Zum 10-jährigen Jubiläum erwartet dich ein noch vielfältigeres, inspirierendes und feierliches Programm. Vom 17. bis 26. Oktober 2025 öffnet das Gasteinertal seine Arme für alle, die Kraft tanken, innehalten und im Rhythmus ihres Herzens ankommen möchten. //anzeige
Gastein – ein besonderer Kraftort
Der Oktober ist im Gasteinertal eine Zeit der Übergänge. Der Sommer verabschiedet sich, der Winter ist noch fern. Die Natur hält inne und lädt auch dich ein, einfach innezuhalten.
Die warmen Farben der Wälder, die klaren Tage und die frische Luft schaffen eine Kulisse, die den Körper belebt und den Geist beruhigt. Yoga in dieser Umgebung ist wie ein Spiegel: Die Natur zeigt, wie Wandel gelingen kann – sanft, harmonisch und kraftvoll zugleich.
Was den Yogaherbst Gastein so einzigartig macht, ist die Wahl der Plätze, an denen praktiziert wird. Kaum ein anderes Event bringt Yoga so konsequent nach draußen. Deine Matte rollst du im Kurpark, auf der Schlossalm mit atemberaubendem Blick über die Gasteiner Bergwelt, im kleinen Garten des Naturladens oder in der Nähe des Gasteiner Wasserfalles aus. Diese Kraftorte haben ihre ganz eigene Energie. Wer einmal den Sonnengruß mit Blick auf die goldene Herbstlandschaft praktiziert hat, weiß, dass sich innere Ruhe und äußere Schönheit gegenseitig verstärken. Yoga im Einklang mit den Bergen bedeutet auch, den eigenen Atem im Rhythmus der Natur zu spüren.
Über 300 Yogaeinheiten für jedes Level
Mehr als 300 Einheiten für Anfänger*innen & Geübte lassen dir freie Wahl. Du kannst deinen persönlichen Stundenplan frei gestalten und zwischen aktiven und ruhigen Tagen wechseln. Inspirierende Workshops bringen neue Impulse in deine Yogapraxis.
Deep Stretch & Alignment oder Yin & Sound Healing von Stretching Panda im Grand Hotel de l’Europe
Stressmanagement mit „The Work“ von Birgit Pedevilla im Hotel Norica Therme in Bad Hofgastein
Yoga-Jodelwalk von Johma Haslinger in Sportgastein
Genuss-Yoga von Flora Petri im KTVB in Bad Gastein
Human Design und Yoga mit Annkathrin Bauer im Kursaal in Bad Hofgastein
Ein besonderes Highlight bilden die„Good Vibes“-Workshops mit Marcel Clementi am 24. & 25. Oktober im Kongresszentrum Bad Hofgastein. Dynamische Einheiten, die Bewegung, Musik und Lebensfreude miteinander verweben. Hier wird Yoga spielerisch, leicht und zugleich kraftvoll erlebt – ein Angebot, das sowohl Anfänger als auch erfahrene Praktizierende inspiriert. Das 2-Tages-Ticket mit 4 Workshopeinheiten gibt es nur beim Yogaherbst in Gastein für unschlagbare € 90,- .
Yoga und Urlaub in Balance
Um den Aufenthalt so entspannt wie möglich zu gestalten, bieten die Yogapartner Unterkünfte im Tal spezielle Yoga-Pauschalen an. Diese beinhalten nicht nur die Übernachtung und Verpflegung, sondern auch eine Auswahl an Yogastunden.
3 Nächte: Einatmen, Ausatmen, Auftanken in einem Yogahotel inkl. Frühstück und 5 Yogaeinheiten ab € 265,00
4 Nächte: Yoga Intense in einem Yogahotel inkl. Frühstück und 10 Yogaeinheiten ab € 415,00
So wird der Yogaherbst nicht nur zu einer spirituellen Reise, sondern auch zu einem erholsamen Urlaub inmitten der Berge. Wandern, Wellness und kulinarische Genüsse ergänzen das Jubiläumsprogramm und machen die Zeit im Tal rundum wohltuend.
Thermalwasser als Begleiter
Seit Jahrhunderten ist das Gasteinertal für sein Thermalwasser bekannt. Schon die Kelten und Römer wussten um seine Wirkung, später machten Kaiser und Könige diesen Ort berühmt. Beim Yogaherbst wird dieses Naturgeschenk in das Programm integriert. Das warme Wasser entspannt Muskeln, beruhigt den Geist und wirkt regenerierend nach intensiven Yogastunden. Besonders eindrucksvoll ist die Kombination von Yogaeinheiten mit anschließendem Baden in der Felsentherme, Alpentherme oder in den Thermenhotels des Tals.
Einen besonderen Ausdruck findet diese Verbindung von Yoga, Spiritualität und dem Element Wasser in der Opening Ceremony – Wasserzeremoniemit Carmen Jedinger am 18. Oktober. In der einzigartigen Atmosphäre des historischen Kraftwerks am Wasserfall in Bad Gastein begibst du dich auf eine spirituelle Reise zur inneren Führung – begleitet vom heiligen Element Wasser. Der Eintritt erfolgt bei freier Spende, die traditionell einer guten Sache in der Region zugutekommt.
Das Geschenk an dich selbst
In einer Zeit, die von Hektik und ständiger Erreichbarkeit geprägt ist, schenkt der Yogaherbst etwas Seltenes: den Raum, einfach zu sein. Zwischen Bergen und Thermalquellen, Ritualen und Tanz, Stille und Freude entsteht ein Erlebnis, das lange nachklingt.
Es ist eine Einladung, zu sich selbst zurückzukehren, neue Wege zu entdecken und die Essenz des Yoga inmitten der Natur zu spüren.
Hier darfst du loslassen, dich treiben lassen, in die Stille gehen oder in die Bewegung. Ein Geschenk an dich selbst, das weit über die zehn Tage im Oktober hinauswirkt. Wer einmal in der besonderen Energie des Tals geübt hat, nimmt einen Funken davon mit nach Hause – als Erinnerung, als Kraftquelle, als Inspiration.
Du bist am Kränkeln? Ein starkes Immunsystem, gekoppelt mit einer gesunden Ernährungsweise, kann die ein oder anderen Beschwerden verhindern. Und doch erwischt es selbst uns Yogi*nis manchmal. Wenn wir erste Symptome einer Erkältung verspüren, kann Yoga helfen – oder die Sache verschlimmern. Doch wie krank ist zu krank und was sollte man beachten?
Text: Anika Kedzierski / Titelbild: Andrea Piacquadio via Pexels
Innere Stimme oder innerer Schweinehund?
Bevor du auf Tipps anderer hörst oder dich mit falschem Stolz zur Yogastunde schleppst, achte auf die Signale deines Körpers. Hast du Fieber oder starke Schmerzen? Bleib im Bett und trinke viel. Bei Beschwerden, wie Schnupfen, Gliederschmerzen oder Kopfweh kann dich Yoga dabei unterstützen, schneller wieder fit zu werden. Hier liegt es also an dir, deine innere Stimme zu deuten.
Doch bitte denke immer auch an deine Mityogi*nis. Um Ansteckungen zu vermeiden, solltest du jetzt besser zu Hause praktizieren.
Rückzug der Sinne
Wenn dich schon der Weg vom Schlafzimmer in die Küche erschöpft, ist es ratsam keine Asanas zu üben. Vorallem bei erhöhter Temperatur oder Fieber solltest du auf Asana-Praxis und Pranayama verzichten. Wie wäre es stattdessen mit Pratyahara? In der Yogaphilosophie bezeichnet dieser Sanskrit-Begriff einen Zustand, in dem sich die Sinne nach innen zurückziehen und dort gehalten werden. Schalte also Handy und Laptop aus, erlaube dir mal nicht erreichbar zu sein und kuschele dich mit einem Tee ins Bett. So erholst du dich am schnellsten.
Taste dich an die Asanas heran
Wenn du dich neben Beschwerden wie Schnupfen, Halsweh oder Husten aber fit fühlst, kannst du die Yogamatte ausrollen und dich langsam an das herantasten, was deinem Köper gut tut. Vielleicht beginnst du die Yogastunde zur Abwechslung mal in Shavasana (eventuell mit einer Decke) und probierst das Krokodil oder die Brücke aus. Wenn du durch langes Sitzen oder Liegen verspannt bist, können diese Asanas den unteren Rücken dehnen und entlasten. Auch ein paar Durchgänge Katze und Kuh können Rückenschmerzen lindern. Führe jedoch nur Bewegungen aus, die sich gut im Rücken anfühlen.
Umkehrhaltungen können Schnupfen und Kopfweh verschlimmern
Wenn du dich nach diesen Asanas fit fühst, kannst du in deine normale Praxis übergehen. Generell empfiehlt es sich an solchen Tagen jedoch, dein normales Übungs-Level eine Stufe herabzusetzen. Manche empfinden Umkehrhaltungen bei einer verstopften Naseals unangenehm. Sie erhöhen den Druck auf die Nasen- und Stirnnebenhöhlen und können bestehende Kopfschmerzen noch verschlimmern. Teste es an einer Vorwärtsbeuge. Geht dir hier die Nase zu, verzichte in dieser Zeit am besten auf Umkehrhaltungen. Brummt dir der Kopf, kannst du stattdessen Asanas üben, die Schulter- und Rückenmuskulatur stärken. So sind die unvermeidlichen Schwierigkeiten des Alltags doch schon leichter zu tragen. Wenn du beim Üben deine Ausatmung verlängerst, verlierst du die Fixierung auf den Kopf und kannst belastende Gedanken besser loslassen. Ähnlich wie die 4-7-8 Atmung wirkt die verlängerte Ausatmung gegen Stress und Anspannungen.
Rückbeugen können nicht nur Verspannungen in Schultern und Nacken lösen, sie unterstützen auch das Atemsystem. Indem die Brustwirbelsäule nach hinten gestreckt wird, weiten sie den Brustkorb, dehnen Lungen- und Herzbereich sowie die gesamte Atemhilfsmuskulatur. Regelmäßiges Üben vertieft somit unsere Atmung und versorgt den Körper mit mehr Sauerstoff. Das befreit die Atemwege und fördert unsere Konzentration. Da das gesamte Verdauungssystem gestreckt wird, können sogar Probleme mit der Verdauung gelindert werden. So kannst du bei Atemwegsbeschwerden beispielsweise Bhujangasana, die Kobra, oder Matsyasana, den Fisch, in deine Praxis einbauen. Diese Asanas haben aufgrund der positiven Wirkung auf unser Atemsystem übrigens auch eine heilende Wirkung auf Asthma.
Neti und Jihva Dhauti – Zwei yogische Erkältungstricks
Zum Glück ist Yoga so vielfältig und nicht nur auf die Asana-Praxis zu beschränken. Ein toller, yogischer Tipp, die Nase zu reinigen oder einen Schnupfen vorzubeigen ist Neti, die Nasenspülung. Meine erste Erfahrung mit Nasenspülung habe ich beim Yoga-Retreat mit Berenice Seiss auf Mallorca gemacht. Seitdem vergeht kaum ein Morgen, an dem ich kein Salzwasser durch meine Nasenlöcher jage und ich behaupte fest, dass mich die regelmäßige Anwendung schon gesund durch die ein oder andere Erkältungswelle gebracht hat.
Anleitung Nasenspülung:
Fülle lauwarmes Wasser in ein Nasenspülkännchen und gebe etwas hochwertiges Salz dazu. Halte das Kännchen mit der Salzlösung an ein Nasenloch, lege den Kopf etwas schräg und lasse die Salzlösung einfach laufen. Es hilft, den Mund etwas zu öffnen, damit sich das Gaumensegel schließen kann. Bei einer Erkältung, kannst du deine Nase auch mehrmals täglich spülen. Bei Problemen mit Allergien, Heuschnupfen oder Staub kann die regelmäßige Nasenreinigung Wunder wirken.
Eine weitere yogische Anwendung, die eine Erklältung vorbeugen kann, ist Jihva Dhauti, die Zungenreinigung. Vor allem nachts lagern sich gerne Abfall- und Giftstoffe unserer Nahrung auf der Zunge ab. Bei einer Erkältung kommen auch Bakterien und Viren dazu.
Anleitung Zungenreinigung:
Für die Zungenreinigung brauchst du einen Zungenscharber aus Edelstahl oder einen Edelstahl-Löffel. Ziehe ihn jeden Morgen von hinten nach vorn über die Zunge und schabe den Belag ab. Das trägt dazu bei, dass deine Erkältung schneller verschwindet und wehrt zukünftige Bakterien-Attacken ab.
Soweit angenehm, kannst du bei einer Erkältung Pranayama üben – das geht auch super im Liegen. Kapalabhati, die Feueratmung, reinigt die Atemwege und unterstütze dabei, lästige Viren aus dem Körper zu katapultieren. Doch Vorsicht: Die Atemtechnik hat eine energetisierende Wirkung und stimuliert den Sympathikus. Das ist der Teil des Nervensystems, der für Aktivität steht. Daher ist Kapalabhati nichts für nervöse oder gestresste Menschen und sollte auch nicht am Abend geübt werden. Richtig gut wirkt sie dagegen, wenn man sich matt fühlt oder den Geist ankurbeln möchte.
Anleitung Feueratmung:
Setze dich aufrecht und bequem hin und finde zunächst deinen natürlichen Atemrhythmus. Atme bei der nächsten Einatmung in den Bauch ein und ziehe die Bauchdecke beim Ausatmen in raschen, rhythmischen Bewegungen nach innen. Das drückt die Luft aus den Lungen und erzeugt kurze, kraftvolle Ausatmungen. Diese Abfolge kannst du 20 bis 30 mal üben und danach zu deinem natürlichen Atem zurückkehren.
Summen gegen Heiserkeit
Bhramari ist die Bienenatmung und verdankt ihren Namen dem Summen, das man beim Ausatmen macht. Die Atemübung verbessert die Stimme, kann Hals-und Nasenerkrankungen vorzubeugen und die Atemwege reinigen. Außerdem schenkt sie Ruhe und Entspannung und hilft daher gegen Stress und Kopfschmerzen.
Anleitung Bienenatmung:
Setze dich aufrecht und bequem hin. Verschließe nun mit den Daumen sanft deine Ohren, lege die Zeigefinger leicht über die Augen, platziere die Mittelfinger seitlich an die Nasenflügel, die Ringfinger auf die Oberlippe und die kleinen Finger auf die Unterlippe. Dieses Shanmukti Mudra, das Verschließen der 7 Pforten, ermöglicht dir einen kompletten Rückzug der Sinne. Somit kannst du die innere Vibration der Bienenatmung besser wahrnehmen. Atme nun tief ein und immitiere beim Ausatmen das Summen einer Biene. Wiederhole diesen Vorgang etwa 8 mal und lasse die Augen danach noch einen Moment geschlossen um das Geräusch auf dich wirken zu lassen.
Yoga und das Immunsystem
Generell ist eine Erkältung ist ein schöner Weg, den Weg nach innen zu finden und mehr in sich hinein zu hören. Dazu gehört auch, auf die Signale des Körpers zu achten. Ist der Körper gestresst, schüttet er Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus – und die fahren das Immunsystem nach unten. Yoga ist ein meditatives Training, das den Geist beruhigt, Stress herunterfährt und daher das Immunsystem kräftigt– und das gibt den Viren im Körper erst gar keine Chance. Daher kannst du die ein oder anderen Beschwerden mit einer regelmäßigen Praxis vorbeugen.
Positive Aspekte einer Erkältung
Und wenn du doch mal mit einer Erkältung flach liegst, versuche es auch hier mit der Kraft der positiven Gedanken. Wie oft beschweren wir uns, dass wir keine Zeit haben? Jetzt haben wir sie. Heiße die Erkältung willkommen, jetzt ist sie ja eh da. Sehe sie als Reinigung für den ganzen Organismus und nutze das Zeichen des Körpers, um neue Energie und Kraft zu tanken. Es ist eine Gelegenheit zur Ruhe zu kommen und einen Gang zurück zu schalten. Vielleicht liegt auf deinem Nachttisch schon seit Monaten ein Buch, das du fertig lesen möchtest oder du machst dir ein schönes Hörbuch an. Wichtig ist nur, dass du dir die Zeit gibst die du benötigst. Eventuell kannst du mit Vitamin C, Echinacea oder anderen Mitteln aus der Naturheilkunde nachhelfen.
Übrigens: Im YOGAWORLD JOURNAL 05/2025 haben wir uns ebenfalls mit dem Immunsystem beschäftigt. Wie oben schon angedeutet, haben achtsame Selbstfürsorge und eine innere Haltung einen weiteren, nicht unbeachtlichen Einfluss auf unser Immunsystem. Hier kannst du dir das Heft bestellen, um mehr darüber zu erfahren:
Stress, Hektik, volle Terminkalender – manchmal sehnt man sich nur danach, einfach loszulassen, zu entspannen und wieder bei sich selbst anzukommen. Für Olivia Leicht war genau das der Wendepunkt in ihrem Leben: Nach Jahren in der Immobilienbranche fand sie über Yoga, Energiearbeit und schließlich Sound Healing zu ihrer wahren Berufung. Heute teilt sie ihre Leidenschaft für Klang und Kristallklangschalen in Workshops und Ausbildungen und zeigt, wie Musik Körper, Geist und Seele in Einklang bringen kann.
Yoga, Energiearbeit, Klang – das ist Olivia Leichts Welt. Nach Jahren in der Immobilienbranche fand sie über Yoga zum Sound Healing. Wir sprechen mit ihr über ihren Weg, ihre Leidenschaft und ihr Ausbildungsprogramm – und sie erzählt von den Momenten, die alles verändert haben.
YogaWorld: Olivia, dein Weg klingt unglaublich spannend. Wann war der Augenblick, an dem wusstest: „Ich muss etwas ändern“?
Olivia: Eigentlich waren es mehrere kleine Schlüsselmomente. Ich war beruflich und privat in einer extrem stressigen Phase, und dann kam auch noch die COVID-Pandemie. Ich erinnere mich genau: Ich saß zu Hause, erschöpft, und entdeckte auf einer amerikanischen Yoga-Plattform Sound Healing. Kaum zu glauben – innerhalb weniger Minuten konnte mein Körper alles loslassen: Anspannung, Sorgen, Ängste. Meine Gedanken wurden ruhig, meine Emotionen leicht. Ich dachte nur: „Moment mal, das geht wirklich?“ Es fühlte sich an wie ein kleines Wunder.
YogaWorld: Und das hat den Ausschlag gegeben, beruflich etwas Neues zu machen?
Olivia: Ja! Ich war gerade in einer Health-Coach-Ausbildung, hatte aber schon zehn Jahre Yoga unterrichtet und viele Coaching- und Energiearbeit-Ausbildungen hinter mir. Sound Healing war das fehlende Puzzlestück, das alles zusammenbrachte. Und plötzlich war klar: „Das ist meine Arbeit. Das will ich mit der Welt teilen.“
Yoga, Klang und die Magie des Loslassens
YogaWorld: Du unterrichtest seit über zehn Jahren Yoga. Was fasziniert dich daran bis heute?
Olivia: Yoga ist für mich Lebensstil. Ich starte fast jeden Morgen mit Yoga, selbst nur kurz. Diese bewusste Bewegung mit Atem und Intention bringt Kopf und Körper in Einklang, erdet mich, gleicht die Energien aus. Vor allem, wenn man selbst unterrichtet, ist es so wichtig, zuerst auf sich selbst zu achten – das spüren die Menschen.
YogaWorld: Und wie kam Sound Healing dazu?
Olivia: Yin und Restorative Yoga führen Körper und Geist in tiefe Entspannung – genau der perfekte Zustand für Klang. Kristallklangschalen helfen, aus dem Kopf ins Herz zu kommen, innere Ruhe zu finden, die eigene Intuition zu hören. Das Schönste: Man muss nichts tun, darf einfach sein – und es wird für einen getan. Viele meiner Teilnehmer*innen berichten nach einer Session, dass sie sich gelöst, leicht und gleichzeitig klar fühlen, fast wie nach einem tiefen, erholsamen Schlaf.
Ich erinnere mich an eine Frau, die nach der ersten Session Tränen in den Augen hatte. Sie sagte: „Ich wusste gar nicht, dass ich mich so fühlen kann.“ Das sind die Momente, die mir zeigen, dass das, was ich tue, wirklich berührt.
Und das ist auch der Grund, warum ich heute ausschließlich Sound Healing anbiete. Manchmal buchen mich Yoga Studios für die Kombination von Yin – beziehungsweise Restorative Yoga und Klang, was ich zu besonderen Events auch gerne unterrichte … Aber immer in Zusammenhang mit Sound. Da liegt ganz klar mein Fokus drauf.
STUDIO O – eine Oase mitten in Karlsruhe
YogaWorld: 2024 hast du das STUDIO O eröffnet. Was macht diesen Ort so besonders?
Olivia: Das STUDIO O ist mein Herzensprojekt. Eine Oase der Ruhe mitten in der Stadt. Dicke Liegekissen, große Kristalle, Kristallklangschalen – alles ist vorbereitet, damit die Menschen einfach sein können.
„Ich liebe es, wenn Teilnehmer*innen nach einer Session aufstehen und ihre Augen leuchten. Manche sagen: „Es ist, als hätte ich die Welt draußen gelassen und bin endlich bei mir angekommen.“ Hier finden Workshops, Sound Healing Sessions, Meditationen, Cacao-Zeremonien und meine Sound Healing Ausbildungen statt. Es ist ein Ort, an dem Menschen wieder zu sich selbst finden.
Die 30h Sound Meditation Ausbildung – Praxis trifft Herz
YogaWorld: Was erwartet die Teilnehmer*innen deiner Ausbildung?
Olivia: Die Ausbildung ist praxisnah und transformierend, mit einem Mix aus Theorie, Praxis und Coaching. Sie besteht aus zwei Teilen: Einem zweitägiges Live-Wochenende im STUDIO O mit Musiktheorie, Spielen der Bowls und vielen Praxisübungen. Dann gibt es die Embodiement Calls: Hier geht es um Online-Coaching, individuelle Unterstützung und Fragen zu beantworten und darum, die Umsetzung zu begleiten.
Ich arbeite bewusst in kleinen Gruppen von maximal sechs Teilnehmer*innen. So kann ich individuell begleiten, jeder bekommt genau das Feedback, das er oder sie braucht. Vorkenntnisse sind nicht nötig – alles, was man für den Start braucht, wird vermittelt.
„Ich bin immer noch ganz beseelt vom Wochenende. Olivia hat so viel Wissen vermittelt und die kleine Gruppe war perfekt. Ich fange jetzt an, dieses Wissen in meine Arbeit zu integrieren.“ — Judith Harsch
„Das Sound Bowl Intensive Workshop war fantastisch. Olivia geht auf jeden ein, die Bowls sind hochwertig und die Erfahrung unvergesslich.“ — Petra Punthöler
Olivia: Es ist so schön zu sehen, wie Menschen nach der Ausbildung ihre ersten eigenen Sessions geben – mit Freude, Klarheit und Selbstvertrauen. Manche berichten, dass sie ihre Arbeit komplett neu erleben, weil Klang alles verändert.
Für wen ist die Ausbildung geeignet?
Olivia: Für Yogalehrer*innen, Coaches, Therapeut*innen – aber auch für alle, die Klang für sich selbst entdecken wollen. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Es geht um Offenheit und das Herz, etwas Neues zu lernen. Jede*r nimmt etwas Eigenes mit: ein berufliches Standbein, ein Tool für die eigene Arbeit oder ein tiefes Geschenk für die eigene Praxis.
YogaWorld: Was würdest du jemandem sagen, der noch zögert?
Olivia: Wenn du diesen Ruf in dir spürst, vertraue deinem Herzen. Geh den Weg – und du wirst sehen, wie viel Leichtigkeit, Freude und Ruhe möglich ist. Ich sehe es so oft: Menschen kommen mit Zweifeln, und nach der ersten Session strahlen ihre Augen, ihr Herz ist offen, und sie fühlen sich verbunden – mit sich selbst, mit etwas Größerem, einfach mit dem Leben.
30h Sound Meditation Ausbildung – Alles auf einen Blick
Dauer: 30 Stunden | Teilnehmer:innen: max. 6 pro Gruppe | Vorkenntnisse: keine nötig
Aufbau:
Zweitägiges Live-Wochenende im STUDIO O, Karlsruhe
Musiktheorie & Klangwissen
Spielen der Kristallklangschalen (manuell & energetisch)
Eigene Sound Meditationen entwickeln & ausprobieren
Praxisübungen mit individuellem Feedback
Drei Monate Embodiement Calls (Online)
Begleitung bei der Umsetzung eigener Sessions
Fragen & Feedback in der Gruppe
Motivation & Sicherheit für den Start als Sound Healer
Module:
Sound Healing als moderne „Medizin“ – Wirkung von Klang auf Körper, Geist & Seele
Playing Bowls 2.0 – Technik & energetisches Spiel
Sound Meditationen gestalten & geben – eigene Sessions kreieren
Finde Deine Essenz – persönliche Ausdruckskraft & Energie entdecken
Kultiviere Deine Energie – eigene Schwingung bewusst einsetzen
Besonderheiten:
Original Alchemy Crystal Singing Bowls von höchster Qualität
Kleine Gruppen für persönliche Betreuung
Praxisnah & transformierend
Zertifikat & direkte Umsetzung eigener Sessions
Geeignet für:
Yogalehrer*innen, Coaches, Therapeut*innen
Menschen, die Klang für sich selbst entdecken wollen
Wenn du bereit bist, Klang in dein Leben oder deine Arbeit zu integrieren, ist jetzt der Moment, deinem Herzen zu folgen. Tauche ein in die Welt von Sound Healing mit Olivia Leicht und werde selbst Sound Healer – praxisnah, persönlich und transformierend.
Mit diesen Übungen für den Core kräftigst und stabilisiert du effektiv deine gesamte Rumpfmuskulatur. Dabei übst du, anders als bei den meisten Core-Sequenzen, ganz bewusst im Stehen, denn hier geht es nicht um einen gut definierten Waschbrettbauch, sondern um funktionellen Halt und dynamische Kontrolle in vielen Alltagsbewegungen.
Übungen: Lizzie Lasater und Mary Richards / Fotos: Dani Gruber
Core vs. Bauch
Der sogenannte „Core“ wird häufig missverstanden, als eine Umschreibung der Bauchmuskeln, dabei umfasst er „360 Grad„: von den geraden Bauchmuskeln an der Vorderseite, über die schrägen und quer verlaufenden an der Seite bis zu den Lenden und Gesäßmuskeln an der Rückseite des Rumpfs.
SO ÜBST DU
· Bewege dich langsam und lass alle Bewegungen von innen nach außen entstehen.
· Spüre genau hin. Nimm dabei wahr, wo innerhalb eines Bewegungsbogens du nachlässt oder dich „durchmogelst“.
· Setze dich der Anstrengung bewusst aus und steigere allmählich die Zeiten unter Spannung.
· Höre dabei immer auf die Signale deines Körpers und überschreite nicht deine Grenzen.
· Um deinen Core wirkungsvoll zu kräftigen, solltest du regelmäßig, mindestens einmal pro Woche üben. Dazu kannst du die Sequenz einzeln üben oder als Warm-up für deine Asana-Praxis einsetzen.
Die Somatic Strength Core-Sequenz
1. Katze-Kuh in der Hocke
Darum geht’s: Hier arbeiten die Bauchmuskeln im Verbund mit Beckenboden, Rücken, Oberschenkeln und Gesäß. So aktivierst und kräftigst du einen Großteil der Muskulatur, die den Rumpf stützt und bewegt.
So geht’s: Richte in einem stabilen, hüftbreiten Stand deine zweiten Zehen gerade nach vorne aus, beuge die Knie in eine Hocke und stütze die Hände oberhalb der Knie auf. Dann beginnst du, ausatmend deine Körperrückseite zu runden. Dabei senkst du den Kopf und ziehst das Steißbein nach vorn. Einatmend hebst du Kopf und Steißbein wieder und ziehst die Körpervorderseite lang. Versuche, die Bewegungen von Beckenboden aus zu initialisieren:Mit ihm ziehst du dein Becken ausatmend nach vorn und schiebst es einatmend nach hinten. Dabei drückst du deine inneren Organe abwechselnd fest zusammen und dehnst sie wieder aus.
8–10 Wiederholungen
2. Dynamisches Ardha Uttanasana
Darum geht’s: Bei dieser yogischen Variante des klassischen Kreuzhebens mit Gewichten wirken keine Scherkräfte auf die Bandscheiben, dennoch werden insbesondere der untere Rücken und die Gesäßmuskeln wirkungsvoll gekräftigt – beides integrale Bestandteile der Rumpfmuskulatur.
So geht’s: Richte auch hier den Stand hüftbreit ein, die zweiten Zehen zeigen nach vorn, die Basis liegt zwischen dem zweiten und dritten Zeh. Lege die Hände bequem an die Hüften und richte dich zu deiner vollen Größe auf, indem du die Rippen von der Taille aus nach oben ziehst. Beuge die Knie ein wenig, aber nicht zu viel, bevor du nun mit einer Ausatmung den gestreckten Oberkörper in die Waagerechte bringst. Dabei streckst du den Po nach hinten und hebst das Steißbein etwas. Einatmend hebst du den Oberkörper wieder in die Senkrechte. Führe die Bewegung langsam und kontrolliert und achte darauf, die Organe in der Vorwärtsbeuge nicht „sacken“ zu lassen, sondern sie aktiv im Bauch zu halten.
8-10 Wiederholungen
3. Raupe und Brett
Darum geht’s: In dieser komplexen Bewegungsabfolge müssen alle Bestandteile des Cores miteinander arbeiten – und zwar in äußerst funktioneller Weise. Das ist wichtig, denn stabil ausgeführte Vorwärtsbeugen begleiten uns überall im Alltag.
So geht’s: Stelle dich ans hintere Mattenende und beuge dich mit einer Ausatmung von den Hüftgelenken ausgehend nach vorn. Lege die Fingerspitzen auf den Boden und beuge dazu die Knie so weit, wie nötig. Wandere nun in der Einatmung mit den Händen nach vorn bis in die Brettposition: Rumpf und Beine bilden eine gestreckte Linie. Halte das Brett stabil mindestens einen Atemzug lang, bevor du ausatmend wieder mit den Händen zurück zu den Füßen wanderst. Mit der nächsten Einatmung richtest du dich wieder auf. Auch dabei bewegst du dich von den Hüftgelenken aus, hältst den Oberkörper möglichst lang und beugst die Beine so weit wie nötig. Die Arme kannst du in der Ausgangsposition hängen lassen oder du hebst sie und bewegst sie in Vorwärtsbeuge und Aufrichtung in Verlängerung des Oberkörpers. Beides macht die Übung deutlich anspruchsvoller.
4–8 Wiederholungen
4. Heldenhaltung 1 mit dynamischer Drehung
Darum geht’s: Auch in dieser Abfolge geht es weniger darum, allein die Bauchmuskeln anzufeuern, sondern die gesamte Rumpfmuskulatur in ihrem Zusammenspiel zu aktivieren. Anstatt also nur einzelne Muskeln zu kräftigen, verbesserst du auch Koordination und Geschmeidigkeit in vielen Bewegungen und findest müheloser zu einer harmonischen Aufrichtung.
So geht’s: Setze am vorderen Mattenrand stehend zunächst den rechten Fuß nach hinten in einen weiten Ausfallschritt. Dabei bleibst du auf dem Ballen stehen und drehst den Fuß nicht wie sonst in der Heldenhaltung. Hebe die Arme einatmend zu den Seiten bis auf Schulterhöhe und drehe in der nächsten Ausatmung den Oberkörper zum vorderen Bein. Bleibe einen Atemzug lang stabil in dieser Haltung. Dann löst du die Drehung mit einer Einatmung wieder und ziehst dein hinteres Bein kraftvoll nach vorn in Tadasana. Von dort aus wiederholst du die Abfolge mit dem linken Fuß beginnend. Um noch etwas mehr in die Kraft zu kommen, kannst du ein Gummiband verwenden, dass du in der Drehung zwischen deine Hände spannst.
3–6 Wiederholungen auf jeder Seite
5. Beinheben im Stehen
Darum geht’s: Diese Bewegung steckt im Ansatz in jedem einzelnen Schritt, den du machst. Sie aktiviert vor allem die Hüftbeuger, was bei vielen Beschwerden in Hüften und unterem Rücken entlastend wirkt, denn Aktivierung erleichtert danach auch die Entspannung der Muskeln. Gleichzeitig verbessert das Balancieren die stabilisierenden Kraft des Core.
So geht’s: Lege im Stand die Hände an die Hüften. Verlagere dein Gewicht auf den rechten Fuß und hebe dann das linke Bein langsam und kontrolliert, so weit es geht. Halte das Bein dabei so gestreckt, wie es möglich ist, ohne dass sich der Rücken rundet. Bleibe einen Moment lang stabil in der Position, dann senkst du das Bein wieder in die Ausgangsstellung. Wiederhole die Übung auf derselben Seite noch einige Male, bevor du zum anderen Bein wechselst. Achte darauf, auch den Bauch in der Bewegung zu festigen und den Nabel etwas nach innen und oben zu ziehen. Wenn es zu wackelig wird, kannst du dich seitlich mit der Hand an einer Wand abstützen.
8–10 Wiederholungen auf jeder Seite
6. Seitbeuge im Stehen
Darum geht’s: In den Seitbeugen beginnen wir, die zuvor aktivierte Rumpfmuskulatur an den Flanken wieder zu dehnen. Dabei berücksichtigen wir die natürliche Asymmetrie des Körpers und gleichen sie etwas aus.
So geht’s: Hebe aus dem Stand mit einer Einatmung beide Arme. Wenn du Rechtshänderin bist, greifst du nun mit der rechten Hand um das linke Handgelenk und beugst dich ausatmend nach rechts. Entsprechend beugst du dich als Linkshänderin zuerst nach links. Drehe dabei die Brust ein klein wenig – nicht zu viel – nach oben. Bleibe bis zu 3 Atemzüge lang in der Haltung, dann richtest du dich einatmend wieder auf und wechselst zur zweiten Seite. Wichtig: Beuge dich doppelt so oft oder doppelt so lange zu deiner dominanten Seite, denn die dabei gedehnte Flanke ist in der Regel etwas verkürzt.
2–3 Wiederholungen auf jeder Seite
7. Berghaltung mit Herzöffnung
Darum geht’s: In der abschließenden Übung dehnen wir die Muskulatur an der Vorderseite und schaffen Raum zwischen den Rippen.
So geht’s: Verschränke die Hände mit einer Ausatmung hinter dem Rücken oder verwende einen Gurt. Schiebe die Knöchel deiner Finger nach unten und ziehe die Rippen von der Taille weg nach oben, dann weitest du die Herzgegend einatmend in eine sanfte Rückbeuge. Lenke die Energie durch die Hände nach unten, während du gleichzeitig kraftvoll die Flanken streckst und das Brustbein hebst. Stell dir vor, wie du dabei die unteren hinteren Rippen abhebst und dich über diese Stütze hinweg nach hinten rollst. Ausatmend kehrst du wieder zurück in die Berghaltung, also den aufrechten Stand. Beim Wiederholen der Übung verschränkst du die Finger mit dem anderen Daumen vorn.
2–3 Wiederholungen
Mary Richards arbeitet seit über 20 Jahren als Yogalehrerin und -therapeutin. Sie gilt international als eine der führenden Expertinnen für Yogatherapie und lebt mit ihrem Mann in Virginia. yogawithmaryrichards.com
Auf den Fotos siehst du die Yogalehrerin Lizzie Lasater. Geboren in San Francisco lebt sie heute mit Mann und Zwillingen in Salzburg. lizzielasater.com
Lust auf mehr? Im ersten Teil dieser Reihe haben Lizzie und Mary die Prinzipien des Somatic Strength Training erklärt und Übungen für den unteren Rücken gezeigt:
Der Energieausblick September 2025hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, innezuhalten, Klarheit zu gewinnen und Haltung zu finden, bevor wir weitergehen. Der Oktober baut genau darauf auf: Jetzt darfst du aufstehen, deine Kraft zurückholen und sehen, dass dein Feld schon reif ist. In unserer neuen Artikelreihe gibt euch Medium Kristina Sacken, die eng mit der geistigen Welt verbunden ist, regelmäßig einen Energieausblick für den jeweils kommenden Monat. Dabei channelt sie extra für unsere YogaWorld Community …
Der Oktober 2025 bringt eine Wende. Wochenlang war es, als würden wir uns durch hohes Korn kämpfen – mühsam, schweißnass, manchmal fast orientierungslos. Viele von uns waren erschöpft, ohne Werkzeug, manche fühlten sich zurückgelassen. Und dann, ganz plötzlich, trittst du aus diesem Feld heraus und siehst: Es ist schon gemäht. Der Boden ist bereitet andere sind dir entgegengekommen, und während du noch glaubtest, nichts hätte geklappt, erkennst du jetzt: Viel mehr ist getan, als du dachtest. Dein Feld blüht, und du darfst staunend begreifen, dass die Mühe der letzten Wochen nicht umsonst war.
Der Oktober bringt Erleichterung
In dieser Energie des Oktobers liegt eine tiefe Erleichterung. Wir sehen plötzlich, dass nicht nur das Schwere, das Problematische, das uns beschäftigt hat, unser Leben bestimmt. Vielmehr ist da ein viel größerer Teil, der funktioniert, der trägt, der wächst. Das zeigt dir die geistige Welt in aller Deutlichkeit: Was du gesät hast, trägt Früchte, auch wenn du es im Moment der Anstrengung nicht sehen konntest. Dieses Bewusstsein bringt eine Welle der Erleichterung, vergleichbar mit dem Moment, in dem Sportler nach harter Anstrengung und Druck ihre Medaille gewinnen und die Tränen kommen, weil der Druck abfällt. Genau diese Mischung aus Erschöpfung, Rührung und Dankbarkeit prägt die erste Phase dieses Monats.
Jetzt findest du „deine“ Menschen
Doch damit endet es nicht. Der Oktober führt dich auch in einen Kreis von Menschen, die auf derselben Frequenz schwingen. Du erlebst, wie Resonanz entsteht, nicht durch Worte, sondern durch Haltung. Es geht nicht mehr darum, andere mit Argumenten zu überzeugen, sondern darum, in deiner Klarheit zu stehen und dich mit Menschen zu verbinden, die genau dieses JA spüren. Anerkennung, Lob und gegenseitige Wertschätzung sind jetzt wichtiger denn je. Du darfst dir erlauben, diesen Kreis zu genießen, in dem ihr euch gegenseitig bestärkt und tragt. Diese Resonanz ist ein Schlüssel für deine Kraft im Oktober.
Und dann kommt ein noch stärkeres Bild: Ein Traktor fährt über dein Feld, riesig, voller Kraft und Stärke – und du selbst sitzt darauf. Dein größeres Selbst begegnet dir, und du erkennst, was wirklich in dir steckt. Diese Symbolik steht für deine Umsetzungskraft, dein Selbstbewusstsein, deine Stärke. Nach der Erschöpfung der letzten Wochen erinnert dich der Oktober an deine Größe. Du siehst deine besten Seiten, du spürst, was du schon geschaffen hast, und du erkennst, dass du wieder gestalten kannst – nicht aus Druck, sondern aus Würde.
Das großen Ganze sehen
Der Oktober ist ein Monat der Vollendung. Der Storch als Krafttier begleitet dich und zeigt: Das, was du im Jahr gesät hast, ist fruchtbar geworden. Es gibt nichts zu überstürzen, nichts zu beweisen. Du schaust auf dein Feld und siehst beide Seiten: das, was schwer war, und das, was gelungen ist. Alles gehört dazu. Frieden entsteht, weil du erkennst, dass auch das Unvollkommene Teil deines Weges ist.
In dieser Bewegung ist es entscheidend, dich jeden Tag neu zu erden und auszurichten. Hier ist die tägliche Morgenmeditation ein wirkungsvoller Anker. Gerade in Übergangszeiten, wenn Erschöpfung und Aufbruch so nah beieinanderliegen, schenkt sie dir Ruhe, Fokus und innere Kraft. In nur 15 Minuten bekommst du eine klare Ausrichtung auf die Tagesenergie, ein gestärktes Energiefeld und die Erinnerung daran, dass du auf deinem Feld stehst und deine Wahrheit lebst.
Damit du diese Qualität im Oktober bewusst erleben kannst, lade ich dich ein, die Morgenmeditation 2 Wochen kostenfrei auszuprobieren. Es ist mein Geschenk an dich, damit du dich getragen, verbunden und klar durch diesen Monat bewegen kannst.
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Der Energieausblick September 2025 hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, innezuhalten, Klarheit zu gewinnen und Haltung zu finden, bevor wir weitergehen. Der Oktober baut genau darauf auf: Jetzt darfst du aufstehen, deine Kraft zurückholen und sehen, dass dein Feld schon reif ist. Was im September innerlich vorbereitet wurde, trägt im Oktober Früchte. Es ist die Bewegung vom Orientieren ins Gehen, vom inneren Sortieren ins verkörperte Handeln. Vertraue darauf: Deine Haltung ist dein Fundament, deine Klarheit dein Kompass – und deine Kraft wird dich bis zum Jahresende tragen.
Mit Herz und Verstand – Kristinas Podcast
In meinem Podcast Mit Herz und Verstand findest du jede Woche:
Aktuelle kollektive Energie-Updates
Channelings aus der geistigen Welt
Praktische Tipps für die Integration medialer Impulse im Alltag
Kristina Sacken ist Medium, Juristin und Gründerin der Kristina Sacken Akademie. Sie begleitet vor allem Frauen in Umbruchsphasen dabei, ihre Medialität zu entdecken und als innere Kraftquelle im Alltag zu nutzen. Mit klarer, ruhiger Präsenz verbindet sie spirituelle Tiefe mit einem strukturierten, alltagstauglichen Ansatz. Neben Ausbildungen und Retreats bietet sie eine tägliche Morgenmeditation an und teilt in ihrem Podcast Mit Herz und Verstand aktuelle Energien und Botschaften aus der geistigen Welt.
Im neuen YOGAWORLD JOURNAL 05/2025 ist Kristina unsere „Woman in Business“. In diesem Porträt erfährst du noch mehr über Kristinas Werdegang und ihre Arbeit:
Hast du schon einmal nach einer Art und Weise gesucht, um Blumenkohl ganz zu verarbeiten? Denn schließlich wollen wir alle gegen die Lebensmittelverschwendung vorgehen. Allerdings fehlt dafür oft das Wissen, welche Teile man jetzt konkret von einer Pflanze verwenden kann. Von der Wurzel bis zum Stängel ist deshalb eine besonders nachhaltige Kochart. Heute für dich: Blumenkohlsteaks. Dieses leckere Herbstgericht ist schnell zubereitet, schmeckt köstlich und ist dazu noch vegan.
Rezept: Tara Duggan / Foto: Sara Remington
Zutaten
Für 2 Personen:
2 EL Olivenöl zum Anbraten
2 Knoblauchzehen, besonders fein geschnitten
1⁄4 TL Chiliflocken
1⁄2 Blumenkohl, in 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten
Blumenkohl-Blätter, gewaschen und erstmal beiseite gelegt
Salz
1 Tasse Kirschtomaten, halbiert
2 EL Kapern, abgetropft
1 EL gehackte glatte Petersilie (Menge nach Belieben)
Zubereitung der Blumenkohlsteaks
Erhitze zuerst das Olivenöl – am besten in einer großen gusseisernen Pfanne bei mittlerer Hitze.
Schwenke Knoblauch und Chiliflocken darin, bis sie beginnen zu duften.
Lege dann die Blumenkohlscheiben nebeneinander in die Pfanne, sodass sie gleichmäßig den Boden berühren. Würze die Scheiben nun mit Salz und brate sie auf mittlerer Flamme etwa 8 Minuten, bis sie knusprig braun sind. Dann wenden und auch die Rückseite 8–10 Minuten braten.
In den letzten paar Minuten gibst du die Kirschtomaten, die Kapern und die Blumenkohlblätter in die Pfanne dazu und brätst sie solange mit, bis sie weich werden. Währenddessen hackst du die Petersilie.
Am Ende toppe dein Gemüse mit der gehackten Petersilie. Als Beilage eignet sich gut Kartoffelbrei oder Kartoffelspalten aus dem Ofen.
Die Kapern geben dem Gericht seinen einzigartigen Geschmack. Sie sind aber die Zutat, die du am leichtesten weglassen kannst. Oder falls du keine Kapern magst, füge vielleicht lieber ein paar Oliven oder geröstete Kerne als Topping hinzu.
Guten Appetit!
Die Autorin Tara Duggan hat unter dem Titel „Root-to-Stalk-Cooking“ (2013) ein Buch mit vielen weiteren Rezepten veröffentlicht. Koche auch du Von der Wurzel bis zum Stängel und lass dich von ihr inspirieren.
Die Freiheit der Frauen: Das ist ein großes Lebensthema der Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Karoline Herfurth, das sich auch in ihren Filmen widerspiegelt. Im Videochat sprachen wir mit ihr über vermeintliche Körperideale, Sexualität und die Kraft der Gemeinschaft …
Interview: Carmen Schnitzer / Titelbild: Anne Wilk
Ihr Film „Wunderschön“ beschäftigte wsich mit Körperidealen und Schlankheitswahn aus der Perspektive von fünf sehr unterschiedlichen Frauen. 2025 kam der zweite Teil in die Kinos: „Wunderschöner“. Woher kam das Bedürfnis, die Geschichten weiterzuerzählen?
Ehrlich gesagt war dieses Bedürfnis zunächst gar nicht da. Wir haben doch alles erzählt, dachte ich. Dann aber war die Resonanz auf den Film sehr berührend, wir haben gemerkt, wie viele Menschen sich darin so abgeholt und gesehen gefühlt haben. So wuchs die Motivation, die Geschichten von Sonja, Julie, Leyla, Vicky und Frauke weiterzuentwickeln. Gleichzeitig hatten wir das Gefühl, dass beim Thema Körperdruck in den letzten Jahren auch gesellschaftlich einiges passiert ist, das wir mit aufnehmen wollten. Wir haben diesmal den Fokus etwas anders gesetzt.
Ein bisschen weg von der Schönheit hin zur Sexyness …
So ungefähr. Im ersten Teil war die große Frage: Was können Frauen tun, um weniger Zeit in den Körperdruck zu investieren, dafür mehr in sich selbst, die eigenen Wünsche und Ziele, die eigene Kraft, ihr Können. Diesmal beschäftigte uns die Frage: Warum landet der Fokus eigentlich immer wieder und mit solcher Brutalität überhaupt auf Frauenkörpern? Was ist das System dahinter, was der Ursprung – und warum ist es immer die Aufgabe von Frauen, diesbezüglich Lösungen zu finden? Schönheitsideale haben viel mit Sexysein und Fuckibilitiy zu tun. Aber was ist das eigentlich, für wen und warum? Man landet dann recht schnell beim Thema Sexualität. Das zu untersuchen, fanden wir spannend. Auch die Frage: Was hat Sexualität mit Freiheit zu tun? Das spitzt sich dann besonders in dem neuen Erzählstrang zu, in dem es um Prostitution geht …
Unter anderem wegen dieses Strangs habe ich den zweiten Film als irgendwie dunkler empfunden als den ersten. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob „dunkler“ das richtige Wort ist …
Schmerzhafter vielleicht. Das bringt die Thematik sicher mit sich. Auf der anderen Seite ist es mir sehr wichtig, dass man mit Hoffnung und einem kraftvollen Blick ins Leben aus dem Film gehen kann.
Das ist durchaus gelungen, finde ich.
Das freut mich. Ich finde im Leben liegen die schmerzhaften und schönen Dinge manchmal nah nebeneinander und ich glaube fest daran, dass man sich zusammenschließen kann, dass man gemeinsam noch mal eine ganz andere Kraft entwickeln kann als alleine und dass man so eben auch Türen öffnet für eine gute Sicht auf die Dinge. Ich glaube total daran, dass wir Menschen die Welt besser machen können, dass wir eigentlich alle gut zusammenleben wollen – und dass es beim Geschichten-Erzählen eben auch darum geht, diese optimistische Perspektive zu integrieren.
Filmstill aus „Wunderschöner“
Hauptsache sexy? Im Mittelpunkt von Karoline Herfurths aktuellem Film „Wunderschöner“ stehen sechs Frauen unterschiedlichen Alters und in unterschiedlichen Lebensumständen, die ihren Selbstwert nicht mehr an diesem Anspruch ausrichten wollen.
Den Film gibt es derzeit unter anderem bei Prime Video, Apple TV und Magenta TV im Stream.Hier geht es zum Trailer.
Filmstill aus „Wunderschöner“
Dabei spielt auch das Thema Verzeihen eine große Rolle, nicht wahr? Inwiefern können wir anderen verzeihen? Inwiefern uns selbst?
Im Film geht es zum Beispiel bei Milan und Sonja sicher auch darum, in dem ganzen Alltagswahnsinn und dem Druck, dem Eltern ausgesetzt sind, den liebevollen Blick füreinander nicht zu verlieren. Das hat sicher mit Verzeihen zu tun, aber auch mal mit einem Perspektivenwechsel. Was schafft der andere alles, was schaffen wir gemeinsam, wo geben wir uns etwas? Der Blick dafür geht im Alltag schnell mal unter.
Schwieriger wird Verzeihen bei dem Paar, bei dem der Mann zu einer sehr jungen Zwangsprostituierten geht …
Und wir lassen bewusst offen, ob das Verzeihen hier gelingt. Wir erzählen die Geschichte eines Mannes, dem die volle Dimension seines Handelns selbst erst bewusst wird – und was er ändern kann, damit seine Familie ihm eventuell verzeiht. Das wird einem ja in der Regel nicht einfach so geschenkt.
Ich halte es ja für sinnvoll, bei feministischen Themen die Männer mit ins Boot zu holen. Wie sehen Sie das?
Nun ja, Feminismus heißt ja zunächst mal einfach, jeden Menschen mit den gleichen Rechten ausstatten zu wollen – auch in Deutschland sind wir ja von Gleichberechtigung noch weit weg. Beziehungsweise in vielen Bereichen weiter weg, als wir denken. Das hat viel mit Prägung zu tun. Ich glaube, dafür ein Bewusstsein zu schaffen, ist ein erster Schritt, damit sich wirklich etwas ändern kann – und das ist für alle Menschen wichtig, denn sicher leiden auch Männer unter einem ungleichen System und könnten von mehr Freiheit und tatsächlicher Gleichberechtigung profitieren. Ich glaube fest daran, dass Augenhöhe der Weg zu einem schöneren, kraftvolleren Zusammenleben ist.
Das hoffe ich auch. Erstaunlicherweise scheint ja immer noch der Mann der „Norm-Mensch“ zu sein und die Frau die Abweichung davon. Es gibt zum Beispiel Kleidung – und es gibt „Frauenkleidung“. Als Frau kannst du problemlos im Hosenanzug auf die Straße gehen, als Mann im Blümchenkleid wirst du schief angeguckt …
Und das zieht sich durch die Gesellschaft. Der Standard, an dem sie sich ausrichtet, ist der männliche, auch bei alltäglichen Dingen wie Arbeitszeiten, dem Arbeitsrhythmus, der Gestaltung von öffentlichen Bereichen … Das aufzubrechen, verschiedenste Lebensrealitäten auch ins öffentliche Bild und in den Standard mit zu integrieren, das ist es, glaube ich, was uns weiter nach vorne bringt und was die Aufgabe der Zukunft ist.
Da stimme ich zu. Das Thema „nach vorne bringen“ bedeutet ja auch „etwas besser machen“. Die Frage, inwieweit das Streben nach einem „Besser“ in Bezug auf uns selbst sinnvoll ist, war auch ein Ausgangspunkt für diese Ausgabe: Ab wann kippt es hin zu einem ungesunden Selbstoptimierungswahn?
Ich glaube, der zentrale Punkt ist hierbei Wahrhaftigkeit. Sich selbst kennen, gesund leben wollen etc. sind ja erst mal gute Dinge. Die Frage ist: Geht es wirklich um mich oder um die Abdeckung einer bestimmten gesellschaftlichen Erwartung? Ich empfinde es als eine große Kunst, mir selbst so nah zu kommen, dass ich zum Beispiel merke, welche Bewegung mein Körper tatsächlich braucht, welche Ernährung, welchen Schlafrhythmus … Und zwar unabhängig von sozialen Anforderungen, Schönheitsidealen etc. Da gilt es, die Balance zu finden und zu erkennen, wann man sich von sich selbst entfremdet.
Filmstill aus „Wunderschöner“: In „Wunderschöner“ muss sich Mutter Sonja (Karoline Herfurth) neu orientieren.
Balance – das ist auch ein großes Yogathema …
Und ganz bestimmt kann Yoga helfen, den eigenen Rhythmus kennenzulernen, in einen Gleichklang und eine innerliche Aufgeräumtheit zu kommen. Und eben diese Fragen zu beantworten: Bin ich das? Macht mich das kraftvoll? Erfüllt es mich wirklich? Oder ist es eine Pflicht und ein Erfüllen von äußeren Anforderungen, die mir gar nicht entsprechen? Diese Unterscheidung kann nur jeder und jede für sich selbst treffen.
Was teilweise sauschwierig ist.
Auf jeden Fall! Allein schon, weil wir permanent umgeben sind von äußeren Anforderungen, von Körperbildern etc. … Es wird einfach so viel Geld damit verdient, mit der Diskrepanz zwischen einem vermeintlichen Ideal und der tatsächlichen Form von Menschen und Körpern. Das Bild, was wir im öffentlichen Raum wahrnehmen und das, was wir im Spiegel sehen, das ist so weit voneinander entfernt … Wir sind umgeben von einem permanenten Druck, einem permanenten Imperativ und einem falschen Versprechen: So sollst du aussehen, dann klappt’s auch mit dem Glücklichsein!
Was mir in Sachen Körperbilder viel Druck genommen hat, sind, so banal es klingen mag, Saunabesuche oder FKK.
Oh ja, oder überhaupt einfach ein Badesee! Das ist das Schönste, denn da siehst du einfach Menschen mit den unterschiedlichsten Körpern und merkst, dass wir alle nicht so aussehen wie auf Plakaten, auf Social-Media-Posts oder auch in den meisten Filmen. Wir sind es ja zum Beispiel auch gar nicht mehr gewohnt, dass Frauen normal altern und etwa Falten bekommen. Halle Berry macht sich aktuell dafür stark, dass älteren Frauen im Film mehr Beachtung geschenkt wird. Dann gibt es da noch Pamela Anderson, die Schlagzeilen macht, weil sie ungeschminkt über rote Teppiche spaziert – für Männer schon immer eine Selbstverständlichkeit!
„Die Hitze der Diskussion zeigt, dass etwas im Wandel ist. Da geht es um mehr als Körperbilder. Es geht darum, dass Frauen machtvoll und frei sein können.“
Und dann gibt’s wieder Anfeindungen, weil Halle Berry und Pamela Anderson ja trotzdem so attraktiv und „normschön“ aussehen …
Gut – dass Frauen es eh nur falsch machen können, ist ja ein alter Hut.
Sehen Sie dennoch Fortschritte in den letzten Jahren? Oder vielleicht eher das Gegenteil?
Ich glaube, dass Körperdruck und weibliche Sexualität unglaublich viel mit einer tatsächlichen Freiheit von Frauen zu tun haben. Und das ist, glaube ich, eine Wellen bewegung. Das Bewusstsein über diese Thematik wird immer größer, habe ich das Gefühl – aber dadurch gibt es auch immer mehr Widerstand. Das Patriarchat schlägt zurück, heißt es, und da ist schon was dran. Plötzlich bekommen etwa konservative Männlichkeitsbilder wieder Zulauf. Fortschritt führt eben immer auch zu Abgrenzung oder Gegendruck. Ich denke aber, die Hitze der Diskussion zeigt, dass etwas im Wandel ist. Und das ist ein unglaublich tiefgehender, struktureller Wandel. Da geht es um mehr als Haut- und Körperbilder. Es geht darum, dass Frauen machtvoll und frei sein können. Erst kommt das Bewusstsein, dann folgen die Strukturen. Ein langer und schwieriger Weg. Aber trotz der Rückschläge: Ich glaube, die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten.
Ihre Frage nach einem möglichen 3. Film-Teil tut Carmen Schnitzer (so gern sie ihn sehen würde) im Nachhinein leid, war Karoline Herfurth doch gerade erst fertig mit Teil 2 und hat sich erst mal ein Durchatmen verdient.
In Folge 11 unseres Podcast hat sich Carmen Schnitzer Körperbildern gewidmet und sich mit Körperwahrnehmung und Schönheitsidealen beschäftigt. Hier kannst du die Folge hören:
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr: unser Körper ist einfach nicht fürs lange Sitzen gemacht. Vor allem nach langen Schreibtischtagen macht sich das klar bemerkbar. Eine einfache, aber effektive Gesundheitsmaßnahme ist ganz simpel: Aufstehen! Wir geben dir hier einige Tipps fürs Büro und eine kleine Mini Practice an die Hand.
Text: Stephanie Woodard / Titelbild: Blue Bird via Pexels
Der menschliche Körper ist eigentlich dafür konzipiert, sich zu bewegen. Dennoch verbringen viele von uns die meiste Zeit des Tages im Sitzen. Im Bus, im Auto, vor dem Bildschirm. Eine über 14 Jahre von der American Cancer Society durchgeführte Studie könnte jedoch dazu motivieren, unsere Gewohnheiten genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie kam zu dem Ergebnis, dass mehr als sechs Stunden Sitzen täglich das Risiko deutlich erhöht, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes zu erkranken. Zudem ist die Sterblichkeit bezüglich aller Erkrankungen bei Vielsitzenden höher. Andere aktuelle Studien kamen zum selben Ergebnis. Lange und ununterbrochen zu sitzen, schadet der Gesundheit, selbst wenn man regelmäßig trainiert. Stell dir das vor!
Trainingseffekte gehen durch zu viel Sitzen verloren
„Die meisten Ratgeber befürworten Training, etwa 150 Minuten Bewegung pro Woche bei einem Erwachsenen“, sagt Alpa Patel. Er ist verantwortlicher Forscher der oben genannten Studie. „Aber unsere Untersuchung zeigte, dass die positiven Effekte des Trainings durch ständiges Sitzen tagsüber teilweise wieder aufgehoben werden.“ Einige Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass andauernde Bewegungslosigkeit mitunter den Stoffwechsel verändern kann und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes begünstigt werden. Dieses Risiko zu minimieren ist ganz einfach, sagt Internist Raul Seballos, Präventivmediziner an der Cleveland Clinic.
Einfache Gegenmaßnahme: aufstehen und aktive Pausen
So kann man die Sitzzeit verkürzen! Indem man aktive Pausen macht oder das Telefon außer Reichweite platziert, steht man automatisch häufiger auf. Stehe auf, um dir ein Glas Wasser zu holen, anstatt eine ganze Flasche in Griffweite bereitzustellen. Setze dir zeitliche Limits für das Surfen im Netz. Versuche zudem, abends während des Fernsehens noch ein bisschen aktive Hausarbeit zu erledigen. Geh spazieren statt sitzend zu meditieren.
„Überlege dir, wo du kleine Änderungen an deinem Leben vornehmen kannst“, so Patel. „Ein paar mehr Schritte hier, ein paar mehr Schritte da. Und du wirst ganz leicht Möglichkeiten finden, deine Sitzzeit zu verkürzen.“
Deine Mini-Praxis: Halber Sonnengruß
Illustrationen: Donna Grethen
Jetzt heißt es: aufstehen. Übe den halben Sonnengruß, um deine Energie zu erhöhen. Aus der Bergposition hebst du mit der Einatmung die Arme. So stehst du in Urdhva Hastasana. Lege die Hände dann an die Unterschenkel. Hebe den Rücken parallel zum Boden. Verlängere die Wirbelsäule. Beuge dich tief mit der nächsten Ausatmung. Greife mit den Händen die gegenüberliegenden Ellenbogen. Hänge in der tiefen Vorbeuge deine Wirbelsäule aus. Einatmend kommst du zurück in die Bergposition. Lass die Hände sinken. Spüre jetzt die neue Energie und wiederhole die Abfolge so oft du magst.
Im YOGAWORLD JOURNAL 05/2025 kannst du gleich weiterüben: Kunal Joseph zeigt dir in seiner „Active Break“-Sequenz, wie du mit speziellen Yoga- und Koordinationsübungeneine große Wirkung erzielst. Perfekt für Zwischendurch an langen Bürotagen! Hier geht’s zum Heft: