nahrung und Wasser, während andere leichte, sattwige Speisen zu sich nehmen. Dieses Opfer symbolisiert die Hingabe und den Willen, weltliche Bedürfnisse zugunsten spiritueller Ziele zurückzustellen.

Nachtwache (Jagaran): Die Nacht von Shivaratri wird traditionell mit Gebeten und Meditationen durchwacht. Gläubige versammeln sich in Tempeln oder zuhause, singen Bhajans (spirituelle Lieder) und rezitieren Mantras wie „Om Namah Shivaya“. Diese ununterbrochene Wachsamkeit symbolisiert den Sieg des Bewusstseins über die Dunkelheit und die Unwissenheit.

Verehrung des Linga(m): Der Shiva-Linga ist das anikonische Symbol für Shiva. Häufig werden Skulpturen oder von der Natur geformte steinerne Lingas in Zeremonien mit Wasser, Milch, Joghurt, Honig und Ghee übergossen (Abhishekam) oder mit Bilva-Blättern dekoriert.

Foto: Andrey X. via Canva

Inspiration für deine Yogapraxis

Diese Rituale lassen sich teilweise schwer 1:1 in unseren westlichen Alltag übernehmen und das ist auch gar nicht die Intention. Dennoch können wir uns von Shivaratri inspirieren lassen, die eigene Yoga- und Meditationspraxis zu vertiefen und uns mit den transformierenden Energien Shivas zu verbinden. Hier ein paar Ideen:

Mantras zu Ehren von Shiva:

Das Rezitieren von Mantras ist ein zentraler Bestandteil der Shivaratri-Feierlichkeiten. Insbesondere das fünfsilbige Mantra „Om Namah Shivaya“ wird mit Hingabe wiederholt, um den Geist zu fokussieren und eine tiefe Verbindung zu Shiva herzustellen. Dieses Mantra gilt als besonders kraftvoll und hilft, die Präsenz Shivas im eigenen Inneren zu erfahren. Auch das Maha Mrityunjaya-Mantra (Om Tryambakam) richtet sich an Shiva und bietet sich heute wunderbar an. Das Chanten, aber auch das Lauschen kann sehr kraftvoll sein.

Der Tanz des Shiva:

Du möchtest den tanzenden Shiva in deiner Asana-Praxis verkörpern? Wie wäre es mit Natarajasana, Parivrtta Hasta Padangusthasana oder Tandavasana? Alle drei Variationen symbolisieren Shivas Tanz der Schöpfung und Zerstörung und fördern gleichzeitig deine Balance, Flexibilität und Konzentration. Sie erinnern daran, dass das Leben ein ständiger Fluss von Veränderung und Transformation ist.

Hier erfährst du noch mehr über die tiefere Bedeutung von Shivas Tanz:

Meditation und innere Stille:

Shiva verkörpert die absolute Stille und den Zustand tiefer Meditation. Die Nacht von Shivaratri eignet sich hervorragend für längere Meditationssitzungen, um den Geist zu beruhigen und in die eigene innere Tiefe einzutauchen. Durch Meditation kannst du versuchen, die kosmische Energie Shivas zu erfahren und ein Gefühl der Einheit mit dem universellen Bewusstsein zu entwickeln.

Vorbereitung und Fasten:

Beginne den Tag von Shivaratri mit einem bewussten Fasten, um Körper und Geist zu reinigen. Gestalte dies aber unbedingt nach deiner persönlichen Kapazität, denn Fasten eignet sich nicht für alle gleichermaßen. Als milde Variante könntest du zum Beispiel nur leichte, sattvische Speisen wie Kitchari zu dir nehmen und nur stilles Wasser und Kräutertees trinken. Diese Praxis unterstützt die innere Reinigung und bereitet dich auf die spirituellen Aktivitäten des Abends bzw. der Nacht vor. Auch ein Digital Detox kann dir an diesem Tag helfen, Klarheit zu gewinnen.

Praxis am Abend:

Die traditionelle Nachtwache zu Shivaratri symbolisiert das Überwinden der Dunkelheit durch das Licht des Bewusstseins und kann transformative spirituelle Erfahrungen ermöglichen. Womöglich passt es nicht so gut in deinen Alltag, eine ganze Nacht wach zu bleiben. Aber wie wäre es, den Abend bewusst zu gestalten und dich statt Netflix & Co voll und ganz deiner Sadhana zu widmen?

Fazit

Die Nacht des Shiva erinnert uns an die Kraft der Stille, die Notwendigkeit von Loslassen und Erneuerung sowie die Bedeutung von Hingabe und Bewusstsein. Diese Aspekte gehen über den Feiertag hinaus und können uns langfristig auf dem spirituellen Weg begleiten.

Foto: Fotofantastika von Getty Images via Canva

Um Shivas transformative Energie nachhaltig zu verankern, können wir diese regelmäßig in unsere Yogapraxis einbauen. Ebenso bedeutet Erneuerung, sich immer wieder von alten Denkmustern und Gewohnheiten zu lösen und offen für Veränderung zu bleiben – genau wie Shiva in seinem Tanz des Lebens. Wer diese Prinzipien kultiviert, wird feststellen, dass Spiritualität nicht nur in besonderen Nächten erlebt wird, sondern in jedem Moment des Seins.

In diesem Sinne: Om Namah Shivaya!


Shiva und Shakti sind zwei zentrale Konzepte im Tantra. Erfahre in dieser Podcast-Folge mehr darüber:

Ute Schaber & Sarah Süßmann

ute schaber sarah süßmann

Ute Schaber

Inhaberin der VitalOase nyima

Ich lernte in der Familienpause Yoga und später, im Jahr 2003, Lu Jong, das tibetische Heilyoga nach Tulku Lobsang, kennen. Diese neuen Erfahrungen gaben meinem Leben eine neue Richtung. Viele Jahre habe ich Yoga und Lu Jong unterrichtet und ausgebildet. Dann traten die Kreationen von Lavylites in mein Leben. „Frequenz-, Schwingungs- und Bewusstseinskosmetik“ sprach mich sofort an und unterstützte meinen eigenen Heilungsprozess. Ich bin begeisterte Anwenderin der holistischen BewusstSeins-Kosmetik für Körper, Geist und Zellen von Lavylites und gebe mein Wissen gerne weiter, um auch andere darüber zu informieren.

Sarah Süßmann

Gründerin TEAM JOY OF LIFE

Ich bin Sarah, Mama von drei wundervollen Kindern. 2015 hatte ich ein Vestibu­larisausfall. Für die Schulmedizin unheilbar, probierte ich sämtliche alternativen Heilmethoden aus. Nichts half, mein Leben war kein Leben mehr. Ich war ein Pflegefall, denn Schwindel und Übelkeit fesselten mich ans Bett. Meine Freude am Leben war verschwunden. Was ich damals nicht wusste, ist, dass dies der Beginn einer wundervollen Reise war, denn Lavylites kam in mein Leben und brachte alles wieder ins Gleichgewicht. Hört sich wie ein Wunder an? Ja, das ist es. Mein Leben nahm wieder Fahrt auf, die Freude kehrte zurück und der Entschluss stand fest: Ich möchte dieses Wunder in die Welt tragen und auch anderen Menschen solche Erfahrungen ermöglichen.

Erlebnis-Vortrag: „Schwingungskosmetik der neuen Zeit – Schönheit beginnt in der Frequenz“

Tauche ein in die faszinierende Welt der Lavylites Kreationen – einer Kosmetik, die weit über das Sichtbare hinausgeht.

In diesem besonderen Erlebnis-Vortrag erfährst du:

🌿Wie Frequenzen und Informationen unseren Körper beeinflussen
🌿Warum Stabilität und energetischer Schutz heute wichtiger sind denn je
🌿Wie innere Balance zu natürlicher Ausstrahlung und Schönheit führt
🌿Was Schwingungskosmetik von klassischer Pflege unterscheidet

Es geht nicht nur um Hautpflege – es geht um Energie, Bewusstsein und ganzheitliche Schönheit.

Erlebe, wie moderne Frequenz-Technologie und hochwertige Inhaltsstoffe miteinander verschmelzen, um dich in deiner natürlichen Stabilität zu unterstützen – körperlich, emotional und energetisch.

✨ Spüre den Unterschied.
✨ Verstehe die Zusammenhänge
✨ Entdecke Schönheit auf einer neuen Ebene.

Ich freue mich, dich persönlich auf der Messe begrüßen zu dürfen!

Erlebnis-Vortrag: „Schwingungskosmetik der neuen Zeit – Schönheit beginnt in der Frequenz“

Manchmal spüren wir, dass Schönheit mehr ist als das, was wir im Spiegel sehen.
Dass Ausstrahlung von innen kommt.
Dass Stabilität, Klarheit und Schutz heute wichtiger sind denn je.

Ich lade dich von Herzen ein, mit mir in eine neue Dimension von Schönheit einzutauchen.

In meinem Erlebnis-Vortrag zu den Lavylites Kreationen erfährst du, wie Frequenzen und Informationen unseren Körper beeinflussen – wie sie uns unterstützen können, in unsere eigene Stabilität zu kommen und unsere natürliche Strahlkraft zu entfalten.

Es geht nicht nur um Kosmetik.
Es geht um Bewusstsein.
Um Energie.
Um den Mut, neue Wege zu gehen.

Spüre selbst, was passiert, wenn moderne Schwingungstechnologie auf hochwertige Essenzen trifft. Erlebe, wie energetischer Schutz und innere Balance zu sichtbarer Schönheit werden können.

Diese Zeit verlangt nach neuen Lösungen.
Nach Tiefe statt Oberfläche.
Nach echter Verbindung.

Wenn dich das ruft – dann sei dabei.
Ich freue mich auf dich und auf einen Raum voller Inspiration, Herz und neuer Möglichkeiten. 


Ute Schaber & Sarah Süßmann auf der YogaWorld 2026 in Stuttgart:

Freitag, 10. April // 15:15 – 15:35 Uhr // Erlebnis-Vortrag: Schwingungskosmetik der neuen Zeit – Schönheit beginnt in der Frequenz // Focus Stage

Sonntag, 12. April // 13:15 – 13:35 Uhr // Erlebnis-Vortrag: Schwingungskosmetik der neuen Zeit – Schönheit beginnt in der Frequenz // Focus Stage

Das neue Heft ist da! Titelthema „Perfektion“

Das neue YogaWorld Journal ist ab sofort im Handel und in unserem Online Shop erhältlichDiese Themen erwarten dich im neuen Heft:

Titelthema „Perfektion“

Persönliches Wachstum, innere Entwicklung, Entfaltung der eigenen Potenziale – nach all dem streben wir nicht ohne Grund. Aber hat das wirklich etwas mit Yoga zu tun? Und wenn ja, was? In dieser Ausgabe hinterfragen wir den Drang zur Perfektion mal ganz grundsätzlich und klären, warum wahre Vollendung nicht in Selbstoptimierung liegen kann.

„Wahre Perfektion ist nichts, das wir willentlich erreichen können, sondern ein Zustand, der ganz ungefragt erwächst – ein Gefühl von Erfüllung und Einheit, das vom Herzen her kommt.“

– Sally Kempton

Außerdem in dieser Ausgabe:

  • Ruhe & Kraft: Patrick Broome zeigt eine stabilisierende Home Practice
  • Bewegte Weisheit: Cover-Yogini Lucie Beyer zeigt, wie du mit den Yoga Sutras deine Asana-Praxis vertiefen kannst
Foto: Pauline Willrodt
  • Somatic Strength: 7 effektive Übungen für den Core
  • Jenseits des Hype: Steckt die Yoga-Branche im Umbruch?
  • Falsche Freunde: Das buddhistische Konzept der „Nahen Feinde“ hilft Pseudo-Wahrheiten zu entlarven
  • Neurodiversität: Lasst uns die Unterschiede würdigen
  • Interview mit Karoline Herfurth über Körperideale, Sexualität und die Kraft der Gemeinschaft
  • Aus dem Bauch raus: Zurück zum intuitiven Essen
  • Der große Yogi-Festivalkalender 2025
Foto: Steve Cole Images von Getty Images via Canva

… und vieles mehr.

Die YogaWorld Journal Online Ausgabe

Das neue YogaWorld Journal gibt es auch als Online-Ausgabe. Ganz einfach, ohne Papier, ohne langes Warten und ohne Versandkosten, direkt in unserem Online Shop. Lade dir einfach und bequem deine Wunsch-Ausgabe herunter – egal ob alt oder neu:

Faszien: 10 Übungen gegen Kopfschmerzen – mit Nela König

Juli2020

Flow & Roll: Faszienrollen und -bälle gehören in der Physiotherapie schon seit Längerem zur Grundausstattung. Nela König erklärt, wie du sie kombiniert mit yogischer Bewegung und Achtsamkeit dazu einsetzen kannst, Spannungskopfschmerzen zu lindern.

Text, Sequenz & Fotos: Nela König

Die folgende Übungsreihe kannst du sowohl bei akuten Spannungskopfschmerzen machen als auch zur Vorbeugung – bei Bedarf gerne zweimal täglich. Sie löst Verspannungen an der Körperrückseite und beruhigt die Nerven. Achte dabei immer darauf, nicht direkt über Knochen oder Gelenke zu rollen, sondern Muskeln und Faszien zu massieren.

Wärme deinen Körper etwa 5 Minuten lang auf. Am besten fließt du ein paar Mal im Atemrhythmus durch Katze-Kuh (Marjaryasana-Bitilasana) und danach durch 3 Sonnengrüße (Surya Namaskar).

Fußsohlen

Faszien: 10 Übungen gegen Kopfschmerzen

Stelle dich mit etwa hüftbreit voneinander entfernten Füßen auf deine Matte. Lege den Faszienball unter eine Fußsohle und beginne, den Fuß auf dem Ball vor und zurück zu rollen. Übe dabei ruhig kräftig Druck aus und massiere die gesamte Fußsohle von den Zehen bis zu den Fersen. Beziehe auch die Sohleninnen- und -außenkanten mit ein. Dabei beobachtest du, ob es vielleicht einen Punkt gibt, der besonders deutlich anspricht. Bleibe ein paar Sekunden auf so einem Hotspot und vertiefe deinen Atem. Anschließend rollst du den Fuß auf dem Ball nach rechts und links. Auch hier spürst du besonders empfindliche Punkte auf und vertiefst dort die Massage. Zum Schluss rollst du die gesamte Fußsohle nochmal aus. Nachdem du den einen Fuß mindestens 1 Minute lang bearbeitet hast, wechselst du zum anderen.

Lies auch: Kräftigung der Füße – Praxis aus 9 Asanas

Unterschenkel

Faszien: 10 Übungen gegen Kopfschmerzen

Setze dich mit ausgestreckten Beinen auf deine Matte. Stelle einen Fuß an und lege die Faszienrolle quer unter den Unterschenkel des anderen Beins. Dann stützt du beide Hände seitlich vom Körper am Boden (oder auf Blöcken) auf und beginnst, mit dem Unterschenkel auf der Rolle vor und zurück zu rollen. Dabei massierst du die Beinrückseite von der Fessel bis knapp vor der Kniekehle. Nach und nach beginnst du, die Druckpunkte zu variieren, indem du den Fuß mal nach außen, mal nach innen drehst. Auch hier spürst du während der Massage deine Hotspots auf. Bleibe auf diesen Punkten und widme dich ihnen mit bleibendem Druck, winzigen Bewegungen und einer vertieften Atmung. Stelle dir vor, wie du dabei Verklebungen der Faszien behutsam löst und das Gewebe geschmeidig machst.

Oberschenkel


Faszien: 10 Übungen gegen Kopfschmerzen

Wechsle nun am selben Bein vom Unter- zum Oberschenkel. Rolle genau wie in Übung 2 vor und zurück, dabei lässt du die Kniekehle wieder aus. Auch hier drehst du das Bein nach einigen Wiederholungen von der Mitte aus auch in die Innen- und Außenrotation und suchst nach möglichen Hotspots. Nachdem du das gesamte Bein mindestens 1 Minute lang massiert hast, wechselst du zum zweiten. Auch hier beginnst du mit dem Unterschenkel und gehst dann weiter zum Oberschenkel.

Gesäß


Faszien: 10 Übungen gegen Kopfschmerzen

Lege die Rolle zur Seite, stelle beide Füße an und setze dich auf den kleinen Ball. Stütze beide Hände hinter dem Körper am Boden (oder auf Blöcken) auf und beginne, das gesamte Gesäß in großen Kreisen auszurollen. Hier kann es recht intensive Schmerzpunkte geben. Wenn du einen gefunden hast, atme tief und bleibe auf dem Punkt, bis er sich langsam löst. Dosiere den Druck aber etwas, indem du mehr Gewicht mit Händen und Füßen trägst. Auf einer Skala von 1 bis 10 sollte der Schmerz maximal bis Stufe 5 gehen.

Lendenwirbelsäule


Faszien: 10 Übungen gegen Kopfschmerzen

Du sitzt weiterhin mit angestellten Füßen auf dem Boden, stützt dich aber jetzt hinter dem Körper auf den Händen ab. Platziere die quer liegende Rolle genau oberhalb des Beckenkamms. Dann hebst du die Sitzfläche vom Boden ab, so dass der untere Rücken auf der Rolle liegt und beginnst, den Lendenwirbelbereich von oben nach unten auszurollen, indem du die Beine streckst und beugst. Auch hier verlagerst du das Gewicht während des Rollens mal auf die eine und dann wieder auf die andere Seite, so dass du die gesamte Körperrückseite bis außen zur Taille erreichst. Dabei achtest du darauf, den Nacken in Verlängerung der Wirbelsäule zu halten.

Crunch

Als nächstes legst du die Faszienrolle quer unter die Brustwirbelsäule, stellst die Füße an und verschränkst die Hände als Stütze hinter dem Kopf. Um jetzt die Brustwirbelsäule zu mobilisieren und die Herzgegend zu öffnen, beugst du dich so weit es geht über der Rolle nach hinten. Spüre die Weite in der Brust, bevor du mit der Ausatmung Spannung in den Bauch bringst, den Nabel nach innen ziehst, den unteren Rücken gegen den Boden schiebst und den Oberkörper zum Crunch hebst. Einatmend senkst du dich wieder in die Rückbeuge. Diese Abfolge wiederholst du langsam und achtsam mindestens 5 Mal.

Brustwirbelsäule und Schulterblätter


Faszien: 10 Übungen gegen Kopfschmerzen

Platziere die quer liegende Faszienrolle nun knapp unterhalb der Schulterblätter. Die Füße bleiben aufgestellt und du verschränkst die Arme vor der Brust. Hebe das Gesäß etwas an und schiebe mit Füßen und Beinen den Körper über der Rolle vor und zurück. Du kannst die gesamte Brustwirbelsäule ausrollen. Widme dich dabei besonders den Muskeln zwischen den Schulterblättern, die häufig sehr verspannt sind. Dabei achte erneut darauf, den Nacken in Verlängerung der Wirbelsäule zu halten, und atme tief.

Nacken


Faszien: 10 Übungen gegen Kopfschmerzen

Jetzt legst du dich flach auf den Rücken und platzierst die Faszienrolle quer unter dem Kopf. Rolle den Hinterkopf sehr langsam nach rechts und links. Dadurch massierst du die Hinterkopfknochen (Processus mastoideus), an denen viele Faszien und Muskeln ansetzen. Lass dir Zeit, bewege dich sanft und beobachte genau deine Empfindungen. Gerade in dieser Region sitzen oft sehr schmerzhafte Verspannungen, die sich durch das Bewegen über die Faszienrolle lösen lassen.

Kopf und Gesicht


Faszien: 10 Übungen gegen Kopfschmerzen

Setze dich in den Schneidersitz (oder auf einen Stuhl) und verwurzele die Sitzfläche gut am Boden. Du solltest die Wirbelsäule in dieser Haltung möglichst mühelos aufrichten können, wähle also ruhig eine bequeme Variante. So verhinderst du, dass du nach dem ausführlichen Ausrollen der Körperrückseite unnötig neue Spannungen aufbaust. Nimm den Faszienball in eine Hand und beginne, ihn über Oberkopf und Stirn zu rollen. Nimm dir besonders Zeit für deine Schläfen und genieße die wohltuende Wirkung, wenn du sie sanft ausrollst. Die hintere Faszienkette beginnt an der Fußsohle und endet an den Augenbrauen. Wechsle zwischendurch gerne zur anderen Hand und achte darauf, die Schultern entspannt zu halten. Zum Schluss rollst du kräftig über die Kiefergelenke. Ein verspannter Kiefer ist eine häufige Ursache von Kopfschmerzen.

Hotspots an Schultern und Nacken


Faszien: 10 Übungen gegen Kopfschmerzen

Um jetzt noch einmal gezielt die Hotspots im Schulter-Nacken-Bereich zu lösen, komme zum Stehen und suche dir einen geeigneten Wandvorsprung, Türrahmen oder Balken. Stelle dich ein Stück von der Wand entfernt in eine weite Schrittstellung. Lehne dich weit nach vorne und klemme den Ball genau am Übergang vom Nacken zur Schulter zwischen dich und die Wand. Am Trapezmuskel sitzen oft hartnäckige Verspannungen. Suche gezielt nach solchen Hotspots und bleibe mit dem Ball so lange auf dieser Stelle, bis du spürst, dass sich die Spannung langsam löst. Anschließend massierst du den Muskel langsam vom Kopf zur Schulter hin. Diese Übung kann recht schmerzintensiv sein, glücklicherweise ist sie aber auch sehr effektiv.

Ausklang mit Meditation und Shavasana

Schenke dir im Anschluss an die Sequenz noch etwas Zeit für eine Entspannung im Liegen (Shavasana) oder eine Meditation im Sitzen. Atme sanft und bewusst. Lass die Augen in die Augenhöhlen sinken und die Kiefergelenke ganz weich werden. Spüre nach, wie sich dein Körper nach dem Üben anfühlt und lass noch einmal bewusst Spannungen abfließen.


Als Fotografin, Yogalehrerin, Ernährungsberaterin, Model und Mutter ist es NELA KÖNIG gewohnt, ständig viele Bälle in der Luft zu halten. Kein Wunder, dass sie bei so vielen Tasks manchmal Kopfschmerzen bekommt. Aber zum Glück sind bei ihrer Jonglage auch Faszienbälle und Yogaübungen im Spiel. Mehr Info nelakoenig.com


Die Kriyas – Reinigungsübungen und Pflegerituale für Yogi*nis

Unter Kriyas verstehen wir die innere Reinigung des Körpers. Im Ayurveda und Yoga sind gewisse Reinigungs- und Pflegerituale fixer Bestandteil des Alltags. Die Vorteile davon erklärt Sascha Peschke in diesem Artikel. Er ist Yogalehrer und Heilpraktiker und an den altbekannten Spruch „Schönheit kommt von Innen“, glaubt er fest.

Text: Sascha Peschke / Titelbild: South Agency von Getty Images via Canva

„Wahre Schönheit kommt von Innen.“ Jeder kennt diese Floskel aber was ist damit gemeint? Wenn wir von körperlicher Schönheit sprechen meinen wir häufig auch Attraktivität für das andere Geschlecht. Auf dieser Ebene hilft uns unser Urinstinkt, einen potentiellen Partner nach genetischer Veranlagung und Gesundheit einzuschätzen. Kann ich mit diesem Partner kräftige, gesunde Nachkommen zeugen und ist dieser Partner imstande mir zu helfen diese Nachkommen zu beschützen und groß zu ziehen? Dabei nutzen wir hauptsächlich den Geruchssinn und unsere Augen. Das passiert unterbewusst und in Sekundenschnelle. Du kannst riechen ob jemand krank ist, wie sich diese Person ernährt, wie alt und in welchem Zyklus sie ist. An Augen, Zähnen, Nägeln, Hautfarbe und Oberflächenbeschaffenheit der Haut kannst du Krankheiten, Organfunktion und potentielle genetische Schwächen erkennen.

Wenn du also über einen längeren Zeitraum mental ausgeglichen und körperlich gesund bist, verändern sich all diese Marker von Innen heraus – das erfordert nur etwas Geduld. Stattdessen wählen wir oft unbewusst den direkten und schnelleren Weg des Überdeckens und Ausbesserns: Whitening Zahncreme sorgt dafür, dass die Zähne wieder weißer leuchten. Allerdings entsteht dieser Effekt dadurch, dass die äusserste, verfärbte Schicht vom Zahnschmelz abgeschmirgelt wird und die darunter liegende Schicht heller und gesünder strahlt.

Zu häufiges Duschen reduziert den Eigengeruch, trocknet aber die Haut aus, was das Hautbild verschlechtert. Also trägst du Creme auf, welche die Haut nachfettet, einen künstlichen Geruch aufbringt und nebenbei die Poren der Haut blockieren kann. Nagellack überdeckt die Nägel und damit wird die Integrität des Nagels angegriffen. Ähnlich bei Make-up und vielen anderen „Beauty-Produkten“. Ich sage nicht das diese Dinge falsch sind, sondern, dass man zusätzlich das Thema „Schönheit und Pflege“ an der Wurzel angeht. Stell dir vor dein Fahrrad würde täglich gewaschen und der Rost übermalt, aber niemand denkt daran die Kette und den Rahmen zu ölen.

Pflegerituale im Yoga und Ayurveda

Yoga hat seine traditionellen Arten der Pflege. Diese wirken langsam, aber dafür effektiv von Innen nach Außen. In den Yoga-Sutren heißen diese Pflegerituale Shat Kriyas – sechs Arten der Reinigung, die dem Körper erlauben besser zu fließen und weniger Energie mit dem Abtransport von Schadstoffen zu verschwenden. Und auch wenn diese immer noch gut und gültig sind, hat sich unser Leben seit Patanjali doch sehr verändert und es lohnt sich, einen frischen Blick auf das Konzept der Kriyas zu werfen.

Dein Körper hat jeden Tag eine gewisse Menge an Energie zur Verfügung. Diese Energie kann er zum Beispiel mit dem Abtransport von täglich anfallenden Schadstoffen und der Bekämpfung von kleinen inneren Entzündungen verbrauchen, oder sie steht dir aktiv zur Verfügung und bringt dich von innen zum Leuchten. So sind die Kriyas dafür gedacht „Energieräuber“ zu beseitigen, um durch die freie Energie zu heilen und zu strahlen.

Hinweis: All die vorgestellten Techniken sind bei gesunden Menschen unbedenklich. Allerdings sollten sie im Idealfall unter der Aufsicht von einem erfahrenen Yogalehrer gelernt werden. Die Anleitung ist als Reminder und Ergänzung gedacht. Bei allen gesundheitlichen Beschwerden und Bedenken sollte vorher ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Trataka (Empfehlung: täglich bis wöchentlich)

Trataka

Augen leiden unter der langen Zeit, die wir im Home Office oder in der Arbeit am Bildschirm verbringen. Auch trockene Heizungs- und Klimaanlagenluft machen ihnen zu schaffen. Trockene Augen können eine Folge davon sein. Unsere Tränenkanäle befeuchten nicht nur die Augen sondern auch die Nebenhöhlen, die Nase und den Rachen. Werden diese Schleimhäute trocken, erhöht sich die Gefahr einer Infektion. Trataka ist eine Möglichkeit die Tränenkanäle zu trainieren und dadurch die Augen und die umliegende Muskulatur zu entspannen. Zusätzlich ermöglicht der Tränenenfluss emotionale Entlastung und kann eine ideale Vorbereitung auf eine tiefe Meditation sein.

Anleitung für Kriya-Übung Trataka

  • Platziere im abgedunkelten Raum eine Kerze ca. 1,5 Meter von dir entfernt auf Augenhöhe.
  • Starre in die Kerze und beobachte dein Blinzeln. 
  • Versuche das Blinzeln abzufangen bis es dir gelingt, dass sich die Augen nicht mehr schließen.
  • Nach einem initialen Brennen und unscharfer Sicht, beginnen die Tränen zu fließen. 
  • Erlaube den Tränenfluss, bevor du die Augen schließt.
  • Dann blicke auf den inneren Lichtpunkt, der sich auf deiner Netzhaut noch für einige Zeit abbildet und gleite mit diesem in deine Meditation.
  • Es ist völlig normal wenn du ein paar Anläufe brauchst bis die Tränen fließen.
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Neti (Empfehlung: täglich)

Neti für die Nebenhöhlen

Vor allem in der kalten Jahreszeit bildet sich durch den Wechsel von beheizten zu unbeheizten Räumen gerne eine Kruste in der Nase. Im Sommer haben Allergiker dafür mit Reizstoffen in der Luft zu kämpfen. Diese Verunreinigungen reichen bis tief in die Nebenhöhlen und sorgen für Druck und Irritation. Eine Nasenspülung mit Salzwasser (Jala Neti) kann hier helfen da die Nebenhöhlen mit einer isotonischen Lösung sanft gespült werden. Außerdem trainierst du das Öffnen deiner Nebenhöhlen durch das Weiten der Nasenlöcher, um dem Wasser möglichst wenig Widerstand zu bieten. Danach fühlt sich dein Kopf entspannt und leicht, und die Atemwege frei an.

Anleitung für Kriya-Übung Neti:

  • Fülle dein Jala Neti-Kännchen mit Wasser. 
  • Gib die passende Menge Salz dazu (richte dich nach der Angabe auf der Packung. Wenn es brennt passt das Mischungsverhältnis nicht).
  • Gut umrühren, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat.
  • Den Kopf zur Seite neigen und das Kännchen am oberen Nasenloch ansetzen.
  • Warten bis das Wasser durch das andere Nasenloch entwichen ist.
  • Dann den Vorgang auf der anderen Seite wiederholen.

Kapalabhati (Empfehlung: täglich)

Deine Lunge ist ein faszinierendes Organ, welches deinen Körper ein lebenlang und kontinuierlich mit frischem Sauerstoff versorgt. Da du beim Sitzen nicht sehr viel Sauerstoff verbrauchst, atmest du bei einem entspannten Atemzug nur ca. ein Zehntel deines Atemzugvolumens. Deine Lunge ist immer nur dort ausreichend durchblutet, wo sie auch belüftet wird. Das hat den Vorteil, dass die begrenzte Menge an Blut, die dein Körper zur Verfügung hat anderweitig verwendet werden kann; aber auch den Nachteil, dass ein Großteil deiner Lunge unzureichend belüftet und damit auch unzureichend durchblutet wird. Kapalabhati sorgt durch die stoßhafte Atmung dafür, dass alle Ecken deiner Lunge belüftet, und damit durchblutet, versorgt und gesund bleiben. Dein Atemzentrum lernt durch den Wechsel von leichter Hyperventilation, gepaart mit langem Luftanhalten, besser auf Schwankungen im Blutsauerstoffgehalt zu reagieren.  

Anleitung für Kriya-Übung Kapalabhati

  • Sitze so, dass du bequem in den Bauch atmen kannst.
  • Nach einer normal tiefen Ausatmung, benutze deine tiefe Bauchmuskulatur, um die Restluft wie beim Niesen aus deiner Lunge zu drücken.
  • Wiederhole dass so schnell und intensiv wie möglich für ca. eine Minute.
  • Zum Abschluss nimm einen bequemen, tiefen Atemzug und halte die Luft an.
  • Warte bis du den deutlichen Impuls spürst wieder zu atmen.
  • Lass los und erlaube der Atmung bewusst entspannt zu fließen.

Nauli/Agni Sara (Empfehlung: täglich)

Nauli/Agni Sara

Nauli bietet dir eine Möglichkeit, deinen inneren Organen eine intensive Tiefenmassage zu geben, diese so zu entspannen und ihnen bei der Selbstreinigung zu helfen. Zusätzlich verbessert sich die Kontrolle über deine tiefe Bauchmuskulatur, was vielen Arten von Bauchschmerzen die Grundlage entzieht.

Anleitung für Kriya-Übung Nauli/Agni Sara

  • Finde eine stabile Stehposition mit breitem Stand.
  • Nimm eine tiefe Einatmung, dabei die Arme heben.
  • Atme über den Mund alles aus. Dabei in eine tiefe Hocke mit rundem Rücken (siehe Bild).
  • Halte die Luft an mit leerer Lunge.
  • Drück dich von hier in ein gestütztes Utkatasana.
  • Bauchdecke abwechselnd einziehen und nach vorne drücken, oder kreisförmig bewegen (solange möglich).
  • Wenn du wieder atmen musst, steh auf und nimm ein paar kräftige freie Atemzüge.
  • Für 2 weitere Runden wiederholen.

Weitere Reinigungsübungen

  • Zunge schaben mit einem Löffel oder Zungenschaber
  • Mit Salzwasser gurgeln 
  • Zähne mit den Fingern putzen und dabei das Zahnfleisch massieren mit einer Mischung aus Olivenöl und Salz. 
  • Bhramari (Bienen-Atmung) ist zwar hauptsächlich ein Pranayama (Atemübung), hilft aber auch Kehle und Luftröhre zu reinigen.
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Über Sascha Peschke

Sascha ist Heilpraktiker und Yogalehrer verschiedenster Traditionen. Seine Erfahrung stützt sich auf 25 Jahre Praxis in körperlicher und mentaler Weiterentwicklung und der daraus resultierenden praktischen Anwendung als Lehrer und Behandler. Sascha verbrachte mehrere Jahre auf Reisen zu den entlegensten Klöstern und Lehrern in Indien, Nord- und Südamerika und Australien. 

Heute bildet er Yogalehrer, Profisportler und Therapeuten in Anatomie, Physiologie und Energielenkung weiter. Mehr Infos findest du unter www.saschapeschke.com und auf Instagram unter @sascha.peschke


Text: Sascha PeschkeFotos via Canva

Esh Loh

Esh Loh

Esh Loh ist Musiker, Komponist und Gründer der YOGA SPHERE. Seit über drei Jahrzehnten widmet er sich der Erforschung der Musik und praktiziert seit mehr als 25 Jahren täglich Yoga. Beide Wege sind für ihn Ausdruck einer tiefen Liebe zum Leben und Grundlage seines künstlerischen und spirituellen Wirkens.

Titelbild: Caroline Wimmer

Nach einer eigenen Krebserkrankung begann er, besonders berührende, meditative Klaviermusik zu komponieren. Diese intensive persönliche Erfahrung wurde zur inneren Basis für die Entwicklung der YOGA SPHERE, eines multisensorischen Systems, das Atem, Bewegung, Licht und Musik in einen bewussten Resonanzraum führt.

Esh Loh glaubt an die heilende Verbindung von Musik, Atem und Stille. Sein Anliegen ist es, Erfahrungsräume zu öffnen, in denen Menschen sich an ihr eigenes Wesen erinnern können. Die bewusste Synchronisation von Klang, Atemrhythmus und innerer Präsenz steht dabei im Zentrum seiner Arbeit.

Ausgebildet wurde er unter anderem von John Scott in Großbritannien, sowie Shri K. Pattabhi Jois in Indien. Sein tiefstes Lernen geschieht jedoch im Alltag, im aufmerksamen Hinhören, im Atem und in der Stille zwischen den Tönen.

Bereits seit seiner Kindheit beschäftigt er sich intensiv mit Musik. Er studierte Schlagzeug und Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig und entwickelte früh ein Verständnis von Musik als spirituellem Erfahrungsraum.

Für Esh Loh ist Musik Ausdruck universeller Liebe und zugleich ein präzises Werkzeug, um tiefe Einsichten über sich selbst und das Leben zu gewinnen. In Konzerten, Klangbädern und mit der YOGA SPHERE verbindet er Spiritualität, Körperbewusstsein und musikalische Tiefe zu einer ganzheitlichen Erfahrung.

Sein Leitsatz bringt diese Haltung auf den Punkt:

„Musik ist dort, wo die Freude ist. Yoga ist da, wo die Erkenntnis ist. Wo möchtest du sein?“ –Esh Loh

Mehr Info auf www.yogasphere.app oder auf Insta @esh.loh

YOGA SPHERE – Yoga für alle Sinne.

Die Yoga Sphere ist die weltweit erste multisensorische Yoga-Erfahrung, in der alle Sinne in Einklang schwingen. Speziell für die Yogapraxis komponierte Musik und Lichtfrequenzen verbinden Atem und Bewegung zu einer fühlbaren Einheit.

Yoga Sphere vereint Yoga, Musik und Wissenschaft zu einer Erfahrung, in der Harmonie fühlbar wird.

Erlebe die Zukunft des Yoga jetzt.

Workshop: „Yoga Sphere – die Zukunft des multisensorischen Yoga“

Erlebe Yoga Sphere live auf der YogaWorld! Esh wird zwei 45-minütige Workshops in unserem Ganesha Yogaspace anbieten sowie weitere kurze Workshops in einem eigenen Raum – jeweils zur vollen und halben Stunde von 10:00 bis 17:30 Uhr. Das solltest du dir nicht entgehen lassen!


Esh Loh auf der YogaWorld 2026 in Stuttgart:

Freitag, 10. April // 14:15 – 15:00 Uhr // Yoga Sphere – die Zukunft des multisensorischen Yoga // Vishnu Yogaspace

Sonntag, 12. April // 16:15 – 17:00 Uhr // Yoga Sphere – die Zukunft des multisensorischen Yoga // Ganesha Yogaspace

Und täglich von 10.00 bis 17.30 Uhr kurze Yoga Sphere Sessions jeweils zur vollen und halben Stunde!

Yoga und Politik: bewusst sein, um politisch zu werden?

Yoga-Politik
Foto: Peopleimages / Getty Images Signature via Canva

Wenn wir über Politik nachdenken, denken wir über das Zusammenleben von Menschen nach. Yoga kann die Art verändern, wie wir in der Welt stehen und uns auf sie beziehen: Im besten Fall macht es uns klarer, bewusster, mitfühlender. Ist Yoga also politisch? Sollte es politisch sein? Oder gerade nicht? Wir werfen einen Blick auf das schwierige Thema „Yoga und Politik“ und stellen fest, dass Ahimsa nicht ganz reicht, um die politische Dimension von Yoga zu klären.

Text: Andrea Goffart / Statements: Stephanie Schauenburg / Titelbild: Peopleimages von Getty Images Signature via Canva

Kann es sich heute noch irgendjemand leisten, nicht politisch zu sein? Krise, Krieg, Klimawandel – allein schon diese drei „K“ scheinen uns pausenlos aufzufordern, für das einzustehen, was uns wichtig ist. Auch Yogalehrende und -praktizierende sind zunehmend gefragt, eine Haltung einzunehmen – nicht nur auf der Matte. Andererseits benötigen viele Menschen gerade in dieser anstrengenden, kräfteraubenden Zeit Rückzugsräume, in denen sie Ruhe finden und einfach nur sein können. Für viele von uns ist die Yogapraxis so ein Raum. Ist das ein Widerspruch oder bei genauerer Betrachtung vielleicht sogar ein Gleichklang? Möglicherweise dürfen wir als Yogi*nis genau das lernen: Selbst sein, ruhig sein, bewusst sein, um politisch zu werden.

Wobei wir vielleicht zunächst klären sollten, was es eigentlich bedeutet, „politisch“ zu sein. Politik findet Antworten auf die Frage, wie das Leben zwischen Menschen organisiert werden kann. Oft wird das mit dem Begriff „Staatskunst“ umschrieben, doch was ist der kleinste gemeinsame Nenner eines Staates? Es wird der Mensch sein – überall auf der Welt. Wenn wir uns also der Frage nach der politischen Bedeutung eines Tuns oder Lassens zuwenden, egal ob wir über Yoga oder Fußball philosophieren, dann stolpern wir fast unumgänglich über diejenigen, die da etwas tun oder lassen – über Menschen. Und meistens stolpern wir über uns selbst. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist jedes Handeln, das Auswirkungen auf „das Leben zwischen Menschen“ hat, ein politisches Tun. Dann wird jede Gemeinschaft, jede Beziehung politisch.

Ist Yoga also eine politische Kraft?

Wie alles, was wir als Handelnde kreieren, ist auch Yoga ein Spiegel der Gesellschaft. Allerdings nur, wenn wir mutig sind und in diesen Spiegel schauen! Was sehen wir dann? Wir sehen zum Beispiel Menschen, die Yoga machen, um gesünder zu werden, resilienter zu werden, straffere Popos zu bekommen und hübsche Selfies aus dem indischen Ashram zu posten. Yoga ist – ob es uns gefällt oder nicht – im tiefen Tal der Zweckerfüllung angekommen. In unserem Interview erklärt die Politologin und Yogalehrerin Zineb Fahsi, wie sehr die gesellschaftlichen Verhältnisse geprägt sind von Effizienzdenken: Fast alles, was getan wird, folgt einem „Um-zu“. Wir wollen etwas damit erreichen. Wollen wir Yoga jetzt auch noch politisieren? Folgen wir damit nicht genau jener ungesunden Logik, von der Fahsi spricht: Du alleine bist zuständig. Sei du die Veränderung, die du in der Welt sehen willst!

Wir leiden an Flug-Scham und Sparzwang, fühlen uns zuständig für alle Übel der Welt und setzen unser Sein und Handeln konsequent in den Kontext dieser All-Zuständigkeit. Sollten wir Yoga da nicht lieber herauslösen?

Aber vielleicht müssen wir das gar nicht, denn die Weisheitstradition ist sowieso schlauer als wir: „Von der vedischen Tradition der Askese, in der Yoga wahrscheinlich seinen Ursprung hat, bis zum bedufteten und nach Feng-Shui-Kriterien gestalteten Yogaloft mit Blick auf den Hamburger Hafen ist es ein weiter Weg“, schreibt Milena Wilbrand in ihrem Buch „Lebenszeit – Yoga im Jetzt“. Auch sie sieht eine Tendenz, dass Yoga im allgemeinen Höher-Schneller-Weiter zu einer weiteren Leistungseinheit wird, die erbracht werden muss. „Und doch“, vermutet sie: „Vielleicht unterschätzen wir die Geister, die wir in die schöne neue Yogawelt gerufen haben. (…) Leise, still und heimlich wirkt Yoga durch die Hintertür und wer weiß schon, was alles möglich ist.“

Handeln Yogis ethischer?

Yoga-Politik
Foto: Polina Tankilevich / corelens via Canva

„Leise, still und heimlich“ kann Yoga demnach die Art verändern, wie wir in der Welt stehen und uns auf diese beziehen. Das fängt schon bei der achtsamen Asana-Praxis an: Wir erleben uns in der Öffnung des Herzens, wir fühlen uns ein in die Stellung des Kriegers und werden über diese Selbst-Erfahrung auch immer versierter in der Fähigkeit, uns in andere einzufühlen. Über dieses sich vertiefende Mitgefühl kann uns Yoga die Grundausstattung für unser politisches Handeln liefern – für ein Handeln, das sich in Bezug setzt zur Polis, zur Gemeinschaft.