Wünschst du dir wieder mehr Verbindung zu dir selbst – und zu dem, was dein Herz dir schon lange sagen möchte? Möchtest du nicht nur „funktionieren“, sondern wieder spüren: Was brauche ich? Was tut mir gut?
Tauche ein in eine Reise zurück in dein Herz. Zurück in diese stille Stelle in dir, die weiß: Du bist sicher. Du bist getragen. Du bist geliebt. Und dass genau dort – in deinem Herzen – die Selbstliebe beginnt, die dich wieder leichter atmen lässt.
Über Jasmin Patricia Kremer
Ich bin Jasmin Patricia – Yoga- und Meditationslehrerin und Gründerin von FLOWALOHA. Meine Reise mit Meditation begann schon früh: Mit 13 Jahren habe ich zum ersten Mal meditiert – in einer Zeit, in der meine Gedanken oft negativ waren und sich alles schwer angefühlt hat.
Meditation war wie ein Lichtschalter für mich: Plötzlich war da wieder Hoffnung. Ruhe. Liebe. Und vor allem: positive Gedanken, die mein Leben verändert haben. Sie haben mich mutiger gemacht und mir wieder Vertrauen ins Leben geschenkt – und mir gezeigt, wie viel Kraft in uns steckt, wenn wir lernen, unsere innere Welt bewusst zu gestalten.
Damals war es für mich wie ein inneres Zuhause – ein Ort, an dem alles stiller wird, klarer, leichter. Und ich erinnere mich noch genau an diesen Gedanken: „Warum weiß das nicht jeder?“
Viele Jahre war ich beruflich im Online-Marketing unterwegs – strukturiert, schnell, leistungsorientiert. Und gleichzeitig wurde der Ruf in mir immer lauter, Menschen nicht nur „im Außen“ zu erreichen, sondern im Inneren: sie zu erinnern, wie es sich anfühlt, bei sich anzukommen, das Leben leichter zu nehmen und wieder ihrem eigenen Weg – ihrem Herzen – zu folgen.
2023 habe ich mich entschieden, diesem Ruf zu folgen und FLOWALOHA zu gründen: eine Verbindung aus Yoga, Meditation und Achtsamkeit mit Online-Kursen (z. B. „Deine Reise zur inneren Ruhe“) und liebevoll gestaltetem, nachhaltigem Yoga-Equipment – wie der einzigartigen ovalen Kork Yogamatte.
Meine Mission: Ich möchte Menschen helfen, inneren Frieden, Leichtigkeit und Liebe zu finden. Denn wir können so viel mehr, als wir glauben – und der Schlüssel liegt oft in unseren Gedanken, Gefühlen und der Verbindung zu unserem Herzen.
Workshop: „Herzöffnung pur – Yoga & Meditation für mehr Liebe & Leichtigkeit“
In meinem Workshop nehme ich dich mit auf eine sanfte, anfängerfreundliche Reise zu dir selbst: Wir verbinden herzöffnende Yoga-Übungen mit Meditation, Atem und Visualisierung – damit du wieder spürst, wer du wirklich bist und was du möchtest.
Im Mittelpunkt steht die Verbindung zu deinem Herzen: Wieder fühlen. Wieder zuhören. Wieder verstehen, was du wirklich brauchst. Und genau daraus entsteht etwas, das viele von uns im Alltag verlieren: tiefe, transformierende Selbstliebe. Ein „Ja“ zu dir selbst. Leichtigkeit, die sich ausbreitet, wenn du aufhörst, gegen dich zu kämpfen. Du darfst einfach da sein – und dich erinnern, wie es sich anfühlt, wenn du wieder bei dir ankommst.
„Chakrenarbeit bringt Farbe ins Leben – im wahrsten Sinne des Wortes“, sagen Kim Kassandra und Mark Schmid von Yogimobil®, die Initiator*innen von „Chakra Magic“, der zertifizierten 45-Stunden-Yoga-Ausbildung, die weit über eine klassische Weiterbildung hinausgeht. In diesem einzigartigen Training erwartet dich eine magische Reise zu deinen Energiezentren, die dich persönlich wie beruflich transformieren kann.
Kim und Mark haben ihr gesamtes Wissen aus über 20 Jahren Yoga- und Energiearbeit in die Ausbildung eingebracht. Dabei verbinden sie die uralte Weisheit der Chakrenlehre mit modernen Ansätzen und schamanischen Elementen.
„Unsere Teilnehmer*innen berichten oft, dass die Chakra-Rituale ihr Leben nachhaltig verändert haben. Genau das treibt uns an, dieses Wissen weiterzugeben“, erzählt Kim.
Was genau macht diese Ausbildung so besonders? Warum hat sie schon so viele Leben berührt? Wir haben mit Kim und Mark gesprochen und sie haben uns erzählt, warum auch DU diese Reise antreten solltest – und wie sie dein Leben verändern kann.
„Chakra Magic“ – mehr als eine Ausbildung
Was genau ist „Chakra Magic“ und für wen ist die Ausbildung geeignet? Kim und Mark erklären: „Chakra Magic“ ist eine zertifizierte Fortbildung für alle, die die energetische Seite der yogischen Lehre kennenlernen oder vertiefen möchten. Das Programm richtet sich an Yogalehrer*innen, Spiritual Life Coaches sowie Interessierte, die Chakrenarbeit in ihr Leben oder in ihre beruflichen Angebote integrieren möchten.
Die Ausbildung läuft über sieben Wochen im flexiblen Selbstlernformat – perfekt für einen vollen Terminkalender. Jede Woche widmet sich einem der sieben Hauptchakren, sodass Teilnehmer*innen die Energie jedes Chakras spüren und integrieren können. „Gleichzeitig begleiten wir unsere Teilnehmer*innen mit persönlicher Betreuung und einer Live-Eröffnungszeremonie, die ein starkes Gemeinschaftsgefühl schafft“, ergänzt Mark.
Mit einer klaren Struktur, vielseitigen Übungen und einem Hauch Magie bietet die Ausbildung eine ideale Grundlage, um die Chakrenlehre wirklich zu erleben – und nicht nur zu lernen.
Die Magie der 7 Chakras
Das Herzstück der Fortbildung sind sieben Hauptmodule, die jeweils einem Chakra gewidmet sind. Kim beschreibt den Aufbau: „Jede Woche steht im Zeichen eines Chakras. Dabei geht es nicht nur um Theorie – wir wollen, dass unsere Teilnehmer*innen die Energie der Chakren wirklich fühlen und integrieren.
Die „Chakra Magic“-Ausbildung umfasst:
7 Hauptmodule: Jedes Modul widmet sich einem Chakra mit Übungen wie Asanapraxis, Atemtechniken, Visualisierungen, Coaching-Impulsen und Ritualen, die die Arbeit erlebbar machen.
Bonusmodul: Zusätzlich werden das Soul Star Chakra und Earth Star Chakra aus schamanischer Sicht betrachtet.
Multimediales Lernen: Video- und Audio-Meditationen, Arbeitsblätter, Affirmationen und magische Überraschungen begleiten dich auf dieser Reise.
Praxisnähe: Alle Inhalte können für eigene Kurse oder Coachings genutzt werden.
Mark fasst zusammen: „Wir wollen, dass unsere Teilnehmer*innen nicht nur Wissen erwerben, sondern die Chakren tatsächlich erleben. Es ist diese Selbsterfahrung, die Transformation ermöglicht.“
Außerdem hebt Mark hervor: „Ein Highlight ist unser Bonusmodul, in dem wir zwei zusätzliche Chakren aus schamanischer Sicht betrachten: das Soul Star Chakra und das Earth Star Chakra. Es gibt auch magische Überraschungen und Krafttier-Begleitungen, die das Programm zu etwas ganz Besonderem machen.“
Was Teilnehmer*innen über „Chakra Magic“ sagen
Die Rückmeldungen zur Ausbildung zeigen, wie tiefgehend sie wirken kann. Kim und Mark sind sehr berührt davon. „Zu sehen, wie unsere Teilnehmer*innen ihre innere Klarheit, Lebensfreude und eine tiefe Verbindung zu sich selbst wiederfinden, ist für uns der größte Lohn.“
„Ich habe noch keine Online-Ausbildung erlebt, die mir so viel Magie, wertvolles Wissen und Verbindung zu mir selbst gegeben hat. Besonders hat mir gefallen, wie Farben, Symbole, Meditationen und die Yogapraxis in die Chakrenarbeit integriert wurden. Man hat die Chakren nicht nur kennengelernt, sondern zelebriert und gefühlt. Diese Ausbildung hat meine Erwartungen übertroffen!“ – Claudia Kosanke
„Diese Ausbildung war eine Entdeckungsreise, die vieles in meinem Leben verändert hat. Ich habe endlich meine Intuition wiedergefunden und gelernt, meine Wahrheit zu sprechen. Besonders die Arbeit mit Vishudda und Ajna war intensiv und transformierend. Es geht mir so gut nach dieser Erfahrung – ich fühle mich frei, voller Prana und werde die Inhalte weiterhin in meinem Alltag nutzen.“ – Diana Willems
Ein Werkzeug für persönliches und berufliches Wachstum
Wie lässt sich das Gelernte im Alltag oder im Beruf integrieren? „Unsere Teilnehmer*innen erhalten ein komplettes Framework für Chakra-Coachings“, erklärt Kim. Die Ausbildung vermittelt praktische Werkzeuge, die du sofort anwenden kannst. Ob in deinem Alltag, um emotionale Stabilität zu finden, oder beruflich, um inspirierende Workshops und Klassen anzubieten – die Möglichkeiten sind grenzenlos.
Kim beschreibt eindrucksvoll, wie die Chakra-Arbeit das persönliche Wachstum unterstützt: „Die Chakren sind wie Portale, die uns zu unserer Essenz führen. Wenn wir ihre Energie wahrnehmen und lenken, erkennen wir, wer wir wirklich sind. Das bringt emotionale Balance und innere Klarheit.
Mark ergänzt: „Es geht darum, die eigene Energie bewusst wahrzunehmen und zu lenken. Wenn du die Chakrenarbeit in dein Leben integrierst, kannst du nicht nur dir selbst, sondern auch anderen Menschen helfen, ihr Potenzial zu entfalten.“
Dein Weg beginnt hier
„Die Reise zu dir selbst beginnt genau hier“, ermutigt Kim. „Chakra Magic ist mehr als eine Ausbildung – es ist eine Möglichkeit, dein volles Potenzial zu entdecken und zu leben.“
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Das Frühstück ist dazu da, unseren Körper und Geist mit sanfter, nährender Energie zu versorgen. Wir stellen dir hier zwei süße ayurvedische Gerichte vor: einen cremigen Grießbrei und ein aromatischer Linsen-Dhal mit getrockneten Pflaumen. Diese Rezepte vereinen köstliche Geschmackserlebnisse mit uraltem Wissen und versprechen einen harmonischen Start in den Tag.
Text & Rezepte: Volker Mehl, Titelbild: SMarina von Getty Images via Canva
„Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler“: Aus ayurvedischer Sicht enthält dieser Satz gleich drei Irrtümer auf einmal. Denn:
Alle Mahlzeiten sind gleich wichtig.
Nicht jeder Mensch hat die gleiche Verdauungsleistung.
Man sollte zu allen Mahlzeiten gleich viel essen. Als Faustregel – im wahrsten Sinne des Wortes – empfehle ich: maximal so viel, wie in die Flächen der geschlossenen Hände passt.
Die meisten von uns frühstücken morgens zwischen 6 und 10 Uhr – eine Zeit, in der unser Organismus noch nicht wirklich auf der Spitze seiner Leistungsfähigkeit angekommen ist. Wenn wir dann ein traditionelles „Kaiser“-Frühstück einnehmen würden – mit ordentlich Wurst, Käse und Wein – würde das den Körper extrem belasten.
Aus Sicht des Ayurveda wird die Zeit am Morgen von den trägen und kalten Eigenschaften des Kapha-Doshas dominiert. Man spürt das vor allem im Winter, wenn man sich erst nach mehrfachem Ignorieren des Weckers aus dem Bett schält. Wenn du dir zu dieser Tageszeit etwas Gutes tun willst, gönn dir ein warmes, gewürztes und nicht zu umfangreiches Frühstück. Dafür eignen sich vor allem verschiedene Arten von Breien und Suppen ganz hervorragend. Probiere doch mal diese beiden Rezepte:
Ayurvedischer Grießbrei
Für 4 Portionen:
200 g Weichweizengrieß
700 ml (pflanzliche) Milch
5 EL Rohrzucker
4 EL Ghee oder Kokosfett
1 Prise Salz
1 TL Zimtpulver
50 g geröstete Mandelblättchen oder -stifte
Je nach Geschmack: 2 EL getrocknete Cranberries, Rosinen oder Aprikosen
eine abgeriebene Schale einer Orange und ihren Saft
So geht’s:
1. Die Mandelblättchen oder -stifte in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
2. Das Ghee oder Kokosfett in einem Topf erhitzen und darin den Grieß unter Rühren anrösten, bis er goldbraun ist und das Ghee wieder austritt.
3. Die (pflanzliche) Milch in einem separaten Topf erhitzen und zum Grieß geben. Es funktioniert auch mit kalter Milch, dann aber Vorsicht: Den Topf unbedingt vom Herd ziehen und die Milch vorsichtig zugießen, da der Grieß anfängt zu spritzen.
4. Nun Zucker, Zimtpulver, Mandeln, Orangenschale, den Saft und die getrockneten Früchte zugeben und alles gut vermischen.
5. Den Grieß auf kleiner bis mittlerer Hitze ca. 15 Minuten unter Rühren wachsen und gedeihen lassen.
Süßer Linsen-Dhal mit getrockneten Pflaumen
Für 4 Personen
200 g rote Linsen
700 ml Gemüsebrühe
150 g getrocknete Pflaumen ohne Kern
1 geriebener frischer Apfel
Saft von 1 Orange
2 EL Ghee
2 TL mildes Currypulver
4 EL Rohrzucker
2 TL gehackter frischer Ingwer
1 TL Salz
So geht’s:
1. Die Linsen mindestens dreimal mit klarem Wasser waschen.
2. Apfel grob reiben und mit Orangensaft mischen.
3. Das Ghee in einem Topf erhitzen. Ingwer, Pflaumen und Apfel zugeben und zwei Minuten darin glasig dünsten.
4. Currypulver und Zucker hinzufügen, kurz darauf die Linsen zugeben und alles für drei Minuten gut verrühren.
5. Gemüsebrühe zugießen und die Linsen auf mittlerer Hitze für 20-30 Minuten bis zur gewünschten Konsistenz einkochen lassen.
Vor dem Servieren mit etwas Salz und Zucker abschmecken.
Volker Mehl ist leidenschaftlicher Koch, Autor und ganzheitlicher Gesundheitsbegleiter. Seit seiner frühesten Kindheit begleitet ihn die Faszination für die Verbindung von Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden. Mehr zu Volker, seiner Arbeit und seinen Büchern unter volkermehl.com
Draußen ist es zwar noch frostig, doch die Tage werden spürbar länger. Genau zu dieser Zeit, am 1./2. Februar, feierten die Kelten Imbolc – ein Fest, das den Übergang vom Winter zum Frühling markiert. Wie wäre es, wenn du diese Energie des Neuanfangs in deine Yogapraxis integrierst? Nutze Imbolc als Inspiration, um deinen Körper und Geist zu reinigen und dich innerlich aufblühen zu lassen. Bereit, den Winter abzuschütteln und mit frischer Energie auf die Matte zu gehen? Los geht’s!
Titelbild: Iryna Khabliuk via Canva
Imbolc, auch Imbolg oder Oimelc genannt, ist eines der acht großen keltischen Jahreskreisfeste, neben Samhain, Yule, Ostara, Beltane, Litha, Lughnasadh und Mabon. Es markiert den Übergang vom Winter zum Frühling und wird am 1. Februar oder, noch ursprünglicher, am zweiten Neumond des keltischen Jahreskalenders gefeiert. Der Name „Imbolc“ stammt aus dem Altirischen und bedeutet „Rundum-Waschung“, was auf die reinigenden Rituale hinweist, die zu dieser Zeit durchgeführt wurden. Der Name „Oimelc“ hingegen bedeutet so viel wie „Schafsmilch“. Dies bezieht sich auf die Milch der Mutterschafe, denn zu dieser Zeit werden die ersten Lämmer geboren. Später wurde das Fest von der christlichen Tradition durch Mariä Lichtmess ersetzt.
Symbolik von Imbolc
Das Jahreskreisfest Imbolc steht für Reinigung, Erneuerung und die Rückkehr des Lichts. Es ist die Zeit, in der die Natur langsam aus dem Winterschlaf erwacht und die ersten Anzeichen des Frühlings sichtbar werden. Traditionell wurden Häuser gereinigt und mit Kerzen erleuchtet, um die wachsende Kraft der Sonne zu begrüßen. Diese Rituale symbolisieren das Loslassen des Alten und das Willkommenheißen des Neuen, was Imbolc zu einem Fest des Übergangs und der Hoffnung macht. Es erinnert uns daran, dass nach jeder Dunkelheit wieder Licht kommt und dass es an der Zeit ist, uns auf die kommenden Veränderungen vorzubereiten.
Bedeutung der Göttin Brigid
Imbolc ist eng mit der keltischen Göttin Brigid verbunden, die unter anderem für Feuer, Poesie und Heilung steht. Auch sie verkörpert die wachsende Kraft des Lichts und die Inspiration, die mit dem Frühling einhergeht. Sie steht in Verbindung mit dem Fluss von Gewässern, dem Fluss der Körpersäfte, sie symbolisiert Reinheit und ist die Göttin der Poesie und Künste. Kommt dir das irgendwoher bekannt vor? Ja genau, das hinduistische Pendant zu Brigid wäre Saraswati: Beide Göttinnen stehen für die Kraft des Neubeginns – sei es durch kreatives Schaffen, spirituelles Wachstum oder die Erneuerung der Natur.
Noch heute wird in Irland der St. Brigid’s Day gefeiert. Eine alte Tradition ist, ein Tuch oder Band über Nacht an einen Strauch oder Baum zu hängen, um sie von Brigid segnen zu lassen. Foto: Stephen Barnes von Getty Images via Canva
Praktische Inspiration für die Yogapraxis
Wenn es um Imbolc geht, steckt die Energie von Reinigung, Neuanfang und Licht quasi schon in der Luft. Warum also nicht genau diese Themen in deine Yogapraxis integrieren? Hier sind konkrete Vorschläge für Asanas, Pranayama und Meditation, die den Spirit von Imbolc auf deine Matte bringen:
Asanas für Reinigung und Neuanfang
Drehhaltungen (Twists): Drehhaltungen wie z.B. Ardha Matsyendrasana (der halbe Drehsitz) helfen, den Körper energetisch zu reinigen und den Stoffwechsel anzukurbeln. Sie symbolisieren das Loslassen von Altem, genau wie die Rituale zu Imbolc.
Herzöffner: Rückwärtsbeugen wie Ustrasana (das Kamel) oder Setu Bandhasana (die Schulterbrücke) fördern eine offene Brust und helfen, Licht und Wärme willkommen zu heißen – eine perfekte Metapher für den Beginn des Frühlings.
Stehhaltungen für Stabilität: Asanas wie Virabhadrasana (Krieger) oder Tadasana (Berghaltung) stärken die Verbindung zur Erde. Sie erinnern daran, dass Wachstum und Erneuerung immer eine stabile Basis brauchen.
Pranayama für Erfrischung und Vitalität
Kapalabhati (Schädelglanz-Atem): Diese reinigende Atemtechnik unterstützt den Körper dabei, sich von überschüssigen Toxinen zu befreien und den Geist zu klären. Kapalabhati bedeutet übersetzt „schimmernder Schädel“ – passend zur Lichtenergie von Imbolc.
Nadi Shodhana (Wechselatmung): Um innere Balance zu finden, eignet sich diese Atemübung perfekt. Sie harmonisiert die Energien in deinem Körper und bereitet dich auf die Veränderungen des Frühlings vor.
Bhastrika (Blasebalg-Atem): Diese dynamische Atemübung bringt frische Energie in deinen Körper und weckt deinen Geist aus dem Winterschlaf – ideal, um dich auf einen Neuanfang einzustimmen.
Tipp: Eine Kombination all dieser drei Atemtechniken findest du in dieser fortgeschrittenen Pranayama-Sequenz von Susanne Mors:
Visualisierung des inneren Lichts: Setze dich bequem hin, schließe die Augen und stelle dir ein warmes Licht vor, das in deinem Herzen erstrahlt. Lass es langsam in deinen gesamten Körper ausstrahlen, wie die wachsende Kraft der Sonne, die den Frühling ankündigt.
Mantra-Meditation: Wähle ein Mantra, das den Spirit von Imbolc einfängt, wie z.B. das Jyoti- oder Licht-Mantra:
Om asato mā sad gamaya tamaso mā jyotir gamaya mrtyor mā amrtam gamaya Om shanti, shanti, shanti
Wiederhole das Mantra mental oder laut, um dich mit der Energie des Neubeginns zu verbinden.
Dankbarkeitsmeditation: Nutze die Gelegenheit, um dich für die Lektionen des Winters zu bedanken und Intentionen für die kommenden Monate zu setzen. Frage dich: Was möchte ich loslassen? Was darf in meinem Leben wachsen?
Brigid-Ritual und Visualisierung
Foto: Nina Gili via Canva
Stelle eine Kerze neben deine Yogamatte, um das Licht von Brigid zu symbolisieren. Wenn du magst, widme deine Praxis der Göttin, indem du eine Intention setzt, z. B.: „Möge diese Praxis Licht und Heilung in mein Leben bringen.“
Schließe die Augen und stelle dir vor, du sitzt an einer sprudelnden, heiligen Quelle – Brigid wird oft mit solchen Quellen in Verbindung gebracht. Visualisiere, wie das Wasser deine Sorgen und alten Energien davonträgt, während warmes Licht von Brigid dich durchströmt. Wiederhole innerlich deine Intention oder eine ähnliche Affirmation wie: „Ich lade Licht, Kreativität und Heilung in mein Leben ein.“ Verweile mit dieser Visualisierung für einige Minuten, so lange, wie es sich für dich richtig anfühlt.
Lösche die Kerze, während du dir vorstellst, wie ihre Flamme jetzt in deinem Herzen weiterbrennt. Verneige dich in Dankbarkeit vor dir selbst, vor Brigid und vor der Energie des Neubeginns.
Jetzt ideal: Frühjahrsputz und Räuchern
Abseits der Yogamatte macht es jetzt Sinn, deine eigenen vier Wände rundum auf Vordermann zu bringen. Mach den berühmten Frühjahrsputz und trenne dich von Altem. Zudem ist jetzt die ideale Zeit, das Zuhause auszuräuchern und zu segnen. Beginne im Keller (falls vorhanden) und arbeite dich von dort nach oben. Allgemein gilt: Jeder Raum wird im Uhrzeigersinn geräuchert. Gehe dabei intuitiv vor und vergiss nicht die versteckten Ecken. Öffne oder kippe die Fenster, damit die alten Energien, die der Rauch löst, auch raus können. Verwende reinigende und segnende Räucherpflanzen wie z.B. Salbei, Lavendel, Palo Santo, Wacholder, Thymian oder Fichtenharz.
Let your light shine!
Wir hoffen, wir konnten dich inspirieren, den Spirit von Imbolc ganz bewusst in deinen Alltag zu integrieren. Das keltische Fest ist eine schöne Erinnerung daran, dass jeder Neuanfang mit kleinen Schritten beginnen darf. Ob durch herzöffnende Asanas, reinigende Pranayama-Techniken oder Meditationen, die das innere Licht stärken – Imbolc lädt uns ein, Altes loszulassen und voller Zuversicht in die nächsten Kapitel unseres Lebens zu starten. Lass dein Licht strahlen und begrüße den Frühling mit Leichtigkeit und Energie!
Erfahre in diesem Artikel von Beate Tschirch noch mehr über die heilsame Kraft der Jahreskreisfeste:
Kristalle sind nur esoterischer Krimskrams? Wir meinen nein. Und selbst wenn es nur um den Glauben daran geht … ein bisschen Magie im Leben tut uns allen gut! Also widmen wir uns hier dem Zauber von Kristallen: Wir zeigen dir, wie du sie verwendest, zu welchem Chakra sie passen, wie du sie pflegst und wie sie in wertvollen Essenzen zum Einsatz kommen.
Text: Devi Brown(mit Ergänzungen von Anika Kedzierski)/ Titelbild: Dan Farrell via Unsplash
Das Unglaublichste gleich zu Beginn: Kristalle haben die Kraft, uns mit der Energie des Universums zu verbinden. Egal ob du das nun wörtlich verstehen möchtest oder „nur“ symbolisch. Über Millionen oder sogar Milliarden von Jahren haben sie – typischerweise in Perioden großer geologischer Umwälzungen – ihre Gestalt geformt: wunderschöne Kunstwerke aus dem Erdinneren, die auf ganz unterschiedliche Weise funkeln, schimmern und strahlen. Da liegt der Gedanke nahe, dass sie etwas von der Energie und Weisheit aus dem Ursprung der Existenz in sich tragen – und dieser Gedanke fasziniert die Menschen seit Tausenden von Jahren.
Transformation durch Steine
Wir schmücken uns mit den Steinen, halten sie in der Hand, stellen sie im Haus auf oder tragen sie als Glücksbringer bei uns. Kaiser und Königinnen haben sie zum Schutz verwendet, Schaman*innen ihre Heilkraft erkannt. Uhrmacher*innen verwenden Quarz zur Zeitmessung und Wissenschaftler*innen konstruieren mit Mineralien Mikrochips. Viele sind daher überzeugt: Wenn sie uns begleiten, können wir ihre Energie für unsere physische, mentale, emotionale und spirituelle Transformation nutzen.
Wenn du dich von einem bestimmten Kristall besonders angezogen fühlst, integriere ihn in dein Leben. Seine Energie kann sich mit deinem persönlichen Rhythmus verbinden und dadurch Neuausrichtung bewirken. Wir haben dir hier ein paar Edelsteine mit ihrer Wirkung zusammengesucht.
Der Kyanit für tiefe Heilung
Foto: Harry Kao via Canva
Du möchtest dich selbst besser kennenlernen? Dann bietet der Kyanit eine intuitive Anleitung dazu und besitzt die Fähigkeit, dich emotional zu heilen. Außerdem hilft er dir dabei, Energie-Brücken zu schaffen, mit deren Hilfe du tiefsitzende und schmerzhafte Gefühle überwinden kannst. Auf subtiler Ebene kann die Arbeit mit diesem Kristall Muster der Selbstzerstörung und der negativen Selbstwahrnehmung auflösen. Zudem stärkt er Ausdauer, Fairness und Unterscheidungsvermögen. Sänger*innen, Schauspieler*innen und Führungskräfte aufgepasst: Der Kyanit wirkt positiv auf Gehirn und Hals und eignet sich daher besonders für euch.
Farbe: Blau mit transparentem Perlmuttschimmer
Chakra: Halschakra
Verwendung: Du musst in der Öffentlichkeit sprechen oder Gruppenaktivitäten leiten? Dann ist der Kyanit als Schmuck oder Talisman ein super Begleiter. Unter deinem Kopfkissen hilft der Stein, dir deiner Träume bewusst zu werden. Und während der Meditation trägt er zu deiner inneren Balance bei und stellt das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang her.
Tipp zum Aufladen: Kyanit kann keine negative Energie ablagern und ist damit einer der wenigen Mineralien, die nicht gereinigt werden müssen. Vielmehr kann er andere Kristalle positiv aufladen – einfach indem du ihn deiner Sammlung hinzufügst.
Amethyst – ein Stein, der Muster auflöst
Foto: MvH von Getty Images via Canva
Die Wurzel des Namens Amethyst stammt aus dem altgriechischen amethystos und bedeutet so viel wie „nicht berauscht“. Seit Jahrhunderten steht dieser Kristall für Selbstbeherrschung und Nüchternheit. Bekannt ist er vor allem dafür, bei der Überwindung ungesunder Gewohnheiten zu helfen. Was er besonders gut kann? Er versteht die tiefen Ursachen einer Sucht und kann diese freisetzen.
Verwendest du dieses Mineral, darfst du mit einigen Aha-Momenten rechnen. Denn es verbindet dich mit der Energie des Universums. Indem der Amethyst die spirituelle Selbsterforschung unterstützt, kann er gegen Ängste, Stress und negative Energie wirken. Außerdem hilft er bei der Suche nach stabilen Umgebungen, in denen du wachsen, dein Immunsystem stärken und Gehirn und Nervensystem ins Gleichgewicht bringen kannst.
Farbe: Helles Lila bis zu tiefen Malventönen
Chakra: Kronenchakra
Verwendung: Trage den Amethyst als Schutz gegen Suchtverhalten. Platziere ihn für Stabilität und Unterstützung in deinem Zuhause. Integriere ihn in deine Meditation, um verborgene Motive für bestimmte Verhaltensweisen zu entdecken.
Tipp bei Schlaflosigkeit: Lege ein Stück Amethyst unter dein Kopfkissen und reibe ein poliertes Stück sanft über deine Stirn, um Kopfschmerzen zu lindern.
Der Bergkristall – ein Stein, der Klarheit schafft
Foto: alusruvi via Pixabay
Der Bergkristall verhilft zu mehr Balance, verbessert den Fokus und schafft mehr Klarheit. Er wird oft als vereinfachender Kristall bezeichnet. Das heißt, dass er jede Energie oder Absicht verstärken kann, mit der er in Verbindung gebracht wird. Daher macht er sich in Kombi mit anderen Mineralien auch super als Werkzeug für die Meditation. Zudem stimuliert der Bergkristall den Körper – insbesondere das Nervensystem. Er fördert das Wachstum von Haaren und Fingernägeln und gilt als vielseitiger Heilstein, der unter anderem gegen starkes Kopfweh hilft und für die Behandlung von Verletzungen und Verbrennungen eingesetzt wird.
Farbe: farblos, wolkig bis glasähnlich
Chakra: Kronenchakra
Verwendung: Gebe dem Kristall während der Arbeit am Schreibtisch einen gut sichtbaren Platz – hier regt er klares Denken und Konzentration an. Da der Bergkristall außerdem Energie reinigt, kann er besonders in stark frequentierten Bereichen wie einem Eingang oder einem Wohnzimmer wirken. Er erfüllt seine Rolle jedoch auch bei der Meditation – hier öffnet er neue Energiekanäle und kräftigt somit die Aufnahmebereitschaft des Geistes.
Good News: Als verstärkender Kristall und starker Energieträger speichert er keine negativen Schwingungen. Und doch ist es wichtig, ihn regelmäßig zu reinigen und durch das Arrangieren mit anderen Steinen regelmäßig aufzuladen.
Karneol für Vitalität
Foto: Santje09 von Getty Images via Canva
Als Stein der Tat und der lebendigen Leidenschaft steht der Karneol häufig für beschleunigte Heilung, erhöhte Vitalität, kraftvolle sexuelle Energie und mutiges Handeln. Dieser Kristall bringt Körper und Geist in Bewegung, um so die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Er eignet sich hervorragend für die Unterstützung des Stoffwechsels, die Aufnahme von Vitaminen, die Regeneration von Geweben, Schilddrüsenerkrankungen und die Reinigung des Blutes.
Aufgrund seiner beschleunigenden Energie und der Verbindung mit dem Element Feuer gilt der Karneol auch als Werkzeug, um in der Beziehung Leidenschaft und Romantik neu zu entfachen. Ein wahrer Fast-Alleskönner, der auch gegen Müdigkeit, Trägheit, Apathie, Depression, Neid, Eifersucht und andere negative Emotionen ankämpft.
Farbe: Feurig leuchtendes Rot-Orange
Chakra: Sakralchakra
Verwendung: Die alten Griechen und Römer trugen diesen Stein bei sich, um sich von Sünden fernzuhalten. Heute können wir den Stein als Schutz im Eingangsbereich unserer Wohnung aufbewahren und so gleichzeitig Wohlstand willkommen heißen. Du fühlst dich krank? Dann trage einen kleinen Karneol bei dir und beobachte, welche Wirkung er auf dich hat. In der Meditation durchbricht der Karneol einschränkende Gedanken und hilft somit, dass du deine Ziele verwirklichen kannst.
Tipp für mehr Leidenschaft: Wenn du Lust auf mehr Passion hast, platziere ihn beim Sex in der Nähe des Bettes. Entferne ihn jedoch möglichst wieder vor dem Einschlafen, da seine kraftvolle Energie die Nachtruhe stören kann.
Achat für die Balance
Foto: MissNiss Getty Images via Canva
Die Familie der Achate und besonders der blaue Lace-Achat kann helfen, wesentliche Ideen zu kommunizieren. Der Kristall unterstützt die Funktion des Geistes und fördert tiefes spirituelles Verständnis und Wachstum. Seine ausgleichende Energie beruhigt hyperaktive Naturen und Fantasien. Daher wird er oft für Kinder empfohlen, die schwer einschlafen und ihre eigene Vorstellung von der Realität haben.
Man nimmt an, dass Achate auf einer niedrigeren Schwingungsfrequenz wirken als andere Kristalle. Dabei bedeutet langsamer keinesfalls weniger stark. Die Achatenergie ist extrem kräftigend und kann dauerhafte Vibrationen erzeugen. So ein gleichmäßiger Energiefluss kann dann beispielsweise dazu beitragen, die Gedanken viel beschäftigter Familien in Einklang zu bringen: Ein großes Geschenk für Eltern! Auf physischer Ebene empfiehlt die Verbindung des Achats mit dem Hals-Chakra den Stein besonders für die Heilung von Kehlkopfentzündung, Halsschmerzen und Sprachproblemen.
Farbe: Achat: fast alle Farben; Lace-Achat: Streifen aus blassem Himmelblau und Weiß
Chakra: Halschakra
Verwendung: Platziere diesen Kristall in dem Teil deines Zuhauses, der von einer beruhigenden Energie profitieren kann. Unter deinem Kopfkissen wirkt er gegen Schlaflosigkeit und Überreizung. In der Meditation hilft er, neue Methoden von Wachstum und Ausdruck zu manifestieren. Halsentzündungen kann er super auskurieren, wenn du ihn um den Hals trägst.
Labradorit – ein Schutzstein
Foto: Harry Kao via Canva
Ein Stein mit schönem Farbenspiel: Durch seine Farbenvielfalt steigert der Labradorit die Kreativität und verbessert das Erinnerungsvermögen. Außerdem hilft er Ängste abzubauen und kreiert ein stabiles Energiefeld, das Energieverluste vermeidet. Du bist sehr sensibel? Dann profitierst du vom Tragen dieses Steins wenn es in deinem Umfeld mal sehr trubelig wird oder du von temperamentvollen Menschen umgeben bist – denn er beruhigt und wirkt ausgleichend.
Generell ist der Labradorit jedoch vor allem ein Schutzstein – so nutzten ihn Schaman*innen und andere Heiler*innen, die ihn bei sich trugen, um sicher zwischen Welten zu „reisen“. Er schützt deine Aura und hilft dir, dich von alten Denkmustern zu lösen und die negativen Projektionen anderer links liegen zu lassen. Auf körperlicher Ebene unterstützt der Labradorit die mit dem Solarplexus verbundenen Organe: Galle, Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse, Darm und Nieren. Außerdem lindert er Schlafstörungen, Rheuma und Gichtanfälle.
Farbe: Ein Stein mit schönem Farbenspiel: Der Labradorit ist mehrfarbig und kann in weiß, gelb, grün, blau und rot erstrahlen.
Chakra: Herzchakra
Verwendung: Für seine psychische Wirkung reicht es schon, den Stein einfach nur zu betrachten. Für seine körperliche Wirkung solltest du ihn direkt auf der Haut tragen. Trägst du den Stein beim Meditieren, kann er alte Blockaden lösen.
So pflegst du deine Kristalle:
Da Kristalle als Leiter von Energie und Intention funktionieren, solltest du sie regelmäßig reinigen. Das hilft, sie von früheren „Ladungen“ und Verwendungen zu befreien.
1. Einweichen Mische in einem Glasbehälter je einen halben Teelöffel Meersalz pro Tasse alkalisches Wasser, die Menge sollte reichen, um den Kristall komplett einzutauchen. Schließe deine Augen, lasse die Hände über der Schüssel schweben und übertrage dem Salzwasser die Absicht, dem Kristall jede negative Energie zu entziehen. Lasse ihn über Nacht in der Lösung liegen und spüle ihn anschließend unter fließendem Wasser ab.
2. Räuchern Entzünde ein Bündel Salbei oder ein spezielles Räucherholz wie Palo Santo. Nimm deinen Kristall in die Hand und bewege ihn durch den Rauch.
3. Tönen Platziere den Kristall in der Nähe einer Klangschale und schlage sie dreimal sanft an. Lasse den Filzschlägel noch mehrmals um den äußeren Rand der Schale kreisen.
4. Aufladen Bewahre deinen Kristall einen Tag lang in der Sonne oder über Nacht im Mondlicht auf, damit er sich wieder mit der Erde verbinden kann.
DIY: Kristall-Essenzen
Bereits vor Tausenden von Jahren verwendeten Heiler*innen und Kosmetiker*innen Kristalle als Teil von Schönheitskuren, als Medizin und für die Realisierung von Wünschen. Sie zerrieben die Steine zu Pulvern und legten sie in Wasser ein. Heraus kam das, was heute als „Essenzen“ bekannt ist. Kristall-Essenzen werden bis in unsere Zeit in der Hautpflege eingesetzt, als Getränk genossen und als Badezusatz oder Raumspray verwendet. Wie die Mineralien selbst, verfügt jede Essenz über eine spezifische Schwingungs-Energie.
Und so geht’s:
1. Fülle ein sterilisiertes Glasgefäß mit einem halben Liter Wasser oder einem Basisöl (Traubenkern, Jojoba oder Kokos).
2. Lege die Kristalle vorsichtig mit einem Holzlöffel in die Flüssigkeit.
3. Formuliere eine Intention.
4. Stelle das Glasgefäß in direktes Sonnen- oder Mondlicht (7 Stunden für wasserbasierte, 24 Stunden für ölbasierte Essenzen).
5. Nimm die Kristalle mit einem Holzlöffel aus der Flüssigkeit.
6. Fülle eine Pipetten- oder Sprühflasche mit der Essenz, verwende sie sofort oder lagere sie im Kühlschrank (wasserbasierte Essenzen halten sich einige Tage, ölbasierte länger).
Oft essen wir, um Ängste, Frust und Einsamkeit wegzudrücken – aber es geht auch anders: Hier liest du, wie eine bewusste Ernährung Ängste lindern und zu mehr psychischer Gesundheit beitragen kann.
Text: Liana Werner-Gray, Titelbild: Khamkhor via Unsplash
Jahrelang habe ich mir als Teenager die Nägel bis aufs Fleisch heruntergekaut. Ich war voll nervöser Energie, ertrank in Selbstzweifeln und fürchtete mich mit jedem Tag ein bisschen mehr vor meiner ungewissen Zukunft. Meine einzige Bewältigungsstrategie war Essen: Ich versuchte, meine Ängste mit Fast Food herunterzuschlucken – und wusste dabei nicht einmal, dass ich eine von sehr vielen war: Jeder dritte US-amerikanische Teenager ist zumindest zeitweise von Angststörungen betroffen, bei den Erwachsenen hatte im Jahr 2017 fast jeder Fünfte damit zu tun. In Deutschland ist die Lage nur wenig besser: Etwa 12 Millionen Menschen leiden laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie unter den diversen Formen des Beschwerdebilds Angststörung, das ist jede*r siebte Deutsche – und Experten gehen davon aus, dass nicht nur ihre Zahl seit Corona gestiegen ist, sondern dass sich auch die Intensität ihrer Beschwerden verschärft hat.
Die Rolle der Ernährung bei Ängsten
Therapieplätze sind schwer zu bekommen, viele Betroffene schlucken Psychopharmaka und noch viel mehr „medikamentieren“ sich selbst mit Alkohol und Drogen, oder sie weichen so wie ich in ein gestörtes Essverhalten aus. Dabei gibt es durchaus Alternativen: Sowohl bei Ängsten als auch bei Depressionen hat man die Wirksamkeit von Meditation und Yoga, aber auch von neueren Entspannungstechniken wie der achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR) in den vergangenen Jahrzehnten wissenschaftlich nachgewiesen. Relativ neu ist dagegen die Erkenntnis, dass auch die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Stress und Ängsten spielt.
„Furchtlosigkeit“: Das Titelthema im YogaWorld Journal 01/2025
„Das erscheint auf Anhieb vielleicht nicht gerade naheliegend,“ erklärt die Ärztin und Ernährungspsychiaterin Uma Naidoo, „aber psychische Gesundheit und Nahrung sind untrennbar miteinander verwoben.“ Um das zu belegen, empfiehlt sie einen Blick auf den Verdauungsapparat: 95 Prozent des körpereigenen Serotonins, eines Botenstoffes, der auf chemischer Ebene Stimmungen und Emotionen steuert, werden im Darm produziert. Zudem sind Darm und Gehirn eng über den Vagus-Nerv miteinander verknüpft, man findet sogar sehr ähnliche Zellen in den beiden Organen – weswegen vom Darm seit einiger Zeit auch als unserem „Bauchgehirn“ gesprochen wird.
Was psychische Gesundheit mit Ernährung zu tun hat? Unter anderem werden 95 Prozent des körpereigenen ‚Glückshormons‘ Serotonin im Darm erzeugt.
Fest steht: Alles, was wir essen, wird umgewandelt in chemische Informationen und entsprechend können schlechte Ernährungsentscheidungen mit der Zeit nicht nur einen Effekt auf die körperliche, sondern auch auf die geistige Gesundheit haben. Ein entzündlicher Prozess im Darm zieht nicht selten eine Entzündungsreaktion im Gehirn nach sich, was wiederum den Tod von Hirnzellen bedeuten kann. Diese meist unbemerkt ablaufenden Entzündungen im Gehirn wurden in der Forschung schon vielfach mit Depressionen, Angststörungen und Antriebsschwäche in Verbindung gebracht. Laut Uma Naidoo kann man ihnen weder mit Medikamenten noch mit Therapien wirklich nachhaltig begegnen. Sie ist überzeugt: „Solange wir das Ernährungsproblem unserer Gesellschaft nicht in den Griff bekommen, werden wir auch die psychische Gesundheit der Bevölkerung nicht verbessern können.“
884 Minuten ohne Gegentor – diesen Rekord aus der Bundesliga-Saison 2003/04 hält Ex-Nationaltorwart und VfB-Stuttgart-Legende Timo Hildebrand bis heute. In die Klischeekiste vom knallharten Kicker passt er trotzdem nicht: Mit uns sprach er über Yoga, Glück und vegane Ernährung.
Interview: Carmen Schnitzer / Titelbild: Sven Cichowicz
Dass die Fußball-Nationalmannschaft schon länger auf Yoga setzt, klingt für viele immer noch überraschend. Wie passt das für dich als Ex-Profi zusammen?
Sehr gut! Als Sportler ist es nur professionell, sich auch außerhalb des Trainings mit seinem Körper auseinandersetzen. Dazu gehört zum Beispiel eine gesunde Ernährung, und auch Yoga kann natürlich sehr hilfreich sein. Als Ausgleich zum intensiven Training mit der Mannschaft und auch für die Regeneration. Gerade in jungen Jahren, wenn der Körper noch widerstandsfähiger ist, macht man sich oft noch nicht so viele Gedanken – aber spätestens wenn die ersten Schmerzen kommen, merkt man, wie wichtig es ist, sich gut um seinen Körper zu kümmern.
Oh ja, das merke ich jetzt mit dem Älterwerden auch …
Eben. In den letzten beiden Jahren habe ich wegen meines Triathlon und Kraftsport-Trainings etwas weniger Yoga geübt. Kürzlich aber hat Moritz Ulrich hier in Stuttgart einen Workshop gegeben, bei dem ich gemerkt habe, dass mein Körper wieder mehr Mobilität brauchen kann, also werde ich mich wieder verstärkt dem Yoga widmen. Das ist nämlich wirklich mein großes Ziel: mobil zu bleiben. Ich bin zweimal an der Hüfte arthroskopiert und habe keine Lust, meine Lebensqualität zu verlieren. Leider sehe ich oft ältere Menschen, die sich immer weniger bewegen können. Dem möchte ich bestmöglich vorbeugen.
Geht mir ähnlich. Hast du selbst bereits in deiner aktiven Fußballer-Zeit mit Yoga begonnen?
Ein bisschen, aber da habe ich mehr mit Gyrotonic-Geräten trainiert. Das ist eine ganzheitliche Bewegungsmethode, die der ungarische Tänzer Julius Horvath entwickelt hat. So richtig an Yoga herangetastet habe ich mich erst später, zum Beispiel während einer Ayurveda Kur auf Bali. Yoga hat mir nach meiner Fußball-Karriere geholfen, meinen Körper geschmeidiger zu machen und wieder in Balance zu kommen.
Auch in die seelische Balance?
Ja, natürlich, das gehört ja alles zusammen – Körper, Geist und Seele.
Bist du denn nach deiner Karriere in ein Loch gefallen? Ich stelle es mir schwierig vor, wenn ein so großer Teil des Lebens wegbricht. Gerade noch haben einem Zigtausende im Stadion zugejubelt, plötzlich ist das vorbei …
Foto: Photocreo via Canva
Na ja, es ist natürlich eine Herausforderung. Wie jeder andere Arbeitnehmer hat man ja seinen eingespielten Rhythmus, seine Abläufe, seine Struktur – das muss dann alles erst mal neu sortiert werden. Okay, jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt, wie gestalte ich den? Viele Ex-Profis bleiben ja dem Fußball in irgendeiner Weise treu, aber ich habe eher danach gesucht, was mich sonst noch interessieren könnte. Und ich bin glücklich, so viele verschiedene Dinge gefunden zu haben, mit so vielen unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten zu können, neue Inspirationen zu bekommen … Es macht Spaß, Dinge selbst gestalten zu können, sei es das Festival YEZ Yoga hier in Stuttgart, unsere Hilfsorganisation STELP e.V. oder das vegane Restaurant vhy!, das ich vor drei Jahren mitgegründet habe.
Und ein Kinderbuch hast du auch geschrieben … Aber gleich mal zu deinem Lokal. Wie kam es denn dazu?
Eigentlich ganz pragmatisch, genau wie beim Festival: Stuttgart hatte kein Yogafestival, also habe ich bei einem Studio angefragt, ob wir nicht eins auf die Beine stellen wollen. Gesagt, getan, es kam auch gut an. Und es gab in der Innenstadt kein veganes Restaurant in entsprechender Größe, also habe ich eins gegründet. (lacht) Natürlich habe ich mir Gastro-Profis mit ins Boot geholt. Die Gründungsphase fiel zwar genau in die Corona-Zeit, aber wir haben es trotzdem durchgezogen.
Pragmatisch – und optimistisch. Bist du grundsätzlich ein Optimist?
Immer mehr, ja. Ich mag es, das Leben nicht immer ganz so ernst zu nehmen. Hürden sind dazu da, überwunden zu werden, das war schon beim Fußball so. Einfach machen! Und wenn man hinfällt, dann aufstehen und weitermachen.
Und sei es mit einem veganen Gastrobetrieb mitten in der Pandemie, verstehe. Bist du denn zur pflanzlichen Ernährung in der gleichen Zeit wie zum Yoga gekommen?
Das entwickelte sich tatsächlich relativ parallel, ja. Es ging los damit, dass ich in ein veganes Unternehmen investiert und mich dadurch immer mehr mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Da erschien es mir einfach logisch, immer mehr tierische Produkte aus meinem Leben zu verbannen. Mittlerweile sollte ja jeder kapiert haben, wie sinnvoll pflanzliche Ernährung für die Welt ist. Wobei ich ganz klar die Philosophie habe, dass niemand perfekt sein muss. Ich esse auch hin und wieder mal noch ein Stück Käse oder Fisch im Urlaub. Sehr viele Menschen, die zu 80 bis 90 Prozent vegan leben, helfen letztlich mehr als eine kleine Gruppe, die es komplett durchzieht.
Ein fast vegan lebender Fußballer, der Yoga übt – damit brichst du auch mit klassischen Männlichkeitsstereotypen …
Foto: Yan Krukau via Canva
Ja, und da sehe ich mich durchaus ein bisschen als Role Model. Ich würde Männer gerne inspirieren, mehr in ihre Weichheit zu gehen und sich neuen Themen zu öffnen. In den letzten zehn Jahren hat sich ja schon viel getan, aber es gibt durchaus immer noch dieses Schubladendenken von männlichen Alphatieren, die unbedingt Fleisch brauchen, aber zum Beispiel keine tiefgründigen Gespräche … Aktuell kommen in unser Restaurant auch zu 70 bis 80 Prozent Frauen, aber die bringen vielleicht irgendwann ihre Männer mit, ihre Verwandten, ihre Großeltern … Denen schmeckt es im Optimalfall einfach, das Vegane soll gar nicht im Zentrum stehen.
Ich denke auch: Der Weg geht in diesem Fall über den Genussfaktor.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung. In letzter Zeit weiten wir das Ganze auch ein bisschen aus, machen vermehrt Catering oder arbeiten mit Betriebskantinen zusammen. Mit Mercedes haben wir zum Beispiel in einer Aktionswoche im April mal jeden Tag ein neues veganes Gericht konzipiert, das kam super an – und hat natürlich noch einen viel größeren Impact als das Restaurant, in das vielleicht 500 Leute pro Woche kommen. Na ja, und zurück zum Yoga – das tut nun mal einfach jedem gut, völlig egal, ob Mann oder Frau.
Unbedingt! Ich denke immer wieder, dass es sinnvoll wäre, Yoga in den Schulen einzuführen.
Das ist tatsächlich eine super Idee, finde ich auch. Ich glaube, wir sollten grundsätzlich mal so einiges überdenken in unserer Gesellschaft. Durch die Digitalisierung wandelt sich vieles extrem schnell, da wäre es an der Zeit, neue Impulse zu setzen. Schule hat einen früher nicht aufs Leben vorbereitet und tut es heute leider immer noch nicht. Yoga könnte man einführen, auch Themen wie Finanzen und Versicherungen … oder auch ein Fach wie Glück.
Foto: Sven Cichowicz
An manchen Schulen gibt es das ja sogar schon …
Ja, aber warum sollte man das zum Beispiel nicht flächendeckend einführen, von der Regierung vorgesehen?
Da bin ich gerne dafür! Ich habe kürzlich einen Spielfilm aus Bhutan gesehen, wo Glück erklärtes Regierungsziel ist, sehr interessant. Im Prinzip wären wir da beim Thema: Wie politisch ist Yoga? Hast du dazu eine Meinung?
Yoga vertritt ja die Philosophie der Liebe, des Miteinanders, der Gemeinsamkeit und dem Streben nach einer besseren Welt. Das ist doch im Grunde schon politisch genug, oder nicht? Wenn wir uns alle mehr der Liebe hingeben würden, dann gäbe es auch weniger Kriege etc.
Wohl wahr. Ich wundere mich oft, warum wir uns damit so schwer tun. Im Grunde sehnt sich doch jeder und jede Einzelne von uns nach Liebe und Akzeptanz. Aber gerade in Gruppen werden wir oft schwierig …
Oft sind es ja auch die Führer eines jeweiligen Landes, die den Hass schüren. Und auf Krieg folgt immer noch mehr Hass … Man kann sich schon Sorgen machen, wenn man sich in der Welt umguckt, aber ich habe irgendwie immer noch die Hoffnung, dass, um es jetzt mal sehr vereinfacht auszudrücken, am Ende die Guten gewinnen.
Als Kind kickte Carmen Schnitzer selbst mal in einer Mannschaft – mit sehr mäßigem Erfolg. Eineinhalb Jahrzehnte später stand sie beim Spiel mit anderen Schüler*innen einer ecuadorianischen Sprachschule im Tor und merkte: Das klappt viel besser! Zum Profi hat’s natürlich dennoch nicht gereicht. Erfahre mehr über die Autorin und besuche ihre Facebook-Seite.
Hier kannst du noch mehr von Carmen Schnitzer lesen:
Schlafstörungen sind leider ein Phänomen unserer Zeit. Etwa sechs Millionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen, Tendenz steigend. Um die ersehnte Ruhe zu finden, greifen viele zu Schlaftabletten. Doch Medikamente sind nicht gerade die beste Lösung, meint Sat Bir Khalsa, Neurowissenschaftler in der Abteilung Schlafmedizin des Brigham and Women’s Hospital in Boston.
Text: Nora Isaacs, Titelbild: Burst via Pexels
Einfluss des Nervensystems
„Schlaftabletten behandeln die Symptome, aber nicht die Ursache des Problems“, erklärt der Arzt Sat Bir Khalsa. Dahinter können sich Ängste, Erschöpfung und Stress verbergen – verursacht durch unseren immer hektischer werdenden Lebensstil. Wer hat noch nie Überstunden gemacht, zu viel Kaffee getrunken oder das Handy rund um die Uhr angelassen? Vielleicht glaubst du, dass du dich dem schnellen Rhythmus, den unsere moderne Lebensweise vorgibt, angepasst hast; wenn du aber unter Schlaflosigkeit leidest, kann das ein Zeichen dafür sein, dass dein Nervensystem dagegen rebelliert. Es kann in einem Zustand gefangen sein, der sich „Arousal“ (Erregung) nennt und in dem das sympathische Nervensystem gereizt ist. Vielleicht rasen deine Gedanken oder deine Handflächen schwitzen. Dein Körper schüttet vermehrt Stresshormone aus, Körpertemperatur und Herzfrequenz sind erhöht und der Stoffwechsel ist beschleunigt. „Es gibt viele Hinweise darauf, dass Menschen, die unter chronischer Schlaflosigkeit leiden, generell eine höhere Erregungsschwelle haben“, erklärt Khalsa. „Wenn man diese nervöse Erregung behandelt, verschwindet meist auch die Schlaflosigkeit.“ Du kannst dein Nervensystem durch beruhigende Rituale wieder ins Gleichgewicht bringen und deine Schlafgewohnheiten dauerhaft ändern.
Schlaflosigkeit aus ayurvedischer Sicht
Um herauszufinden, welche Rituale am besten zu dir passen, hilft eine Analyse der Schlaflosigkeit aus ayurvedischer Perspektive. Ayurveda ist eng mit der Lehre des Yoga verwandt und die älteste bekannte Heilmethode. Ayurveda geht davon aus, dass sich die Lebenskraft in drei verschiedenen Energien, auch Doshas genannt, in uns allen manifestiert: Vata, Pitta und Kapha. In diesem Test kannst du dein Dosha selbst bestimmen.
Vata steht für Luft und Äther, es reguliert die Bewegung im Körper. Pitta steht für Feuer, es beeinflusst die Verdauung und den Stoffwechsel. Und Kapha, das für Erde und Wasser steht, steuert den Körperbau und den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Da Vata das Nervensystem reguliert, zielen die meisten beruhigenden Rituale im Yoga und Ayurveda darauf ab, dieses Dosha zu besänftigen. Der erste Schritt, um Vata auszugleichen, sind regelmäßige Schlafenszeiten. Diese Beständigkeit unterstützt einen gleichmäßigen Biorhythmus (biologische Schwankungen innerhalb eines 24-Stunden-Zyklus). Wie findet man diese ideale Schlafenszeit? Ayurveda bietet hilfreiche Richtlinien. John Douillard, Leiter der LifeSpa School of Ayurveda in Boulder, Colorado, ordnet jedem Dosha eine Tageszeit zu: Vata die Zeit zwischen 2 und 6 Uhr, sowohl in den frühen Morgenstunden als auch am Nachmittag; Pitta die Zeit zwischen 10 und 2 Uhr, sowohl mittags als auch nachts; und Kapha hat seine Zeit von 6 bis 10 Uhr morgens und abends. Idealerweise solltest du in den langsamen Kapha-Stunden, also zwischen 18 und 22 Uhr, mit deinen Zubettgeh-Ritualen beginnen und vor 22 Uhr zu Bett gehen, denn dann beginnt die feurige Pitta-Phase.
1. Früh ins Bett, früh aufstehen
Douillards Ansicht nach ist die Uhrzeit, zu der du ins Bett gehst, wichtiger als die Anzahl der Stunden, die du schläfst. Unser Körper will von Natur aus etwa um fünf Uhr morgens aufstehen, erklärt er, denn vor der Industrialisierung wachten die Menschen stets bei Tagesanbruch auf. Wenn du also um Mitternacht ins Bett gehst und um acht Uhr aufstehst (während der trägen Kapha-Stunden), wirst du wahrscheinlich müde sein, obwohl du die empfohlenen acht Stunden Schlaf bekommen hast. Wenn du aber vor 22 Uhr zu Bett gehst und vor 6 Uhr aufstehst (während der energetischen Vata-Stunden), wirst du dich voraussichtlich wach und fit fühlen.
2. Nimm dir Zeit zum Entspannen
Der nächste Schritt ist eine Auszeit zwischen deinem hektischen Tag und der Schlafenszeit. „Du kannst nicht einfach bis 21 Uhr arbeiten und dann den Kopf aufs Kissen legen und einschlafen“, erklärt Khalsa. Schalte also Fernseher, Computer und Radio aus. Vermeide Abendkurse und Sport, wenn du danach aufgedreht bist. Wenn du nach Hause kommst, genieße diesen Übergang bewusst, indem du beruhigende Musik und Kerzen anmachst oder in deinen Lieblingspyjama schlüpfst. Denke an das yogische Prinzip des Pratyahara: Richte deine Sinne nach innen. Wenn du die Yogapraxis nur abends in deinen Tagesablauf unterbringen kannst und dich gern dabei verausgabst, achte darauf, deine Yogastunde mit langsamen, passiven Haltungen zu beenden.
3. Kleine Häppchen knabbern
Das Ernährungs-Mantra „Vor dem Zubettgehen nicht essen“ ist nicht immer der beste Rat. Einigen Menschen tut es gut, abends noch eine Kleinigkeit zu essen. „Während Sie schlafen, regeneriert sich Ihr Gewebe“, erklärt Aadil Palkhivala, zertifizierter Ayurveda-Therapeut und Leiter mehrer Yogazentren in Bellevue in Washington. „Der Körper braucht Nährstoffe, wenn er in eine Phase der Heilung eintritt.“ Ein guter Snack vor dem Zubettgehen könnte zum Beispiel ein Dinkeltoast mit Butter, ein Glas Biomilch oder ein Linsen-Dal sein. Tagsüber ist es wichtig, frisches Bio-Obst und Gemüse, unbehandelte Nüsse, Samen und Getreide zu essen, denn stark verarbeitete Nahrungsmittel und Chemikalien bringen das Vata-Dosha aus dem Gleichgewicht, sagt Palkhivala. John Douillard empfiehlt generell eine Vata-ausgleichende Ernährung, egal, welches Dosha bei dir überwiegt. Dazu gehören Nahrungsmittel wie gekochte Äpfel, Rosenkohl, Tofu, Hirse, Hafer, Walnüsse und Kürbis. Überdies weiß unser gesunder Menschenverstand: Wer gut schlafen will, sollte nach 17 Uhr keine koffeinhaltigen Getränke mehr trinken und Alkohol meiden.
4. Auf die Haltung kommt es an
Bevor du mit deiner abendlichen Yogapraxis beginnst, nimm erst einmal wahr, wie du dich fühlst. Bist du aufgedreht oder eher müde? „Verschiedenen Bedürfnissen muss man unterschiedlich begegnen“, sagt Palkhivala. Wenn du unruhig bist, empfiehlt er eine zehnminütige Sequenz mit Twists, stehenden Haltungen und aktiven Vorbeugen, um überschüssige Energie zu verbrennen. Wenn du müde bist, helfen regenerierende Positionen oder Atemübungen, die du solange übst, bis du dich erfrischt und gelöst fühlst – dann gehst du ins Bett. Auch wenn das widersprüchlich scheint: Es kommt oft vor, dass man zu müde zum Schlafen ist. „Die meisten Menschen glauben, dass Schlaflosigkeit durch zu viel Energie verursacht wird. Aber die meisten haben zu wenig Energie: Sie sind zu müde zum Schlafen“, erklärt John Douillard. Regenerierende Haltungen können hier helfen.
5. Warm halten
Der Raum, in dem du schläfst, sollte kalt sein, dein Körper hingegen warm. „Wenn du ins Bett gehst, sollte sich die Haut warm anfühlen“, sagt Roger Cole, Iyengar-Yogalehrer und Wissenschaftler, der sich mit Schlafphysiologie beschäftigt. Du kannst beispielsweise ein Aromabad nehmen, das zu deinem Typ passt. Achte darauf, dass du warm bleibst, wenn du passive Yogaübungen machst: Halte stets eine Decke, Socken und einen Pullover griffbereit.
6. Tagebuch führen
Gehen dir die Ereignisse der vergangenen Stunden durch den Kopf, sobald du schlafen gehst, oder planst du schon den nächsten Tag? Ein sehr wirksames Abendritual ist das schriftliche Festhalten deiner Gedanken: Schreibe auf, was dir durch den Kopf geht, damit du alle Sorgen loswirst, bevor du dich gemütlich ins Bett legst.
7. Spannungen wegmassieren
Eine beruhigende Massage löst muskuläre Spannungen. Probiere, Kopf, Nacken, Gesicht und Arme mit warmem, ungefiltertem Sesamöl einzureiben. „Das umschließt den Körper wie eine Schutzschicht und gibt dir ein Gefühl der Geborgenheit“, sagt Aadil Palkhivala. Du kannst auch eine andere Person in das Ritual einbinden: Lasse sie deine Wirbelsäule vom Nacken abwärts 5 Minuten lang sanft ausstreichen – danach wirst du ein Gähnen nicht mehr unterdrücken können.
8. Entspannt atmen
Atemübungen sind eine sehr gute Ergänzung zu den Einschlafritualen. „Jedes Mal, wenn du ausatmest, verlangsamt sich dein Herzschlag, und das beruhigt den Geist“, sagt Roger Cole. Versuche es mit einem Rhythmus, bei dem die Ausatmung doppelt so lang ist wie die Einatmung. Atme beispielsweise durch die Nase aus und zähle dabei bis sechs, dann atme ein und zähle bis drei. Wiederhole das 5 bis 30 Minuten lang vor dem Schlafengehen.
9. Geführte Entspannung
Lege dich im Bett entspannt in die Rückenlage, genau wie in Shavasana (Totenhaltung), und probiere einmal einen Bodyscan aus: Spanne nach und nach jeden Teil deines Körpers an und entspanne ihn bewusst wieder. Wenn dir das alleine schwerfällt, kannst du auch eine geführte Entspannungsmeditation oder eine Phantasiereise auf CD verwenden. Oder du versuchst es mit Yoga Nidra (yogischer Schlaf), einer Methode der Tiefenentspannung aus der tantrischen Tradition. „Yoga Nidra ist vor allem gut für Menschen, deren Geist immerzu aktiv ist“, sagt Roger Cole. „Es lenkt den Geist in eine andere Richtung.“
10. Ohne Zwang einschlafen
Wenn du dich für dein persönliches Einschlafritual entschieden hast, wiederhole es jeden Abend zur selben Zeit, so stellt sich dein Körper optimal auf den Schlaf ein. Sat Bir Khalsa sagt, dass der Schlaf sich nach wenigen Wochen verbessert: „Diese Dinge funktionieren nicht sofort, sondern mit der Zeit – wenn sich der Erregungszustand legt, wird auch der Schlaf besser.“ Und anstatt unter den üblichen Nebenwirkungen von Schlafmitteln zu leiden, die von Kopfschmerzen, Schwindel und Tagesmüdigkeit bis zu einer Medikamentenabhängigkeit reichen können, wirst du dich durch deine neuen Schlafgewohnheiten insgesamt wohler fühlen. „Das Gesamtbefinden verbessert sich, und oft verschwinden dadurch auch andere Probleme“, meint Khalsa. Das hört sich nach einer Nebenwirkung an, mit der wir alle gut leben können.