Feier des Lebens: Tantra-Morgenpraxis mit Lara Schäffer

Jeder beginnende Tag, jeder neue Sonnenaufgang ist ein Wunder. Deshalb haben Yogi*nis ihn seit jeher mit morgendlichen Ritualen und Übungen gefeiert. Genau dazu lädt uns auch diese Morning Celebration von Lara Schäffer ein, die in der Weisheit des Tantra gründet.

Text & Sequenz: Lara Schäffer / Fotos: Nela König

Schon gewusst? Lara Schäffer ist bei unserer YogaWorld-Messe in Stuttgart vom 10. bis 12. April 2026 mit dabei und wird dort einen Yin & Breathwork-Workshop und zwei Vorträge zum Thema Tantra halten. Hier findest du alle Infos zum Event!

Tantra Yoga

Das ist, wenn du aufhörst zu suchen.
Wenn du in deinem Körper ankommst,
in deinem Atem ruhst und spürst: Du bist nicht allein.
Du bist lebendig. Wild. Weich. Voller Lust auf das Leben.

Wenn die Bewegung kein Ziel hat, sondern ein Fest ist.
Wenn du den Tag feierst, der jetzt gerade beginnt.

Tantra ist nicht das, was du tust.
Es ist, wie du es tust.
Mit Atem. Mit Tiefe. Mit Wahrheit.
Mit deiner sinnlichen Essenz.

So wird Yoga ein Weg zurück: Zurück in den Körper.
Zurück ins Jetzt. Zurück in das, was dich atmen lässt.
Zurück in die Lust am Leben
mit all seinen Höhen und in seinen Tiefen.

Es ist die Kunst, das Unbeschreibliche ins Sichtbare zu bringen.
Nicht auszuweichen, sondern zu verkörpern.

Tantra heißt: sich einweben in dieses Leben.
Mit allem, was es ist:
Licht und Dunkel, Weite und Enge,
Welle und Stille.

Genauso will auch diese Morgen-Praxis das Leben feiern:

Nicht nur in seinen Höhen, sondern auch in seinen Brüchen, seiner Zartheit.
Sie will dich in Kontakt zu deinem ureigenen Feuer bringen.
Es wohnt in uns allen, so wie es in der aufgehenden Sonne wohnt.

BEVOR DU BEGINNST

Ein schöner Rahmen: Wie jede Feier beginnst du auch deine Morning Celebration mit achtsamen Vorbereitungen – für dich selbst und den Platz, an dem du übst. Dazu kann zum Beispiel gehören, dass du den Raum lüftest oder auch räucherst, dein Gesicht wäschst und pflegst, eine Kerze anzündest oder nach der aufgehenden Sonne Ausschau hältst.

So übst du:

Lege den Fokus in allen Haltungen auf eine harmonische Ausrichtung deiner Wirbelsäule. Es geht weder um Flexibilität, noch um ein „fancy“ Aussehen. Ziel ist es, dass Prana, Lebenskraft, frei fließen kann. Nutze daher die Einatmung, um der Wirbelsäule Länge und Weite zu schenken, und nutze die Ausatmung, um sie sanft in die jeweilige Bewegung zu führen.

In deiner Weichheit wohnt deine ureigene KRAFT

1. MUKHA BHASTRIKA MIT RUDRANI KRIYA
Ankommen. Atmen. Aufwachen

Lara Schäffer, Tantra, Yoga, Mukha Bhastrika

A Stelle dich in einen stabilen Stand, die Füße etwas weiter als hüftbreit und leicht nach außen gedreht. Beuge die Knie, lehne den Oberkörper sanft nach vorn und lege die Hände stützend auf die Oberschenkel. Wenn du magst, schließe die Augen. Spüre zunächst deine Füße am Boden, die Länge deiner Wirbelsäule und deinen natürlichen Atem. Lenke den Atem dann in den Brustraum und weite Rippen und oberen Rücken mit jeder Einatmung. Aus der Wahrnehmung des Jetzt gehst du nun in die Blasebalg-Atmung: Atme tief durch die Nase ein und halte den Atem kurz an.

Lara Schäffer, Tantra, Yoga, Rudrani Kriya

B Lehne den Oberkörper dann weit nach vorn und puste die Atemluft kräftig durch den gespitzten Mund aus. Hebe den Oberkörper in der Atemleere sanft wieder in die Diagonale und atme dort durch die Nase wieder ein. (3–5 Wiederholungen)

2. DYNAMISCHES TRIKONASANA
Erdung. Struktur in Weichheit. Bewegte Energie.

Lara Schäffer, Trikonasana, Yoga, Tantra

Stelle dich in eine weite Grätsche. Die großen Zehen zeigen leicht nach innen und die Hände liegen an den Hüften. Atme ein, ziehe die Wirbelsäule in die Länge, atme aus und senke den lang gestreckten Oberkörper nach vorn (Table Top, Bild A), dabei können die Hände am Boden, auf Blöcken oder an den Schienbeinen aufsetzen. Atme ein und ziehe die Wirbelsäule erneut in die Länge. Atme aus und lasse den Oberkörper entspannt sinken (Bild B).

Lara Schäffer, Trikonasana Variante, Yoga, Tantra

Beginne dann mit einer dynamischen Bewegung, bei der du den Oberkörper einatmend streckst und ihn ausatmend sinken lässt: Zähle dabei zunächst einatmend auf 4 und ausatmend auf 4. Danach verlängerst du die Ausatmung jedes Mal um einen Zähler bis auf 4 zu 8. Bleibe dann in der tiefen Vorwärtsbeuge, atme wieder im natürlichen Rhythmus und lasse 5–10 Atemzüge lang den Kopf Richtung Boden sinken.

Richte dich behutsam wieder auf, stelle die Füße hüftbreit und lasse die Arme mit nach vorn geöffneten Hände hängen. Schließe deine Augen und spüre nach: Du erfährst Weite und bleibst dabei zentriert.

3. MALASANA MIT GEBALLTEN FÄUSTEN
Weibliche Kraft in Verbindung zu Himmel und Erde

Lara Schäffer, Malasana mit geballten Fäusten, Yoga, Tantra

Komme in eine tiefe Hocke, die Füße stehen etwas weiter als hüftbreit, Zehen und Knie dürfen leicht nach außen zeigen. Lege eine gerollte Matte oder einen Schaumstoffkeil unter die Fersen, falls du hier keinen Bodenkontakt hast. Lass dein Becken schwer werden und spüre die Atmung in deiner Körperrückseite. Lege dann die Arme innen an die Oberschenkel und schiebe die Hände vor deinem Herz sanft als Fäuste gegeneinander. Achte dabei darauf, die Wirbelsäule lang zu halten, und atme ruhig. Knie und Zehen sollten in dieselbe Richtung zeigen. Diese Haltung erdet dich. Deine Fäuste erinnern dich daran: Du bist stark in deiner Stille.

4. KAKASANA
Mut zur Mitte

Lara Schäffer, Kakasana die Krähe, Yoga, Tantra

Verlagere aus der Hocke dein Gewicht etwas nach vorn und setze die Hände schulterbreit auf der Matte auf. Fächere deine Finger weit auf, um die Hände zu aktivieren und dich kraftvoll abzustützen. Beuge dann die Arme und lege deine Knie an die Oberarme oder in die Achseln. Ziehe deinen gesamten Körper kompakt zu seiner Mitte hin und verlagere dein Gewicht vorsichtig immer weiter nach vorn, bis du kaum noch Gewicht auf den Zehenspitzen hast. Bist du bereit abzuheben wie eine Krähe? Dein Blick ist nach unten vorn gerichtet und du löst erst einen, dann beide Füße vom Boden. Wenn möglich, legst du deine großen Zehen in der Luft aneinander. Atme bis in deinen Bauch hinein. Du balancierst im Vertrauen auf deine Mitte.

5. USHTRASANA
Die Flamme des Herzens entfachen

Lara Schäffer, Ushtrasana das Kamel, Yoga, Tantra

Richte im Kniestand die Knie hüftbreit und die Unterschenkel parallel zueinander aus. Lege die Hände breit aufgefächert ans Kreuzbein, ziehe das Schambein sanft nach oben und verwurzle deine Fußrücken fest am Boden, bevor du nun einatmend den Brustkorb hebst und weitest und dich ausatmend vorsichtig in den Halt der Hände hinein zurücklehnst für die Haltung des Kamels. Atme tief und energetisierend in deinen Herzraum und spüre, wie intensiv die Rückbeuge heute sein darf. Lass dir Zeit. Nur wenn du schon tief genug und von der Mitte her noch stabil gehalten bist, legst du die Hände auf die Fersen. Lasse auch den Kopf nur dann sanft nach hinten sinken, wenn es dein Nacken heute erlaubt. Erlebe in dieser herzöffnenden Haltung dein inneres Feuer und das Fest des Morgens. Diese Rückbeuge ist ein Gebet. Offen. Ehrlich. Und gehalten.

6. BALASANA
Heimkehr zur weiblichen Wurzelkraft

Lara Schäffer, Balasana die Stellung des Kindes, Yoga, Tantra

Löse dich behutsam aus dem Kamel, setze dich auf die Fersen und schiebe die Knie etwas auseinander, bevor du den Oberkörper mit einer Ausatmung entspannt nach vorne sinken lässt. Lege deine Stirn auf die Matte oder ein Kissen und breite die Arme entweder nach vorn oder längs vom Körper nach hinten aus. Atme in deinen Bauchraum und nimm wahr, wie sanfte, erdende Energie durch deinen Rücken fließt. Erlaube deinem Herzen weicher zu werden und Richtung Erde zu sinken. Fühle dich getragen und atme im tiefsten Urvertrauen ein: Hier fließt alles zurück. In dich. In deinen Kern.

7. SETU BANDHASANA
Lebendige Energie

Lara Schäffer, Setu Bandhasana, Yoga, Tantra

Lege dich auf den Rücken. Stelle die Füße hüftbreit auf und drehe die großen Zehen leicht zueinander. Die Arme liegen mit nach unten zeigenden Handflächen längs vom Körper. Hebe nun mit einer Einatmung langsam das Becken und ziehe dabei den Bauchnabel sanft zur Wirbelsäule. Halte den Atem kurz in der Fülle an. Atme dann aus und lasse dich Wirbel für Wirbel wieder auf die Matte sinken.

Wiederhole diese Bewegung und beginne dabei zu zählen: Einatmend auf 4 heben, oben halten auf 2, ausatmend senken auf 6. Wenn du magst, nimmst du dabei auch die Arme mit und bewegst sie in einem weiten Bogen über dem Körper nach hinten und wieder zurück. (4–5 Wiederholungen)

Bleibe dann einige Atemzüge lang oben und spüre zum feinstofflichen Fluss der Energien hin: Einatmend lässt du Prana Vayu (vitalisierender Wind) vom oberen Ende der Wirbelsäule zum Nabelzentrum strömen. Bei der Ausatmung bewegt sich Apana Vayu (erdender Wind) vom unteren Ende der Wirbelsäule hinauf zum Nabel. Sonne und Mond treffen sich in deinem Zentrum. Du erhebst dich. Nicht aus Spannung, sondern aus innerer Führung. Dein Feuer (Rudrani) wird lebendig.

8. VIPARITA KARANI
Umkehr und Hingabe

Lara Schäffer, Viparita Karani, Yoga, Tantra

Ziehe in Rückenlage einen Moment die Knie zur Brust. Strecke dann die Beine senkrecht nach oben und ziehe sie mit etwas Schwung Richtung Kopf, sodass du das Becken vom Boden lösen und die Hände von unten dagegen stützen kannst. Die Oberarme liegen weiterhin am Boden und deine Handflächen halten das Becken wie eine Schale. Kippe deine Beine soweit zu dir, dass die großen Zehen etwa senkrecht über deinem dritten Auge schweben – ein energetisch sehr kraftvolles Körper-Mudra. Schließe sanft die Augen und lasse den Atem in deinen Bauch fließen. Bleibe gerne mehrere Minuten lang in dieser intensiv erdenden Position. Alles kehrt sich um und wird still. Aus der Verwurzelung entfaltest du dich in die Leichtigkeit.

9. HALASANA
Wandlung

Lara Schäffer, Halasana, Yoga, Tantra

Ziehe aus Viparita Karani nun die gestreckten Beine vorsichtig weiter nach hinten und lege die Zehen hinter dir am Boden, auf einem Stuhl oder an der Wand ab. Im Pflug kannst du weiter wie in Viparita Karani den Rücken mit den Händen stützen, oder du legst die Arme längs des Körpers mit nach unten zeigenden Handflächen auf den Boden. Schiebe deine Sitzknochen Richtung Decke und achte darauf, die Kehle weich zu halten und den Kopf in dieser Haltung nicht zur Seite zu drehen. Atme auch hier tief und bewusst in den Bauch. Wenn du möchtest, kannst du nach einer Weile die Knie wie auf dem Foto bis neben die Ohren sinken lassen (Karnapidasana).

Gib dich der Haltung bewusst hin. In dieser Tiefe sinkt der Prozess der Wandlung eine Dimension tiefer. Bleibe in der Beobachtung, bevor du dich mit einer behutsamen Rollbewegung wieder aus der Haltung löst.

10. MATSYASANA
Offenheit

Lara Schäffer, Matsyasana, Yoga, Tantra

Zum Ausgleich gehst du nun in eine sanfte Gegenbewegung, den Fisch. Lege die Arme in Rückenlage möglichst dicht beieinander unter den Körper, die Handflächen zeigen zum Boden. Drücke dich nun mit Händen und Unterarmen ab, hebe die Brust und ziehe den Kopf auf den Hinterkopf oder den Scheitel. Dabei sind die Beine lang ausgestreckt, die Schultern weich. Dein Herz beginnt zu schweben. Erlaube ihm eine sanfte Durchlässigkeit für das Leben. Spüre, wie dein Atem streichelnd ein- und ausströmt. Du beobachtest und genießt.

Lara Schäffer, Apanasana, Yoga, Tantra

Lege dann Brust und Kopf wieder ab und ziehe einige Atemzüge lang die Knie zur Brust (Apanasana). Von dort kommst du mit ein paar schwungvollen Schaukelbewegungen zum Sitzen.

11. ARDHA MATSYENDRASANA
Begegnung mit dir selbst. Gleichgewicht.

Lara Schäffer, Ardha Matsyendrasana, Yoga, Tantra

Strecke im Sitzen die Beine nach vorne aus und richte die Wirbelsäule lang auf. Stelle dann den rechten Fuß außen neben den linken Oberschenkel. Wenn du möchtest, ziehst du zusätzlich die linke Ferse an die rechte Sitzfläche. Setze die Finger der rechten Hand hinter dir auf den Boden oder einen Block. Atme ein, strecke die Wirbelsäule noch einmal lang und hebe den linken Arm. Atme aus, drehe dich nach rechts und lege den Arm locker um dein rechtes Knie. Nur wenn es völlig mühelos geht, platzierst du den linken Ellenbogen wie hier gezeigt außen am Knie, ohne dich dabei aber in die Drehung zu hebeln. Mit jeder Einatmung schenkst du deiner Wirbelsäule Entfaltung, mit jeder Ausatmung bewegst du sie sanft in die Drehung. Erst zum Schluss lässt du auch den Kopf sanft der Drehung folgen. Atme erneut in deinen Bauch.

Nach etwa einer Minute löst du dich behutsam und wechselst zur anderen Seite. Du drehst dich – nicht, um dich zu verändern, sondern um dich zu sehen: Wunderschön. Sinnlich. Wild. Und zugleich weich und zart. Pure Balance.

12. ARDHA TITALI MIT RUDRANI KRIYA
Nachspüren. Feiern

Lara Schäffer, Ardha Titali, Yoga, Tantra

Setze dich aufrecht, ziehe eine Ferse zur Leiste und lasse dein angewinkeltes Knie sinken (gerne ein Kissen unterlegen). Atme ein und hebe beide Arme. Atme aus, beuge dich zum ausgestreckten Bein und lege die Hände auf Schienbein oder Fuß ab. Atme ein und ziehe deine Wirbelsäule noch einmal in die Länge. Atme aus, lass die Schultern sinken, ziehe den Bauchnabel Richtung Wirbelsäule und senke sanft dein Kinn. Dann beginnst du mit Rudrani Kriya: Atme ein, halte den Atem in der Fülle und zähle auf 4, dann atmest du aus und entspannst dich in die Atemleere hinein, möglichst 8 Zähler lang. Nach mehreren Wiederholungen kannst du die Pause vielleicht sanft noch etwas verlängern.

Lasse dann deinen Atem eine Zeitlang natürlich fließen, bevor du die Übung seitenverkehrt wiederholst. Spüre zum Abschluss den Geschenken dieser besonderen Haltung nach: Du kehrst zurück. Nicht als jemand Neues. Sondern als du selbst. Bewusster, weicher, klarer.

Bevor du dich in Shavasana entspannst, ziehst du noch einmal in Rückenlage die Knie zur Brust und findest bewusst zurück in die Symmetrie (Apanasana).

13. SHAVASANA
Heiliger Übergang

In der tantrischen Tradition ist Shavasana kein bloßer Ausklang. Es ist ein Tor. Ein bewusstes Hineinsinken in das, was du nicht kontrollieren kannst. Lege dich dazu auf den Rücken und lasse die Füße locker nach außen sinken. Die Arme liegen etwas vom Körper abgewinkelt, die Handflächen sind empfangend nach oben geöffnet. Nimm dein Gewicht wahr. Gehalten, getragen. Mit jeder Ausatmung gibst du mehr Gewicht an Mutter Erde ab. Lasse los. Auch auf anderen Ebenen: Widerstand, Rollen, Erwartungen … Du übst zu sterben. Nicht als Ende, sondern als Rückkehr. Zurück in die Essenz, in den Raum zwischen den Dingen. Dorthin, wo dein wahres Selbst beginnt. Es ist ein Verweben (Tantra). Nicht nur mit dem Licht, sondern auch mit der Leere. Mit dem Formlosen, das dich formt. Mit dem Leben, das dich atmet.

Du bist nicht dein Tun.
Du bist nicht dein Körper.
Du bist Bewusstsein
auf einer genialen Reise.


Bleibe hier.


Nicht um zu ruhen.
Sondern um still zu werden
für das größte aller Geschenke:


Das Erinnern.
Weil du Liebe bist. Immer.

14. PRANAYAMA UND MEDITATION

Pranayama: Um vor deiner Morgen-Meditation noch etwas spürbarer von der Grobstofflichkeit in die feinstofflicheren Ebenen zu gelangen, stimmst du dich mindestens 5 Minuten lang auf deinen Atem ein. Richte dir dazu eine bequeme, aufgerichtete Sitzhaltung ein. Deine Hände liegen sanft im Schoß. Spüre zunächst eine Weile, wie dein natürlich fließender Atem dich sanft berührt. Beginne dann mit einer Atemtechnik, die dir gut vertraut ist, ich empfehle Coherence Breathing (gleich lange Ein- und Ausatmung ohne Atempausen) oder Nadi Shodhana, die Wechselatmung.

Meditation: Anschließend beginnst du die Herzensfeier deiner Morgenmeditation. Nimm dir dafür mindestens 15 Minuten Zeit. Beginne damit, dass du dir vorstellst, wie dich das erste Licht des Tages berührt: deine Haut, dein Inneres, die Umhüllung deines pochenden Herzens. Nimm wahr, wie der neugierige Tag dich atmet. Als hätte dieser Morgen deinen Namen geflüstert, noch bevor du deine Lider geöffnet hast. Lass dich immer weiter in diese Verbundenheit hineinsinken. Lausche tiefer in dein Herz. Vielleicht hörst du es sagen:

„Ich bin bereit.
Für diesen Tag.
Für mich.
Für das Leben.“

Die geführte Meditation zur Morning Celebration mit Lara Schäffer findest du hier als Audio File:


Lara Schäffer bildet Yogalehrende in tantrischem Hatha, Moon-Sun-Fire, Yin Yoga und Meditation aus (neuer Kurs ab November), sie leitet Mentoringprogramme für Frauen, podcastet unter  “Weil du Liebe bist” und ist ausgebildete Breathwork Trainerin. Mit „Lumo„(früher: Guru Granola) hat sie zudem eine Firma für ayurvedische Knusper-Toppings gegründet. Mehr Info auf lara-schaeffer.com oder Instagram @laramadeby

Dieser Artikel stammt aus dem YOGAWORLD JOURNAL 05/2025.

Tipp: Wenn du mehr über die Hintergründe von Tantra und seine Bedeutung im modernen Yoga erfahren willst, dann empfehlen wir dir den Artikel von Anna Trökes:

Frauenheilkunde und Ayurveda

Frauenheilkunde und Ayurveda

Die ganzheitliche Frauenheilkunde spielt im Ayurveda eine wichtige Rolle – und das betrifft nicht nur die besonderen Momente wie Schwangerschaft und Wechseljahre, sondern auch die ganz alltägliche Weiblichkeit: Wie kommt frau in die Balance und bleibt gesund? Hier liest du die besten Ayurveda-Tipps.

Text: Dr. Janna Scharfenberg / Titelbild: Katherine Hanlon via Unsplash

Rasayanas – vitalisierende ayurvedische Kräuter

Unter Rasayanas versteht der Ayurveda spezielle Kräuterpräparate, die eine besonders kraftvolle Wirkung auf Körper, Geist und Seele haben. Ihnen werden vitalisierende und ausgleichende Wirkungen zugesprochen, sie werden daher gerne zur allgemeinen Stärkung eingesetzt. Ein Rasayana, das besonders gerne in der ayurvedischen Frauenheilkunde verwendet wird, ist Shatavari, der wilde indische Spargel. Die wörtliche Übersetzung von Shatavari aus dem Sanskrit lautet bezeichnenderweise: die Frau, die hundert Männer hat. Damit ist die Stärke der weiblichen Ausstrahlung gemeint. Doch das Präparat gilt als wahrer Allrounder: Es wird unterstützend während der Schwangerschaft und im Wochenbett eingesetzt, aber auch zur Förderung der Libido und bei Wechseljahrsbeschwerden.

Lies auch: Ayurveda-Lehre – verlieren Frauen ihre Weiblichkeit?

Shatavari-Mondmilch

Klassischerweise nimmt man Shatavari in pulverisierter Form und in etwas Flüssigkeit gelöst ein. Dazu rührt man zum Beispiel 1 Teelöffel Shatavari-Pulver in 250 ml warme (pflanzliche) Milch ein und würzt das Ganze eventuell mit einer Prise Zimt oder Kardamom. Mit etwas Honig und einem Teelöffel rohem Kakao gemischt eignet sich das auch als beruhigender, kräftigender Abendtrunk. Diese Variante nennt man Shatavari-Mondmilch.

Die Kraft der Natur: stärkende Nahrungsmittel

Neben speziellen Kräutern gibt es auch viele Nahrungsmittel, die aus ayurvedischer Sicht ganz besonders für Frauen geeignet sind, da sie eine ausgleichende, kräftigende Wirkung haben. Gerade während hormoneller Übergangsphasen wie Pubertät, Schwangerschaft und Wechseljahren empfehlen sich:

  • Apfel, Aprikose, Avocado
  • Brokkoli
  • Dattel
  • Feige
  • Granatapfel, Gurke
  • Honig
  • Karotte, Kurkuma, Kardamom
  • Leinsamen
  • Spargel
  • Stangensellerie
  • Süßkartoffel

Lies auch: „5 gesundheitsfördernde Ayurveda-Kräuter“

Ayurvedisches Verwöhnprogramm für Zuhause

Im Ayurveda kennt man zahlreiche Schönheitsrituale speziell für Frauen. Diese dienen aber nicht der Selbstoptimierung. Sie zielen vielmehr darauf ab, dass Frauen sich rundum wohl in ihrer eigenen Haut fühlen und sanft in ihre Balance finden. Gerade die leichten Dysbalancen durch den wechselnden Hormonstatus während des Zyklus (z.B. trockene oder unreine Haut) können so einfach und genussvoll ausgeglichen werden. Vor allem die Selbstmassage mit verschiedenen Ölen gilt im Ayurveda als ausgleichendes, heilendes Ritual. Sie stärkt und nährt das Gewebe und fördert den Aufbau von Ojas (Vitalität und Lebenskraft).

  • Als leichtes Basisöl eignet sich beispielsweise Mandelöl. Es ist geruchsneutral und kann wunderbar mit ätherischen Ölen versetzt werden.
  • Sesamöl ist besonders nährend, wärmend und erdend.
  • Zart duftendes Rosenöl gilt als das Frauenöl schlechthin, perfekt für ein Verwöhnprogramm.

Sanfte Aktivierung und Yoga

Der Ayurveda empfiehlt, täglich etwas für die Aktivierung des Stoffwechsels zu tun und in Bewegung zu bleiben. Das stärkt nicht nur das Verdauungsfeuer (Agni), es sorgt auch für den Aufbau unserer Körpergewebe und fördert so nachhaltig Vitalität und Abwehrkräfte. Dafür eignen sich regelmäßige Saunagänge bei niedrigeren Temperaturen (z.B. Biosauna oder Infrarotsauna), Walking und Spaziergänge an der frischen Luft, muskelstärkendes Training und natürlich Yoga. Aus ayurvedischer Sicht ganz wichtig: nicht auspowern auf Teufel komm raus, sondern gut auf den eigenen Körper und seine Bedürfnisse achten. Sanfte Formen der Praxis und frauenspezifisches Yoga im Einklang mit dem Zyklus sind am besten.


Janna Scharfenberg

Ayurveda-Expertin Dr. Janna Scharfenberg vermittelt in ihren Online-Programmen und Büchern wie „Ayurveda for Life“ die alte indische Lehre ganz unkompliziert für den Alltag.
drjannascharfenberg.com

Hier erfährst du alles über die grundlegenden Prinzipien im Ayurveda:

Die besten Yoga Festivals 2026

Yogafestivals sind viel mehr als Workshops und Yogamatten. Sie sind insprierende Inseln im Alltag, Orte, an denen die Zeit langsamer vergeht und Körper und Geist auftanken. Hier trifft man Gleichgesinnte, bekommt neue Impulse, reflektiert, lauscht, tanzt, meditiert – und spürt, wie lebendig man ist. Hier sind unsere Favoriten für 2026!

Titelbild: Billion Images via Canva

Alle Yoga-Festivals findest du bald auch in unserem Eventkalender.

APRIL

10.–12.4. YOGAWORLD MESSE

Messe Stuttgart
Inspirierende Yogaklassen, Workshops und Vorträge, vegane Genusswelt, Yoga-Bazar – diese Dichte an Yogaleben gibt‘s nur auf der YogaWorld-Messe! Hier erfährst du mehr zu allen Programm-Highlights:

Mehr Infos: yogaworld.de/

18.–19.4. ZAP YOGA-CONVENTION „GESUNDHEIT & LEBENSFREUDE“ IN NUSSLOCH IN HESSEN

Am Samstag, 18.04. & Sonntag, 19.04.2026 lädt das Zentrum Aktiver Prävention in Nußloch zur ZAP Yoga-Convention ein – ein Wochenende, das Gesundheit, Lebensfreude und gelebte Achtsamkeit miteinander verbindet.

Die Convention bringt einige der prägendsten Stimmen der Yogaszene zusammen – Expert*innen, die Yoga nicht nur lehren, sondern leben. Dich erwarten vielfältige Yoga-Workshops, berührende Meditationen, kraftvolle Musik, spannende Vorträge und ein lebendiger Markt.

Im Mittelpunkt stehen Yoga, moderne Yogatherapie und Ayurveda auf wissenschaftlichen Fundamenten, ergänzt durch innovative Bewegungs- und Achtsamkeitskonzepte. Spirituelle Impulse, Offenheit, Nachhaltigkeit und echte Herzensenergie schaffen einen Raum für Wachstum, Prävention und neue Perspektiven – für Körper, Geist und Seele.

Mehr Infos: zap-nussloch.de/yoga-convention

MAI

1.–3.5. CURA SUI YOGAFESTIVAL

Pforzen, Allgäu
2026 feiert das Festival erstmals im Frühling – mit frischer Energie, viel Herz und einem tollen Line-up an Lehrer*innen und Musiker*innen. Übrigens: Cura Sui bedeutet „Sorge für dich selbst„.

Mehr Infos: curasui-yogafestival.de

14.-17.5. YOGA VIDYA MUSIKFESTIVAL

Bad Meinberg, NRW
Vier Tage lang wird sich wieder alles um Yoga und Musik drehen – mit tollen Workshops, heilsamen Klangräumen, Mantra-Yogastunden, indischen Ragas und herzöffnenden Singkreisen – vor allem aber in toller Gemeinschaft.

Mehr Infos: yoga-vidya.de/events/musikfestival

23.–25.5. ONE SPIRIT FESTIVAL

Freudenstadt, Baden-Württemberg
Ganzheitliches Spirit- und Kulturfestival voller Vorträge, Meditations- und Yogaformaten, Live-Musik und Begegnungsräumen, das Bewusstsein, Liebe und inneren Wandel feiert.

Mehr Infos: one-spirit-festival.de

29.–31.5. NAMASTE AM SEE YOGAFESTIVAL

Wörthersee, Kärnten
Viel Yoga in diversen Hotels gibt‘s am Wörthersee immer, aber nie so viel wie beim alljährlichen Festival: Eine große Vielfalt an Workshops in toller Alpenkulisse.

Mehr Infos: yoga.woerthersee.com

JUNI

4.–14.6. YOGAFRÜHLING IN GASTEIN – ATME DIE BERGE IM GASTEINERTAL IM SALZBURGER LAND

Yogafrühling in Gastein
Yoga in Gastein (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, Marktl Photography

Vom 4. bis 14. Juni wird Gastein zum Ort der Begegnung für Yogaliebhaber*innen. Eingebettet in die Salzburger Alpen verbindet der Yogafrühling Yoga, Achtsamkeit und die Kraft der Berge zu einem intensiven Erlebnis. Außergewöhnliche Locations prägen das Programm: Freiluft-Einheiten im Nationalpark Hohe Tauern oder auf der Schlossalm auf über 2000 Metern schaff en besondere Natur- und Körperwahrnehmungen. Für entspannende Stunden sorgen die Felsentherme und die Alpentherme.

Zum Auftakt des Yogafrühlings lädt Carmen Jedinger am 5. Juni auf der Schlossalm zu einer Despacho-Erdzeremonie aus der Andentradition ein. Das Ritual des bewussten Zurückgebens und der Wertschätzung schafft inmitten der Bergwelt einen stillen Moment des Innehaltens.

Ein besonderes Highlight sind die englischsprachigen Workshops mit Adam Husler am 6. und 7. Juni in Bad Hofgastein. Sein Alignment-Based Vinyasa verbindet präzise Ausrichtung, kreative Sequenzen und fundiertes Wissen aus Anatomie, Atemarbeit, Meditation und moderner Bewegungslehre. Der ganzheitliche Ansatz richtet sich an alle, die Yoga über reine Ästhetik hinaus erfahren möchten.

Am 12. Juni vermittelt Susanne Mors im Kurpark die „zehn Mudras der Hatha-Yoga-Pradipika“. Körperhaltungen und energetische Techniken verbinden Atem, Prana und Körper und werden durch kurze Impulse zu Wirkung und Bewusstheit ergänzt.

12 Premium-Partnerhotels bieten den Rahmen für eine bewusste Auszeit. Das ALPENHAUS Gasteinertal ist offizieller Partner und steht für ganzheitliche Erholung im Einklang mit Natur und Bewegung. Als Österreichs Yoga- & Selfness Hotel Nr. 1 vereint es Yoga, Naturerlebnis und Regeneration mit einem vielseitigen Angebot aus Yoga, Qigong und Meditation auf Basis des ALPEN.KRAFT.SELFNESS-Ansatzes. Als Partner der Gasteiner Yogatage begleitet das Haus Veranstaltungen wie den Yogafrühling und bietet Raum für nachhaltige Erholung.

Ob auf der Matte, in alpiner Höhe oder im warmen Thermalwasser – Yoga in Gastein eröffnet neue Perspektiven und schenkt Raum für Atem, Bewusstsein und Energie.

Mehr Infos: gastein.com/yoga

11.–14.6. YOGA OPENAIR

Südstrand Eckernförde, Schleswig-Holstein
Yoga direkt am Meer – das geht auch in Deutschland: Zum fünften Mal lädt das Open Air im hohen Norden an den Strand ein, um zu feiern, üben, meditieren und Kraft zu tanken.

Mehr Infos: nordic-yogaspirit.com

11.–14.6. UNYTED FESTIVAL

SpreeCamp Bagenz, Brandenburg
Nichts weniger als die „Vision einer besseren Welt“ wollen die Macher mit ihrem diesjährigen „Unyted2-Gathering in die Welt tragen. Mit dabei u.a.: Yael Deckelbaum, Nina Heitmann und Netanel Goldberg.

Mehr Infos: yoga-united.net

19.–21.6. AYURVEDA-FESTIVAL IN NIEDERNBERG IN UNTERFRANKEN

Das 5. Ayurveda Festival lädt vom 19.–21. Juni 2026 zu drei besonderen Tagen ein, an denen sich Ayurveda, Yoga und zeitgemäße Impulse für Gesundheit und Vitalität auf ganz natürliche Weise verbinden. Ein Wochenende voller Wissen, Natur und tiefer Verbindung – erlebe Indian Dance & Culture, Live Music, Martial Arts, Massagen, Feel Good Food und einen liebevoll kuratierten Marketplace. 

Besucher*innen können nicht nur innovative Produkte und Anwendungen entdecken, sondern sich auch von einem vielfältigen Programm aus Experten-Talks und Workshops rund um ganzheitliche Gesundheit, Longevity und Biohacking inspirieren lassen. Von traditionellen Heilmethoden bis hin zu modernen Erkenntnissen – das Festival bringt führende Expert*innen zusammen und bietet tiefgehende Einblicke in die Kunst des Ayurveda. Mit dabei sind u.a. Dr. Dania Schumann, Dr. Alan George Alexander (Nattika Park am See), Dr. med. Harsha Gramminger, Janesh Vaidya (Vaidya’s Ayurveda Village), Jonas Shahin (@kommklardigga), Leander Greitemann, die Indian Dance Academy u.v.m.

Mehr Infos: ayurveda-festival.de

19.–21.6. NAMASTE YOGAFESTIVAL

Schönsee, Oberpfalz
Drei Tage Natur, Yoga, Musik und echte Gemeinschaft – barfuß im Gras, mit Herz, Tiefe und Lebensfreude. Ein Festival für Verbindung, Achtsamkeit und das Ankommen bei dir selbst.

Mehr Infos: namastefestival.de

19.–21.6. KRISHNA BEACH YOGA FESTIVAL

Ostseebad Sellin, Insel Rügen
„Yoga für die ganze Familie“ lautet der Slogan des vielseitigen Yogafestivals direkt am wunderschönen Ostseestrand. Kinder bis 12 haben freien Eintritt.

Mehr Infos: yogafestival-sellin.de

19.–21.6. WALD HEALING

Stemwede, NRW
Ein bewusst kleineres, persönliches Festival mit Fokus auf Gemeinschaft, Heilung und Verbundenheit. Es gibt Yogastunden, Klang, Rituale, eine liebevolle Kinderwelt und freie Begegnungen unter Bäumen.

Mehr Infos: waldhealing.de

21.–22.6. WANNDA CIRCUS YOGA FESTIVAL

München
Auch 2026 öffnet der Wannda Yoga Circus pünktlich zur Sommersonnenwende wieder seine Tore für alle, die Körper, Geist und Herz verbinden wollen. Dieses Festival hebt sich durch seine besonders warme, gemeinschaftliche Atmosphäre in einer magischen Zirkus-Zeltlandschaft ab und setzt einen klaren Schwerpunkt auf Embodiment, Somatics und weitere nervensystemfreundliche Praktiken. Freue dich auf ein vielfältiges Programm rund um Yoga, Meditation, Breathwork, Massagen, Healing Arts, Musik, Tanz und Community-Erlebnisse für alle Levels.

Mehr Infos: wannda.de

25.–28.6. COMMUNITY FESTIVAL RETREAT

Hof Oberlethe, Oldenburg
Das Gathering mit 300 Menschen ist der Höhepunkt einer Reihe von Events für Yoga und transformative Selbsterfahrung an verschiedenen Orten.

Mehr Infos: conciouscelebration.com

25.–28.6. YOGA, SOUND & SEA FESTIVAL

Steinberger See, Oberpfalz
Auch dieses Jahr kommen wieder nahezu allen namhaften deutschen Yoga-Größen zum Festival an den Steinberger See. Daher nicht lange fackeln: Die Tickets sind schnell ausgebucht!

Mehr Infos: yoga-sound-sea.com

26.–27.6. VIBRATE YOUR WILD FESTIVAL

Gundelfingen an der Donau
Mit diesem Festival wollen die Macher*innen das Leben feiern. Zwei Tage lang stehen Atem, Bewegung, Ausdruck und echte Verbindung im Mittelpunkt.

Mehr Infos: vibrateyourwild.de

27.6. SOULFUL GROWTH® FESTIVAL IN RIEGELSBERG IM SAARLAND

YOGIMOBIL® wird 10 Jahre – wir feiern so richtig: zahlreiche Workshops von großartigen Yogalehrenden und spirituellen Lehrer*innen.

Ein ganzer Tag für Körper, Geist und Seele! Community Love, Power Talks und Kakao Zeremonie. Pure Seelenzeit für dich und deine Liebsten mitten im Grünen. Leckeres veganes & vegetarisches Buffet inclusive. Gefeiert wird draußen, in einer zauberschönen Gartenanlage. Mit Zelten und Schutz bei Regen. Sicher, entspannt, getragen.

Für wen ist dieses Festival? Für Yogi*nis, für Seelen-Sucher. Hippies im Herzen. Für Menschen mit Tiefe, für alle, die Spiritualität leben. Für Familien mit Kindern. Von 10-12 Uhr wird es auch ein Kinderyoga-Angebot geben sowie ein Bastel- und Mal-Zelt für die Kids. Kinder dürfen zu jederzeit mit ihren Eltern an den Yoga-Angeboten teilnehmen.

Mehr Infos: yogimobil.de

JULI

1.–5.7. CAT & COW

Mondsee, Hohenmölsen bei Leipzig
„5 Tage Yoga- & Healing-Urlaub“ – das bedeutet hier dankenswerterweise nicht Schicki-Micki-Gedöns, sondern gemeinsam campen, tanzen, singen, Yoga üben und einfach glücklich sein.

Mehr Infos: cat-cow.de

9.–12.7. ANANDA SPIRIT

Reinsberg OT Burkersdorf, Sachsen
WE ARE ONE – all is love – YOU ARE LOVE’D. Unter dem Motto „celebrate love“ schafft der Ananda Hof Raum für Begegnung, Füreinander, und für dich. Die Festival Tickets sind auf 800 Stück begrenzt.

Mehr Infos: www.anandaspirit.com

10.–12.7. OM AM SEE IM FESTSPIELHAUS FÜSSEN AM FORGGENSEE IN BAYERN

Om am See

Vom 10.–12. Juli 2026 lädt das 5. internationale Yoga- und Musikfestival Om
am See nach Füssen am Forggensee ins wunderschöne Allgäu ein. 

In über 8 Areas, Indoor und Outdoor, bieten renommierte Lehrer*innen und Expert*innen wie Shiva Rea (Kalifornien), Meghan Currie (Bali), Barbra Noh (Bali), Robert Ehrenbrand und Susheel Saini (ayurved. Arzt mit indischen Wurzeln) sowie mehr als 40 weitere Expert*innen ein vielseitiges Programm aus Yoga in all seinen Facetten, Meditation, Breathwork, Ayurveda und ganzheitlicher Körperarbeit, sowie Klangreisen, Aerial Yoga oder SUP-Yoga auf dem Forggensee.

Internationale Musik-Acts wie Xavier Rudd (Australien), Mogli (Berlin), Dave Stringer (Los Angeles) und Mose (Guatemala) mit Franko Heke (Neuseeland) sorgen auf der großen Open-Air-Bühne und im Festspielhaus für besondere Konzerterlebnisse. Om am See 2026 schafft Raum für Regeneration und neue Energie.

Mehr Infos: omamsee.de

11.–18.7. YOGA MELA INTERNATIONAL YOGA & SACRED MUSIC FESTIVAL

Divinya Center for Evolutionary Consciousness, Südschweden
Dieses nicht-kommerzielle Event hat sich schnell zu einem der größten Yogafestivals Europas gemausert. In der 9. Auflage gibt 150 Events unter anderem mit Xavier Rudd, Guruji Sri Vast und Radhika Das.

Mehr Infos: yogamela.org

17.–19.7. 5 ELEMENTS FESTIVAL

Frankenturm, Würzburg
5 Areas, die den 5 Elementen zugeordnet sind, und dazu ganz viel Yoga, Musik, Liebe und verbindende Gemeinschaft.

Mehr Infos: 5-elements-festival.com

24.–26.7. YOGATAGE IM KUFSTEINERLAND IN TIROL

Drei Tage Prana, Flow und tiefe Verbundenheit: Bei den Yoga.Tagen im Kufsteinerland (Österreich) verschmelzen Bewegung, Atem und Natur zu einem einzigartigen Erlebnis. Umgeben von den Bergen Tirols begrüßt du nach der Fahrt mit dem Kaiserlift die Morgensonne auf der Yogaplattform am Berg, gleitest beim SUP-Yoga über den Thiersee oder öffnest auf der Festung Kufstein deinen Herzraum über Stadt und Tal.

Aus Yogaklassen, Workshops und Musiksessions stellst du dir dein persönliches Festivalprogramm zusammen. Spüre die Energie der Community.

Mehr Infos: yoga-tage.at

25.–26.7. YOGA JUNKIES FESTIVAL

Schloss Hetzendorf, Wien
Yogajunkies und Energy Österreich verbinden Yoga, Musik, Community und über 70 inspirierende Workshops zu einem Wochenende voller Flow, Herzöffnung und guter Vibes.

Mehr Infos: yogajunkies.com

AUGUST

1.–9.8. EUROPEAN YOGA FESTIVAL

Nouan-le-Fuzelier, Frankreich
Schon seit 1978 ist das Festival in Frankreich der internationale Treff – punkt der Kundalini-Yogi*nis.

Mehr Infos: europeanyogafestival.eu

12.–16.8. XPERIENCE FESTIVAL

Bad Meinberg, NRW
Über 200 Yogastunden, mehr als 20 Konzerte, Ecstatic Dance, Healing und veganes Catering – wie jedes Jahr erwartet dich beim XPerience die volle Yogaerfahrung.

Mehr Infos: xperience-festival.de

16.–21.8. EUROPÄISCHER YOGA-KONGRESS ZINAL

Zinal, Wallis
In seiner 53. Auflage ist Zinal das wohl traditionsreichste Yogafestival überhaupt. Zum Programm gibt‘s noch keine Infos, nur das Thema steht: Bhava und Rasa – Emotionen im Yoga.

Mehr Infos: europeanyoga.org/euyws/congress-in-zinal-2026

24.–30.8. YUNION YOGAFESTIVAL

Bad Hofgastein, Salzburger Land
108 Klassen und Workshops im Urlaubsort Hofgastein – quasi ein Yoga-Retreat XXL, bei dem Urlaubsfeeling vorprogrammiert ist!

Mehr Infos: yunion.de/yunion-yoga-festival

27.–30.8. SUMMER OF LOVE YOGAFESTIVAL

Kiental, Berner Oberland
Vier Tage in den Bergen mit 120 Yogaklassen, Konzerten, Workshops: Man muss kein Hippie sein, um sich nach so einem Sommer der Liebe zu sehnen (darf man aber natürlich)!

Mehr Infos: stress-auszeit.ch/yogafestival

27.–30.8. YOGA-FESTIVAL HAMBURG

Hamburg
Die Macher*innen des Yoga Open Air in Eckernförde rollen erneut in der Hansestadt die Matten aus. Nach erfolgreichem Start in 2025 geht das Festival nun in die zweite Runde.

Mehr Infos: nordic-yogaspirit.com

27.–30.8. EVOLVE FESTIVAL

Helenesee, Brandenburg
Musik, Ecstatic Dance, Yoga Workshops und inspirierende Begegnungen in sieben Themenwelten inmitten von Wald und See: vegan, alkoholfrei, inklusiv und naturverbunden.

Mehr Infos: evolve-festival.com

27.–30.8. YOGA DEL MAR SPIRIT FESTIVAL

Llucmajor, Mallorca
Das Festival lädt zu einer Reise mit Yoga, Meditation, Breathwork, Musik und Ecstatic Dance ein – und das unter der Sonne Mallorcas.

Mehr Infos: yogadelmarspiritfestival.com

28.–30.8. HEALTH.HOPE.HAPPINESS

Hofheim, Unterfranken
Zum fünften Mal lädt Gründerin Merle Zirk auf Schloss Bettenburg ein, Gesundheit, Hoffnung und Glück zu teilen, miteinander zu wachsen und das Leben zu feiern.

Mehr Infos: merlezirk.com

29.–30.8. YOGA MEETS WEGGIS SUMMER FESTIVAL

Vierwaldstättersee, Schweiz
Umgeben von idyllischen Berglandschaft und umarmt von frischer Seeluft Yogaüben am Ufer des Vierwaldstättersees.

Mehr Infos: yogameetsweggis.ch

SEPTEMBER

3.–6.9. MOUNTAIN YOGA FESTIVAL IN ST. ANTON AM ARLBERG

Wenn Yoga auf Bergstille trifft, entsteht ein besonderer Raum für bewusste Praxis. Das Festival lädt Anfänger:innen und Fortgeschrittene ein, Yoga in Verbindung mit der Natur zu erleben und von internationalen Lehrer*innen zu lernen – von Vinyasa und Yin Yoga bis Meditation, Pranayama und Chanting. Yogasessions auf Almwiesen, Wanderungen, alpine Kulinarik und Ayurveda vertiefen die Verbindung zu sich selbst.

Vorab buchbar: eine Zwei-Tages-Hüttenwanderung mit Yoga und ein „Art of Teaching“-Workshop für Yogalehrende mit Karl Straub und Sigrid Pichler sowie ein Ayurveda Deep Dive mit Gesundheits- und Ernährungscoach Rashmi Zimburg.

Mehr Infos: mountainyogafestivalstanton.at

10.–13.9. YOGAFESTIVAL BODENSEE IM SOMMER

Überlingen, Baden-Württemberg
Du hast es nicht zur Frühlings-Edition geschafft? Dann hast du jetzt erneut die Gelegenheit, die See-Atmosphäre mit anderen Yogi*nis zu genießen!

Mehr Infos: yogafestival-bodensee.de/sommer

OKTOBER

16.–26.10. YOGAHERBST IN GASTEIN

Gasteinertal, Salzburger Land
Das Herz kann sich öffnen, der Geist kommt zur Ruhe – wenn das kein schönes Programm für entspannte Tage ist.

Mehr Infos: gastein.com/yoga

Hoteltipp: Biorefugium theiner’s garten

theiners's garten biorefugium Hoteltipp

Planst du gerade deine nächste Auszeit – am liebsten mit Yoga, Natur und ganz viel Ruhe? Dann haben wir einen Tipp aus der Redaktion für dich: theiner’s garten in Südtirol. /anzeige

Eingebettet in die idyllischen Obstgärten Südtirols liegt theiner’s garten, ein Ort, an dem bewusster Genuss, nachhaltiges Denken und echte Erholung im Mittelpunkt stehen.

theiners's garten biorefugium Hoteltipp

Das Biorefugium verbindet stilvolles Design mit gelebter Bio Philosophie und schafft Raum für eine Auszeit, die Körper und Geist gleichermaßen nährt.

Yoga im theiner’s garten

theiners's garten biorefugium Hoteltipp

Yoga ist hier Teil der Philosophie und prägt den Rhythmus des Hauses. In lichtdurchfluteten Räumen und mit Blick ins Grüne finden regelmäßig Einheiten statt, die Bewegung, Atmung und Achtsamkeit verbinden. Die Stunden sind für Anfänger ebenso geeignet wie für Geübte und schaffen Raum, um wieder in Kontakt mit dem eigenen Körper zu kommen und neue Energie zu schöpfen.

theiners's garten biorefugium Hoteltipp

Mehrmals im Jahr bereichern Retreats das Angebot. In kleinen Gruppen entsteht eine besondere Atmosphäre der Ruhe und Verbundenheit. Ergänzt wird das Yoga Erlebnis durch die Saunalandschaft, den Garten mit Pool und wohltuende Anwendungen, die Körper und Geist in Balance bringen.

Mehr Informationen zu Yoga Angeboten, Retreats und Aufenthalten unter: www.theinersgarten.it

5 Asanas für Zufriedenheit und Selbstbewusstsein

Jeder Mensch ist vollkommen – und doch kann man diesen Reichtum und diese Fülle an sich selbst häufig nicht wahrnehmen. Man strebt ständig nach mehr, sei es nun in einer Yogahaltung, in der Beziehung oder der Karriere. Yogalehrerin Coby Kozlowski zeigt fünf Asanas, die uns dabei helfen, unsere Zufriedenheit und Selbstbewusstsein wieder zu stärken.

Text & Sequenz: Coby Kozlowski / Fotos: Chris Fanning

Mehr zum Thema „Zufriedenheit“ liest du in unserem YOGAWORLD JOURNALS 02/2026. Jetzt bestellen!

Das Prinzip einer grundlegenden, unteilbaren Fülle und Vollkommenheit heißt in der indischen Philosophie Purna. Vielleicht kennst du es aus dem berühmten Mantra „Om Purnamadah, Purnamidam“. Aber auch während der Asana-Praxis kannst du dich bewusst mit dem Gedanken verbinden, dass es nichts zu erreichen gibt, weil alles immer schon da ist und genau so auch perfekt ist. In den folgenden fünf Übungen kannst du selbstbewusst die Brust weiten, dich spürbar aufrichten und dich an der Fülle und der Lebendigkeit dessen freuen, was jetzt ist. Damit verbunden kannst du auch Zufriedenheit und Selbstbewusstsein spüren.

Einstimmung

Beginne zuerst in Sukhasana (einfache Sitzhaltung) und lege beide Hände übereinander auf die Herzgegend. Finde zu deinem natürlichen, gleichmäßig fließenden Atem und lasse ein Gefühl von Bewusstheit und Mitgefühl in dir entstehen. Nach einigen Minuten beginnst du langsam, dich im Sitzen zu den Seiten zu drehen und zu beugen. Anschließend mobilisierst du die Wirbelsäule im Vierfüßlerstand mit der Katze-Kuh-Übung.

Hinweis: Übe alle fünf Haltungen hintereinander mit dem linken Bein vorn, dann wiederhole die Abfolge mit rechts.

1. Anjaneyasana, tiefer Ausfallschritt

Aus dem Vierfüßlerstand ziehst du anschließend mit einer Einatmung den linken Fuß zwischen die Hände und richtest das Knie über dem Fußgelenk aus. Mit der nächsten Einatmung legst du die Hände auf das linke Knie und hebst das Brustbein. Schmiege die Beine wie die beiden Klingen einer sich schließenden Schere zueinander hin. Das Steißbein bewegt sich Richtung Boden, der Bauchnabel zieht sich nach innen und du wächst bis durch den Scheitel nach oben.

2. Ardha Hanumanasana, halber Spagat

Lege die Hände beidseits des Körpers auf den Boden oder Blöcke. Mit einer Ausatmung ziehst du das Becken über das hintere Knie. Dabei streckst du das vordere Bein und beugst den Fuß. Achte darauf, den Rücken nicht zu runden. Stattdessen streckst du den Rumpf mit jeder Einatmung von der Taille aus und bis durch den Scheitel nach vorn. Die Aktivität im vorderen Bein hilft dir, beiden Hüften parallel auszurichten.

3. Utthan Prishthasana, Eidechse-Variation

Mit einer Einatmung bewegst du das linke Knie wieder über das linke Fußgelenk und legst den rechten Fußrücken am Boden ab. Lege die Hände an der Innenseite des vorderen Fußes auf den Boden oder Blöcke. Einatmend schmiegst du beide Beine zur Mittelachse hin und streckst den Rumpf bis durch den Scheitel. Ausatmend lässt du das Herz weich Richtung Erde sinken, ohne dabei den Rücken zu runden.

4. Parivritta Anjaneyasana, gedrehter tiefer Ausfallschritt

Stelle die hinteren Zehen auf. Mit einer Einatmung streckst du die Arme nach oben. Ausatmend legst du die Hände vor dem Herzen aneinander. Mit der nächsten Einatmung streckst du den Rumpf von der Taille aus in die Länge. Ausatmend drehst du dich nach links und legst den rechten Ellenbogen ans linke Knie (Alternative: linke Hand am Kreuzbein, rechte am linken Knie). Dabei hältst du die Körperrückseite lang.

5. Parshvottanasana, intensive Flankenstreckung

Lege die Hände auf Blöcke oder den Boden. Strecke dann beide Beine und verringere den Abstand zwischen den Füßen etwas. Ziehe die linke Hüfte nach hinten, um das Becken gerade auszurichten. Die Hände stehen senkrecht unter den Schultern, die Schulterblätter sind dicht an den Rücken gezogen und strecken den Rumpf. Abschluss: Richte dich mit geschlossenen Füßen behutsam zum Stehen auf.

Nachdem du alle fünf Übungen mit dem rechten Bein vorn wiederholt hast, kannst du die Praxis mit 2 Minuten in Balasana (Stellung des Kindes) beenden.


Die Yogalehrerin Coby Kozlowski fungierte für diese Home Practice sowohl als Autorin als auch als Model. Mehr Info auf cobyk.com

Dieser Artikel stammt aus dem Yoga Journal 06/2015.

Kann man im Yoga zu mehr Selbstbewusstsein finden? Hier geht’s zu einem spannenden Interview:

Hydration trifft Harmonie: Plose Mineralwasser unterstützt ganzheitliche Yoga-Praxis

Plose Mineralwasser

Wie Yoga und Mineralwasser gemeinsam Körper und Energie in Balance bringen. /anzeige

Wenn der Alltag das Tempo vorgibt und To-do-Listen scheinbar kein Ende nehmen, geraten Körper und Geist schnell aus dem Gleichgewicht. Berufliche Herausforderungen, private Verpflichtungen und der eigene Anspruch, allem gerecht zu werden, fordern uns täglich Höchstleistungen ab. Gerade deshalb sind bewusste Auszeiten so wertvoll – kleine Rituale, die helfen, innezuhalten, durchzuatmen und neue Energie zu schöpfen.

Eine besonders wirkungsvolle Möglichkeit dafür ist Yoga. Die fließenden Bewegungen lösen Spannungen, aktivieren den Stoffwechsel und bringen das Nervensystem zur Ruhe. Mit jeder bewussten Atmung entsteht mehr Klarheit, mit jeder Haltung neue Kraft.

Gemeinsam mit einer Yoga-Expertin hat die Plose Quelle AG vier inspirierende Yoga-Sessions zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen entwickelt. Die Übungen wurden in anschaulichen Karten zusammengestellt, die sowohl Einsteiger*innen als auch Fortgeschrittene durch ihre persönliche Auszeit begleiten – für mehr Balance, Achtsamkeit und frische Energie im Alltag.

Wer gezielt Yoga-Sequenzen mit der passenden Hydration kombiniert, kann seine Energiebahnen, die sogenannten Meridiane, anregen, die Faszien mobilisieren, die Verdauung fördern und das Immunsystem stärken. Je nach Session lassen sich diese Effekte mit der passenden Sorte Plose Mineralwasser optimal unterstützen.

Den Nierenmeridian mit Yoga stärken

Mit Yoga werden nicht nur Muskeln trainiert und Verspannungen gelöst, es werden auch die Energiebahnen erreicht. Der Nierenmeridian verläuft von der Fußsohle entlang der Innenseite der Beine weiter nach oben entlang der Körpervorderseite bis unter die Schlüsselbeine. Als eine der zentralen Energiebahnen im Körper ist der Nierenmeridian eng mit Energie und Vitalität sowie dem Wasserhaushalt verbunden. Mit einer speziellen Yoga-Session kann diese wichtige Energiebahn stimuliert werden, indem die Beininnenseiten und die Körpervorderseite aktiviert und gedehnt werden. Um die Nieren optimal zu unterstützen, ist die richtige Flüssigkeitszufuhr vor und nach der Yogaeinheit essenziell. Dabei sollte ein stilles Mineralwasser wie das Plose Naturale gewählt werden und am besten Zimmertemperatur aufweisen, um die Nieren sanft anzuregen.

Gekräftigt und entgiftet mit Detox-Yoga

Detox ist ein angesagtes Thema. Auch mit einer gezielten Yoga-Session kann der Körper gereinigt und das Immunsystem gestärkt und angekurbelt werden. Da sich ein Großteil der Immunzellen im Darm befindet, werden durch Drehpositionen die inneren Organe massiert und Immunstoffe aktiviert. Zudem werden die Körperflanken schön langgezogen, wodurch der Lebermeridian stimuliert wird. Dieser ist eine Energiebahn, die ebenfalls für die innere Reinigung und das Immunsystem von Bedeutung ist. Um die Verdauung zusätzlich anzuregen, ist es hilfreich, bei dieser Yoga-Sequenz ein Mineralwasser mit Kohlensäure wie das Plose Medium oder Frizzante zu trinken.

Mit Yoga am Abend zur Ruhe kommen

Wenn der Tag sich dem Ende zuneigt, benötigt auch der Körper Entschleunigung. Mit einer abendlichen Yoga-Sequenz, bei der ruhige, sanfte Abläufe und nur bodennahe Übungen im Fokus stehen, lässt sich das Nervensystem beruhigen und der Körper entspannen. Zur Unterstützung dieser Einheit empfiehlt sich ein stilles, zimmerwarmes Mineralwasser, da Kohlensäure das Nervensystem anregen kann. Ein Glas Plose Naturale in Kombination mit einer regenerierenden Session führt zu Entspannung, Stressabbau und einem tiefen Schlaf. Für noch mehr Entspannung und eine erholsame Nacht kann dem Mineralwasser ein Schuss Lavendel- oder Kamillentee hinzugefügt werden.

Dynamisches Faszien-Yoga für mehr Beweglichkeit

Das Bindegewebe, die Faszien, durchzieht den gesamten Körper und beeinflusst maßgeblich Bewegung, Elastizität und Vitalität. Eine dynamische Yoga-Praxis mit Schwingungen, Mikrobewegungen und Dehnimpulsen löst Verklebungen und bringt das fasziale System wieder in Fluss. Da das Fasziennetz mit Flüssigkeit durchzogen ist, aber zum Austrocknen und Verkleben neigt, sollte nach dieser Einheit viel getrunken werden. Plose Mineralwasser wirkt als Gewebe-Booster: Es erhält die Elastizität des Bindegewebes, löst Verklebungen, fördert die Regeneration und leitet die durch Dehnung und Druck gelösten Stoffwechselprodukte aus.

Ob zur Entgiftung, Entspannung oder zur Aktivierung innerer Energiequellen – die Verbindung von Yoga und gezielter Mineralwasserzufuhr eröffnet neue Wege zu mehr Wohlbefinden im Alltag. Dabei kommt es nicht nur auf die Qualität der Bewegung, sondern auch auf die Qualität des Mineralwassers an.

Das Plose Mineralwasser ist eines der leichtesten natürlichen Mineralwässer und entspringt einer artesischen Quelle im alpinen Hochgebirge Südtirols auf 1870 Metern. Seine sehr geringe Mineralisierung von 22 mg/l und ein pH-Wert von 6,6 machen es zum idealen Begleiter eines gesunden Lebensstils. Zudem ist es mit 10 mg/l reich an quelleigenem, natürlichem Sauerstoff und bringt den Zellstoffwechsel in Gang.


Mehr Info auf acquaplose.com

Du suchst eine neue Yogamatte? Darauf solltest du achten

Just Mats Neue Yogamatte kaufen

Die richtige Yogamatte kann tatsächlich den Unterschied machen. Sie gibt dir Halt, unterstützt deine Bewegungen und sorgt dafür, dass sich deine Praxis rundum stimmig anfühlt. Ob ruhige Yin-Session oder schweißtreibender Vinyasa-Flow: Wenn die Matte nicht passt, merkst du das sofort. //anzeige

Beim Kauf lohnt es sich deshalb, genauer hinzusehen und nicht nur nach Farbe oder Preis zu entscheiden. Ein paar Kriterien sind besonders wichtig und die schauen wir uns einmal in Ruhe an:

Grip & Rutschfestigkeit
Nichts ist störender als in der Krieger-Position langsam nach vorne zu rutschen. Eine gute Yogamatte bietet dir zuverlässigen Halt, selbst bei fließenden Sequenzen oder wenn deine Hände ins Schwitzen kommen.

Dämpfung & Stabilität
Deine Gelenke sollen gut geschützt sein, ohne dass du das Gefühl hast, im Boden zu versinken. Die ideale Matte schafft die Balance zwischen angenehmer Polsterung und stabiler Standfestigkeit. Das ist gerade bei Balance-Übungen ein echter Pluspunkt.

Material & Nachhaltigkeit
Auch das Material spielt eine große Rolle. Schadstofffreie, langlebige Varianten wie Naturkautschuk oder PU sind nicht nur angenehm in der Praxis, sondern auch eine bewusste Entscheidung für mehr Nachhaltigkeit.

Größe & Komfort
Je nach Körpergröße und Bewegungsradius kann eine Standardmatte schnell zu kurz oder zu schmal wirken. Etwas mehr Platz bedeutet oft auch mehr Freiheit in deiner Praxis.

Pflege & Alltagstauglichkeit
Eine Matte, die sich unkompliziert reinigen lässt und auch nach vielen Sessions noch gut aussieht, begleitet dich langfristig und macht einfach mehr Freude im Alltag.

Wenn du diese Punkte berücksichtigst, findest du eine Matte, die deine Praxis optimal unterstützt. Genau hier setzt übrigens die Just Mats PUREFLOW PRO Yogamatte an.

Mehr Halt, mehr Freiheit, mehr Fokus

Yoga ist Bewegung, Konzentration, Atmung und Präsenz. Die Matte, auf der du übst, kann beeinflussen, wie sicher und bewusst jede Bewegung gelingt. Eine unzuverlässige Unterlage kann ablenken, selbst bei der einfachsten Asana, und den Fokus stören.

Die Just Mats PUREFLOW PRO Yogamatte ist für eine intensive, vielseitige Yogapraxis konzipiert. Die PU-Oberfläche sorgt für außergewöhnliche Rutschfestigkeit, selbst bei schweißtreibenden Sequenzen, und gibt den nötigen Halt in jeder Balance. Mit spürbarer Stabilität unterstützt sie dich darin, dich voll auf deine Praxis zu konzentrieren.

Die Kombination aus hochwertigem Naturkautschuk und hautfreundlichem PU macht die Matte langlebig und robust. Sie ist frei von PVC, AZO-Farbstoffen, Phthalaten und schädlichen Weichmachern. Die 4,5 mm Stärke bietet die ideale Balance zwischen Dämpfung und Bodenkontakt, die 66 cm Breite schafft Bewegungsfreiheit und Komfort. Nach dem Ausrollen liegt sie sofort flach und fest am Boden.

Die PUREFLOW PRO ist für alle, die Yoga regelmäßig und intensiv üben, höchste Ansprüche an Grip und Verarbeitung haben und eine Matte suchen, die sie langfristig begleitet. Für sehr schweißintensive Praktiken wie Hot Yoga empfiehlt Just Mats ein Yogahandtuch.

Pflegeleicht und langlebig

Die Matte lässt sich mit einer weichen Bürste, Apfelessig-Wasser oder einem Yogamatten-Spray reinigen. Sie sollte nicht mit Seife behandelt oder in der Maschine gewaschen werden. Vor Sonne und Hitze schützen, feucht nur trocken aufrollen, Öle und Cremes vermeiden – so bleibt der Grip erhalten. Ein leichter, natürlicher Gummigeruch kann auftreten, nimmt aber mit der Zeit ab.

Ein besonderes Angebot für Yogastudios

Just Mats geht noch einen Schritt weiter und stellt ausgewählten Yogastudios ihre Matten kostenlos zur Verfügung. Die Matten können dauerhaft in Kursen eingesetzt werden und sind ein Geschenk von Just Mats. So können Studios hochwertige, rutschfeste Yogamatten direkt im Unterricht nutzen und den Teilnehmer*innen eine sichere, angenehme Praxis ermöglichen.

Alle Infos zum Studio-Angebot gibt es hier.

Mehr Infos: just-mats.de

Somatisches Yin Yoga – der Körper als Erfahrungsraum

Lärm, Trubel, Reizüberflutung – wir leben in einer Welt, die uns unentwegt nach außen zieht. Dabei verlieren wir leicht den Kontakt zu unserem inneren Erleben. In Verbindung mit somatischen Ansätzen und den Prinzipien der Vipassana-Meditation eröffnet Yin Yoga einen stillen Raum, in dem wir das Spüren und Hineinhorchen neu lernen können.

Text & Sequenz: Tanja Seehofer / Fotos: Barak Oussidi, Yann Kuhlmann (Sequenz)

Schon gewusst? Tanja Seehofer ist bei unserer YogaWorld-Messe in Stuttgart vom 10. bis 12. April 2026 mit dabei und wird dort gemeinsam mit Yann Kuhlmann einen Yin Yoga & Sound Medicine Workshop unterrichten. 
Hier findest du alle Infos zum Event!

Wenn die achtsame Beobachtung der Körperempfindungen im Mittelpunkt der Praxis steht, spricht man heute oft von „somatischem“ Yoga. Der aus dem Griechischen stammende Begriff Soma bezeichnet den Körper nicht als Objekt, sondern als gelebte, subjektive Erfahrung, also das, was wir von innen heraus wahrnehmen. Im somatischen Yoga erkunden wir also unsere Gedanken und Empfindungen und begeben uns in einen Zustand des Innehaltens, Spürens und Loslassens. Was wir dabei wahrnehmen, sind nicht nur Muskelspannung oder Dehnung, sondern auch die feinen Signale unseres Nervensystems:

Hier wirken Propriozeption (die Wahrnehmung von Körperhaltung und Bewegung im Raum) und Interozeption (das Spüren innerer Zustände wie Herzschlag, Temperatur oder Emotionen) zusammen. Das interozeptive Geschehen ist dabei immer individuell gefärbt – durch persönliche Erfahrungen, Erlebnisse, Prägungen oder auch Traumata.

So wirkt somatisches Yin Yoga

Beide Wahrnehmungsformen sind über das Fasziengewebe erlebbar, ein hochsensibles Netzwerk, das den gesamten Körper durchzieht. Es ist mit rund 250 Millionen sensorischen Nerven ausgestattet und gilt als wichtiger Träger von Informationen, Gefühlen und Erinnerungen. In den Faszien befinden sich sechsmal so viele Rezeptoren wie in der Muskulatur – darunter auch die sogenannten Ruffini-Körperchen, die durch achtsames Dehnen beruhigend auf das Nervensystem wirken. Gerade die Langsamkeit und die intensive Dehnung machen Yin Yoga aus somatischer Sicht also besonders wirksam: Wir lernen, nicht sofort zu flüchten, wenn etwas unangenehm wird, sondern mit einem gleichmütigen Geist in der somatischen Empfindung zu verweilen.

Auch die Vipassana-Meditation lehrt uns, inneren Vorgängen mit Gleichmut zu begegnen. „Alles entsteht und vergeht“, lautet dort ein zentraler Grundsatz. Man kultiviert emotionale Resilienz, indem man freundlich und ruhig in der Praxis verweilt. In der Stille können alte Glaubenssätze, wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich muss mehr tun“ an die Oberfläche kommen. Es geht nicht darum, diese Gedanken zu verdrängen, sondern sie im Körper zu verorten – und sie einfach da sein zu lassen.

Psychosomatik und Yoga

Dabei wirken Vipassana und Yin Yoga nicht nur psychologisch, sondern auch neurobiologisch: Beides fördert die neuronale Plastizität, hilft beim Verarbeiten von Emotionen im limbischen System und reguliert das autonome Nervensystem. Besonders interessant ist, dass viele unserer Empfindungen psychosomatischer Natur sind. Werden sie über längere Zeit nicht bewusst wahrgenommen, können sie sich als körperlicher Schmerz zeigen. In einer konsequenten Vipassana-Praxis tauchen dann sogenannte Sankharas auf – tief gespeicherte Reaktionsmuster, auch als Karmas bekannt. Vipassana soll hier wie ein Reinigungsprozess wirken: Das, was da ist, darf sich zeigen – und auflösen.

Für Menschen mit unverarbeiteten Traumata oder inmitten des Heilungsprozesses kann das extrem überfordernd sein. Dann sind andere Wege oft sinnvoller, etwa traumasensitives Achtsamkeitsyoga oder körperorientierte Therapieformen. Traumasensibler Yogaunterricht respektiert generell die individuellen Grenzen und schafft Sicherheit – auf verbaler, visueller und energetischer Ebene. Die Interozeption wird gefördert, wenn der Raum klar, freundlich und einladend gestaltet ist. Wenn wir mit ruhiger Stimme und entspannter Präsenz vermitteln: Hier darfst du dich sicher und geborgen fühlen. Oft hilft es, die Aufmerksamkeit zunächst auf angenehme Empfindungen zu richten, Stichwort: Ressourcen-Stärkung. Eine Skala von 1 bis 10 kann Übende dabei unterstützen, Intensitäten besser einzuschätzen. Dabei gilt: Nur bis zu dem Punkt gehen, wo noch Wohlwollen möglich ist, maximal bis zur 7.

Innere Verbindung als Ressource

Die Verbindung von somatischem Yin Yoga und Vipassana-Meditation ermöglicht eine Form verkörperter Achtsamkeit, die nicht über den Verstand gesteuert wird, sondern durch Spüren, Forschen und Fühlen entsteht. Wer sich darauf einlässt, lernt sich selbst neu kennen – und entwickelt ein tieferes Verständnis für das Zusammenspiel von Körper, Geist und Emotion. Es ist die tiefe Rückverbindung mit uns selbst, die uns zu unserem wahren Wesen führt – und uns Demut, Dankbarkeit und Selbstliebe lehrt.

SO ÜBST DU

Richte die Haltungen sorgfältig ein, auch indem du empfindliche Regionen (Knie, Nacken, Schultern) mit Kissen oder Blöcken stützt.

Bleibe dann, je nach deinen Bedürfnissen, 3–10 Minuten in der jeweiligen Haltung.

Beobachte in dieser Zeit ganz fein und von innen heraus deine Empfindungen und lass dich tief auf sie ein.

Nimm dir anschließend auch bewusst Zeit, um die Haltung sehr langsam und behutsam aufzulösen und sorgfältig nachzuspüren.

Wenn du magst, gleichst du den Körper in einer Gegenbewegung aus oder ruhst eine Weile in Shavasana aus, bevor du weiterübst.

1. Liegender Schmetterling

Yoga Asana Liegender Schmetterling, Tanja Seehofer

LEITSATZ:

„Ich bin bei mir, ich bin genug, ich bin sicher.“

Du beginnst in der Rückenlage mit aufgestellten Füßen und lässt die Knie ausatmend sanft zur Seite sinken, bis die Fußsohlen sich berühren, dabei kannst du die Oberschenkel mit Blöcken oder Kissen stützen. Hebe das Becken und lege die Hände für 1–2 Minuten unter dem Kreuzbein ab. Danach breitest du die Arme entspannt zu den Seiten aus.

Somatischer Aspekt:

Kannst du deine Fußsohlen aneinander fühlen? Sind sie warm oder kalt? Wo berühren sie sich? Welche Körperstellen berühren den Boden? Spüre in deine ausgestreckten Arme hinein und fühle deine Hände von innen heraus. Welche körperlichen Empfindungen nimmst du wahr? Vielleicht ein Kribbeln, Pulsieren oder Pochen? Spüre dann zur rechten Hand hin, atme von hier den Arm entlang in Richtung Herz ein und von dort den linken Arm entlang zur linken Hand wieder aus. Wiederhole diese Atemlenkung in beide Richtungen.

Ausgleichspose:

Knie zum Brustkorb

Vorsicht bei:

Bandscheibenerkrankungen, Schmerzen im unteren Rücken und Gebärmuttersenkung

2. Liegender Baum

Yoga Asana Liegender Baum, Tanja Seehofer

LEITSATZ:

„Wenn ich mich verwurzelt fühle, kann ich mich gefahrlos öffnen.“

Stelle in Rückenlage den rechten Fuß auf und lasse das Knie entspannt nach außen sinken. Die Fußsohle liegt an der Innenseite des linken Oberschenkels. Unterstütze den rechten Oberschenkel bei Bedarf mit einem Block oder Kissen. Führe einatmend beide Arme über die Seiten hinter den Kopfkrone und bringe die Handrücken aneinander. Lege die Arme ausatmend entspannt am Boden oder etwas erhöht auf einer gefalteten Decke ab. Nach dem Auflösen gehst du ohne Seitenwechsel weiter zu Übung 3.

Somatischer Aspekt:

Spürst du Asymmetrie, Weite, Ausdehnung – oder vielleicht auch gar nichts? Alles ist in Ordnung. Kannst du in deinem inneren Gleichgewicht bleiben? Lasse den Atem einatmend über die Flanken Richtung Achselhöhlen, Arme und Fingerspitzen fließen. Beim Ausatmen entspanne über Becken und Beine in Richtung Erde.

Vorsicht bei:

Schmerzen im unteren Rücken

3. Korkenzieher

Yoga, Tanja Seehofer, Übung Korkenzieher

LEITSATZ:

„Es darf sich alles entwirren, was nicht mehr zu mir passt.“

Greife mit der linken Hand das rechte Knie und breite den rechten Arm entspannt zur Seite aus, die Handfläche zeigt nach oben. Versetze das Becken ein Stück nach rechts, bevor du ausatmend das rechte Knie nach links Richtung Boden bewegst. Finde heraus, welche Position hier optimal für dich ist: Vielleicht ziehst du das Knie weiter hoch oder weiter abwärts oder legst einen Block darunter? Der Kopf sinkt locker zur rechten Seite, sofern es sich für deinen Nacken stimmig anfühlt. Anschließend wiederholst du Übung 2 und 3 seitenverkehrt.

Somatischer Aspekt:

An welcher Stelle nimmst du die Rotation der Wirbelsäule wahr? Dein Becken und das rechte Bein werden schwer. Du sinkst mit jeder Ausatmung tiefer in Richtung Boden. Was darf sich lösen, was darf gehen? Spüre von innen heraus Bauch, Becken, Beine und Atem.

Vorsicht bei:

Schwangerschaft, HWS- und Rückenbeschwerden

4. Libelle

Tanja Seehofer, Yin Yoga, Libelle Asana

LEITSATZ:

„Ich bin bei mir, ich darf mich sicher fühlen.“

Komme vorsichtig zum Sitzen und richte den Oberkörper auf. Wenn das mühsam ist, lege eine gerollte Decke unter die Sitzknochen. Öffne deine ausgestreckten Beine in eine Grätsche. Lasse die Füße weich, keine Spannung. Bei verkürzter Oberschenkelmuskulatur kannst du die Knie leicht beugen und/oder eine gerollte Decke unter die Kniekehlen legen. Lasse deinen Oberkörper dann mit einer Ausatmung entspannt nach vorn sinken. Ganz langsam. Spüre deine Grenzen. Höre auf deinen Körper. Lege deine Arme dort ab, wo es sich angenehm und weich anfühlt. Der Rücken darf rund werden, der Kopf schwer, falls es der Nacken erlaubt. (etwa 3 Minuten)

Somatischer Aspekt:

Erlebe dich von innen heraus. Möglicherweise zieht es an den Beinrückseiten? Ist es angenehm? Wie ist deine Stimmung? Lasse den Atem sanft in dein Becken fließen. Wie fühlt es sich an, wenn du dich ausdehnst? Du darfst Raum einnehmen, ohne dich erklären zu müssen. Beobachte die Bewegungen deines Atmens. Er kommt und geht ganz automatisch, ohne Anstrengung.

Vorsicht bei:

Schmerzen im unteren Rücken oder Bandscheibenerkrankungen (aufrecht sitzen bleiben oder an einer Wand anlehnen)

5. Sitzender Schmetterling

Sitzender Schmetterling Asana Yoga, Tanja Seehofer, Somatic Yin Yoga

LEITSATZ:

„Ich bin von unendlicher Liebe und Weisheit schützend umgeben.“

Greife aus der Grätsche der Libelle mit den Händen unter die Kniekehlen und winkle die Knie leicht an. Lasse die Fußsohlen sich berühren. Die Knie sinken sanft nach außen, ganz ohne Druck. Schiebe die Füße etwas vom Becken weg, wenn du mehr Weite möchtest. Lasse deinen Oberkörper dann ausatmend wieder ganz langsam nach vorne sinken. Die Arme ruhen mit gebeugten Ellenbogen auf den Unterschenkeln, Hände und Finger sind entspannt. Falls es der Nacken erlaubt, darf der Kopf nach vorne hängen. (etwa 3 Minuten)

Somatischer Aspekt:

Die Hüften öffnen sich, wenn der Geist weich wird. Langsamkeit ist der Schlüssel. Jede innere Bewegung ist eine Einladung zum Spüren. Vielleicht zieht es gerade im unteren Rücken, an den Oberschenkeln, oder ganz woanders? Schaue mit einem freundlichen Geist darauf, ansonsten ändere deine Position. Richte dann die Aufmerksamkeit auf die Sitzhöcker. Atme hier ein und lasse die Atmung über die Mittellinie deiner Körpervorderseite zur Kopfkrone streichen. Von dort fließt sie über die Mittellinie deiner Körperrückseite wieder herab.

Vorsicht bei:

Ischiasbeschwerden oder Bandscheibenvorfall (aufrecht sitzen bleiben oder an einer Wand anlehnen), bei HWS-Beschwerden Stirn auf einer Yogarolle ablegen

6. Raupe

Tanja Seehofer, Raupe Yoga Asana

LEITSATZ:

„Manchmal ist Rückzug keine Flucht, sondern tiefste Selbstfürsorge.“

Beginne im aufrechten Langsitz mit parallel nach vorne ausgestreckten Beinen. Bei verkürzten Beinrückseiten oder Knieproblemen legst du eine gerollte Decke unter die Kniekehlen. Mit einer Ausatmung lässt du den Rücken rund werden und sinkst nach vorne. Entspanne dich in die Position hinein. Lege die Arme mit gebeugten Ellenbogen seitlich neben den Beinen ab. Die Hände und Finger bleiben weich und entspannt. (etwa 3 Minuten)

Somatischer Aspekt:

Erlaube dir, alles zu fühlen, was da ist: Weichheit, Anspannung, Verspannung, Angst, Freude. Die Raupe ist ein Symbol für Transformation durch Hingabe. Nimm deine beiden Fußsohlen wahr: Pocht es, pulsiert es, oder etwas anderes? Atme durch deine Sohlen die Beine entlang in Richtung Becken ein und von hier aus wieder durch die Fußsohlen aus.

Vorsicht bei:

Bandscheibenvorfall (aufrecht sitzen bleiben oder sich an einer Wand anlehnen), bei HWS-/ Nackenbeschwerden ziehe das Kinn leicht in Richtung Brust, bevor du den Kopf sinken lässt oder lege die Stirn auf einem Bolster ab

7. Herzöffnung

Herzöffner, Yoga, Tanja Seehofer

LEITSATZ:

„Ich darf mich öffnen, ohne etwas beweisen zu müssen.”

Platziere zwei Blöcke auf deiner Matte: einen für den Hinterkopf hochkant und einen zweiten quer auf der Höhe der Schulterblattspitzen, den du auch mit einer gefalteten Decke polstern kannst. Setze dich mit aufgestellten Füßen davor und stütze dich mit beiden Händen ab, wenn du dich nun ausatmend langsam darauf legst. Korrigiere die Stellung der Blöcke, bis sich die Haltung stimmig anfühlt. Lege die Beine entspannt am Boden ab und breite die Arme locker zu den Seiten aus.

Somatischer Aspekt:

Fühle die Verbindung zu deinem Herzen. Spüre von innen heraus, wie es für dich schlägt. Mit jedem Atemzug schaukelst du sanft dein Herz auf und ab und wiegst es in deinem Inneren. Ein tiefes Vertrauen darf entstehen. Verletzlichkeit darf Raum finden. Ausgleichspose: Knie zum Brustkorb

Vorsicht bei:

Rückenschmerzen (gerollte Decke unter den unteren Rücken legen), Schulter- bzw. Nackenbeschwerden (nicht zu lange in der Haltung bleiben)

8. Shavasana

Tanja Seehofer, Shavasana, Somatic Yin Yoga

LEITSATZ:

„Ich bin. Ich lebe. Ich darf ruhen.“

Breite in Rückenlage die Arme entspannt am Boden aus, die Handflächen schauen nach oben. Die Füße liegen mindestens hüftbreit und sinken nach außen. Wenn du Beschwerden am unteren Rücken hast, lege eine Rolle unter die Kniekehlen. Schließe die Augen und lasse los.

Somatischer Aspekt:

Du darfst einfach nur da sein. Und genau das ist genug. Der Atem kommt und geht, ganz ohne Einfluss, ohne Wollen, ohne Tun. Nimm wahr, was dein Körper aus der Praxis mitgenommen hat. Hier wird besonders der Parasympathikus aktiviert, der dafür zuständig ist, den gesamten Organismus zu beruhigen.


Tanja Seehofer

Tanja Seehofer gilt als eine der renommiertesten Lehrerinnen und Ausbilderinnen für Yin Yoga. Auch in Mental Coaching und Traumasensitivem Achtsamkeitsyoga ist ihre Expertise bei vielen Aus- und Fortbildungen gefragt. tanjaseehofer.de