Dies.Das.Asanas mit Jelena Lieberberg – das dynamische Kamel

Kamele gelten ja als ausgesprochen eigensinnige Tiere – und so ähnlich hast du es vielleicht auch in deiner Yogapraxis schon erlebt. Unsere Asana-Kolumnistin zeigt dir hier, wie du den Spieltrieb deines Kamels wecken und es dabei noch mal ganz neu kennenlernen kannst.

Text: Jelena Lieberberg / Foto: Theresa Bartmann

Ich geb’s ehrlich zu: Das Kamel, Ushtrasana, gehört nicht zu den Asanas, die ich täglich übe. Vielleicht hast du selber schon mal beobachtet, dass manche sich in Vorwärtsbeugen wohler fühlen und andere eher in Rückbeugen zu Hause sind. Nur bei wenigen Yogi*nis ist das in beiden Richtungen ausgewogen. Beim Kamel ist spannend, dass es beide Typen, also die Frontbender und die Backbender, vor Herausforderungen stellt: Die einen zwickt es danach im Rücken, weil sie in diese Richtung nur wenig beweglich sind. Die anderen hängen ohne stabilen Halt in den Bändern ihrer Beweglichkeit und wieder andere weigern sich schlichtweg, es zu üben, aus Angst, sich zu verletzen.

Mehr Energie durch den Herzöffner Ushtrasana

Dabei kann das Kamel dir, wenn du es korrekt ausführst, einen ordentlichen Energiekick verleihen. Außerdem schafft es einen heilsamen Ausgleich zu der im Alltag meist überbetonten nach vorne gebeugten Körperhaltung: Es weitet die Körpervorderseite und aktiviert die Rückseite. Bei dieser Variante kommt noch ein weiterer Aspekt dazu: Anstatt die Rückbeuge statisch zu halten, konzentrieren wir uns auf eine dynamische Kräftigung der Beine. Dabei versuchen wir, uns mit dem Kopf einem Stapel Klötze, einem Stuhl, einer Wand oder vielleicht sogar dem Boden zu nähern, dort kurz anzutippen und uns aus der Kraft der Mitte wieder aufzurichten. Nicht wundern: Da Ushtrasana zu den Herzöffnern zählt, können sich auch Widerstände auf emotionaler Ebene zeigen und behutsam aufgelöst werden. Umgekehrt schenkt dir diese Challenge nicht nur Kraft in den Beinen, sondern auch eine ordentliche Prise Selbstvertrauen.

Macht das Spaß?

Auf jeden Fall! Auch wenn Ushtrasana in seiner klassischen Form zu den fortgeschritteneren Haltungen zählt, ist sie in Varianten für alle Yogi*nis empfehlenswert. Hör also gut auf deinen Körper, achte und stabilisiere deinen unteren Rücken und finde die Variante, die dir heute am besten entspricht. (Mehr dazu in der Anleitung.)

Muss ich das können?

Natürlich nicht. Aber es spricht wie immer viel dafür, es zu probieren: Alle, denen Rückbeugen sowieso liegen, stärken mit dieser Variante die Stabilität und Kontrolle, die gerade bei sehr beweglichen Menschen oft fehlt. Für diejenigen, die sich nicht so leicht mit ihnen tun, bietet die dynamische Bewegung eine Möglichkeit, sich langsam heranzutasten und Vertrauen in die eigene Kraft herzustellen.

Wie bereite ich mich vor?

Wärme deinen Körper gründlich auf und lege dabei den Schwerpunkt auf Rückbeugen (zum Beispiel die Kobra ohne Hände) und auf die Muskulatur von Beinen und Po (etwa mit einfachen Kniebeugen und Ausfallschritten).

Step by step in das dynamische Kamel

Jelena Lieberberg, Herzöffner, Ushtrasana, das dynamische Kamel

1. Beginne im Fersensitz und richte dich von dort zum Kniestand auf. Bei Bedarf kannst du deine Matte unter den Knien doppelt falten. Wechsle nun ein paar Mal mit möglichst aufrechtem Oberkörper zwischen Fersensitz und Kniestand hin und her und spüre, wie dabei deine Oberschenkel beginnen zu “feuern”.

2. Richte im Kniestand Becken und Oberkörper senkrecht über den Knien aus, strecke deine Hüften, kippe das Becken leicht nach hinten und aktiviere Bauch und Beckenboden. Lege die Hände zunächst stützend ans Kreuzbein, wenn du nun Rippen und Brustbein hebst, den Kopf kontrolliert sinken lässt und dich dann langsam nach hinten lehnst. Gehe nur so weit du kommst, ohne die Extension der Hüften zu verlieren, dann kehre langsam wieder zurück, indem du das Becken nach vorne und das Brustbein nach oben schiebst. Wiederhole diese Bewegung 3 bis 5 Mal, gerne auch im Atemrhythmus.

3. Wenn du bereit bist für mehr, dann stellst du dich jetzt in passendem Abstand vor eine Wand, einen Stuhl oder einen Stapel Klötze. Beginne die Übung wie zuvor: gestreckte Hüften, aktiver Bauch, Rippen und Brustbein gehoben. Strecke deine Arme waagerecht nach vorn und lehne dich behutsam und kontrolliert nach hinten. Tippe mit dem Kopf an dein “Ziel” und bewege dich dann aus der Kraft von Mitte und Beinen wieder zurück in den Kniestand. Übe 3 Runden à 3 bis 5 Wiederholungen und entspanne zwischendurch und danach in der Stellung des Kindes.

4. Variante: Wenn du deinen unteren Rücken schonen, aber dennoch deine Bein- und Mittenkraft stärken willst, kannst du eine “Sissy Squat” probieren, bei der du dich aus dem Kniestand gerade wie ein Brett nach hinten lehnst.


JELENA LIEBERBERG ist Osteopathin und Yogacoach in Berlin. Ihre eBooks, Retreats und Workshops findest du unter kickassyoga.com oder besuche Jelena auf Insta @kickassyoga.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem entspannenden Stretch:

Falls du dich in der grauen Jahreszeit oft müde und erschöpft fühlst, findest du hier eine Mini-Practice für einen kleinen Energiekick im Alltag:

Shakti spüren – 4 Übungen, um ihre Präsenz unmittelbar zu erfahren

Shakti ist die allen Formen des Lebens innewohnende schöpferische Urkraft. Jene Lebensenergie, die den Fluss erst fließen lässt, die dich atmen lässt, dein Herz zum Schlagen bringt, deine Muskeln formt und deine Neuronen befeuert. Mit diesen vier Übungen von Sally Kempton lernst du die Shakti-Präsenz wahrzunehmen.

Text: Sally Kempton / Titelbild: Content Pixie via Unsplash

Shakti bedeutet Kraft, Macht oder Energie. In der indischen Mythologie wird Shakti grundsätzlich als weiblich beschrieben, häufig ist sie als Devi (Göttin) personifiziert, meist als weibliches Gegenüber zum männlichen Gott Shiva. Auf einer tieferen Ebene aber transzendiert Shakti das Geschlecht. Im metaphysischen Sinn ist sie – in der indischen Tradition ebenso wie im Taoismus, wo Shakti als Qi bezeichnet wird – der Inbegriff jener grundlegenden schöpferischen Dynamik, die das gesamte Universum hervorbringt. Sie wird als die Quelle sowohl der Materie als auch der physikalischen Energie, im Grunde also jeglicher Erscheinung, angesehen. Ihr Tanz ist der Tanz des Kosmos.

Gleiche Kraft für alle

In letzter Zeit wurde die Shakti stark von der weiblichen Spiritualität in Beschlag genommen. Das hatte den unseligen Nebeneffekt, dass männliche Yogis das Gefühl bekamen, in ihnen sei keine Shakti. Dabei ist diese Energie in Männern genauso präsent wie in Frauen. Ganz unabhängig vom Geschlecht wird ein Mensch, der bewusst Yoga übt, in seiner Praxis sehr wahrscheinlich Qualitäten wie Feuereifer, Vitalität, Achtsamkeit, Gefühl und Flow (völliges Aufgehen im Tun) an den Tag legen. Ebenso gut kann sich Shakti aber auch als tiefe Ruhe manifestieren oder als die Wahrnehmung eines inneren Zeugen, der wertfrei das eigene Leben betrachtet. Die Shakti erwacht auf ganz verschiedene Weise: durch Pranayama (Atemarbeit), Chakra-Übungen, Mantras, Meditation oder im Kontakt mit einem Menschen, dessen Shakti schon erweckt ist. Es kann aber auch sein, dass sie mehr oder minder spontan aktiviert wird, als natürlicher Bestandteil im Prozess inneren Wachstums.

4 Übungen zur Wahrnehmung von Shakti

1. Spüre die Energie

Halte die Handflächen in einem Abstand von 5 bis 8 Zentimetern zueinander und spüre die Energie dazwischen. Dann vergrößere den Abstand um einige Zentimeter, halte das Gespür für die verbindende Kraft aber aufrecht. Sobald du die Verbindung verlierst, nähere die Hände einander wieder an und nimm den Kontakt erneut auf.

2. Richte die Aufmerksamkeit auf dein Herz

Atme tief ein und aus und stelle dir vor, dass der Atem durch das Herz hindurchströmt und auf der Körperrückseite wieder austritt. Dann mache dir die subtile Energie hinter dir bewusst. Sie stützt dich wie eine Rückenlehne. Nimm diese energetische Stütze an, als ob du dich daran anlehnen würdest. Spüre, wie die Energie um dich herum fließt und dich von allen Seiten umhüllt. Atme langsam und tief ein und lenke diese Energie an Stellen in deinem Körper, die sich verspannt oder blockiert anfühlen. Erkenne, dass du pure Shakti atmest.

3. Mache dir die Gegend um das untere Ende der Wirbelsäule bewusst

Spüre die Präsenz eines subtilen Energiekanals, der von dieser Basis aus durch die Körpermitte bis zur Krone an der Schädeldecke verläuft. Nutze den Atem, um die Aufmerksamkeit von der Wurzel zum Herz hinauf steigen zu lassen, dann vom Herzen zur Schädeldecke und wieder zurück. Mache dir bewusst, dass es sich um eine sich bündelnde Wahrnehmung von Energie handelt, die sich in diesem inneren Kanal bewegt. Du kannst diese Energie als eine Art Ausdehnung empfinden, als Kribbeln oder als ein feines Gefühl von Elektrizität. Es handelt sich in jedem Fall um Shakti.

4.  Richte während der Asana-Praxis die Aufmerksamkeit auf den Fluss des Atems

Lenke den Fokus sanft in die Mitte des Körpers, zu dem subtilen Energiekanal, der vom unteren Ende der Wirbelsäule zum Herzen verläuft. Während der weiteren Übungen wirst du dort vielleicht feine körperliche oder energetische Empfindungen wahrnehmen können, zum Beispiel Schauer, ein Gefühl von Ausdehnung, Hitze, Leichtigkeit oder Schwere, vielleicht sogar den Herzschlag. Auch zum Ende deiner Praxis, bei der Entspannung in Shavasana (Totenstellung), treten diese Empfindungen nicht selten auf, denn die subtile Wahrnehmung fällt leichter, wenn der Körper ruht.

Alles Shakti, oder was? Im YOGAWORLD JOURNAL 06/2025 haben wir uns dem Titelthema “Weibliche Kraft” gewidmet und sind der Frage nachgegangen: Brauchen wir einen feministischen Blick auf Yoga – oder eher einen freieren Blick auf Weiblichkeit? Hier kannst du dir das Heft bestellen:


Foto: David Martinez

Sally Kempton schrieb regelmäßig für das amerikanische YOGA JOURNAL, veröffentlichte mehrere Bücher (z.B. “Awakening Shakti”) und unterrichtete weltweit Workshops und Retreats. Mehr Info auf sallykempton.com

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Von der Freiheit eine Gurke zu sein – Freiheitsbegriffe im Yoga

Freiheit – ein großes Wort. Spätestens seit Corona empfindet es unsere Autorin als überstrapaziert. Zumal Freiheit häufig so definiert wird, dass man machen kann, was man will. So leben, wie man will. Auch das Yogasutra beschreibt Freiheit als Ziel – aber ist das die gleiche Idee von Freiheit? Eher nicht.

Text: Sybille Schlegel / Titelbild: tjasam von Getty Images Signature via Canva

Wir sitzen im Auto. Meine Tochter verbindet ihr Smartphone mit dem Autoradio – Zeit für ihre Musik. “My love has got no money, he’s got his strong beliefs. My love has got no power, he’s got his strong beliefs. (…) Freedom and love is what he’s looking for. Freed from desire, mind and senses purified.” Ein Track der Gruppe Gala aus dem Jahr 1997. Nachdem das Kind darüber hinweg ist, dass ich den Song spontan mitsingen kann, versinken meine Gedanken. 1997 hatte ich noch rein gar nichts mit Yoga zu tun. Heute übe und studiere ich es seit mittlerweile 21 Jahren und stelle fest: “Freed from desire” beschreibt einen Yogi. Einen, dessen gesamtes Streben auf Freiheit und Liebe ausgerichtet ist. Dem Geld, Macht und Ruhm nichts bedeuten. Der sich von seinen Begehrlichkeiten befreit, Geist und Sinne reinigt. Ich muss schmunzeln. Wirkt fast, als hätte man Yogasutra oder Hatha Yoga Pradipika mit Disco-Beats unterlegt …

Freiheit im Yoga

Und damit wird klar: Freiheit im Yoga ist eigentlich das Gegenteil davon, das eigene Wollen ausleben zu können. Freiheit im Yoga ist die Abwesenheit von Wollen. Ein Geist, der von Verlangen befreit und damit klar und rein ist. Es ist die Freiheit von Getriebensein, die Freiheit von Angst. Wollen und Fürchten gehen nämlich oft Hand in Hand: Man will etwas haben, man fürchtet, es zu verlieren. Beides sind starke Treiber. Wollen ist unmittelbar. Im Moment des Wollens scheint das, was wir wollen, absolut, gültig und bindend zu sein. Aber wenn man sein Wollen über die Tage mal genauer betrachtet, muss man feststellen, dass man mal dies und mal jenes will. Gerne auch in Gegensatzpaaren: Ich will schlafen, ich will Action. Ich will meine Ruhe, ich will Kontakt. Ich will Geld, Macht und Ruhm, ich will meinen inneren Frieden …

Frau am Strand mit Tuch, das im Wind weht, Symbolbild für Freiheit
Foto: Milan Markovic von Getty Images via Canva

Wollen oder nicht wollen?

Wollen hält den Geist im Spannungsfeld der Dualität gefangen, denn das Nicht-Wollen ist bei jedem Wollen auf der Gegenseite aktiv. Ich habe in einem meiner Artikel im YogaWorld Journal schon mal erzählt, wie meine Tochter als Kleinkind auf einer Marktstraße hin und her rannte und immer das wollte, was sie gerade sah. Am Ende der Straße hielt sie inne, drehte sich zu mir um und verkündete: “Jetzt will ich ein Eis.” Das war der Dreijährigen-Code für: “Ich fühle mich schrecklich getrieben. Ich leide, weil ich nichts von dem, was ich wollte, bekam. Jetzt möchte ich meinen Frieden.” Genau das lehren auch die yogischen Schriften: Wollen erzeugt Leid. Spätestens dann, wenn die Erfüllung des Wollens ausbleibt oder die Bedingungen des Lebens nicht mit unserem individuellen Wollen übereinstimmen. Der Wunsch, Leid zu vermeiden, führt meist zu Angst vor Leid – und damit zu neuen Formen von Leid.

Die Freiheit des Seins

Wie kommen wir da raus? Patanjali erklärt im Yogasutra, dass Wollen, Vermeiden und Angst allesamt darauf zurückzuführen sind, dass wir uns mit unserem sterblichen Körper identifizieren und nicht erkennen, dass wir eigentlich unsterbliches Bewusstsein sind. Wir haben einen menschlichen Körper und machen menschliche Erfahrungen – und das bindet uns in jedem Denken und Handeln. Ich hab‘ Hunger, ich bin müde, ich brauch‘ mehr Anerkennung, ich könnt‘ grad ausrasten, ich will mal wieder wegfahren … Bis du erkennst, dass du all das nicht bist. Die Essenz ist ganz etwas anderes. Von zukünftigem Leid können wir uns befreien, wenn wir uns von diesem Missverständnis befreien.

Wenn du nichts werden musst, nichts haben und nichts darstellen, weil das Leben sich im Leben erfüllt und das Bewusstsein auch ohne den Körper und die jetzige Persönlichkeit fortbesteht, dann lebt es sich befreiter. Im Maha Mrityunjaya Mantra wird das mit einem kuriosen Bild beschrieben: “Wir opfern dem Dreiäugigen (Shiva), dem Wohlduftenden, dem Wohlmeinenden. Auf dass wir dereinst wie eine reife Gurke vom Stiel abfallen können, vom Tod befreit, nicht von der Unsterblichkeit.

Foto: Adrian Moise via Unsplash

Die Freiheitsbegriffe im Yoga

Kaivalya ist der wichtigste Freiheitsbegriff aus dem Yogasutra und zugleich der Titel von dessen letztem Kapitel: das Ziel der Yogapraxis nach Patanjali. Oft liest man als mögliche Übersetzung neben “Befreiung” auch den etymologisch näher liegenden Begriff “Isolation”, was auf der Gefühlsebene erst mal nicht unbedingt mit unserer Idee von Freiheit harmoniert. Gemeint ist die Absonderung des ewigen Seins (Purusha) von der vergänglichen Materie (Prakriti). Auf dieser Ebene gibt es keine Dualität mehr, sondern absolute Einheit. Kaivalya ist also Freiheit von Zeit, Veränderung, Vergänglichkeit, Unterschiedlichkeit.
Es ist die Freiheit der Ewigkeit.

Moksha ist ein Freiheitsbegriff, der vor allem im Advaita Vedanta verwendet wird. Moksha kommt von der Sanskrit-Wurzel muc “befreien, freilassen, loslassen”, das Partizip dazu ist mukti. Es bezeichnet die Freiheit vom Einfluss des Karma, welches uns zwar Erfahrungen beschert, die uns hoffentlich der Weisheit näher bringen, was uns aber allzu lange im leidvollen Kreislauf der Wiedergeburten gefangen hält. Moksha ist die Freiheit von Wiedergeburt, von Leid und von Abhängigkeit.
Es ist die Freiheit der Unabhängigkeit.

Nirvana ist ein zentraler Freiheitsbegriff im Buddhismus. Nirvana bedeutet wörtlich übersetzt: ausgelöscht, geleert, beruhigt, tot. Es wird oft als das “große Verwehen” beschrieben. Hier umfasst Freiheit das Gefühl von Losgelöstheit und Unabhängigkeit. Die Gebundenheit an Leid endet, das endlose Nichts bleibt. Ähnlich wie bei Kaivalya und Moksha ist Freiheit auch hier die Freiheit vom eigenen Wollen und Getriebensein.
Es ist die Freiheit des Nicht-Müssens.


Alles andere als “vergurkt” finden wir die lebensnahen Texte über die Yogaphilosophie, mit denen Sybille Schlegel uns seit vielen Jahren bereichert. Mehr über Sybille erfährst du auf ihrem Instagram-Account.

Noch mehr spannende Artikel von Sybille findest du zum Beispiel hier:

Rückläufiger Merkur: Bedeutung, Chancen & praktische Tipps

Mercury Retrograde, oder auf Deutsch, der rückläufige Merkur ist eines der bekanntesten astrologischen Phänomene und wird oft für verschiedenste Herausforderungen im Alltag verantwortlich gemacht. Doch was steckt wirklich dahinter? Erfahre mehr über die tiefere Bedeutung des rückläufigen Merkur, welche spirituellen Chancen diese Phase bietet und wie du sie für deine persönliche Entwicklung optimal nutzen kannst. Plus: alle nächsten Termine im Überblick.

Titelbild: buradaki/Getty Images via Canva

Das astronomische Phänomen

Lass uns zunächst einmal die Fakten klären: Denn der Merkur wandert nicht etwa plötzlich rückwärts durch unser Sonnensystem. Rückläufigkeit bezeichnet in der Astronomie nur eine scheinbare Rückwärtsbewegung eines Planeten am Himmel. Beim Merkur entsteht dieser optische Effekt dadurch, dass er die Erde auf seiner inneren Umlaufbahn um die Sonne überholt. Aus Perspektive der Erde erscheint seine Bewegung dann für einige Wochen rückwärts gerichtet. Das geschieht drei- bis viermal im Jahr.

Die nächsten Termine von Mercury Retrograde 2025/2026:

  • 9. November bis 29. November 2025
  • 26. Februar bis 20. März 2026
  • 29. Juni bis 24. Juli 2026
  • 24. Oktober bis 13. November 2026

Astrologische Deutung des rückläufigen Merkur

In der Astrologie hingegen ist die Rückwärtsbewegung des Merkur weit mehr als nur eine astronomische Erscheinung. Der Planet Merkur steht vor allem für das Thema Kommunikation, unseren Intellekt und Denkprozesse. Er beeinflusst, wie wir denken, sprechen, Informationen verarbeiten und miteinander interagieren. Auch die Themen Handel, Technologie und Transport stehen stark unter dem Einfluss des Merkur. Wenn dieser rückläufig ist, stehen all diese Bereiche Kopf. Das kann sich folgendermaßen auswirken:

  • Kommunikation und Verständigung: Missverständnisse, Verspätungen, technische Probleme
  • Reisen und Transport: Verspätungen, Pannen, Umwege
  • Handel und Verträge: Verzögerungen, Änderungen, Unklarheiten
  • Lernen und Studium: Konzentrationsschwierigkeiten, Informationsüberlastung
  • Entscheidungsfindung: Unsicherheit, Zweifel, Rückzug

“Ist der Merkur schon wieder rückläufig?”

Foto: Andrea Piacquadio via Pexels

Das ist bei uns in der Redaktion inzwischen mit die erste Frage, die im Raum steht, wenn es technische Probleme gibt. Je nach dem, von wem der Satz kommt, mit einem mehr oder weniger ernst gemeinten Augenzwinkern ????.

Denn diese Situationen, die wie verhext scheinen, kennen wir alle. Diese eine wichtige E-Mail geht einfach nicht raus, weil das WLAN wieder hängt, kurz darauf stürzt der Computer ab und irgendwie redet man seit Tagen mit seinen Kolleg*innen aneinander vorbei. Wenn dann auch noch auf dem Heimweg der Zug ausfällt, ist klar: Da muss doch irgendetwas los sein im Universum. Schnell das Handy gezückt (wenn es denn noch geht…), kurz gegoogelt und dann ist klar: Tatsächlich ist der Merkur an allem Schuld.

Und so sehr es auch nervt, wenn nichts so richtig funktionieren will, sind wir damit aber gleich bei einem wichtigen Punkt. Denn bevor wir den armen kleinen Planeten mit Schuldzuweisungen überhäufen, können wir diese Zeit als eine kosmische Einladung zur Innenschau betrachten. Natürlich ist das oft leichter gesagt als getan. Deswegen haben wir hier einige Tipps, wie du das Beste aus der rückläufigen Phase des Merkur herausholen kannst.

Kommunikation überdenken

Beim Thema Kommunikation lädt der rückläufige Merkur uns ein, unsere Kommunikationsmuster grundlegend zu überdenken: Drücke ich mich deutlich genug aus? Kommuniziere ich gewaltfrei? Wann kommen “alte” Kommunikationsmuster zum Vorschein? Woran liegt es wirklich, dass mein Gegenüber mich nicht richtig versteht? Spreche ich meine Wahrheit?

Nutze diese Fragen auch gerne als Journaling Prompts.

Geduld & Achtsamkeit üben

Wenn sich zur Phase des rückläufigen Merkur Verspätungen häufen und du gezwungen bist Zeit abzusitzen, nutze diese sinnvoll. Ist es wirklich nötig, diese “leeren” Zeiträume möglichst effizient zu füllen? Wenn du zum Beispiel 20 Minuten länger am Bahnhof warten musst, ist das eine Chance, dich in Geduld zu üben und den Stillstand auszuhalten. Oder wie wäre es mit einer Achtsamkeitsübung? Was siehst du, was hörst du, was riechst du? Wie fühlen sich deine Füße auf dem Boden an? Wie fühlt sich die Kleidung auf deiner Haut an? Beobachte deinen Atem.

Digital Detox & zur Ruhe kommen

Foto: Dmitry Belyaev/Getty Images via Canva

Wenn die Technik dich im Stich lässt, freue dich über den ungeplanten Digital Detox. Deinem Gehirn tut das unglaublich gut, wenn nicht ständig neue Informationen darauf einprasseln. Und auch deine Augen werden es dir danken, wenn die Bildschirmzeit jetzt reduziert wird. Gerade weil wir während Mercury Retrograde sowieso oft Konzentrationsschwierigkeiten haben, ist jetzt der optimale Zeitpunkt, etwas mehr zur Ruhe zu kommen und die Wellenbewegungen im Geist zu verlangsamen: Citta Vritti Nirodha at its best.

Was wird laut, wenn alles andere ruhig wird? Lausche der Weisheit deiner Seele. So ist der rückläufige Merkur nicht nur eine Phase der Herausforderungen, sondern ein Portal zu tieferer Selbsterkenntnis und spirituellem Wachstum.

Dein spiritueller Werkzeugkasten für die rückläufige Phase

???? Praktiken: Meditation, Fokus auf das Halschakra, Journaling, energetische Schutzpraktiken
???? Kristalle: Sodalith, Amethyst, Schwarzer Turmalin
???? Räucherwerk: Salbei, Palo Santo, Weihrauch
???? Affirmationen: “Ich kommuniziere klar und wahrhaftig.” / “Ich spreche meine Wahrheit.”


Hier findest du noch mehr Tipps, Yoga und Astrologie zu verbinden:

Kakao als Herzritual – warum die Yogawelt den “Cacao Spirit” neu entdeckt

Pure Cacao Rocks von Juice Plus
Sobald Herbst und Winter Einzug halten, wandelt sich nicht nur unsere Yogapraxis – auch in uns selbst geschieht Veränderung: nun stehen mehr Yin- oder Restorative Yoga auf dem Programm und der Wunsch nach Wärme und Nähe wird größer. Genau in diesen Monaten erleben Kakaozeremonien eine besondere Resonanz: Sie wirken wie ein geschützter Übergang zwischen Alltag und Innenwelt.

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Vom Getränk zum Ritualraum

Zeremonieller Kakao wird in vielen Traditionen als “Pflanze des Herzens” beschrieben – weniger wegen eines einzelnen Effekts, sondern weil sein Genuss meist mit Achtsamkeit, Gemeinschaft und Verbundenheit in Zusammenhang steht. In Yogaräumen entsteht dadurch ein stiller, weicher Fokus: Die Schale in den Händen, der Duft, das gemeinsame Innehalten – ein Moment, der noch vor der ersten Bewegung das Feld öffnet. Kakao stimuliert sanft, ohne aufzuputschen. Viele Praktizierende empfinden ihn als angenehm wärmend und zentrierend – Qualitäten, die gut zum langsamen Rhythmus des Winters passen.

Jahreszeitliche Begleiterin für Vata-Zeiten

Pure Cacao Rocks von Juice Plus

Aus ayurvedischer Sicht gilt Kakao als sattvisch sowie wärmend und kann deshalb in der dunklen Jahreszeit unterstützend wirken. Wer mag, mischt Gewürze wie Kardamom, Zimt oder Chili hinzu, um die erdende Komponente zu verstärken. So entsteht ein kleines Abend- oder Morgenritual, das die Sinne sanft nach innen lenkt.

Wie eine Zeremonie entsteht

Eine Kakaozeremonie folgt keinem strengen Schema. Manche Studios beginnen mit Atemarbeit, andere mit einem stillen Ankommen. Erst danach wird der Kakao bewusst getrunken – langsam, manchmal in Stille, manchmal begleitet von Musik oder kurzen Meditationen. Erst anschließend öffnet sich Raum für Yin, Meditation oder feine Embodiment-Elemente. Entscheidend ist nicht die Form, sondern die Haltung: Präsenz, Langsamkeit, Begegnung.

Was bei der Auswahl wichtig ist

Wer Kakao in einem rituellen Rahmen nutzt, achtet in der Regel auf eine möglichst naturbelassene Qualität. Reiner Kakao enthält von Natur aus Mineralstoffe, wie Magnesium, Eisen und Kalium, die im Körper vielfältige Funktionen übernehmen: Eisen trägt zu einer normalen Energieverwertung bei, Magnesium unterstützt die normale Funktion der Muskeln und des Nervensystems, Kalium hilft, einen normalen Blutdruck zu halten. Das macht Kakao zu einem angenehmen Begleiter für ruhige Praxisformen, ohne ihn zu einem “Wundermittel” zu stilisieren.

Pure Cacao Rocks von Juice Plus

100% Kakaomasse, leicht zu dosieren

Eine praktische Möglichkeit für Yogastudios oder Retreats sind Produkte, die sich leicht dosieren lassen, etwa die neuen Pure Cacao Rocks von Juice Plus+. Sie bestehen aus 100 % Kakaomasse, sind von Natur aus zuckerfrei und lassen sich einfach schmelzen – ideal, wenn regelmäßig Zeremonien angeboten werden oder Kakao als kleines Achtsamkeitsritual im Kursraum Teil der Atmosphäre wird. Pure Cacao Rocks von Juice Plus+: Ideal pur, im Getränk oder zum Verfeinern von Speisen – als Teil einer ausgewogenen Ernährung. Preis: EUR 39,- pro Dose. 

Ein Moment von Wärme – mitten im Winter

Vielleicht liegt der Zauber der Kakaozeremonie gerade darin, dass sie nichts verlangt und doch so viel verbindet: Körper, Atem, Jahreszeit, Menschen im Raum. Eine Tasse, die wärmt. Ein Kreis, der hält. Eine Praxis, die tiefer wirkt als jede Pose. Und manchmal entsteht genau daraus das, was viele in der dunklen Jahreszeit suchen: einen achtsamen Ort für sich selbst.

Mehr Infos zu den neuen Pure Cacao Rocks von Juice Plus+: de.juiceplus.com

Yoga und Musik: Wie Klänge deine Praxis bereichern können

Die einen lieben es, mit Musik Yoga zu üben, die anderen halten überhaupt nichts davon. Und wieder andere haben es schlicht noch nie probiert. Hier liest du, wie die Welt der Klänge deine Praxis bereichern kann – und worauf du achten solltest.

Text: Stephanie Schauenburg / Fotos: Sonja Netzlaf

Musik im Autoradio, im Café, im Supermarkt – und dann auch noch im Yoga? Will man die permanente Beschallung hier nicht eher mal ganz bewusst abstellen, Stille finden, nach innen lauschen? Für die Tanzkünstlerin und Vinyasa-Yogalehrerin Daniela Mühlbauer ist das kein Widerspruch, im Gegenteil:

Klang und Rhythmus sind für mich kraftvolle Elemente, die meine Bewegungen beleben, Emotionen freisetzen und die Praxis vertiefen. Es ist ein magisches Gefühl, wenn die Energie der Musik durch meinen Körper fließt und jede Bewegung leitet, trägt und inspiriert. Ganz egal ob ich tanze, Asanas übe oder Yoga unterrichte: Die Verbindung zur Musik ermöglicht eine tiefere Verbindung zwischen meiner inneren Welt und der Energie, die im Raum schwingt.

Doch wie hängt das zusammen? Welche Traditionen verbinden Klang und Yoga? Und wie kann Musik zu einem unterstützenden Element für die Praxis werden – sei es nun im Unterricht oder aber beim eigenen Üben?

Die Welt ist Klang

Nada Brahma, die Welt ist Klang: Die Überzeugung, dass das gesamte Universum aus Schwingungen besteht, ist in der indischen Geistesgeschichte tief verwurzelt. Das beginnt schon bei den alten Schöpfungsmythen, es führt über das Körperbild der Hatha-Yogis mit seinen Nadis und Chakras über das traditionelle Rezitieren und Chanten von Mantras bis zum poppigen Kirtan-Konzert. Die moderne Physik hat diese Lehren inzwischen in vielen Punkten bestätigt: Nicht nur Klang ist Schwingung, auch Licht oder Energie, ja selbst die Gedanken lassen sich als Ströme und Frequenzen messen. Sogar die ganze, riesige Erde schwingt offenbar in einer niedrigen Frequenz, man nennt das “Erdbrummen”.

Viele dieser Schwingungen können wir nicht hören, manche dagegen spüren wir sogar körperlich, zum Beispiel wenn in unserer Nähe ein Gong geschlagen wird oder wir beim Singen eine Hand auf die Brust legen. Und egal wie spürbar oder subtil: Wir schwingen mit den Schwingungen, die uns umgeben, mit, sind in Resonanz und können mit ihrer Hilfe unsere eigenen Schwingungen beeinflussen. Deshalb entstanden im Umfeld von Yoga eine Vielzahl von Praktiken mit Klängen. Manche fassen sie unter dem Begriff Nada Yoga, also Klangyoga, zusammen: Mantra, Bhajan und Kirtan gehören dazu, aber ganz besonders natürlich das Chanten von “Om”, das in den Quellentexten als eine Praxis zum Erlangen von Einheit beschrieben wird.

Daniela Mühlbauer nutzt Musik gerne, um ihre Yogapraxis und die ihrer Schüler*innen zu vertiefen. Sie hat uns zu diesem Artikel inspiriert.

Musik ist noch mehr

Aber ein Klang, selbst so ein machtvoller wie ein den ganzen Yogaraum erfüllendes “Ooooomm”, ist noch nicht Musik. Die erklingt erst, wenn aus der Kombination einzelner Töne und Rhythmen Melodien, Harmonien und Stimmungen entstehen, jede mit einer bestimmten Färbung, einem eigenen “Vibe”. Auch hier schwingen wir mit, meist noch sehr viel deutlicher als bei einem einzelnen Klang: Musik berührt uns. Sie kann uns fröhlich oder melancholisch stimmen, energetisieren oder entspannen, aufputschen oder in meditative Versenkung führen.

Diese komplexe Magie der Musik, die direkt zum Herzen vordringt (und von dort auch in die Sphären des Göttlichen führen kann), hat sehr viel mit Yoga und seinem Verständnis der subtilen Energien zu tun – aber erst mal noch nichts mit Asana. Zwar widmen sich viele wunderbare Bands und Festivals der Yogamusik, es gibt richtig tolle Stücke und Alben, aber dennoch findet diese Musik eher selten während des körperlichen Übens statt. Dass in Stilen wie Vinyasa, Power oder Jivamukti Yoga zu ausgefeilten Playlists Asana und Pranayama praktiziert wird oder dass Menschen bei speziellen Events Yoga zu Live-Musik üben, all das sind moderne Weiterentwicklungen der Praxis. Was erst mal toll ist, denn Yoga darf und soll sich ja weiterentwickeln!

Mit Musik in die Verbundenheit

Im Idealfall fließt man in so einer Stunde durch eine ausgefeilte Choreografie aus Klang und Bewegung, man taucht tief ein in eine ganzheitliche Erfahrung von Atem, Bewegung und Rhythmus und wird getragen von einer Energie, die die ganze Gruppe erfasst. Vielleicht fühlt man sich durch die Musik auch in seiner Konzentration gestützt oder man findet einen heilsamen Zugang zu verborgenen Emotionen. Muss aber nicht sein. Musik im Yoga kann auch nervig und störend sein oder schlicht belangloses Hintergrundrauschen. Es kommt darauf an, wie man sie einsetzt – beziehungsweise welchen Vibes man sich aussetzt.

Wenn du alleine übst, kannst du es einfach ausprobieren, experimentieren und dabei nicht nur auf die Musik hören, sondern auch und vor allem auf dich selbst. So findest du heraus, was für dich funktioniert und was eher nicht. Deine Musik – deine Praxis! Der vielleicht naheliegendste Vorzug einer Home Practice mit Playlist: Es wird sehr viel unwahrscheinlicher, dass du nach zehn Minuten lustlos wirst oder mitten im Üben abbrichst, um “ganz schnell” noch eine Nachricht zu tippen.

Die Musik kann dich nicht nur mit ihrem Rhythmus und ihrer Energie durch die Anstrengung tragen, deine Stimmung heben und dein Herz öffnen, sie kann dich auch erden und dir helfen, deine Aufmerksamkeit im Jetzt und in deiner Praxis verankern – und zwar bis zum letzten Track deiner Liste. Auch wenn es in deiner Umgebung Störfaktoren gibt, wenn es zum Beispiel nebenan auf der Baustelle klappert oder dein Partner im Home Office telefoniert, legt die Musik einen schützenden Kokon aus Klang um dich und deine Praxis.

Einklang – oder einsam?

Etwas komplizierter ist das alles, wenn du in einer angeleiteten Stunde bist. Zwar kann es unglaublich beglückend sein, sich gemeinsam und synchron mit der Musik zu bewegen, ganz verbunden nicht nur mit der Gruppe und der Praxis, sondern irgendwie auch mit dem ganzen großen, wilden Leben: Alles atmet miteinander, schwingt miteinander, ist im wahrsten Sinn des Wortes im Einklang. Genauso kann es aber auch passieren, dass zum Beispiel das Tempo für dich nicht passt, die Asanas zu schwierig sind oder die Musik so wenig deinem Geschmack entspricht, dass du genau das Gegenteil von glücklicher Verbundenheit empfindest: Du bist inmitten einer Gruppe allein mit dir und deinem Störgefühl.

Aber selbst wenn du gut mitkommst und die Musik dich vielleicht sogar durch eine Intensität der Praxis trägt, die du ohne kaum halten könntest: Du wirst gerade in so einer dynamischen “Musikstunde” wahrscheinlich nicht ganz so achtsam üben und so fein in dich hineinspüren können, wie das ja eigentlich Sinn der Sache ist. Vor allem wenn die Musik sehr dominant ist, kann sie auch Aufmerksamkeit abziehen, statt dich in der Achtsamkeit der Praxis zu verankern.

Musik sollte sensibel eingesetzt werden

Ein besonders sensibler Punkt sind Emotionen. Wer schon mal in Shavasana liegend in Tränen ausgebrochen ist, weil eine herzzerreißende Melodie alle Schleusen weit aufgemacht hat, weiß “ein Lied davon zu singen”. So eine emotionale Entladung kann wunderbar und befreiend sein, aber eben auch völlig überfordernd. Und nicht selten hat es leider einen schalen Beigeschmack von Manipulation, schließlich weiß die Lehrerin ja, dass sie hier wahrscheinlich ein Stück auswählt, das die Herzen zum Überlaufen bringt.

Wenn Musik die Yogapraxis wirklich bereichern und vertiefen soll, dann muss sie sehr sensibel und bewusst eingesetzt werden. Nicht ein weiterer der Reize von außen, denen wir ja sowieso schon den lieben langen Tag ausgesetzt sind, sondern eine Pforte nach innen, ein Anreiz, feiner zu lauschen und sich den Schwingungen des Lebendigen anzuvertrauen. Es ist wie mit jeder Form von kraftvoller Magie: Sie hat ihre dunklen Seiten, aber in den richtigen Händen kann sie auch verzaubern, transformieren und wahre Wunder bewirken.

Tipps zum Erstellen deiner Yoga-Playlists

von Daniela Mühlbauer

Thema und Intention: Überlege dir, um was es in dieser Praxis geht. Soll die Musik beruhigen, energetisieren oder emotional unterstützen? Wähle zum Beispiel für eine kraftvoll erdende Praxis Musikstücke mit tieferen Tönen, Frequenzen und Bässen.

Dynamik: Beginne mit sanften Klängen, steigere die Intensität während der aktiven Phasen und suche beruhigende Musik für die Entspannungsphase aus. Spanne dabei einen harmonischen Bogen, der in jeder Phase zur Energie der Praxis passt.

Abwechslung: Ein behutsamer Mix, zum Beispiel von Instrumentalstücken und gesungenen Mantras, von schnelleren und langsameren Beats, macht die Playlist lebendiger.

Störfaktoren vermeiden: Achte auf harmonische Übergänge zwischen einzelnen Stücken und wähle nur Musik ohne plötzliche Lautstärkewechsel oder andere Elemente, die die Konzentration stören könnten. Achte dabei auch auf die Songtexte: Passen die Lyrics zur Praxis, können sie vielleicht negative Emotionen wecken?

Feingefühl: Bedenke bei Playlists für eine Gruppe, dass Geschmäcker und Empfindungen verschieden sind. Wähle eher zeitlose Musik und meide Charts und Ohrwürmer.

Pausen: Lasse unbedingt auch Raum für Stille, wo du den Fokus auf den Atem und die inneren Empfindungen lenken kannst. Stille hat ihren eigenen Klang.

Schon gewusst? Auf unserer Webseite findest du eine Vielzahl Yoga-Playlists zu unterschiedlichen Themen, Stilen und Stimmungen.


Stephanie Schauenburg übt in der Gruppe lieber ohne Musik, aber zu Hause findet sie es wunderbar, ihre Bewegungen in Klängen zu baden. Ganz besonders in LaBrassBandas “Yoga Symphony No. 1”.

Im Rhythmus deiner Weiblichkeit – Ayurveda für Körper, Geist und Seele

Neue Wege Ayurveda Reisen für Frauen

Das Leben einer Frau verläuft in Zyklen – voller Energie, Klarheit und Tatkraft, aber auch mit Phasen des Wandels und der Erneuerung. Ayurveda sieht darin eine natürliche Bewegung, die uns leitet, stärkt und in jeder Lebensphase unterstützt. //anzeige

Bei NEUE WEGE begleiten wir Frauen auf diesem Weg seit vielen Jahren – mit Reisen, die Achtsamkeit, Ayurveda und Yoga miteinander verbinden und so Räume schaffen, um Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Neue Wege Ayurveda Reisen für Frauen

Gerade in der Peri- und Menopause schenkt der ayurvedische Ansatz wertvolle Impulse. Wenn sich hormonelle Prozesse verändern, eröffnet Ayurveda Wege, den Körper zu stabilisieren, den Geist zu beruhigen und neue Energie zu finden – im Einklang mit den eigenen Bedürfnissen.

Balance im Wandel

Neue Wege Ayurveda Reisen für Frauen

Die Jahre des Übergangs sind eine Zeit des Neubeginns: Der Körper richtet sich neu aus, und mit der richtigen Unterstützung kann daraus neue Stabilität entstehen. Ayurveda begleitet diesen Prozess mit gezielten Routinen, Ernährung und Anwendungen, die Wärme, Ausgeglichenheit und Vitalität fördern.

Sanfte Rituale stärken dich in dieser Phase:

Neue Wege Ayurveda Reisen für Frauen
  • Abhyanga – tägliche Selbstmassage mit warmem Öl, die das Nervensystem beruhigt und Erdung schenkt.
  • Typgerechte Ernährung – warme, frische Mahlzeiten, die das Verdauungsfeuer stärken und Energie spenden.
  • Yoga & Atmung – sanfte Bewegungen und bewusste Atemübungen, die Klarheit und Ruhe fördern.

Ayurveda – Wissen für die Frauengesundheit

Neue Wege Ayurveda Reisen für Frauen

Im Ayurveda ist jede Frau einzigartig. Das Gleichgewicht der drei Doshas – Vata, Pitta und Kapha – bestimmt, wie wir Energie verarbeiten, mit Veränderungen umgehen und uns regenerieren. Mit individuell abgestimmten Anwendungen, Heilkräutern und Ernährung kann Ayurveda helfen, hormonelle Schwankungen auszugleichen, den Schlaf zu verbessern und emotionale Stabilität zu fördern.

Neue Wege Ayurveda Reisen für Frauen

Gerade in der Peri- und Menopause schenkt Ayurveda Halt und Orientierung – für mehr Gelassenheit, innere Stärke und Lebensfreude.

Yoga für neue Leichtigkeit

Neue Wege Ayurveda Reisen für Frauen

Yoga unterstützt den Körper in allen Phasen des Wandels. Sanfte Asanas, Hormon-Yoga und Atemübungen fördern Ausgeglichenheit, Stabilität und Klarheit. So wird jede Praxis zu einer Einladung, den eigenen Rhythmus zu spüren und Kraft aus der Bewegung zu schöpfen.

Retreats für deine weibliche Kraft

Neue Wege Ayurveda Reisen für Frauen

Ayurveda und Yoga entfalten ihre Wirkung besonders an Orten, die Raum für Ruhe, Regeneration und persönliche Begleitung bieten.

Zurück zu dir

Neue Wege Ayurveda Reisen für Frauen

Frauengesundheit bedeutet, die eigene Mitte zu stärken und den Körper bewusst zu begleiten. Ayurveda und Yoga bieten dafür kraftvolle Werkzeuge – sanft, individuell und ganzheitlich.

Hier findest du bei NEUE WEGE Inspiration und passende Reisen, um Deine weibliche Energie zu nähren und Dich ganz auf Dich selbst zu besinnen.

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Hilfsmittel im Yoga: Das können Block, Gurt & Co.

Frau Block pinke Haare Hilfsmittel Yogablock
Foto von cottonbro von Pexels

Viele Yogastile unterscheiden sich alleine aufgrund der Verwendung von Hilfsmitteln. Block, Gurt, Bolster, Decke? Immer wieder werfen diese Helfer einige Fragen auf: Brauche ich sie für meine Yogapraxis, wenn ich nicht im Studio üben kann? Welche sollte ich mir zuerst anschaffen? Wir beantworten deine Fragen rund um das Thema Hilfsmittel im Yoga.

Text: Kerstin Thost / Fotos: Cottonbro via Pexels

Unabhängig vom Level

Das Mindset ist weit verbreitet, dass Hilfsmittel grundsätzlich etwas für Yogaanfänger*innen sind. Auch ich habe mich schon öfter in Yogastunden beim Gedanken erwischt: “Die anderen wissen ja, dass ich Lehrerin bin. Dann kann ich doch jetzt hier keinen Block verwenden. Das zeigt nämlich, dass ich gar nicht so dehnbar bin.” Aber: Die Erkenntnis, dass man ein Hilfsmittel zur Unterstützung braucht, zeugt von gutem Körperbewusstsein. Setzt du Hilfsmittel ein, zeigt das: Dir ist ist die Yogapraxis wichtiger als dein Ego. Hilfsmittel machen den Einstieg in manche Asanas leichter. Aber an der richtigen Stelle anzusetzen braucht Erfahrung und anatomisches Wissen, wie die Asana aufgebaut werden muss.

Mit Hilfsmitteln den Yogahorizont erweitern

Oft von dynamisch orientierten Yogi*nis belächelt: Yin Yoga. “Die verwenden ja so viele Hilfsmittel!” Dabei lohnt sich der Blick über den Tellerrand. In den Yogastunden überrascht mich die Lehrerin oft mit einem für mich neuen Einsatz von Hilfsmitteln, der eine Asana komplett verändert. Ich habe immer das Bedürfnis, mir das aufzuschreiben und sofort in meine nächste Yogastunde zu übernehmen. Jetzt aber zu den einzelnen Hilfsmitteln:

Die Decke

Häufigste Nutzung

Egal ob im Studio oder Zuhause, eine Wolldecke ist oft vorhanden. Die Decke wird meistens fürs Shavasana zum Zudecken verwendet, damit du nach der körperlich aktivierenden Praxis nicht auskühlst. Mehrmals gefaltet ist sie eine polsternde Unterstützung für die verschiedensten Asanas. Im Meditationssitz oder zu Beginn der Yogastunde im Schneiderseitz unterstützt sie als gefaltete Unterlage die Aufrichtung der Wirbelsäule. Sie kann im Pflug oder Schulterstand den Nacken schützen. Unter das Knie untergelegt schont sie im Heldensitz, Vierfüßlerstand oder tiefen Ausfallschritt die Gelenke.

Man kann die gefaltete Decke ohne Schwierigkeiten rollen und als Ersatz für das Bolster (weiter unten beschrieben) verwenden. Damit kannst du die meisten der Asanas auch durchführen, für die du sonst das Bolster bräuchtest.

Die Blöcke

So werden Blöcke meistens genutzt

Yoga Hilfsmittel Block Frau Schrank

Blöcke sind das Hilfsmittel, das in jeder (Anfänger-)Klasse zum Einsatz kommt. Die Verwendungsweisen sind sehr vielfältig und ein Thema für sich. Denn Blöcke können fast in jeder Asana-Familie verwendet werden. Bei Vorbeugen legst du den Kopf entspannt darauf ab. In Rückbeugen z.B. im Liegen intensiviert ein Block zwischen den Schulterblättern die Herzöffnung. Standpositionen und sogar Balancen gewinnen durch Blöcke an Stabilität. Besonders beliebt ist ihr Einsatz auch in (stehenden) Twists, wo du die Hand darauf ablegst.

Der feine Unterschied zwischen Blöcken

Achtung, denn Block ist nicht gleich Block! Es gibt Blöcke verschiedener Materialien und damit auch verschiedener Eigenschaften. Blöcke aus weicherem Schaumstoff sind sehr leicht. Sie lassen sich durch ihre Weichheit auch wunderbar in Rückbeugen unterlegen. Allerdings findest du in Standpositionen wie dem gedrehten Dreieck mit weichen Blöcken kaum Stabilität. Stabilere Materialien wie Kork und Holz sind erst einmal “unbequemer”. Allerdings kannst du dich beispielsweise im Halbmond auf ihre Stabilität als Stütze verlassen. Beides hat also seine Vorteile. Überlege vor dem Kauf, was dir besonders wichtig ist.

Blöcke überraschend vielseitig

Blöcke erleichtern dir den Einstieg in Balancepositionen. Beispielsweise kannst du sie bei der einfachsten Stand-Balance-Asana verwenden: dem Baum. Dafür legst du den Block flach auf die Matte und stellst dich mit deinem Standbein darauf. Davon ausgehend baust du deinen Baum Schritt für Schritt nach oben auf. Du wirst feststellen: Du stehst wesentlich stabiler als sonst. Aber wieso? Sobald du erhöht stehst, erkennt dein Gehirn die Gefahr nach unten zu fallen. Dadurch bist du wesentlich konzentrierter, die Balance zu halten.

Für Yoga von Zuhause

Für digitales Yoga von Zuhause aus, wird meistens vorgeschlagen, Blöcke durch dicke und stabile Bücher wie Lexika zu ersetzen. Das geht auch teilweise, allerdings tauchen dabei Schwierigkeiten auf. Die beiden Bücher sollten eigentlich genau gleich hoch sein, damit bei Asanas wie der Pyramide (Intensive Flankenstreckung) keine einseitige Fehlhaltung entsteht. Zudem können Bücher nicht beliebig auf drei verschiedenen Seiten aufgestellt werden wie Blöcke, sondern nur flach oder dann gestapelt verwendet werden, um in der Höhe zu variieren.

Fazit: Sollte ich mir Blöcke zulegen?

Ich empfehle dir, dir auf jeden Fall für Zuhause Blöcke zuzulegen. Sie sind nicht teuer und vielseitig in jeder Yogapraxis einsetzbar. Achte nur darauf, dass du ein Material verwendest, welches zu dir und deiner Praxis passt. Du kannst sie sogar als Ersatz für einen Gurt verwenden, um zu lernen hinter dem Rücken zu binden. Dafür einfach mit beiden Händen jeweils eine Seite des Blockes greifen. Oder du vertiefst deine sitzende Vorbeuge damit, indem du den Block hinter deine Füße nimmst und die kurzen Kanten mit den Händen packst.

Yoga Hilfsmittel Bolster Frau Schrank

Das Bolster

Die häufigste Nutzung des Bolsters

Bolster dienen, wie der Name schon andeutet, zur Polsterung. Durch sie können die verschiedensten Asanas bequemer gestaltet werden – vor allem bei (sitzenden) Vorbeugen, bei denen viele Körperteile den Boden berühren. Das Bolster kann ähnlich wie die Decke das Knie schonen, wie der Block die Hüfte in der halben Taube gerade ausrichten oder beim Krokodil die Knie auffangen. Oder du legst in verschiedensten Vorbeugen deine Stirn darauf ab, wie in der halben Taube oder in der sitzenden Vorbeuge, wenn die entspannende Version mit rundem Rücken gewählt wird. Ebenfalls in der sitzenden Vorbeuge wie auch im Shavasana kannst du dir das Bolster in die Kniekehlen legen, um den unteren Rücken zu entlasten.

Übrigens: Im YOGAWORLD JOURNAL 06/2025 findest du den “Bolster Dance”, eine restorative Yogasequenz mit Lizzie Lasater. Hier kannst du dir das Heft bestellen:

Ist das Bolster unbedingt notwendig?

Jein. Du kannst das Bolster durch eine gefaltete und dann gerollte Decke ersetzen. Für Asanas, bei denen die längliche Form nicht entscheidend ist, kannst du auch ein Meditationskissen benutzen, um beispielsweise deine Stirn abzulegen. Wenn du oft Stile wie Yin Yoga praktizierst, macht es sicher Sinn, dir ein Bolster für deine Yogapraxis zuhause zu kaufen.

Der Gurt

Die häufigste Nutzung des Gurtes

Grundsätzlich wird der Gurt meistens verwendet, um tiefe Dehnungen zu halten, sozusagen als Verlängerung des Arms. Einerseits hilft er dabei, mit den Armen zu binden. Binden bedeutet, dass sich in einer Asana hinter dem Rücken oder um ein Bein herum die Hände berühren können. Der Gurt kann hierbei den Abstand zwischen den Händen “überbrücken” und bei häufigem Üben kann so der Abstand immer kleiner werden. Andererseits können auch Hüftöffner oder andere auf dem Rücken liegende oder stehende Beindehnungen damit verstärkt werden. Hier wird der Gurt beispielsweise um den Fuß gelegt, wenn die Hand diesen nicht erreichen kann, sodass das Bein noch gestreckt bleiben kann. Auch hier kann über die Zeit die Länge des Gurtes immer kürzer gestellt werden, damit die Hand eines Tages das gestreckte Bein greifen kann.

Der Gurt überraschend vielseitig

Den Gurt kannst du tatsächlich auch im Alltag nutzen. Wenn du viel am Schreibtisch sitzt, hilft er dir Nacken und Schultern zu entlasten. Ähnlich wie ein Holster kannst du ihn dir umschnallen. Dafür öffnest du den Gurt, legst ihn dir genau mit der Mitte in den Nacken. Die Enden hängen am Körper nach unten. Dann führst du beide Enden vorne an der Schulter entlang nach unten. Auf BH-Höhe führst du ihn hinter den Rücken, wo du beide Enden überkreuzt. Dann immer noch auf der Höhe deiner mittleren Rippen führst du ihn nach vorne und schließt ihn. Finde für dich die richtige Stärke. Deine Schultern sollten gut unterstützt sein. Allerdings darf der Zug im Nacken auch nicht zu stark sein.

Fazit: Ist ein Gurt unbedingt notwendig?

Yoga Hilfsmittel Regal Frau


Auch hier gilt: Jein. Gürtel, dünne Handtücher oder Schals, welche möglichst stabil sind, können Zuhause den Yogagurt ersetzen. Wenn du allerdings öfter mit Gurt vor allem am Binden übst, lohnt es sich, einen richtigen Yogagurt zu haben. Denn dieser hat im Gegensatz zu Schal oder Handtuch eine Schnalle, die du flexibel verengen und weiten kannst, wodurch deine Handgelenke entlastet werden. Zudem ist er so fest gewebt, dass du keine Angst haben musst, ihn zu zerreißen.

Noch mehr Hilfsmittel

Jetzt weißt du schon mal über Block, Bolster, Gurt und ihre Alternativen Bescheid. Weitere Hilfsmittel im Yoga sind beispielsweise: ein professionelles Meditationskissen, der Feetup oder ein Augenkissen für Shavasana.

Lerne hier, wie du dir selbst ein Lavendelaugenkissen im DIY nähen und oder ein Mattenspray mixen kannst.