Jnana Yoga – der Weg der Weisheit

Bergsee im Winter

Yoga kann sehr viel mehr beinhalten als das Üben auf der Matte oder dem Meditationskissen. Herbst und Winter sind eine wunderbare Zeit, um in die Stille zu gehen und sich auf den Pfad der philosophischen Übungspraxis zu begeben: Jnana Yoga.

Text: Rina Deshpande / Titelbild: Tim Stief via Unsplash

Wenn sich unsere Erdhalbkugel gegen Ende des Jahres wieder von der Sonne weg neigt, zieht der Winter ein. Die Tage werden kürzer und dunkler, die Welt liegt oft unter einer dicken Wolkendecke und die Temperaturen sinken. Ganz ähnlich wie Bären oder Fledermäuse, die jetzt Winterschlaf halten, sehnen sich auch unsere menschlichen Körper nach Ruhe und innerer Einkehr. Diese Verbundenheit zwischen dem eigenen Körper und den Lebenszyklen der Tiere und Pflanzen – der gesamten Erde – sollten wir gerade auch als Yogi*nis wahrnehmen und würdigen.

Anstatt also einem so natürlichen Muster wie dem Wunsch nach winterlichem Rückzug zu widerstehen, sind wir eingeladen, uns ganz bewusst dem universellen Lauf der Jahreszeiten hinzugeben. Die kalten, dunkleren Perioden sind nämlich auch eine wunderbare Gelegenheit, zu regenerieren, uns wieder deutlicher mit dem eigenen Inneren zu verbinden und in Ruhe zu reflektieren und zu lernen. In der Tradition des Yoga hat diese geistige Praxis, bei der wir höheres Wissen erlangen und weiser werden wollen, eine besonderen Platz – und einen Namen: Jnana Yoga.

Darum geht es im Jnana Yoga

Buch mit Tasse Kaffee und Kuscheldecke
Foto: Sixteen Miles Out via Unsplash

Im modernen Yoga werden die Lehren der alten Schriften, also die Yogaphilosophie, häufig in die körperliche Asana-Praxis integriert, genauso kombiniert man sie auch mit Ayurveda, der alten indischen Heil- und Lebenskunst. Diese Verbindung von körperlicher und philosophisch-spiritueller Praxis ist nicht unbedingt falsch. Dennoch ist es, glaube ich, wichtig, dass Übende und Lehrende verstehen, wie die Lehre ursprünglich einzelne Übungswege voneinander unterschieden hat:

Noch älter als Hatha Yoga oder auch die acht Glieder des Raja Yoga, zu denen ebenfalls körperliche Übungen gehören, sind drei weitere Formen von Yoga. Sie werden schon in den frühesten Yogaschriften und in den mündlich wiedergegebenen Lehren beschrieben: Karma Yoga (der Weg des selbstlosen Handelns im Dienst an der Natur und anderen Wesen), Bhakti Yoga (der Weg der hingebungsvollen Liebe und Gottesverehrung) und eben Jnana Yoga (der philosophische Übungsweg von Studium, Erkenntnis und Weisheit). Keiner dieser Wege ist besser oder schlechter als die anderen: Alle vier Formen von Yoga sind geeignet, die Übenden zu einem besseren Verständnis ihres wahren Selbsts zu führen und der spirituellen Befreiung (Moksha) näherzubringen.

Die Jnana-Yogapraxis sollte in der Lebenserfahrung wurzeln

Jnana Yoga ist dabei nicht unbedingt die naheliegendste Wahl: Viele von uns haben nach Schule und Ausbildung aufgehört, bewusst zu lernen, ihren Geist zu weiten und Wissen anzusammeln. Dabei steht uns das Lernen ein Leben lang offen und bietet uns zahllose Gelegenheiten, unsere wahre Natur und das Leben besser zu verstehen. Diese vielen großen und kleinen Erkenntnisse auf dem Weg zu Weisheit sind der eigentliche Sinn von Jnana Yoga. Ein wichtiger Bestandteil dieses Yogawegs ist das Studium der alten Schriften, aber dabei geht es nicht so sehr um das Anhäufen von Informationen oder um theoretisches Lernen. Es wird dich nicht viel weiterbringen, Patanjalis Sutras auswendig rezitieren zu können. Damit man die Lehren dieser Schriften wirklich durchdringen kann, sollte das Studium in der eigenen Lebenserfahrung wurzeln und von der ehrlichen Intention getragen sein, nach den universellen Wahrheiten zu streben.

Diese Verankerung in der eigenen Lebenswirklichkeit und die Anbindung an eine aufrichtige Motivation sind wichtig, denn das reine Anfüttern der intellektuellen Intelligenz geht oft damit einher, dass sich das Ego aufbläht. Jnana Yoga ist daher im Idealfall keine intellektuelle Gymnastik, sondern eine feine, achtsame Praxis, bei der man die eigenen Gewohnheiten und Muster beobachtet und ganz besonders auch solche Fallstricke wie Stolz, Ehrgeiz und Überheblichkeit aufspürt. Nur so können das Studium und das erworbene Wissen auch wirklich ins Leben hineinwirken und uns helfen, unsere angeborene Weisheit zu entfalten.

Herbstlicher Wald am See
Foto: Samuel Ferrara via Unsplash

Jnana Yoga in der Bhagavad Gita

Sicher hast du hier auf der Seite oder im YOGAWORLD JOURNAL schon einmal etwas über die Bhagavad Gita gelesen oder im Yogaunterricht davon gehört. In dieser über 5000 Jahre alten Hindu-Schrift, deren Titel wörtlich übersetzt „Gottes Lied“ bedeutet, unterweist der Gott Krishna den Prinzen und Krieger Arjuna, der im Begriff ist, in eine große Schlacht zu ziehen. Die 700 Verse umfassende Unterweisung ist eingebettet in ein großes indisches Epos, das Mahabharata. Innerhalb dieser ausufernden Erzählung über den Krieg zwischen zwei rivalisierenden Familienzweigen bildet die Gita eine Art philosophische Unterbrechung: Hier wird das Schlachtfeld der Kriegserzählung zum Symbol für die moralischen und ethischen Dilemmas, mit denen wir Menschen seit jeher zu kämpfen haben.

Der Rat, den Krishna dem hin- und hergerissenen Helden Arjuna erteilt, ist ein Kernstück der yogischen Philosophie: Es legt die Herausforderungen dar, die ein Leben in Dualitäten mit sich bringt, und zeigt auf, dass sich hinter all den Trennungen in Gut und Böse, angenehm und unangenehm, Anziehung und Abscheu, die Wahrheit von Non-Dualität, von Verbundenheit und Einheit verbirgt.

Lies dazu auch: „Die Bhagavad Gita: Ein Krieger auf der Suche nach Frieden

Stetiges Lernen als Notwendigkeit

Das vierte Kapitel der Bhagavad Gita ist Jnana Yoga, dem Weg der Weisheit, gewidmet. Darin berichtet Krishna gleich eingangs, dass er sein göttliches Wissen an den Sonnengott weitergegeben habe, der es wiederum an jene Menschen vermittelt habe, die auf der Suche nach Erkenntnis waren. Doch irgendwann sei dieses unvergängliche Wissen den Menschen verloren gegangen. Stetiges Lernen und die kontinuierliche Weitergabe von Wissen werden also als unbedingte Notwendigkeit, als eine heilige Handlung beschrieben. Entsprechend gilt das Lernen im Hinduismus – wie auch in vielen anderen Religionen – als eine wichtige spirituelle Praxis. Zu der wird es aber nur, wenn die Absichten stimmen.

In Vers 23 erklärt Krishna die Bedeutung der Intention, nicht nur fürs Lernen sondern auch für jede Art von Handeln: Nur wenn sie nicht persönlichen Vorlieben und Vorteilen, sondern dem Höchsten (oder: dem Göttlichen) gewidmet sind, bringen sie uns auf dem Weg der spirituellen Befreiung voran. Im Sanskrit-Vers klingt das so:

गतसङ्गस्य मुक्तस्य
ज्ञानावस्थितचेतस: |
यज्ञायाचरत: कर्म समग्रं
प्रविलीयते

gata-sangasya muktasya
jnanavasthita-chetasah
yajnayacharatah karma
samagram praviliyate

Frei übersetzt bedeutet dieser Vers, dass all jene, die ihre Handlungen dem Höchsten widmen, frei werden von den menschlichen Anhaftungen und deren karmischen Folgen. Auf diese Weise wird ihr Geist dauerhaft in der universellen Weisheit verwurzelt sein.

Über die Erkenntnis zur Befreiung

Diese Weisheit ist der eigentliche Kern von Jnana Yoga: Es geht um eine tiefe Form der Erkenntnis, in der wir Freiheit finden können und die unserem Handeln wirklich Sinn verleiht. In Vers 33 heißt es daher: Das höchste Ziel allen Handelns ist die Weisheit. Aber auch schon auf dem Weg dorthin gibt es viel zu gewinnen: Wenn wir die geistige Praxis einbetten in unser alltägliches Yoga und in unsere Lebenswirklichkeit, führt sie uns auf einen Pfad der Selbsterkenntnis und Erkenntnis – und damit in eine ganzheitliche Erfahrung von Spiritualität.

Unsere weise alte Erde neigt sich zur Seite und lässt es auf der nördlichen Halbkugel Winter werden. Damit schenkt sie uns eine Zeit der Regeneration und Reflexion, eine Zeit der Tiefe und des stillen Studierens und Lernens. Jetzt haben wir eine besonders schöne Gelegenheit, es uns gemütlich zu machen und uns in der Jnana-Yogapraxis mit unserem wahren Selbst zu verbinden.

Pfad im Schnee Winterlandschaft
Foto: Kristine Cinate via Unsplash

So übst du Jnana Yoga

Neben der streng asketischen Tradition, wie sie der antike indische Yogi Adi Shankaracharya begründet hat, gibt es zahllose weitere Möglichkeiten, Jnana Yoga zu praktizieren. Mit diesen einfachen und alltagstauglichen Vorschlägen möchte ich dich ermutigen, deinen eigenen Weg zur Weisheit zu erkunden.

1. Reinige Körper und Geist

Viele Yogatechniken und alle drei anderen traditionellen Wege von Yoga können dein Studium der alten Schriften, dein Jnana Yoga, wirksam unterstützen: Reinigende Atemübungen wie Kapalabhati oder Kriya Pranayama helfen, deinen Geist zu klären und ihn auf die Aufnahme von Wissen vorzubereiten. Karma Yoga in Form von tatkräftiger Nächstenliebe kann dein Herz öffnen und dir ermöglichen, die Weisheitslehren im täglichen Leben zu verankern und dadurch tiefer zu verstehen. Bhakti Yoga in Form von Mantra-Singen trägt gerade im Winter dazu bei, dein Energie-Level zu heben, damit du die Konzentration besser halten kannst.

2. Widme dich für bestimmte Zeiten dem Studium

Ganz egal ob du dich dafür entscheidest, die Bhagavad Gita eingehender zu studieren, oder dir einen anderen Text aus der Yogaphilosophie, aus Hinduismus, Buddhismus oder einer anderen Tradition aussuchst: Denke immer daran, dass das Lernen kein Wettlauf zu deiner Vervollkommnung ist. Viel mehr als um schnelle Wissensaneignung geht es um Regelmäßigkeit, Hingabe und reine Intentionen. Meine Mutter beispielsweise beschäftigte sich mit einer Gruppe von Frauen volle fünf Jahre lang mit einem kleinen Abschnitt der Puranas. Sie trafen sich jede Woche mit einer Upadhyayani, einer gelehrten Frau der Hindu-Gemeinde. Eine solche Lerngruppe oder auch feste Zeiten alleine helfen dir, deiner Jnana-Yogapraxis Beständigkeit zu geben.

3. Wähle deine Lehrer*innen sorgfältig aus

Sich die alten Texte in ihrer ganzen Komplexität und Rätselhaftigkeit ohne fachkundige Anleitung zu erschließen, ist kein einfaches Unterfangen – erst recht wenn dir der kulturelle und historische Kontext fehlt. Auch traditionell wurde die Yogaphilosophie immer im direkten Lehrer-Schüler-Kontakt vermittelt. Es ist wunderbar, dass spezielle Internetkurse, Retreats und Workshops die alten Lehren heute überall auf der Welt so leicht zugänglich machen. Gleichzeitig sollten wir nicht unterschätzen, wie häufig sich Menschen nach Anerkennung, Macht und Einfluss sehnen – und dann tritt die authentische Suche nach Erkenntnis sehr schnell in den Hintergrund. Die Entscheidung, sich einem Lehrer oder einer Lehrerin anzuschließen, ist keine kleine Sache, genauso wenig wie die Verantwortung als Lehrperson. Lass dir Zeit, hör dich um, spüre genau hin – und wenn du offen dafür bist, bitte um göttliche Führung.

4. Gehe in die Stille

Natürlich arbeitet der Geist beim konzentrierten Studium auf Hochtouren – vergiss dabei aber nicht, dass Intellekt und verstandesmäßiges Wissen etwas völlig anderes sind als Weisheit. Lass dir deshalb Zeit, mache immer wieder Pausen, lasse das Gelesene in der Stille wirken und gib dabei auch deinem Herzen und deinem Körper Gelegenheit, die Inhalte deines Studiums zu integrieren. Für mich ist das der Aspekt, den ich beim Jnana Yoga am meisten genieße.


Rina Deshpande

Rina Deshpande lehrt, forscht und schreibt seit über 15 Jahren über Yoga und Achtsamkeit. Ihre Artikel erschienen bei uns, Huffington Post, Self Magazine und vielen anderen. Mehr Infos auf rinathepoet.com oder Instagram @rinathepoet

Mehr alltagsnahe Artikel von Rina Deshpande rund um Yogaphilosophie kannst du hier lesen:

Somatic Yoga Grundausbildung mit Manuela Berndt: Die Kraft der sanften Bewegung

Somata Yoga Grundausbildung mit Manuela Berndt

Vom Tanz über Yoga zur somatischen Körperarbeit: Genau diese Kombi macht Manuela Berndt zu einer inspirierenden Lehrerin. Mit ihrem Buch „Somatisches Training – Die Kraft der sanften Bewegung“ und ihrer Somatic Yoga Grundausbildung öffnet sie einen Raum, in dem Körper, Nervensystem und Achtsamkeit in Einklang kommen.

Vom Tanz zur somatischen Körperarbeit

Wer Manuela kennenlernt, spürt sofort: Bewegung ist ihr Lebensthema. Schon als Kind hat sie getanzt, später stand sie als Bühnentänzerin auf der Bühne und arbeitete als Choreografin. Doch für sie war Tanz nie nur Ausdruck im Außen – schon früh interessierte sie sich für den inneren Prozess.

„Ich nehme das gar nicht als Wandel wahr, denn es gibt sehr viele Überschneidungen zwischen den verschiedenen Methoden und meinem Tanzbackground. Schon als Tänzerin habe ich mich unter anderem auf Contact Improvisation und Release Techniken spezialisiert – somatische Herangehensweisen im Tanzbereich.“

Yoga begleitete sie von Beginn an: als Ausgleich zum Training, als Halt in einem intensiven Bühnenleben. Was zunächst ergänzend begann, wurde mit den Jahren zu einer tragenden Säule. Schon während ihrer Tanzkarriere fing sie an, Yoga zu unterrichten und erlebte es nicht als Bruch, sondern als natürlichen und fließenden Übergang: „Das Thema Bewegung vereint alles miteinander und begleitet mich seit meiner Kindheit in verschiedenen Varianten und Formen.“

Heute arbeitet Manuela als Somatic Coach, Yogalehrerin, Ausbilderin und Dozentin in ihrem eigenen Studio in Berlin – einem Ort, der ihre Arbeit auf besondere Weise trägt.

Somatic Yoga: So wirkt es auf Körper und Nervensystem

„Das Zusammenspiel von Bewegungsapparat und Nervensystem ist das Fundament der somatischen Methodik. Durch die Übungssequenzen wird der physische Körper aktiviert und harmonisiert. Gleichzeitig richtet sich der Fokus auf Innenschau und Selbstregulierung. Die beiden Stränge des Nervensystems – somatisches und vegetatives Nervensystem – werden in der Praxis angesprochen und ausbalanciert. Wenn das Nervensystem frisch und ausgeruht ist, sind Körper und Geist lebendig. Infolgedessen sind unsere Gedanken kraftvoll und klar, unsere Handlungen entschlossen. Bewegung fühlt sich in diesem Zustand locker und mühelos an, frei von Einengung oder Begrenzung.“

Ein Studio als Resonanzraum

Manuela liebt es, in ihrem eigenen Raum zu wirken. Für sie bedeutet das Freiheit, Selbstbestimmung aber auch Verantwortung: „Ich habe immer selbständig gearbeitet und empfinde es als große Freiheit, in meinen eigenen Räumen zu praktizieren. Dieser Standort ermöglicht mir Unabhängigkeit und kreative Gestaltung meiner Tätigkeit. Gleichzeitig bringt diese Art der Selbstbestimmung auch viel Verantwortung mit sich – von der Planung, über die Ausführung aller Kurse und Termine, bis hin zur Studioreinigung, Organisation und Administration. Tatsächlich erledige ich das alles aber sehr gerne, denn ich spüre immer direkt die Effekte der Energie, die ich in mein Studio investiere.“

Somata Yoga Grundausbildung mit Manuela Berndt

So wird das Studio zu einem Resonanzraum: für sie selbst, für ihre Teilnehmer*innen, für alle, die Bewegung nicht nur machen, sondern erleben wollen.

Das Buch: „Somatisches Training – Die Kraft der sanften Bewegung“

2025 erschien Manuelas Buch. Es ist eine Liebeserklärung an die sanfte Bewegung – und eine Einladung, tiefer zu schauen: „Neben der vielseitigen somatischen Bewegungspraxis interessieren mich besonders die Entwicklung der Methode sowie die historischen Zusammenhänge, die ich mit meinem Buch etwas mehr ins Licht rücken möchte.“

Denn Somatic Yoga ist für sie kein Trend, sondern Teil einer Bewegung, die in den 1960er- und 70er-Jahren entstand – mit Pionieren wie Moshé Feldenkrais oder Thomas Hanna und mit Manuelas Lehrer Tias Little, der aktuell in den USA unterrichtet. Gemeinsam ist allen somatischen Methoden der Fokus nach innen. Weg von Leistungsdenken, hin zu Achtsamkeit und Wahrnehmung.

„Ich möchte den Menschen mitgeben, dass sie unabhängig von allgemein gültigen Körperbildern und physischen Fähigkeiten (…) bis ins hohe Alter körperlich aktiv und gesund bleiben können.“

Die Somatic Yoga Grundausbildung: Start im Januar 2026

Am 24. Januar 2026 startet Manuelas Somatic Yoga Grundausbildung. Drei Wochenenden – in Berlin oder online via Zoom – geben dir die Möglichkeit, tiefer in somatische Bewegung einzutauchen und sie nachhaltig in deinen Alltag zu integrieren. „Die Online-Teilnahme ermöglicht es Menschen teilzunehmen, für die die Fahrt nach Berlin nicht möglich ist. Natürlich ist das live Erlebnis immer ein anderes, aber ich unterrichte Somatics oft im Hybrid-Modus und das hat sich für alle bewährt, die auf diesem Weg einen Zugang zur Praxis bekommen.“

Manuela hat dabei ein klares Konzept. Ihre Schüler*innen sollen lernen, üben, verinnerlichen und weitergeben. Zwischen den Modulen liegt jeweils ein Monat Pause, um das Erlernte sacken zu lassen und in die eigene Praxis zu integrieren.

„Im somatischen Training ist der eigene Körper der wichtigste Lehrer. Wenn wir ihm vertrauen, ihm Zeit geben und achtsam sind, werden wir langfristig mit mehr Aktivität, Mobilität und Regeneration belohnt.“

Drei Module, drei Tore zur Tiefe: Das erwartet dich

Modul 1: Die Kraft der sanften Bewegung
Einführung in somatische Philosophie, Anatomie, Iliopsoas, Beckenboden, Atmung und Entspannung.

„Am ersten Ausbildungswochenende legen wir das Fundament … Diese Inhalte sind wichtig, um die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Körpersystemen und der Wirkungsweise der Praxis zu verstehen.“

Modul 2: Im Netz der Beweglichkeit
Faszienarbeit, Bewegungsqualitäten, Spiralen & Diagonalen, Symmetrie & Asymmetrie.

„Die fließenden somatischen Abläufe bewirken Auflockerung, Geschmeidigkeit und Durchlässigkeit im Körper. … Bewegung hat sich für mich nie besser angefühlt als im somatischen Training.“

Modul 3: Somatic Yoga zur Prävention und Regeneration
Mobilität, Brustkorböffnung, Arbeit an Schulter, Hüfte und Wirbelsäule.

„Somatic Yoga ist besonders wirksam als regelmäßige Praxis zur Prävention von Bewegungsmangel, Haltungsschäden und Fehlbelastungen. … Wir verinnerlichen das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, um uns mit Bewegung in anspruchsvollen Zeiten selbst zu regulieren.“

Wirkung im Alltag: Nervensystem & Selbstregulation

Somata Yoga Grundausbildung mit Manuela Berndt

Somatic Yoga geht tiefer als klassische Asanapraxis. Es löst Bewegung von Form, richtet den Blick nach innen und stärkt die Verbindung von Körper und Nervensystem. „Durch die Übungssequenzen wird der physische Körper aktiviert und harmonisiert. Gleichzeitig richtet sich der Fokus auf Innenschau und Selbstregulierung,“ erklärt Manuela. Dadurch wird Bewegung frei, leicht und mühelos. Es ist diese Kombination aus Tiefe und Sanftheit, die Somatic Yoga so besonders macht.

Für wen ist die Ausbildung geeignet?

„Die Verbindung von fundierter Anatomie, somatischer Erfahrung, sanfter Bewegung und Achtsamkeit – kombiniert mit einem strukturierten, leicht integrierbaren Format – macht diese Ausbildung einzigartig.“

Ganz bewusst richtet sich die Ausbildung an alle, die neugierig sind, Bewegung neu zu erleben:

  • Yogalehrende, die ihre Praxis vertiefen und bereichern wollen
  • Coaches und Therapeut*innen, die somatische Elemente in ihre Arbeit integrieren möchten
  • Neugierige, die mehr über Körperwahrnehmung, Faszien und Selbstregulation erfahren wollen

Deine Einladung

Wenn du spürst, dass diese sanfte Art von Bewegung dir guttun könnte, dann höre auf Manuelas Worte: „Somatic Yoga kann schnell erlernt, mit wenig Aufwand praktiziert und ganz einfach in den Alltag integriert werden. Ich lade dich ein, deinen eigenen Interessen zu folgen und an dem zu arbeiten, was dir guttut und dich neugierig macht.“


Mehr Info zu Manuela:

Insta: @somata.bewegungstraining
Webseite: somata-bewegungstraining.de

Fotos: Jeanette Sophie Friedrich
Portrait: Jule Halsinger

Stille – wie wir sie finden und was wir aus ihr schöpfen können

Stille Steg am See bei Sonnenuntergang

Jetzt kommt sie wieder, die sogenannte „stille Zeit“. Warum sehnen wir uns nach dieser Stille, weichen ihr aber oft lieber aus? Und was finden wir, wenn es um uns und in uns still wird? Wir versuchen, nicht zu viele Worte darum zu machen …

Text: Stephanie Schauenburg / Titelbild: Jan Huber via Unsplash

Sogar die Stille kann laut sein. Das fällt mir auf, seit ich mich für das Thema interessiere. Überall neue Stille-Bücher und Einladungen zu Stille-Retreats, Stille-Räume in trubeligen Innenstädten und Stille-Reisen in entlegene Wüstenregionen. Bei so viel Gewese um die Stille kann in unseren Leben nicht viel Stille sein.

Eher eine große Sehnsucht. Ein Bedürfnis, das – wie wunderbar die deutsche Sprache doch ist – „gestillt“ werden will. Der Drang, der Kakophonie an Geräuschen, Bildern, Mails und Terminen etwas entgegenzusetzen. Das Verlangen, dem kräftezehrenden Immer-Schneller, Immer-Weiter, Immer-Mehr einmal Einhalt zu gebieten. Innezuhalten und sich nach innen zu wenden. Da-Sein zu spüren. Vor allem jetzt, wo die vermeintlich „stille Zeit“ kommt, nehmen wir diese Sehnsucht wahr. Weil es draußen dunkler und leerer wird und der Körper nicht mehr so vor Energie sprüht wie im Sommer. Wir hören den Ruf der Stille – und hetzen meistens einfach weiter. Aber was bedeutet das eigentlich: Stille?

Stille – mehr als nur die Abwesenheit von Lärm

Wenn man in eine leere Kirche tritt und die Tür hinter einem ins Schloss fällt, dann ist sie plötzlich da. Man spürt: Stille ist mehr als nur die Abwesenheit von Lärm. Äußere Stille kann die Tore öffnen für eine innere. Das hat viel damit zu tun, dass wir Menschen in Resonanz leben mit der Welt um uns herum. Klingen die Schallwellen ab, die uns umgeben, dann verändern sich auch die subtilen Schwingungen in uns: Gedanken, Gefühle und Stimmungen, die ja auch nichts anderes sind als Wellen verschiedener Energien, sie alle reagieren auf die Schwingungen im Außen. Manchmal indem sie sich ebenfalls beruhigen. Dann spüren wir, dass wir innerlich still werden und beginnen, auf eine viel feinere Weise zu lauschen. Vielleicht nehmen wir dann unseren Atem wahr, wir bewundern Staubkörner, die im Licht tanzen, oder wir hören, was unser eigenes Herz spricht. In dieser Art von innerer Stille finden wir Frieden.

Boot auf stillem Ozean
Foto: Daniele Colucci via Unsplash

„Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.“

Wenn Stille zur Herausforderung wird

Manchmal passiert aber auch das genaue Gegenteil: Die äußere Stille macht einen inneren Aufruhr hörbar, der zuvor übertönt wurde. Die Gedanken rasen und tosen noch lauter als zuvor. Nicht selten meldet sich sogar eine tief sitzende Angst. „Ich war richtig erleichtert, dass der Mann neben mir immer wieder gehustet hat“, berichtete einmal eine Teilnehmerin im Meditationskurs des französischen Lehrers Fabrice Midal. „In dieser großen Stille bekam ich Angst, ich sei tot.“ Es ist kein Zufall, dass wir von Totenstille oder Grabesstille sprechen: Die Abwesenheit von Geräuschen kann ein Gefühl von Leblosigkeit, Verlassenheit und Leere wecken, dem wir uns nur allzu gerne entziehen. Dann lieber schnell die Kopfhörer in die Ohren stöpseln und sich durch Worte oder Musik in eine andere Stimmung, eine andere Schwingung versetzen lassen.

Nicht selten erfordert es also Mut, sich der Stille auszusetzen. Wir können erschrecken vor der Leere, die hinter ihr liegt, weil wir nicht wissen, ob und wie wir sie füllen können. Dabei ist diese Leere eigentlich etwas sehr Kostbares. Kein tödlich starrer „Still-Stand“, sondern die Bewegung in einen weiten Raum, in dem wir uns selbst begegnen und in dem etwas entstehen kann. Dafür müssen wir nichts anderes tun, als uns öffnen, lauschen und darauf vertrauen, dass da, wo wir uns hinbegeben, nicht nur nichts sein kann.

In-Beziehung-treten statt Weltflucht

Bert Brecht hat das so schön in Worte gefasst: „Geh ich zeitig in die Leere, / komm ich aus der Leere voll. / Wenn ich mit dem Nichts verkehre, / weiß ich wieder, was ich soll.“ Ganz ähnlich beschreibt es auch der norwegische Abenteurer Erling Kagge, der alleine zum Südpol gewandert ist und danach ein wunderbares Buch geschrieben hat („Stille. Ein Wegweiser“). Für ihn ist Stille ein zeitweises Aussperren der Welt, eine bewusste Reduktion, die nach innen führt, den Blick weitet und das Herz öffnet. Eigentlich, schreibt er, ist es ganz einfach: „Man muss nur subtrahieren.“

Frau alleine sitzend mit Blick in die Ferne
Foto: Christopher Sardegna via Unsplash

Dieses Substrahieren kann ganz behutsam sein. Denn die Stille, nach der wir uns sehnen, ist nie die völlige Abwesenheit von Geräuschen, keine Isolation oder radikale Abkehr von der Welt, sondern im Gegenteil ein feineres In-Beziehung-Treten. Es ist die Stille der Nacht, der Natur, der Wüste, in der die Geräusche so vereinzelt sind, dass wir sie wirklich hören. Dann können wir uns auch wieder selbst hören, anstatt uns im dauernden Umgebungslärm des Alltags zu verlieren.

„Ja, reden, genau das soll die Stille tun. Sie soll reden, und du sollst mit ihr reden und das Potenzial nutzen, das darin liegt.“

Verschiedene Wege in die Stille

1. Schweigen

Eine Zeit lang zu schweigen, das ist der vermutlich naheliegendste Weg in die Stille. Nicht umsonst wird das Schweigen in fast allen klösterlichen und spirituellen Traditionen gepflegt: Erst wenn man selbst schweigt, kann man wirklich lauschen und sich öffnen für das, was einem begegnen und was einen berühren will. Ganz egal, ob man sich für ein traditionell siebenwöchiges Vipassana-Retreat entscheidet oder für ein modernes zehntägiges, ob man sich in ein Zen-Kloster zurückzieht oder bei einem christlichen Orden einkehrt, ob man überhaupt solch einen festen Rahmen wählt oder ganz einfach im Alltag mal bewusst „Ruhe gibt“ und einige Stunden schweigt: Die Entscheidung, nicht zu sprechen – und auch nicht ansprechbar zu sein –, hat eine große, heilsame Kraft.

2. Alleinsein

Indische Yogis und Saddhus ziehen sich seit alters her in Höhlen im Himalaja zurück, die Urchristen haben in der Wüste meditiert, selbst Jesus und Buddha wählten zeitweise bewusst die Einsamkeit. Denn so sehr der Mensch ein soziales Wesen ist und sich erst in der Verbindung und Auseinandersetzung mit anderen entwickelt, so wichtig ist es dennoch, von Zeit zu Zeit alleine zu sein. Die Zeit der selbst gewählten Einsamkeit ist die Zeit der Einkehr bei sich selbst. Eine Gelegenheit zu Klärung, Erkenntnis, Transformation – und vielleicht sogar ein menschliches Grundbedürfnis. Swami Sivananda jedenfalls meint: „So wie der Schlaf wichtig ist für das Wohlbefinden des Körpers, so ist das Alleinsein notwendig für das Wohlbefinden der Seele.“

3. Meditation und Kontemplation

Für uns Yogi*nis ist die Meditation das, was in philosophischen und religiösen Zusammenhängen die Kontemplation oder auch das Gebet ist – eine Praxis der inneren Sammlung und geistigen Ausrichtung. Sie enthält fast immer das Schweigen und oft auch das Alleinsein, aber hier kommt noch etwas anderes hinzu: die bewusste Konzentration auf oder gar die Versenkung in etwas, das nur im Inneren stattfindet. In dieser Gegenbewegung zu den Energien des Alltags, wo wir beständig nach außen gezogen werden, kann sich die Aktivität des Geistes beruhigen. Im Yoga nennen wir das Citta Vritti Nirodha, das Zur-Ruhe-Kommen der Gedankenwellen. Und so wie abklingende Schallwellen eine äußere Stille erzeugen, so führen uns ruhigere Gedankenwellen in die innere Stille.

Angler und Ente auf stillem See
Foto: Johannes Plenio via Unsplash

4. Atembetrachtung

Der Atem ist magisch: Sobald man sich ihm bewusst zuwendet, wird es ein bisschen stiller. Wir tauchen ein in diesen einen, gegenwärtigen Atemzug und nehmen uns wahr in diesem einen, spürbaren und spürenden Körper: Ein. Aus. Jetzt. Hier. Verbunden. Selbst wenn rings umher Lärm und Chaos herrschen, selbst wenn es nur für ein paar wenige Atemzüge ist, dieses kleine Innehalten hat die Macht, uns Stille jederzeit und ganz konkret spürbar zu machen. Besonders, wenn wir uns ein wenig in die Umkehrpunkte einsinken lassen. In den Momenten, wo die Ein- in die Ausatmung übergeht und die Aus- in die Einatmung, gibt es winzige Pausen in der unablässige Atembewegung – und da wird es ganz still. Auf diese Stille kann man sich innerlich ausrichten und man kann ihr erlauben, in Körper und Geist nachzuhallen.

Beim Pranayama arbeitet man noch etwas gezielter mit der Atemstille. Etwa indem man Kumbhaka, die Atempause, ausdehnt, oder indem man Langhana praktiziert, die vertiefte Atemleere. Immer geht es dabei um diese Momente der Stille und der Leere, aus der die tiefsten Einsichten aufsteigen können.

5. Bewegung

Auf den ersten Blick mag es widersinnig erscheinen, Stille durch Bewegung herbeiführen zu wollen. Schon das Wort „Stille“ bedeutet wortgeschichtlich ja „unbewegt stehend“. Aber es funktioniert: Äußere Bewegung kann innere Stille erzeugen. Wir kennen das aus der Asana-Praxis, wenn Atem und Bewegung ineinanderfließen und der Geist zur Ruhe kommt. Aber auch beim Laufen oder Schwimmen, beim Spazierengehen, ja sogar beim Stricken kann die gleichmäßige körperliche Bewegung wie eine Meditation wirken: Sie besänftigt die Gedankenbewegungen und bringt sie manchmal fast zum Erliegen. Die rhythmische, monotone Wiederholung ist dabei der eine Schlüssel. Der andere heißt: Achtsamkeit. Beides gemeinsam kommt bei der Gehmeditation zum Einsatz. Aber es gibt noch eine andere, sehr traditionelle Form der Bewegung, die man als einen Weg in die Stille verstehen kann: das Pilgern. Tag für Tag und Schritt für Schritt nähert man sich dabei einem äußeren Ort, der eigentlich für ein inneres, ein spirituelles Ziel steht.

„Es liegt im Stille-Sein eine wunderbare Macht der Klärung, der Reinigung, der Sammlung auf das Wesentliche.“


Stephanie Schauenburg

YOGAWORLD JOURNAL-Chefredakteurin Stephanie Schauenburg erlebt ihre schönsten Stille-Momente oft in der Natur. Etwa wenn sie bei Windstille auf die Seen südlich von München schaut …

Dies.Das.Asanas mit Jelena Lieberberg – die Seitliche Krähe

Dieses Mal zeigt uns unsere Asana-Kolumnistin keine ihrer innovativen Varianten oder Mischwesen, sondern eine Asana, die fast schon zu den Klassikern zählt, obwohl sie vermutlich kaum 60 Jahre alt ist: die Seitliche Krähe, Eka Pada Koundinyasana 1.

Text: Jelena Lieberberg / Foto: Gordon Schirmer

Weniger Kraft, mehr Balance und Fingerspitzengefühl: Das unterscheidet die Seitliche Krähe von ihrer symmetrischen Schwester (Kakasana). Vielen Übenden fällt dieser schräge Vogel daher sogar leichter als die brav am Boden hockende Krähe – und das obwohl sie mit ihrem zur Seite ausgestreckten Flügel ungleich spektakulärer aussieht. Benannt wurde die Asana nach dem Weisen Koundinya. Der Zusatz Eka Pada bedeutet: mit einem Bein.

Es handelt sich also dem Namen nach um keine Krähe, sondern um einen einbeinigen Weisen. Der taucht meines Wissens zum ersten Mal in B.K.S. Iyengars Buch „Licht auf Yoga“ auf, das 1966 erschien. Darin leitet der Altmeister des modernen Yoga die Haltung so an, dass man im Kopfstand mit aufgesetzten Händen beginnt und von dort aus beide Beine gestreckt in die Horizontale absenkt – enorme Körperbeherrschung natürlich vorausgesetzt.

Spielerische Balance mit Twist

Auch in der hier erklärten Variante brauchen wir viel Halt in der Körpermitte, damit das auf dem gegenüberliegenden Arm aufgestützte Bein nicht wegrutscht. Aber da wir in der Hocke beginnen, ist die Fallhöhe viel geringer als etwa beim Hand- oder Unterarmstand und man kann sich spielerisch herantasten. Wie der Name Eka Pada Koundinyasana 1 schon andeutet, gibt es auch einen Teil 2: Der ist noch etwas anspruchsvoller, denn ohne die Drehung braucht man mehr Beweglichkeit im Rahmen des Spagats. Fangen wir also mit der ersten Variante an!

Macht das Spaß?

Ich bin ja zugegebenermaßen ein eher enthusiastischer Mensch und sehe die Yogamatte als eine Art Spielplatz für Erwachsene, weshalb unter dieser Frage fast immer ein klares „Jaaa!“ erscheint und sehr selten „Geht so“ oder gar „Nee“. Aber tatsächlich macht mir dieses kniffelige Balance-Spiel besonders viel Spaß und so hoffe ich, dass dieser Funke auch auf dich überspringt!

Muss ich das können?

Im Yoga gibt’s kein Muss. Aber aufgrund der spielerischen Möglichkeiten, die Haltung in verschiedene Vinyasas einzuflechten, gehört sie für viele zum festen Repertoire. Probier es also unbedingt aus. Du wirst feststellen: Je besser man den Schwerpunkt spürt und versteht, wie man seine Knochen übereinanderstapeln muss, desto einfacher wird es.

Wie bereite ich mich vor?

Um Verletzungen der Handgelenke zu vermeiden, sollte deine Matte nicht zu weich sein. Platziere ein Kissen dorthin, wo eventuell dein Gesicht landen könnte. Wärme dich gründlich auf, um Schultern, Oberkörper und Core für die Armbalance vorzubereiten. Dazu dienen zum Beispiel Sonnengrüße und Mountain Climber (abwechselndes Nach-Vorne-Ziehen der Knie aus der Bretthaltung).

Step by step in die Seitliche Krähe

Jelena Lieberberg, die Seitliche Krähe, Eka Pada Koundinyasana 1

1. Beginne in einer tiefen Hocke mit geschlossenen Füßen und Knien. Wenn deine Fersen dabei nicht den Boden berühren, legst du eine gerollte Matte unter. Von hier aus leitest du die Drehung nach links ein. Dabei lässt du beide Fersen am Boden, um die Balance zu erleichtern. Lege den rechten Ellenbogen außen ans linke Knie und umschließe mit deiner linken Hand deine rechte Faust. Bleibe 3–5 Atemzüge lang in der Drehung.

2. Hebe dann die Fersen wieder etwas und drehe den Oberkörper noch ein wenig weiter nach links. Setze als erstes deine rechte Hand dicht am linken Oberschenkel auf dem Boden ab. Der linke Unterarm liegt dadurch dicht am Po und dort setzt du auch die Hand ab.

3. Ganz wichtig: Bevor du von dieser kompakten Haltung aus in die Armbalance gehst, ziehst du den linken Ellenbogen unter dich, hebst den Po ein wenig und „setzt“ dich gefühlt auf deinen Ellenbogen. Die Oberarme bilden also eine Art Podest, auf dem du linke Hüfte und Oberschenkel ablegen kannst.

4. Beuge nun deine Ellenbogen und lehne dich kontrolliert nach vorne, bis deine Füße beginnen zu schweben. Am besten gelingt das, wenn du die Knie wie in einem Päckchen dicht zusammen hältst.

5. Versuche dann, wie auf dem Bild zu sehen, die Beine zu strecken und auseinander zu scheren. Voila: Du hast es geschafft! Zum Auflösen beugst du die Beine wieder, ziehst die Knie zueinander und setzt die Füße ab. Anschließend probierst du das Ganze auch auf der anderen Seite.


JELENA LIEBERBERG ist Osteopathin und Yogacoach in Berlin. Ihre eBooks, Retreats und Workshops findest du unter kickassyoga.com oder besuche Jelena auf Insta @kickassyoga.

Bist du bereit für den Kopfstand? Dann schau doch mal hier vorbei:

Hier erfährst du, wie du deinen Körper mit Drehhaltungen unterstützen kannst:

Ayurvedischer Bratapfel mit Maronen-Füllung

bratapfel

Bratäpfel schmecken nach Kindheit, nach Geborgenheit, nach Liebe und dem guten Gefühl, etwas Warmes in den Magen zu bekommen, wenn es draußen stürmt und windet. Ayurveda-Köchin Andrea Hafenmayer hat uns dieses herrlich leckere Rezept für Bratapfel mit Maronen-Füllung verraten.

Titelbild: margouillatphotos von Getty Images via Canva

Zutaten für 6 Bratäpfel:

– 6 Äpfel  (z.B. Boskop, Topaz)
– 100g gekochte Maronen
– 50 ml Sahne; vegan: Sojasahne
– 50 ml Wasser
– 1 Zitrone
– 2 – 3 cm großes Stück Ingwer
– ¼ TL Zimt
– 2 Nelke
– 3 Kardamomkapseln
– 2 EL Ghee; vegan: Margarine

Zubereitung des Bratapfels mit Maronen-Füllung:

Die Sahne mit Wasser aufkochen, Maronen hacken und zugeben und alles auf kleiner Stufe köcheln lassen. Die Masse pürieren. Inzwischen die Zitronenschale abreiben, den Ingwer reiben sowie die Nelken und die Samen des Kardamom mörsern. Alles zusammen mit dem Zimt zur Maronenmasse geben und abschmecken. Den Backofen auf 220° Umluft anheizen. Die Äpfel ausstechen und mit der Masse füllen. In eine mit Ghee ausgepinselte, ofenfeste Form geben und das restliche Ghee über die Äpfel träufeln. In den Ofen geben und je nach Apfelsorte 15 bis 25 Minuten backen. Genieße den Bratapfel mit Maronen-Füllung nach Belieben mit leicht angeschlagener Vanille- oder Zimtsahne.

Apropos Ghee: Im Winter, wenn Minustemperaturen, Heizungsluft und Erkältungen unseren Organismus strapazieren, ist Ghee ein wertvolles Kosmetikum: Seine pflegenden Eigenschaften bewähren sich besonders bei spröden Lippen. Massiert man es abends flüssig in die Nase, beugt es Sinusitis vor und fördert einen gesunden Schlaf.


Das Rezept stammt von Ayurvedaspezialistin Andrea Hafenmayer.

Du liebst Maronen? Dann probier‘ auch mal diese leckere Rosenkohl-Kastanien-Pasta:

Astrologie: So wirkt der Dezember-Vollmond und Supermond im Zeichen Zwillinge

Wann ist wieder Vollmond? Am 5. Dezember 2025 um ca. 00:13 Uhr steht er im Luftzeichen Zwillinge. Welche Energien jetzt außerdem präsent sind und wie du sie für dich nutzen kannst, erfährst du weiter unten im Artikel. Hier ist eine Übersicht aller Vollmonde 2025, aller Daten mit Uhrzeit, Sternzeichen sowie einige Tipps für die Arbeit mit der Vollmondenergie.

Titelbild: jakkapan21 von Getty Images via Canva

Der Mond übt schon seit Tausenden von Jahren eine starke Faszination auf die Menschheit aus. Immerhin regelt er mit seiner Kraft die Gezeiten und nimmt auch bei manchen Menschen Einfluss auf das Schlafverhalten. Er gilt als Symbol für weibliche Energie, Weisheit und Intuition. Die bewusste Auseinandersetzung mit den verschiedenen Mondphasen hilft dabei, dich mehr mit dir, der Erde und dem Kosmos zu verbinden.

Nutze die Vollmondphasen, um deine innere schöpferische Kraft zu spüren und dein volles Potenzial zu entfalten. Hier findest du ein paar Inspirationen für ein Vollmond-Ritual.

Vollmond-Rituale
Foto: AnSyvanych / Getty Images via Canva

13. Januar 2025: Vollmond im Zeichen Krebs

Um 23:27 Uhr: Der erste Vollmond des Jahres findet im Wasserzeichen Krebs statt. Damit bekommen wir diesmal die doppelte Ladung an Mondenergie, denn dem Krebs wird als Herrscherplanet der Mond zugeordnet. Somit stehen jetzt Intuition und Emotionen im Vordergrund.

Als erstes Wasserzeichen im Tierkreis gilt der Krebs als besonders sensibel. Daher kann es sein, dass du in dieser Zeit dünnhäutiger bist als sonst. Möglicherweise nimmst du Emotionen intensiver wahr und die ein oder andere Träne fließt. Das ist vollkommen in Ordnung! Gefühle zuzulassen und auszudrücken wirkt lösend und befreiend.

Januar-Vollmond: im Zeichen Krebs
Foto: Ron Lach via Canva

Wichtig ist jetzt, auf deine Bedürfnisse zu hören! Mach dir klar, was du brauchst und wo deine Grenzen liegen. Die letzten Wochen eines Jahres sind immer sehr turbulent und energiegeladen. Da darf der erste Monat durchaus sanfter und ruhiger gestaltet werden. Nimm dir genug Zeit für dich und lade deine Batterien wieder auf.

Dazu kannst du auch deine Yogapraxis nutzen. Gehe auf deine Matte und höre auf deinen Körper. Der Mond und der Krebs werden dem Element Wasser zugeordnet, daher bietet sich eine fließende, tänzerische Yogapraxis an. Um die Krebsenergien voll und ganz mit deinem Körper zu verbinden, solltest du einige Hüftöffner integrieren. Denn in der Hüfte sind sowohl das Wasserelement, als auch die Emotionen angeordnet.

Tipp: Im „Mondgruß“ (Chandra Namaskar) sind all die Asanas integriert.

12. Februar 2025: Vollmond im Zeichen Löwe

Um 14:53 Uhr: Der Vollmond im Feuerzeichen Löwe bringt die Energie der Sonne mit sich und lässt dich in deiner Einzigartigkeit erstrahlen.

Jetzt stehen sich Wassermann und Löwe gegenüber. Beide Zeichen stehen für Selbstvertrauen und streben nach dem Wunsch, etwas Besonderes zu sein. Doch während der Wassermann sich dabei eher auf unkonventionelle Wege begibt, möchte der Löwe andere von seinen Talenten überzeugen.

Nach dem letzten, eher yin-orientierten Krebs-Vollmond, der für mehr Zurückgezogenheit und Auszeiten geführt hat, kommt mit dem Vollmond im Löwen wieder mehr Lebendigkeit in deinen Alltag. Seine Energie weckt dich aus deinem Winterschlaf und schickt dir eine Portion Fantasie, Kreativität und Strahlkraft. Vielleicht verspürst du den Impuls, dich mal wieder mit Farbe und Pinsel auszudrücken oder ein neues Instrument auszuprobieren? Erkunde deine kreative Seite und entdecke alte – oder auch neue – Talente an dir.

Mit der Sonne als Herrscherplanet, zeigt dir die Löwenenergie die hellen Seiten des Lebens. Richte deinen Fokus auf die Aspekte, die dir Freude bereiten und für die du dankbar bist. Aufgeladen mit Dankbarkeit und positiver Kraft kannst du strahlend nach außen treten und diese Energie an andere weitergeben.

Kreiere auch deine Yogapraxis zu diesem Vollmond energiegeladen und positiv. Lasse bei deinem Flow Wärme entstehen und erzeuge Energie im Inneren. Vielleicht möchtest du mal eine neue Asana integrieren, um dich neuen Herausforderungen zu stellen?

Löwe-Vollmond: Energie
Foto: pavlovahkrushev via Canva

14. März 2025: Vollmond im Zeichen Jungfrau

Um 07:54 Uhr entfaltet der Vollmond seine ganze Kraft im Zeichen Jungfrau.
Der Frühling liegt allmählich in der Luft und das bedeutet: Es ist Zeit für den Frühjahrsputz – auch in deinem Inneren. 
 
Die Jungfrau als Realistin sieht die Dinge wie sie sind und ordnet sie ein. Daher eignet sich dieser Vollmond sehr gut dazu, eine innere Bestandsaufnahme zu machen: Bin ich mit meinem Leben zufrieden? Fühle ich mich wohl mit meinem Alltag? Was möchte ich verändern?

Hinzu kommt eine partielle Mondfinsternis und unterdrückte Emotionen oder Erinnerungen kommen ans Licht. Nutze die unterstützende Energie der Jungfrau und nimm alles ganz bewusst wahr. Sortiere aus, was dir nicht mehr dienlich erscheint. Am 20. März starten wir in das neue astrologische Jahr und dem wollen wir ohne Ballast entgegentreten.

15. März bis 17. April: Mercury Retrograde

Vom 15. März bis zum 7. April findet eine Mercury Retrograde-Phase im Widder und in den Fischen statt. Daher kann es in den nächsten Wochen trotz gründlichster Struktur und Planung zu kurzfristigen Zwischenfällen kommen. Merkur macht uns bewusst, dass wir nicht immer die Kontrolle haben. Besonders gerne geraten zu dieser Zeit Termine und Fahrpläne durcheinander. 
 
Lass dich davon nicht aus der Ruhe bringen! Nutze die verträumte Energie der Fische, um dich vom Leben treiben zu lassen. Stehen jedoch wichtige Events an, solltest du darauf achten, dir genug Zeit für die Planung zu nehmen und einen Plan B im Hinterkopf haben.
 
Integriere einige erdende Asanas in deine Yogapraxis. Sie bringen dir Klarheit und sorgen für mehr Stabilität in deinem Inneren und Äußeren.

Frühjahrsputz Vollmond in der Jungfrau
Foto: Eliza Alves via Canva

13. April 2025: Vollmond im Zeichen Waage

Um 02:21 Uhr findet der Vollmond im Luftzeichen Waage statt. Nachdem der letzte Vollmond dich dazu aufgefordert hat, auszusortieren und einen umfassenden Frühjahrsputz – innerlich wie äußerlich – zu machen, darf nun, verstärkt durch die harmonische Waage-Energie, mehr Leichtigkeit in deinen Alltag einkehren.

Innere Balance, Harmonie und Frieden – danach sehnen wir uns alle. Diese Qualitäten verkörpert die Waage auf besondere Weise. Deshalb kann es gut sein, dass du rund um den Vollmond ein Gefühl von Ruhe und innerer Zufriedenheit verspürst – oder es dir leichter fällt, genau diese Zustände zu kultivieren.

Auch Beziehungsthemen können jetzt in den Vordergrund rücken. Denn das Bedürfnis nach Harmonie zeigt sich beim Luftzeichen Waage nicht nur im Inneren, sondern auch im Zwischenmenschlichen. Das kann allerdings dazu führen, dass man Konflikten lieber aus dem Weg geht – und nicht immer ganz ehrlich zu seinem Gegenüber ist.

Mach dir bewusst: Ein klärendes Gespräch oder auch mal ein ehrlicher Streit gehören zu jeder Beziehung dazu. Scheue dich also nicht, deine Wahrheit und Bedürfnisse auszusprechen – sonst gerät deine innere Balance womöglich wieder aus dem Gleichgewicht.

Nutze die kraftvollen Energien dieses Vollmondes auch in deiner Yogapraxis. Integriere gezielt Balance-Asanas, um Körper und Geist zu zentrieren und in Einklang zu bringen. Tiefes, bewusstes Atmen unterstützt dich dabei, immer wieder zurück in deine Mitte zu finden.

12. Mai 2025: Vollmond im Zeichen Skorpion

Am 12. Mai um 18:56 Uhr steht der Vollmond im Wasserzeichen Skorpion. Dieser Frühlingsvollmond, auch „Blumenmond“ genannt, wirft sein Licht auf den Höhepunkt des Frühlings und des Aufblühens. Damit beleuchtet er besonders unsere Selbstentfaltung auf allen Ebenen. Die Kombination mit Skorpion verleiht ihm dabei eine äußerst tiefgründige Intensität. Der Vollmond lädt uns ein, zu reflektieren: Wie bin ich in den letzten Wochen gewachsen? Dabei hält er uns auch dazu an, uns zu zeigen und unsere Einzigartigkeit wertzuschätzen und zu feiern. Jetzt dürfen wir ganz im Moment sein und diesen genießen.

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4. Mai bis 13. Oktober: Pluto Rückläufigkeit

Seit dem 4. Mai hat Pluto, der Herrscherplanet des Skorpion, seine fünfmonatige Rückläufigkeit begonnen. Diese wird bis zum 13. Oktober 2025 dauern. Damit wird unsere Aufmerksamkeit noch einmal besonders auf unsere Authentizität gelenkt. Die Masken dürfen fallen und wir dürfen uns in jeder Beziehung fragen: Was tut mir gut? In welchen Lebensbereichen bin ich in Alignment? Wie möchte ich mich verkörpern?

Integriere jetzt bewusst Achtsamkeit und Meditation in deine Yogapraxis. Sei du selbst und gib dir Raum, dich zu entfalten. Vor allem dein Atem kann dich effektiv dabei unterstützen, dich mit dir zu verbinden.

11. Juni 2025: Vollmond im Zeichen Schütze

Am 11. Juni um 9:41 Uhr steht der Vollmond im Schützen. Damit ist er offiziell der letzte Vollmond im Frühling. Er trägt unter anderem den Namen „Erdbeermond“, da nun die süßen Früchte reif sind und die Zeit der Ernte ansteht. Der Schütze bringt durch seine philosophische und abenteuerliche Seite eine besonders energetische Qualität mit.

Foto: Chayanan von Getty Images via Canva

Er motiviert uns, die Reflexion der letzten Wochen mit essentiellen Fragen und klaren Gesprächen abzuschließen, bevor es an der Zeit ist, in die Aktion zu kommen.
Was ist in dir gereift?
Welche Wahrheit hast du über dich herausgefunden?
Was willst du wirklich?

Du bist jetzt bereit, auch langfristige und große Ziele anzuvisieren und dich konzentriert danach ausrichten, diese umzusetzen. Schreite mutig voran. Alles, was dich aufhält, darf einfach zurückbleiben – du hast es bereits losgelassen.

In deiner Yogapraxis darfst du dich an neue (sportliche) Herausforderungen wagen und Asanas integrieren, die dich mental und körperlich stärken und dich energetisch auf ein neues Level bringen. Die Krieger-Variationen sind zum Beispiel ein guter Anfang, um die Verbindung von Fokus, Kraft und Balance zu fördern.

10. Juli 2025: Vollmond im Zeichen Steinbock

Am 10. Juli um 22:34 Uhr steht der Vollmond im Steinbock. Als Erdzeichen steht dieser für klaren Fokus und Struktur. Auf dem Nährboden von gewissenhaftem und lösungsorientiertem Handeln können jetzt neue Ziele gedeihen. Was bisher nur Wunschdenken war, kann nun endlich seinen Platz in der Realität finden – dafür braucht es aber Eigeninitiative und Beharrlichkeit.

Die Steinbock-Energie kann zudem helfen, alte ausgediente Muster zu durchbrechen. Sie bringt allerdings auch das Risiko mit, alles, was nicht wirklich stabil steht, einfach umzuwerfen. Daher ist es ratsam zu reflektieren, was am besten für dich funktioniert und Verantwortung für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu übernehmen.

13. Juli – 28. November: Saturn Retrograde

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Diese Energie wird ab dem 13. Juli von Saturn verstärkt, der ab diesem Zeitpunkt bis zum 28. November rückläufig ist. Als Planet der Disziplin und Struktur fordert er dich dazu auf, alte Verhaltensweisen zu überdenken und neue Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Mit einem guten Plan lassen sich angedachte Veränderungen leicht in die Tat umsetzen.
Sei dabei gnädig mit dir: Es muss sich nicht alles von heute auf morgen ändern, aber du kannst jeden Tag einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gehen.

Yoga-Tipp: Versuche eine kraftvolle Sequenz, die dir dabei hilft, deine Stabilität zu wahren und dich achtsam anregt, deine Ressourcen zu nutzen – ohne zu weit über deine Grenzen zu gehen.

9. August 2025 um 09:51 Uhr: Vollmond im Zeichen Wassermann

Am 9. August um 09:51 Uhr steht der Vollmond im Wassermann. Das Luftzeichen bringt eine frische und unkonventionelle Energie mit, die das Thema Freiheit in den Fokus rückt. Jetzt besteht die Möglichkeit, dass sich Blockaden wie von selbst auflösen. Dafür ist es nur wichtig, dich vertrauensvoll gegen jeden Zweifel zu entscheiden. Denn die Leichtigkeit liegt in dir und es ist deine Aufgabe, diese auszuleben.

Falls dir das schwerfällt, darfst du dich ganz bewusst fragen:
Was genau beschwert dich?
Inwiefern dienen dir diese Blockaden?
Wie würde sich deine Realität verändern, wenn du sie ablegen würdest?

Am 11. August, nur zwei Tage nach dem Vollmond, beendet Merkur seine Rückläufigkeit und es geht endlich wieder vorwärts. Dieser Richtungswechsel kann ein zusätzlicher Impuls sein, neue Wege einzuschlagen und Dinge voranzubringen. 

Yoga-Tipp: Besonders dein Atem kann jetzt ein wertvoller Unterstützer sein. Nutze ihn, um dich mit dir zu verbinden und zu spüren, was dich antreibt und ausmacht. Auch Asanas kannst du jetzt mit Leichtigkeit intensivieren.

7. September 2025: Vollmond im Zeichen Fische

Am 07. September steht der Vollmond um 20:05 Uhr im Sternzeichen Fische. Das Wasserzeichen ist bekannt für seine träumerische Tiefe und Empathie und verleiht dem Mond eine kraftvolle, intuitive Energie.

Der September-Vollmond in den Fischen liegt genau zwischen zwei Neumonden im Zeichen Jungfrau. Wo der Neumond Pragmatismus und Ordnung fordert, erinnert der Vollmond an die Kraft der Intuition. Es ist an der Zeit, dich mit dem Fluss deiner tiefsten Gefühlen zu verbinden. Dabei darfst du dich von allen Blockaden lösen, die dich davon abhalten, grundlegende Veränderung zuzulassen. Vielleicht fragst du dich, ob du auf dem richtigen Weg bist. Der Vollmond wird es dir zeigen, wenn du dich dafür öffnest. Es muss nicht alles logisch sein, doch du wirst spüren, was richtig ist.

Foto: bestgreenscreen von Getty Images via Canva

Totale Mondfinsternis

Dieser Vollmond trägt auch den Namen „Blutmond“, denn eine totale Mondfinsternis lässt ihn tiefrot erstrahlen. Die Erde ist dabei auf einer Linie zwischen dem Mond und der Sonne und der Mond wird vom Erdschatten verdunkelt. Vor allem in den frühen Abendstunden ist die rote Farbe des Mondes besonders intensiv. Nimm dir die Zeit, dieses eindrucksvolle Ereignis zu beobachten, denn die nächste totale Mondfinsternis findet erst wieder im Jahr 2028 statt.

Yoga-Tipp: Ob mit einer fließenden Sequenz oder in einer ruhigen Meditation – verbinde dich mit deiner Intuition und lass dich von ihr durchströmen.

7. Oktober 2025: Vollmond im Zeichen Widder

Am 07. Oktober um 05:45 Uhr steht der Vollmond im temperamentvollen Sternzeichen Widder. Als Feuerzeichen bringt der Widder Dynamik und Durchsetzungskraft mit sich. 

Erntemond und Supermond

Der Oktobervollmond, auch bekannt als Erntemond, ist zugleich der erste Supermond in diesem Jahr. Das bedeutet, er steht näher an der Erde und scheint dadurch heller und größer als sonst. Vor allem in den frühen Abendstunden wirkt sein Anblick besonders eindrucksvoll. Auch die Widder-Energie kann sich dadurch potenzieren.

Bild: Leonardo Macedo von Getty Images Pro via Canva

Die impulsive Natur des Widders will alles und am besten sofort. Overthinking? Lieber nicht! Es wird nicht lange gefackelt, sondern geht direkt in die Umsetzung. Das kann unglaublich befreiend sein, aber mitunter auch sehr überwältigend.

Und was wird hier überhaupt umgesetzt?
Nimm dir die Zeit kurz innezuhalten, durchzuatmen, und dir zu überlegen, was genau der Plan ist. Du weißt, was du willst? Super, dann kann dich jetzt nichts aufhalten. 

Yoga-Tipp: Hot Yoga steigert die Durchblutung, fördert Atmung und Konzentration und zeigt dir deine Kraft und Flexibilität. Das reinigende Potenzial der Hitze intensiviert die Praxis und kann positiv auf dein Stressmanagement wirken.

5. November 2025: Vollmond im Zeichen Stier

Am 5. November um 14:17 Uhr steht der Vollmond im Sternzeichen Stier. Die zentralen Energien dieses Erdzeichens sind Bodenständigkeit und Sinnlichkeit – und diese Kombination ist gerade Gold wert. Jetzt ist die ideale Zeit, um präsent zu sein mit dem, was ist. Die Sturheit des Stiers möchte gegenwärtig nichts verändern. Und das musst du auch gar nicht. Mit dieser Herangehensweise von liebevoller Akzeptanz wird der hartnäckige Widerstand, den du eventuell spürst, von ganz alleine weicher.

Yoga, Herbst, eine Frau sitzt an einem Baum mit geschlossenen Augen, Fotocredit: millionsjoker von Getty Images Signature
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Nebelmond und Supermond

Der vorletzte Vollmond des Jahres, auch „Nebelmond“ genannt, ist gleichzeitig der größte von drei Supermonden, die im Oktober, November und Dezember erstrahlen. Zwar scheint er damit wesentlich heller als jeder andere Vollmond, doch Vorsicht: Bei Nebel bedeutet mehr Licht nicht unbedingt mehr zu sehen. Bringe deine Aufmerksamkeit näher zu dir und du wirst merken: Du siehst gerade genug. 

Denn es geht im Moment nicht darum, zukünftige Probleme zu lösen, Träume zu spinnen oder dich im „Was-wäre-wenn“ zu verlieren, sondern es geht darum, genau da zu sein: im Moment. Die gefestigte und genießerische Art des Stiers hilft dir dabei. Nutze die Sinne deines Körpers, um da anzukommen, wo du bereits bist.

Yoga-Tipp: Frage dich, inwiefern sinnliche Wahrnehmung in deiner Praxis eine Rolle spielt. Vielleicht ist es das Üben in einem visuell ruhigen Raum, gemütliche Kleidung, der wohltuende Duft von ätherischen Ölen oder Räucherwerk oder der sanfte Halt von meditativer Musik, der dir hilft, in Verbindung zu kommen. Oder hilft es dir eher, deine Sinne bewusst zurückzuziehen (Pratyahara)?

5. Dezember 2025: Vollmond und Supermond im Zeichen Zwillinge

Am 5. Dezember um 00:13 Uhr steht der Vollmond im Luftzeichen Zwilling. Er ist gleichzeitig der letzte Supermond des Jahres, was ihn besonders kraftvoll macht. Die Zwillingsenergie steht für Neugier und Kommunikation, aber auch für Unruhe und Wankelmut. Sie erinnert dich daran, die Dinge von verschiedenen Seiten zu betrachten. Lass dich dabei aber nicht aus der Ruhe bringen. 

Jetzt ist eine gute Zeit, um über den bevorstehenden Jahreswechsel nachzudenken.
Wer bist du dieses Jahr geworden?
Welche Entscheidungen hast du getroffen und warum?
Wie möchtest du dich weiterentwickeln?
Was hilft dir dabei, dieses Ich authentisch zu leben? 

Lass ziehen, was du nicht mit ins neue Jahr nehmen willst. Vielleicht möchtest du deine Reflexion mit einem Tagebucheintrag, einem Visionboard oder einem Ritual unterstützen?

Yoga-Tipp:

Schenke heute deine Aufmerksamkeit deiner Meditationspraxis. Meditation hilft dir langfristig dabei, den Herausforderungen des Lebens gelassen und mit einem offenen Herzen entgegenzugehen und dich im Fluss mit den natürlichen Aufs und Abs zu bewegen.


Du möchtest wissen, an welchen Tagen 2025 Neumond ist? Alle Daten und Tipps findest du in unserem Neumondkalender:


Im Jahr 2025 erwartet uns einiges an kosmischen Phänomenen. Erfahre hier mehr:

Acht weltliche Winde – eine buddhistische Lehre für mehr Gelassenheit

Eigentlich scheint die Sache ganz einfach: Freude ist angenehm, Ärger nicht. Lob ist schön, Kritik nicht. Anerkennung gut, Verachtung schlecht. Gewinne wollen wir mitnehmen, Verluste vermeiden … Die buddhistische Lehre von den „Acht weltlichen Winden“ hilft, etwas mehr Gelassenheit in diese anstrengende Dynamik zu bringen.

Text: Ulrich Hoffmann / Titelbild: Agnieszka Ziomek via Unsplash

Mein erstes Buch hat sich über 50.000 Mal verkauft. Das war toll. Das nächste wollten nur 800 Menschen lesen. Sehr blöd. Und jetzt? Manchmal gehen unsere Pläne auf und Wünsche werden wahr. Eine Freundin zum Beispiel ist gerade mit der Familie ins Ausland gezogen, auf der Suche nach milderen Wintern. Möge ihr Projekt gelingen – aber was, wenn nicht? Ein Kollege von mir fuhr mit 30 Porsche und wurde mit 40 arbeitsunfähig. Inzwischen sind seine Ersparnisse vollständig aufgebraucht. Im Leben kann so viel schief gehen. Da ist es doch logisch und nachvollziehbar, das Scheitern zu fürchten und die guten Zeiten zu feiern. Wenn es nur nicht so anstrengend wäre. Und oftmals so beängstigend …

Die Wurzel des Leidens sei das Verlangen, soll der Buddha gesagt haben. Wir wollen behalten, was wir haben. Wir glauben, ein größeres Auto, eine Gehaltserhöhung oder eine anspruchsvollere Asana würden uns glücklich machen. Evolutionsbiologisch ist das durchaus sinnvoll: Indem wir Dinge wiederholen, die uns gutgetan haben, und Dinge meiden, die schädlich waren, verbessern wir unsere Überlebenschancen. Mehr von den leckeren Beeren, weniger Säbelzahntiger. Klar! Andererseits wäre in der Steinzeit vermutlich niemand darauf gekommen, sich bis zur Übelkeit mit Beeren vollzustopfen, nur weil sie gerade am Busch hängen. Besser Schluss für heute und morgen wieder. Wir aber haben scheinbar jedes Maß verloren. Nicht nur haben wir enorme Ansprüche an unser Leben, wir wollen auch umfassende Sicherheit und möglichst vollständige Kontrolle. Obwohl wir eigentlich wissen, dass es die nicht gibt.

Winds of Change

Wie wir sogar unter chaotischen Umständen unseren Platz in der Welt finden und wahren können, lehrt das buddhistische Konzept der „Acht weltlichen Winde“, das in Pali Lokavipatti Sutta heißt. Es besagt, dass es vor allem vier einander jeweils gegensätzliche Einflüsse sind, die uns aus dem Gleichgewicht bringen, also quasi „umwehen“: Freude und Schmerz, Gewinn und Verlust, Lob und Kritik, Ruhm und Verachtung.

Manchmal werden die „Acht weltlichen Winde“ auch als „Acht Weltgesetze“ übersetzt, dabei ist das Bild der acht Winde ja wunderbar treffend. Darin steckt nämlich die Weisheit, dass es nicht so sehr darauf ankommt, woher der Wind gerade weht, denn egal ob positiv oder unerfreulich: bei entsprechender Windstärke können sie uns alle zu Fall bringen. Viele Menschen sind bereit, für Freude, Gewinn, Anerkennung, Lob oder Ruhm sehr viel zu geben. Sie überarbeiten sich, beschädigen Beziehungen, werden egoistisch, gierig oder rücksichtslos. Mit ebenso großem Einsatz versuchen sie, Schmerz, Verlust, Kritik oder gar Verachtung zu vermeiden. Wir hängen also an bestimmten Zuständen, und wir hängen daran, andere Zustände zu vermeiden. Wir verlangen nach bestimmten Zuständen und verlangen danach, andere zu vermeiden.

Foto: Andrei q von Pexels via Canva

Gelassenheit bei Wind und Wetter

Genau dieses „Anhaften“ wird im Buddhismus kritisch gesehen. Und das gleich aus mehreren Gründen: Egal ob wir uns erst gut fühlen können, wenn ABC erreicht ist, oder ob wir uns nur gut fühlen können, wenn XYZ umschifft wurde – so oder so wird unser Ist-Zustand von irgendwelchen äußeren Bedingungen abhängig, die ebenso wechselhaft und unbeständig sind wie Wind und Wetter. Gleichzeitig führt unser dauerndes Haben-Wollen und Nicht-haben-Wollen dazu, dass wir nicht mehr wahrnehmen können, wie das Leben gerade jetzt tatsächlich ist. Wir sind permanent beschäftigt mit dem Planen der Zukunft, mit unseren Erwartungen und Befürchtungen – und währenddessen zieht das Jetzt an uns vorüber. Warum sollte zum Beispiel der eigene Geburtstag ein wichtigerer und irgendwie besserer Tag sein als die 364 anderen? Wäre es nicht klüger, zu versuchen, alle Tage gleichermaßen so anzunehmen, wie sie sich entfalten?

Diese buddhistische Haltung namens Upeksha wird oft als „Gleichmut“ übersetzt. Das klingt leider sehr nach Gleichgültigkeit. So eine Alles-egal-Haltung. Dann schmerzt der Schmerz nicht, aber Freude freut auch nicht. Das ist aber mit Upeksha gar nicht gemeint. Das Ziel ist vielmehr die gelassene, wertfreie Akzeptanz des gegenwärtigen Moments. Mit anderen Worten: Dass wir mal mehr Geld haben, mal weniger, mal der Mittelpunkt der Party sind und auf eine andere nicht mal eingeladen werden, dass gute Nachrichten und schlechte Nachrichten sich abwechseln, dass auf Arbeit Urlaub folgt, und auf Urlaub Arbeit und dass manchmal das Unangemehme, Leidvolle sogar furchtbar dominant ist – das ist alles ganz normal.

Foto: Xiaoyu Xie via Unsplash

Windfest werden

Dabei soll das Konzept der Acht weltlichen Winde keineswegs zur Passivität verleiten. Es weist nur darauf hin, dass wir Menschen uns manchmal allzu sehr von äußerlichen Reizen leiten lassen, unser Lebensfähnlein also gewissermaßen in den Wind hängen, der uns in der Welt gerade um die Nase streicht. Dabei können wir meistens nicht absehen, oder wollen es nicht wahrhaben, wohin er uns treibt.

Viel Eiscreme zu löffeln macht kurzfristig Freude, aber langfristig dick. Mit den Aktien von Öl- und Kohlefirmen das Ersparte zu verdoppeln, ist gut fürs Konto, aber schlecht für die Welt. Die Lehre von den Acht weltlichen Winden ruft uns nicht dazu auf, uns in stiller Askese in eine Höhle zurückzuziehen. Wir sollen unsere Nase weiterhin in den Wind halten. Wir können diese Einflüsse ja sowieso nie wirklich abstellen. Aber statt uns von den wilden Winden unserer Begierden und Ängste herumschubsen lassen, können wir lernen, sie aufmerksam wahrzunehmen, erkennen, woher der Wind gerade weht, und dabei unseren Platz in der Welt ruhig bewahren.

Gegen den Wind

Das geschieht natürlich nicht einfach so, weil wir es eingesehen haben und beschließen. Es bedarf schon einiger Aufmerksamkeit und Übung. Häufig werden Meditation, Yoga und andere spirituelle Praktiken als Rückzug ins Private gesehen – oder auch so gelehrt und genutzt. Aber das ist nicht ihr Ziel. Im Gegenteil: Wenn uns die weltlichen Winde unserer Begierden und Befürchtungen nicht dauernd vor sich hertreiben, können wir den eigenen Werten treu(er) bleiben. Wir wechseln die Position nicht mehr wie das sprichwörtliche Fähnlein im Wind, sondern lernen, inmitten der Unruhe und Unsicherheit ruhiger und klarer zu bleiben.

Ein Freund von mir zum Beispiel war mit seiner Beziehung nicht glücklich, gleichzeitig aber überzeugt, dass seine Partnerin ihn sowieso nicht versteht. Also schwieg er. Das erhielt den Alltagsfrieden und war insofern verlockend. Aber auf die Dauer wurde er immer unzufriedener. Deshalb lockten ihn auf einmal Dienstreisen, Überstunden, noch mehr Sport, Affären. Mit anderen Worten: Weil er Ablehnung fürchtete und sich nach Freude sehnte, wurde er noch anfälliger für Gewinn und Verlust, Lob und Kritik, Ruhm und Verachtung.

Das Windpferd reiten

Der Wind ist eine großartige Metapher für diese ganze Lektion. Er kann uns vor sich hertreiben, an uns zerren und manchmal sogar zu Fall bringen. Es ist nicht leicht, in einem ausgewachsenen Sturm still und aufrecht zu stehen, weil wechselnder Druck aus unterschiedlichen Richtungen kommt. Wir alle sind permanent nicht nur den weltlichen Winden unserer Sehnsüchte und Befürchtungen ausgesetzt, sondern auch den Windstößen der Lebensumstände die oft ebenso unerwartet kommen. Doch wir können lernen, uns nicht von ihnen herumschubsen zu lassen, sondern ihre Kraft zu nutzen. Indem wir unseren Geist ausrichten wie ein Segel. Oder indem wir sie reiten wie ein Windpferd. Die folgende Übung gibt dir dazu eine kleine Anregung.

Foto: 尾 賀 von Pexels via Canva

Meditation für Mut, Mitgefühl und Menschlichkeit

Das Windpferd

Die tibetische Lungta-Übung („Lung“ bedeutet „Wind“ und „Ta“ „Pferd“) kann dir helfen, die Energien des Lebens produktiv zu nutzen – sie also gewissermaßen zu „reiten“. Die Praxis fördert Offenheit, Mut und Mitgefühl, denn sie lehrt, sich Herausforderungen mit einem offenen Herzen und klaren Geist zu stellen.

Die Meditation besteht aus fünf Schritten, die das Zusammenspiel von Himmel, Erde und Menschlichkeit betonen. Dabei steht der Himmel für Kreativität, Visionen und spirituelle Weite. Die Erde symbolisiert Realismus, Bodenständigkeit und das Annehmen der praktischen Aspekte des Lebens. Und Menschlichkeit meint die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Dabei geht es um Authentizität, Verletzlichkeit und Verbundenheit.

1. Nimm eine aufrechte, entspannte Haltung ein (im Sitzen oder auch stehend). Spüre deine Verbundenheit mit dem Boden. Atme tief ein und aus. Öffne deine Sinne für die Umgebung und nimm alles wahr, ohne dich darauf zu fixieren.

2. Konzentriere dich sanft auf dein Herz, als würde ein weiches Licht darin erstrahlen. Halte die Aufmerksamkeit auf den Herzraum gerichtet, ohne dich dabei zu verspannen. Verbinde auf diese Weise Himmel und Erde im Herzraum.

3. Wecke ein Gefühl der Offenheit in dir, als würde dein Herz in alle Richtungen strahlen. Lass dich von diesem Gefühl durchfluten, ohne es zu bewerten. Nimm dir vor, deine innere Haltung zu verändern: Sieh Hindernisse nicht (mehr nur) als persönliche Angriffe, sondern als Bestandteile des Lebens, die eben auch vorhanden sind.

4. Richte deinen Blick (tatsächlich oder in deiner Vorstellung) dann auf den Horizont und sende dein Wohlwollen in alle Richtungen: nach vorn und hinter dich, nach rechts und links, nach oben und unten. Kultiviere eine Haltung des Wohlwollens dir selbst und anderen gegenüber. Folge dem Gefühl der Verbundenheit und unterstütze den Fluss der Lebensenergie.

5. Wenn du die Meditation beenden möchtest, verneige dich als Zeichen des Respekts gegenüber deinem Leben und allen, die es mit dir teilen.


Ulrich Hoffmann Autorenfoto

Ulrich Hoffmann ist Meditations- und Yogalehrer, verheiratet und dreifacher Vater. Da kommen ein paar weltliche Winde zusammen. Er wünscht sich mehr Gelassenheit – von sich und allen anderen. Mehr Info auf ulrichhoffmann.de

Hier findest noch mehr spannende Artikel von Ulrich:

Energievorschau Dezember 2025 – der Regenbogen öffnet sich

Medium Kristina Sacken Energieausblick

An dieser Stelle gibt euch Medium Kristina Sacken, die eng mit der geistigen Welt verbunden ist, regelmäßig einen Energieausblick für den jeweils kommenden Monat. Dabei channelt sie extra für unsere YogaWorld Community …

Text: Kristina Sacken / Titelbild: Franziska Krois

Der Dezember 2025 beginnt auf einem Energie-Peak. Die geistige Welt zeigt: Du startest diesen Monat bereits oben auf der Kurve — klar, wach, weit. Genau an diesem höchsten Punkt, der sich schon in den letzten Tagen des Novembers aufgebaut hat, entfaltet sich der Dezember wie ein weiter Regenbogen, der dich sanft trägt. Was zuvor anstrengend war, wird leichter. Was grau erschien, beginnt zu schimmern. Was zäh war, kommt in Fluss.

Wir betreten den Dezember also mit Kraft, nicht mit Erschöpfung. Du stehst stabil, aufgerichtet, verbunden – und von hier aus wird der Weg nicht steiler, sondern weicher. Das Bild der geistigen Welt zeigt, wie du über diesen Regenbogen gehst: eingemummelt, bei dir, mit kleinen, bewussten Schritten. Nicht aus Müdigkeit, sondern aus Klarheit. Es ist die Zeit, in der du genau spürst, wofür du etwas tust.

Auch wenn der äußere Alltag sich manchmal kühl und grau anfühlen kann, schimmert unter dieser Oberfläche eine starke, helle Energie. Der Regenbogen trägt die Botschaft: Alle Farben deines Lebens sind da – und sie treten jetzt hervor.

Besonders kraftvoll wirkt die Farbe Gelb: Wissen, Erkenntnis, Forschung. Die geistige Welt zeigt, dass im Dezember kollektive Entwicklungen stattfinden, die uns Freude machen. Energie, Bewusstsein, Verbindung – all das wird messbarer, greifbarer, verständlicher. Erkenntnis wird Licht, und dieses Licht wird Freude.

Ein Monat voller Veränderung

Der Dezember ist ein Übergangsmonat voller Vollendung. Viele Dinge schließen sich auf gute Weise. Entscheidungen, die du in diesem Jahr getroffen hast, beginnen zu wirken. Projekte runden sich. Wege fügen sich. Und du erkennst: Ich habe so viel geschafft.

Es ist ein Monat des Frohlockens — so nennt es die geistige Welt. Ein Monat unerwarteter schöner Überraschungen, kleiner Wunder, warmer Begegnungen. Ein Monat, in dem du merkst: Die Freude war immer da. Sie setzt sich nur jetzt klarer durch.

Beziehungen bleiben stabil und tragen warm und konstant in den Dezember hinein.
Berufliche Projekte kommen gut voran — mit kleinen Dellen vielleicht, aber immer im oberen Bereich.
Dein Energiefeld dehnt sich aus, und das tut dir gut. Du nimmst mehr wahr, aber es trägt dich statt dich zu überfordern.

Die ersten Tage des Monats sind entscheidend: Hier gelingt der Abschluss, hier setzt sich etwas fest, hier entsteht das hohe Niveau, auf dem der Dezember dann weiterschwingt. Danach wird der Monat ruhiger — ein Auslaufen auf hohem Niveau. Stabil, warm, sicher.

Und über allem liegt ein Thema:
Vertrauen.
Vertrauen in deine Schritte, Entscheidungen, Grenzen, Erfahrungen.
Vertrauen in die Kraft, die du dieses Jahr aufgebaut hast.
Vertrauen in das Feld, das dich trägt.

Die geistige Welt sagt:
„Genieß es. Du bist oben.“


Für dein neues Jahr: Die Mediale Ausbildung

Wenn du dieses Vertrauen nicht nur spüren, sondern bewusst leben möchtest, beginnt im neuen Jahr meine Mediale Ausbildung. Sie ist eine tiefgehende Reise zu deiner inneren Führung und Klarheit – und zeigt dir, wie du deine mediale Wahrnehmung sicher, präzise und alltagstauglich nutzen kannst.

Du lernst, Energien zu lesen, Botschaften einzuordnen, deine Intuition als Kompass zu nutzen und deine Verbindung zur geistigen Welt zu stabilisieren. Gerade jetzt, in diesem Dezemberlicht, spüren viele Menschen: Ich bin bereit dafür.

???? Mehr Infos: kristinasacken.com/mediale-ausbildung


Außerdem lade ich dich ein, die Morgenmeditation 2 Wochen kostenfrei auszuprobieren. Es ist mein Geschenk an dich, damit du dich getragen, verbunden und klar durch diesen Monat bewegen kannst.

???? YogaWorld-Special:
Teste die Morgenmeditation jetzt 2 Wochen kostenfrei

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Mit Herz und Verstand — Kristinas Podcast

Kristina Sacken Podcast Cover "Mit Herz und Verstand"

In meinem Podcast Mit Herz und Verstand findest du jede Woche:

  • Aktuelle kollektive Energie-Updates
  • Channelings aus der geistigen Welt
  • Praktische Tipps für die Integration medialer Impulse im Alltag

Gleich reinhören auf kristinasacken.com/podcast-mitherzundverstand


Über Kristina Sacken

Kristina Sacken Portrait
Foto: Franziska Krois

Kristina Sacken ist Medium, Juristin und Politologin und gründete die Kristina Sacken Akademie, in der sie seit über zehn Jahren Menschen begleitet, ihre mediale Wahrnehmung zu entdecken und zu stärken.

Ihre Arbeit verbindet intuitive Führung mit moderner Psychologie, klarer Sprache und geerdeter Praxis. In ihrer täglichen Morgenmeditation, ihren Ausbildungen und in ihrem Podcast „Mit Herz und Verstand“ öffnet sie Räume für Klarheit, Präsenz und die Verbindung zur geistigen Welt.

Mehr erfahren auf kristinasacken.com und auf Insta @kristinasacken / @mediale_akademie

Übrigens: Im aktuellen YOGAWORLD JOURNAL 06/2025 findest du ein spannendes Interview mit Kristina Sacken. Als erfahrenes Medium und Channeling-Expertin gibt sie uns einen Einblick, was mit den Seelen nach dem Tod passiert, warum sie Zeit beim Übergang brauchen dürfen und weshalb sie trotzdem immer in Verbindung bleiben. Hier kannst du dir das Heft bestellen:

https://yogaworld.de/produkt/yogaworld-journal-nr-102-06-25-print-ausgabe/