„Longevity“ – kaum ein Begriff wird derzeit so oft genannt, wenn es um Gesundheit, Selbstfürsorge und ein langes Leben geht. Biohacking, Superfoods, Kältetherapie, doch zwischen all den Buzzwords und Trends stellt sich eine tiefere Frage: /anzeige
Was bedeutet es wirklich, lange und gesund zu leben?
Bei NEUE WEGE ist Longevity kein neuer Hype, sondern gelebte Philosophie. Seit jeher begleiten sie die Weisheiten des Ayurveda, die achtsame Praxis des Yoga und das tiefe Vertrauen in natürliche Regeneration. „Langlebigkeit ist für uns kein Ziel, sondern ein Weg. Ein Weg, der durch bewusste Atemzüge, inneres Gleichgewicht und liebevolle Selbstfürsorge führt.“
Das Gleichgewicht im Fokus
Die Grundlage für Gesundheit und Vitalität ist im Ayurveda das Gleichgewicht der drei Doshas – Vata, Pitta und Kapha. Dieses Gleichgewicht kann durch äußere Einflüsse wie Stress, unpassende Ernährung oder unregelmäßige Lebensweisen gestört werden. Folgen sind oft Müdigkeit, innere Unruhe oder körperliche Beschwerden. Der Ayurveda begegnet dem mit einem ganzheitlichen Ansatz: individuell abgestimmte Ernährung, achtsame Routinen, Heilpflanzen, Massagen und bewusste Lebensführung bringen Körper und Geist wieder in Einklang.
Ernährung als Quelle von Lebensenergie
Im Ayurveda wird Ernährung als direkte Quelle von Lebensenergie verstanden. Eine typgerechte, frische und warme Ernährung stärkt das Verdauungsfeuer (Agni) und unterstützt die körperliche und geistige Balance. Gewürze und Kräuter wie Kurkuma, Ashwagandha oder Brahmi können gezielt eingesetzt werden um Resilienz, Klarheit und Vitalität zu fördern.
Yoga: mehr als Bewegung
Yoga tut gut das wissen wir. Aber warum genau? Regelmäßige Yogapraxis stärkt nicht nur Muskeln und Gelenke, sondern beeinflusst auch Herz-Kreislauf-System, Hormonhaushalt, Immunsystem und sogar die Zellalterung. Das reduziert Stresshormone, fördert die Verdauung und verbessert die Schlafqualität, alles Faktoren, die nachweislich das Leben verlängern.
Doch Yoga wirkt nicht nur auf körperlicher Ebene. Atemtechniken, Meditation und Achtsamkeit stärken das emotionale Gleichgewicht, reduzieren Stresshormone und fördern die Ausschüttung von Glücksbotenstoffen wie Serotonin und Dopamin. Das Nervensystem kommt in Balance – ein Schlüsselfaktor für ein langes, gesundes Leben.
Breathwork: Atme dich frei
Atemarbeit, wie Nadi Shodhana, Box Breathing oder Bauchatmung, ist eine hochwirksame Methode, um das autonome Nervensystem zu balancieren, Stress zu lindern und emotionale Resilienz aufzubauen. In der Yogaphilosophie ist der Atem Träger des Prana, der Lebensenergie und moderner gesehen: ein Schlüssel zu mehr Klarheit, Balance und innerer Kraft.
Leben im Rhythmus der Natur
Der Ayurveda empfiehlt einen Lebensstil im Einklang mit dem Tages- und Jahreszeitenrhythmus. Wer ausreichend schläft, sich regelmäßig bewegt, die Natur bewusst erlebt und soziale Beziehungen pflegt, legt die Basis für ein langes und erfülltes Leben. Dankbarkeit, Achtsamkeit und eine positive innere Haltung sind laut Ayurveda essenzielle Bausteine für echtes Wohlbefinden.
Longevity Retreats: Eine Reise zur Langlebigkeit
Die NEUE WEGE Retreats rund um Yoga, Ayurveda & Detox laden dich ein, Longevity zu leben. In Stille und Achtsamkeit, in Bewegung und Verbundenheit findest du Räume, in denen dein Körper regeneriert und deine Seele aufatmet. Ob wohltuende Ayurveda-Kur, Atem-Retreat oder Yogareise am Meer: Hier geht es nicht um Selbstoptimierung, sondern um echte Regeneration, neue Leichtigkeit und bewusste Lebenszeit. Lass dich inspirieren von Orten, die deinen Rhythmus respektieren.
Inspiration für deinen Rückzugsort:
Prakriti Shakti, Kerala (Indien): Naturheilkunde und Yoga inmitten der tiefgrünen Bergwelt Keralas
Kamalaya, Koh Samui (Thailand): Ganzheitliches Wellbeing mit Detox, Yoga, Meditation und außergewöhnlicher und gesunder Küche
SwaSwara, Goa (Indien): Ruheoase am Om Beach – Ayurveda, Yoga und Kunst an einem Ort der Stille
Zurück zu dir
Wirkliche Gesundheit beginnt nicht mit dem nächsten Trend – sondern mit einem bewussten Moment. Ayurveda, Yoga und Breathwork zeigen: Vitalität und innere Ruhe sind kein fernes Ziel, sondern eine tägliche Entscheidung – für Selbstfürsorge und deine Balance.
Neugierig geworden?Hier findest du alle Longevity-Reiseinspirationen von NEUE WEGE – das Team berät dich gerne persönlich! Mehr Info auf neuewege.com
Dass einem mal vor Schreck der Atem stockt oder die Atemwege während einer Erkältung „zu“ sind, das kennen wir wohl alle. Aber was, wenn das Gefühl, keine Luft zu bekommen, ein ständiger Begleiter ist? Hier liest du, was Asthma mit der Atmung macht und wie Yoga und Atemtechniken helfen.
Text: Nici Tannert/ Titelbild: Science Photo Library via Canva
Die Nacht vom 19. auf den 20. Juni 2022 war wohl die schlimmste meines Lebens. Ich wurde von akuter Atemnot aus dem Schlaf gerissen, habe mich ins Bad geschleppt und mein Notfallspray in mich gepumpt. Wieder und wieder. Dabei weiß ich eigentlich, dass es mir nur bei leichteren Beschwerden hilft. Normalerweise sitze ich die schweren Anfälle einfach aus und nach einer halben Stunde wird es allmählich besser. Dieses Mal nicht. Im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. Nach vier Stunden war mir klar, dass ich die Nacht nicht überleben würde, wenn ich es nicht schaffte, Hilfe zu holen. Also mit dem Notarzt in die Klinik. Drei Wochen später die nächste Attacke. Wieder nachts. Wieder ins Bad geschleppt. Aber dieses Mal bin ich nach nur zwei Minuten bewusstlos zusammengeklappt. CO2-Narkose durch einen stark erhöhten Kohlendioxid-Gehalt im Blut. Wäre mein Freund nicht zufällig da gewesen, könnte ich jetzt nicht davon erzählen.
Danach bin ich in ein Erdgeschoss gezogen und habe meine Tür nicht mehr abgeschlossen, damit man mich gegebenenfalls schneller finden und retten kann. Noch heute traue ich mich kaum, ohne einen vorbeugenden Stoß Kortisonspray einzuschlafen. Zu tief sitzt die Erfahrung dieser beiden Nächte. Die Angst vor dem Tod, Abhinivesha, ist laut Patanjalis Yoga Sutra eines der fünf Leiden (Klesha), die das Gleichgewicht unseres Bewusstseins stören. Sie ist instinktiv und die subtilste Form von Leid. Ich will aber nicht ängstlich sein. Angst lähmt. Ein weiteres Klesha ist die Unwissenheit, Avidya. Sie ist der Nährboden aller anderen Leiden. Für mich hieß das: Wenn ich die Furcht überwinden will, muss ich mehr über die Ursachen von Asthma erfahren, über die Abläufe im Körper. Und ich muss lernen, wie ich mir selbst helfen kann.
Was wir über Asthma wissen
Der Begriff kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet Atemnot oder Beklemmung. Medizinisch steht er für Asthma bronchiale, eine chronische Entzündung der Atemwege mit dauerhafter Überempfindlichkeit, die anfallartig zu Atemwegsverengung, vermehrter Schleimsekretion und einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur führt. Hierzulande leiden laut dem Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) etwa 3,5 Millionen Menschen an Asthma. Bei uns liegt es in der Familie, zudem bin ich im DDR-Chemiedreieck Leuna-Buna-Bitterfeld aufgewachsen. Die Frage „Warum ich?“ habe ich mir daher nie gestellt. Inzwischen weiß ich, dass aber nicht nur die Gene und die Luft, sondern auch die Art und Weise, wie wir atmen, einen wichtigen Einfluss auf die Beschwerden haben kann. Dazu später mehr.
Foto: nordic Nordic von Pexels via Canva
Das Risiko von Notfall-Medikamenten
Was ich auch lernen musste: Die Notfall-Medikamente, die ich bis dahin bedarfsmäßig inhalierte, haben die richtig schlimmen Asthmaanfälle wahrscheinlich erst ausgelöst. Wie viele Asthmatiker*innen hatte ich immer ein Reliever-Spray (SABA) dabei, das die Atemwege kurzzeitig erweitert. Und wie so viele habe ich es zeitweise überbenutzt. Mir war einfach nicht bewusst, dass das gefährlich sein könnte. Dabei steht es ganz klar in den Versorgungsleitlinien der Bundesärztekammer: „Da der häufige Gebrauch von SABA die Symptome des Asthmas kaschiert, ohne die Entzündung zu behandeln, erhöht sich das Risiko für Exazerbationen“, also plötzlichen Verschlechterungen. Darauf haben mich leider weder mein Haus- noch mein Lungenarzt aufmerksam gemacht. Ich musste es erst selbst erleben.
Dr. Timothy McCall geht in seinem Buch „Yoga as Medicine“ sogar so weit zu vermuten, dass die zunehmende Häufigkeit von tödlichen Asthma-Attacken neben Faktoren wie Luftverschmutzung, Stress oder einem schwachen Immunsystem auch mit der Medikation zusammenhängen könnte. Statt auf SABA setzt man heute eher auf Kortisonsprays, weil sie entzündungshemmend wirken. Wenn einem buchstäblich die Luft ausgeht, sind solche Sprays zwingend notwendig, als Dauermedikation sind auch sie aber nicht ideal.Was also können wir tun, um vorzubeugen? Bewusst atmen.
Das Wunder der Atmung
Eigentlich ist es ja ganz einfach: Atmung erfolgt automatisch. Je nach ph-Wert, Sauerstoff- und vor allem Kohlendioxid- Gehalt im Blut gibt das Atemzentrum im Hirnstamm den Impuls zur Ein- oder Ausatmung und steuert die Tiefe des Atemzuges. Die Einatmung erfolgt, wenn sich die Muskulatur der unteren Rippen weitet und sich die Doppelkuppel des Zwerchfells Richtung Bauchraum zurückzieht. Das vergrößert das Volumen im Brustraum und dehnt die Lungenflügel, die selbst keine Muskulatur haben. Es entsteht ein Unterdruck, wodurch frische Luft eingesaugt wird. Beim Ausatmen entspannt sich das Zwerchfell wieder nach oben, die Brusthöhle verkleinert sich also und damit der Raum für die Lunge. Die verbrauchte Atemluft wird herausgedrückt. Das wiederholt sich bei einem gesunden Menschen im Ruhezustand etwa 6 bis 14 Mal pro Minute.
Foto: Eva Bronzini von Pexels via Canva
Atmung bei Asthmatikern
„Die Atemfrequenz bei Asthmatikern ist zwei- bis dreimal höher“, erzählt mir der Atem-Trainer Patrick McKeown, der als einer der führenden Experten auf dem Gebiet gilt: „Weil ihre Atemwege verengt sind, haben sie das Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen und atmen daher schneller und heftiger. Oft durch den Mund, wodurch die kalte, trockene und ungefilterte Luft die Atemwege noch mehr verengt.“ Bei einer chronischen Hyperventilation wird ständig zu viel Kohlendioxid (CO2) ausgeatmet. Ein ausgewogener CO2-Spiegel ist aber wichtig,damit das Hämoglobin in den roten Blutkörperchen den Sauerstoff zu unseren Körperzellen transportieren kann. Ist der Spiegel zu hoch, dann bindet das Hämoglobin den Sauerstoff nicht. Ist der Spiegel zu niedrig, dann klebt der Sauerstoff am Hämoglobin wie ein Kaubonbon und kann von den Körperzellen nicht aufgenommen werden. Der Körper ergreift dann drastische Maßnahmen, um das CO2 zu halten: Er verengt die Atemwege. Die Muskeln verkrampfen sich rund um die Atmungsorgane und es werden Schleim und Histamine produziert, die die Atemwege anschwellen lassen.
Das macht die Ausatmung praktisch unmöglich und erklärt, warum mir wie vielen Asthmatiker*innen bei einem Anfall besonders die Ausatmung so schwerfällt. So kann aus einer Überatmung mit zu viel CO2-Ausstoß letztendlich sogar ein CO2-Überschuss in der Lunge und im Blut entstehen, der – wie bei mir – bis zur Bewusstlosigkeit führt.
Asthmaanfällen vorbeugen
„Kohlendioxid ist eben nicht nur ein Abfallprodukt,“ betont Patrick McKeown. „Es ist sogar notwendig für die Sauerstoffversorgung und es öffnet die Atemwege.“ Er ist selbst seit seiner Jugend von Asthma betroffen. Ein Zeitungsartikel über den russischen Arzt Konstantin Buteyko veränderte Ende der 1990er-Jahre sein Leben. Buteyko hatte herausgefunden, dass man Asthmaanfällen vorbeugen kann, indem man die Atmung verlangsamt. McKeown probierte es aus und die schnelle, positive Wirkung der Methode nicht nur auf seine verstopften und verengten Atemwege sondern auch auf seinen Schlaf, seine Konzentration, seine Ausgeglichenheit und Leistungsfähigkeit haben ihn so verblüfft, dass er alles darüber erfahren wollte. Er ließ sich von Buteyko ausbilden und hat inzwischen selbst vielen Menschen dabei geholfen, ihre Atemgewohnheiten hin zu mehr Gesundheit und Lebensqualität zu verändern.
Yoga gegen Asthma – Atmung üben
Test und Übung zugleich:
Die Kontrollpause
So geht’s: Atme eine Weile ruhig durch die Nase ein und aus. Halte dann nach einer Ausatmung die Nase zu und time, wie lange du den Atem halten kannst, bis du den Impuls verspürst, wieder (ruhig!) einzuatmen. Im Yoga kennen wir diese „leere“ Atempause als Bahya Kumbhaka. Darum geht’s: Eine Atempause von 40 Sekunden ist Zeichen für ein hervorragend funktionierendes Atmungssystem. Davon sind anfangs selbst völlig Gesunde noch weit entfernt. Menschen mit Atemwegserkrankungen kommen oft nur auf 10 bis 15 Sekunden. Erstes Ziel ist eine Kontrollpause von mehr als 20 oder 25 Sekunden. Durch regelmäßiges Üben – auch der verlangsamenden Pranyama-Techniken – kannst du die Dauer erstaunlich schnell steigern.
Pranayama und das Nervensystem
Weniger, langsamer, bewusster atmen – als Iyengar-Yogalehrerin kannte ich das natürlich aus dem Pranayama. Das Üben und übrigens auch das Unterrichten von yogischen Atemtechniken haben meine Atembeschwerden jahrelang ganz gut unter Kontrolle gehalten. Dass sie 2022 noch einmal so heftig zum Vorschein kamen, hing wohl mit den besonderen Umständen dieser Zeit zusammen: Besonders starker Pollenflug, eine große Hitzewelle und der recht plötzliche Tod meines Vaters machten mir damals zu schaffen. Denn nicht nur Stress, auch Trauer schwächt die Lungen. Bis zu dieser Krise hatte ich instinktiv die Pranayama-Techniken am liebsten und häufigsten geübt, die mein Atemsystem auch aus Sicht der Buteyko-Methode braucht: Ujjayi mit verlängerter Ausatmung, Anuloma Viloma mit unterbrochener und damit ebenfalls verlängerter Ausatmung und Bahya Kumbhaka, also die Atempause nach der Ausatmung. Außerdem hatte ich im Pranayama geübt, meinen Atem so fein werden lassen, dass er fast nicht mehr wahrnehmbar ist.
All diese Übungen haben bekanntermaßen eine sehr beruhigende Wirkung, denn die Ausatmung steht in Verbindung zum parasympathischen Teil des vegetativen Nervensystems. „Die Möglichkeit, über die Atmung zur Ruhe zu kommen, sollte sich aber nicht nur auf die Zeit beschränken, in der wir auf der Yogamatte sitzen“, meint Patrick McKeown. „Wir sollten das, so gut wir können, auf den Alltag übertragen, indem wir durch gezielte Atemübungen die CO2-Toleranz erhöhen.“ Das bedeutet, dass das Bedürfnis, unbedingt einatmen zu müssen, erst etwas später einsetzt und sich so unser Atemmuster allmählich verlangsamt, ruhiger und leichter wird.
Foto: Seasonal via Canva
Die Vorteile der Nasenatmung
Bei regelmäßiger Übung stellen sich schnell Fortschritte ein – und die sind sogar messbar: Die sogenannte Kontrollpause (siehe Infokasten) gibt Aufschluss über den aktuellen Zustand der Lunge und trainiert gleichzeitig die Atemwege. „Wer die Kontrollpause regelmäßig praktiziert, wird seinen Score bald erhöhen und außerdem seine Atemfrequenz senken“, verspricht Breathwork-Experte McKeown. „Als Asthmatiker kannst du dein Leben wirklich verbessern, wenn du dir angewöhnst, durch die Nase zu atmen und weniger zu atmen. Wenn jemand mit Asthma zu uns kommt, können wir innerhalb von zwei Wochen seine Symptome bis zu 50 Pozent reduzieren. 50 Prozent! Dazu vesuchen wir als erstes, die Kontrollpause auf mehr als 20, 25 Sekunden zu bekommen.“ Um die Atemregeln nicht nur auf ein paar achtsame Momente zu beschränken, gibt es sogar Mouth Tapes, also Pflaster für den Mund, um auch im Schlaf durch die Nase zu atmen.
Durch die Nasenatmung wird die Luft nicht nur aufgewärmt, befeuchtet und gefiltert, sondern zudem mit Stickstoffmonoxid angereichert, das in den Nasennebenhöhlen gebildet wird. Es weitet die Gefäße, fördert die Durchblutung und damit auch die Sauerstoffaufnahme. Können solche Atemtechniken jeden Asthmatiker, jede Asthmatikerin kurieren? „Nein, wahrscheinlich nicht. Aber jeder, der seine Atemgewohnheiten verbessert, hat sein Leben lang etwas davon.“
Asanas und Atmung
Ich konzentriere mich vor allem beim Üben von Yogahaltungen gern auf die Atmung. Beim Iyengar-Yoga bleiben wir oft minutenlang in den Asanas. Viel Zeit zum Erspüren und Verlangsamen, während der Brustkorb in vielen Haltungen zusätzlich gehoben und geöffnet wird. Oder indem die Wirkung der Schwerkraft buchstäblich auf den Kopf gestellt wird: In Umkehrhaltungen bewegt sich das Zwerchfell bei der Einatmung gegen die Schwerkraft, während es sich bei der Ausatmung mit der Schwerkraft leichter zurück entspannt. Das ist ein gutes Training für die Atemmuskulatur und eine Erleichterung für alle, denen das Ausatmen oft schwerer fällt. Der große Werkzeugkasten der Asana- und Pranayama-Praxis kombiniert mit Buteykos Erkenntnissen haben mir in den letzten zwei Jahren enorm geholfen, wieder Vertrauen zu meinem Körper zu gewinnen. Und ruhiger zu schlafen.
Atem-Tipps von Patrick McKeown
FÜR JEDEN TAG · Atme immer durch die Nase ein und aus: Im Ruhezustand, während des Schlafes und möglichst auch beim Yoga oder Sport!
· Die Kontrollpause (siehe Infokasten oben): Wenn du die Übung zum Beispiel in deine Morgenroutine einbaust, wird sich die Atempause bald verlängern.
· Übe, weniger zu atmen, also nicht nur langsamer (geringere Atemfrequenz), sondern auch mit weniger Volumen. Das öffnet die Atemwege, verbessert die Sauerstoffaufnahme und stimuliert den Vagusnerv. Zugleich erhöht es den Kohlendioxid-Gehalt im Blut und verbessert mit der Zeit deine Kohlendioxid-Toleranz. Dazu dient die 4-Minuten-Übung:
Lege eine Hand auf die Brust, die zweite oberhalb des Bauchnabels. Atme 4 Minuten lang nur zu etwa 70 Prozent deines möglichen Volumens ein und sanft und entspannt wieder aus, bis du leichten Lufthunger verspürst. Wann immer es anstrengend wird, atme ein paar Atemzüge normal. Wichtig: Während der Schwangerschaft keine verlängerten Atempausen üben!
BEI EINEM ASTHMA-ANFALL Sobald du die ersten Anzeichen spürst, führst du deinen Atem auf folgende Weise: Atme durch die Nase ein und wieder aus und halte dann die Nase 3–5 Sekunden lang zu. Wiederhole das mehrmals. Wenn du früh genug damit anfängst, kannst du den Anfall häufig abwenden und die Symptome zum Abklingen bringen. Wichtig: Setze nicht selbstständig deine Medikamente ab. Solltest du sie weniger brauchen, besprich mit deinem Arzt eine neue Einstellung der Medikation.
Unsere Autorin, die Iyengar-Yogalehrerin Nici Tannert, bietet online „Yoga gegen Asthma“-Klassen an, in denen sie ihre eigenen Erfahrungen und Wege aus der Atemnot vermittelt. yogakraftwerk.de
Du möchtest noch mehr Übungen zur Atmung ausprobieren? Dann schau doch mal hier:
Ganz egal ob du eine wichtige Entscheidung treffen musst oder darum ringst, etwas zu verstehen: Frag dein Inneres und experimentiere mit dem Rat, den es dir erteilt. Die folgende Meditation kann dir helfen, die tieferen Schichten deines Selbst zu hören und ihre Botschaften zu verstehen.
Text: Sally Kempton / Foto: David Martinez
Sakshatkara – intuitives Erkennen
Eine wirkliche Entsprechung zum Wort „Intuition“ scheint es in den Quellenschriften des Yoga nicht zu geben. Häufig wird der Sanskrit-Begriff Sakshatkara genannt. Eigentlich bedeutet er „Wahrnehmung“ oder „für die Augen sichtbar gemacht“, „offensichtlich“. Er wird sowohl für die mit den Sinnen gewonnene Erkenntnis verwendet als auch für die übersinnliche oder intuitive Art des Erkennens.
Übung: So verbindest du dich mit deiner Intuition
1. Nimm dir genügend Zeit, um dir über deine Frage klar zu werden und sie in einem Satz zu formulieren. Schreib diesen Satz auf. Das ist ein wichtiger Schritt, er hilft dir möglichst klar und konkret zu sein. Für deine ersten Versuche kannst du zum Beispiel um Hilfe bei einem kreativen Problem bitten, um die Klärung einer problematischen Beziehung oder einer konkreten Lebenssituation. Vielleicht fragst du aber auch nach mehr Bewusstsein in deiner Yogapraxis oder nach der Bedeutung einer inneren Tendenz, die dich irritiert.
2. Nimm eine bequeme Sitzhaltung ein. Achte darauf, dass die Wirbelsäule aufgerichtet, der Rücken aber nicht verkrampft oder verhärtet ist. Schließe deine Augen. Hol die Frage in dein Bewusstsein und formuliere sie einige Male im Stillen. Welche Gefühle steigen dabei in dir auf? Welche Gedanken hast du spontan dazu? Gibt es Widerstand gegen den Prozess? Wenn dir etwas davon wichtig erscheint, kannst du es rasch notieren.
3. Nutze den Rhythmus deiner Atmung als Anker. Hefte deine Aufmerksamkeit so lange auf den Atem, bis dein Geist sich entspannt und ruhiger wird.
4. Dann lass dich etwas tiefer sinken. Das erreichst du zum Beispiel, indem du dich auf dein Herzzentrum in der Mitte der Brust konzentrierst. Oder auf dein Nabelchakra (etwa drei Fingerbreit unterhalb des Nabels, tief im Bauch gelegen). Vielleicht hilft dir auch eine Visualisierung: Stell dir dich selbst vor, wie du eine Treppe in einen warmen, stillen Keller hinabsteigst. Geh Stufe um Stufe hinab, bis du völlig von Stille umgeben bist.
5. In dieser Stille bittest du die Weise, den Weisen, jene wissende Instanz in deinem innersten Wesenskern, jetzt präsent zu sein. Vielleicht gibt es auch eine bestimmte Gottheit oder einen Lehrer, an die du dich wenden möchtest. Oder du hast das Gefühl, deine Frage am liebsten an das Universum, das Tao, die Quelle allen Seins richten zu wollen. Es kommt nur darauf an, dass du weißt: Es ist genug, jetzt um die Anwesenheit dieser inneren Weisheit zu bitten.
Die Antwort liegt im Zentrum deines Seins: Du weißt, wer du bist, und du weißt, was du willst.
Laotse
6. Stell deine Frage noch einmal. Dann sitz einfach still – ohne Erwartung, ohne Entmutigung, schau nur, was auftaucht. Erinnere dich daran, dass Einsicht nicht immer in Gestalt von Worten erscheint. Es kann auch ein Gefühl sein, ein Bild, die Erinnerung an etwas, das eine andere Person gesagt hat. Außerdem kann es sein, dass es nicht in dem Moment geschieht, wo du danach fragst. Die Intuition folgt ihrer eigenen Zeit. Bleib wachsam, ganz besonders in den nächsten 24 bis 48 Stunden, nachdem du den Samen deiner Frage gesät hast. Die Antworten werden kommen.
7. Sobald du eine oder mehrere Antworten erhalten hast, schreibst du sie auf. Halte sie eine Weile in deinem Bewusstsein und lass es sprudeln: Was steigt dazu in dir auf? Welche Gefühle sind damit verbunden? Vielleicht bist du versuchst, die Einsichten zu interpretieren, es kann aber genügen, sie ganz einfach in deinem Bewusstsein zu halten – allein das wird schon Veränderungen herbeiführen. Allerdings: Wenn die Botschaft einen wertenden Charakter hat, wenn sie sich wie eine Strafe oder eine Schuldzuweisung anfühlt, dann stammt sie sehr wahrscheinlich nicht aus deiner tiefsten Quelle.
8. Denk zum Schluss darüber nach, wie du deine Einsicht in eine Handlung übersetzen könntest. Hier beginnt das eigentliche Experiment. Doch der einzige Weg, wie du lernst, dich wirklich deiner inneren Führung anzuvertrauen, besteht darin, es auszuprobieren – und dann aufmerksam auf die Resultate zu achten.
SALLY KEMPTON zählte international zu den wichtigsten Lehrer*innen für Meditation und Yogaphilosophie. Sie schrieb viele Jahre für das YOGA JOURNAL und hat mehrere (Audio-)Bücher verfasst. Mehr Infos unter sallykempton.com
Viele weitere ihrer Artikel findest du hier auf unserer Website:
In unserer Reihe „Götter auf der Matte“ stellt uns Sybille Schlegel Göttinnen und Götter vor, die du vielleicht schon mit einem Mantra besungen hast, oder die als Deko dein Yogastudio zieren. Wir wollen wissen: Wo kommen sie her und was haben sie im modernen Yoga zu bedeuten? Diesmal geht es umDurga, eine kampferprobte achtarmige Kriegerin für das Gute, dabei aber auch weise und weich.
Text: Sybille Schlegel / Titelbild:Manmohan Pandey via Unsplash
Von Durga hast du sicher schon mal gehört, sie ist eine der bekannteren indischen Göttinnen, doch ihr Name bedeutet: schwer zugänglich (dur = schwierig, schwer, ga = gehen, gehend). Und je mehr ich über Furchtlosigkeit (unser Titelthema im Heft 01/2024, aus dem dieser Artikel stammt) nachdenke, desto klarer wird mir: für mich auch eher schwer zugänglich. Oha. Das geht ja schon gut los mit meinem Artikel …
Also am besten der Reihe nach: Mit wem haben wir es überhaupt zu tun? Durga gilt als eine der wilderen Göttinnen, als eine kriegerische Form der häuslichen Göttergattin Parvati. Sie wird aber auch als eine Ausprägung der schönen, Wohlstand versprechenden Lakshmi angesehen, als eine Gestalt der weisen Sarasvati oder als göttliche Allmutter Ambika.
Schon nach einem Absatz begegnet sie uns also, Durgas verwirrende Seite, ihre schwere Zugänglichkeit. Am besten kann man sie vielleicht verstehen, wenn man sie sich als eine Bündelung all dieser Götter-Energien vorstellt – und ein entsprechend kraftvolles Energiebündel ist sie auch: Ihr Reittier ist ein Tiger oder Löwe. In ihren acht, zehn oder gar achtzehn Armen hält sie verschiedene Waffen, etwa Steinschleuder, Dreizack, Pfeil und Bo- gen oder Schwert, aber auch Gegenstände für religiöse Rituale, zum Beispiel eine Glocke, eine Mala oder Blumen. Jeder dieser Gegenstände steht symbolisch für eine Eigenschaft. Einer davon ist für uns Yogi*nis besonders interessant: das Schwert als Symbol der Unterscheidungsfähigkeit, Viveka. Es hilft haarscharf zu trennen zwischen Sein und Schein, Wahrheit und Illusion.
Was moderne Yogi*nis von Durga lernen können
Wenn man so gut ausgestattet ist, dann fällt es natürlich leicht, furchtlos aufzutreten. Aber wie hilft uns das jetzt weiter? Wir bitten Durga ja nicht als gläubige Hindus um ihre Hilfe, sondern versuchen, uns den indischen Gottheiten auf energetischer Ebene anzunähern oder uns auf einer symbolischen Ebene etwas von ihnen abzuschauen. Eine der bekanntesten Durga-Geschichten erzählt von einem Dämon, der sich (wie es die Dämonen der indischen Mythologie häufiger tun) durch Askese von den Göttern einen Gefallen erzwungen hat: Er kann nur von einer Frau getötet werden. Er hielt das für günstig, weil Frauen seiner Meinung nach a) nicht kämpfen, b) nicht tough genug sind, c) ewig unentschlossen … bis hin zu z): Sie können es halt nicht.
Doch dann vereinen sich die gewaltigen Kräfte Shivas und Vishnus zu einer wunderschönen Frau, die dem arroganten Dämon lachend entgegentritt: Durga. Als der erkennt, dass es brenzlig für ihn wird, versucht er, sich durch das Annehmen verschiedener Formen zu retten. Durga beeindruckt das wenig. Sie erwischt ihn tödlich, als er gerade im Körper eines Büffels steckt. Dämonen in indischen Göttergeschichten werden aus moderner yogischer Sicht meist als Symbole eines unnachgiebigen Ego-Ichs interpretiert. Eine Frau steht im alten Indien dagegen für Weichheit, Sanftheit, Passivität.
Erzählen wir den Plot also noch mal so: Das Ego schwingt sich in seiner ganzen Selbstherrlichkeit auf und meint, die Welt beherrschen zu können: Es ist entschlossen, sich von keiner Stärke in die Schranken weisen oder zum Wandel zwingen zu lassen. Doch dann begegnet ihm eine absolute Furchtlosigkeit in Gestalt von Weichheit und Offenheit. Kein Schutzschild oder Panzer, sondern geschmeidige Schönheit und ein Lachen.
Furchtlose Weichheit: Eine yogische Praxis im Zeichen Durgas
Wie geht so eine radikale Weichheit? Kann man weich und zugleich furchtlos sein? Ich reflektiere meine Ängste. Zahlreiche fallen mir ein. Mein Reflex bei Angst ist Härte. Körperlich spürbar in Muskeln, die verkrampfen. Dennoch habe ich jahrelang von meinem Lehrer Mark Whitwell gehört, dass wahre Stärke in der Weichheit liegt. In meine Asana-Praxis habe ich das mittlerweile erfolgreich integriert: Üben ohne Druck, Herausforderung und Härte. Stattdessen: Weiche Gelenke und maximales Fühlen. Und tatsächlich hat dieses Üben meine Flucht in die Härte schon etwas abgemildert.
Vertrauen ist etwas, das ich in meiner Familie nicht gelernt habe. „Misstrauen ist gut“, dozierte mein Vater. Wer aber ehrlich vertraut, der kann sich entspannen, oder? Der spürt keine Angst. Das ist laut den Yogatexten erst möglich, wenn die Identifikation mit dem eigenen Körper und dem Ego-Ich endet und die Identifikation mit dem Universellen, Atman, beginnt. Ich wünsche mir das sehr, aber es ist wie Durga: schwer zugänglich. Die Identifikation mit dem Ego-Ich, unserer Person, unserem Körper ist nämlich krass stark. Das ändert man nicht mal eben durch einen anderen Lifestyle. Etwas muss aufhören zu sein, damit etwas beginnen kann, das wir zu dem Zeitpunkt noch nicht kennen.
Foto: Siddharth Vyas via Unsplash
Die softe Super-Heldin als Inspiration
Wer traut sich denn sowas? Und doch ist das der Weg zu Durga. Ist es ihr Weg. Lachend geht sie ihn. Unabgelenkt, klar denkend und unterscheidend. Weich, weil vertrauend. Weise. Je mehr sie sich so spürt, desto mehr wird der angeblich unbesiegbare Dämon zur lächerlichen Karikatur. Von dieser Haltung können wir uns inspirieren lassen, diese Unterscheidungskraft können wir kultivieren. Die eigenen Ängste zu erkennen, hilft. Verständnis etablieren statt Bewertungen und Ignoranz. Und das Üben von Weichheit: Weich sein zu sich selbst, zu anderen, im Körper, in den Gedanken. Denn wer sich Weichheit leistet, ist frei. So frei wie die schwingenden Haare der Durga.
OM DUM DURGayAI Namah
„Ich verneige mich vor Durga. Möge ihre Stärke, Weichheit und Furchtlosigkeit mich durchdringen.“
Sybille Schlegel schreibt regelmäßig für uns über Yogaphilosophie. Nach vielen Jahren als Yogalehrerin und -ausbilderin konzentriert sie sich jetzt ganz aufs Üben und Schreiben. Du findest sie auf Instagram unter: @sybi_bille
Erfahre hier noch mehr über Durga, die Superheldin des indischen Götterhimmels:
Im Yoga ist immer wieder die Rede von „Gott“ oder „dem Göttlichen“. Nicht wenige Menschen hadern aber mit diesem Begriff.YOGAWORLD JOURNAL-Kolumnistin Carmen Schnitzer beobachtet: „Das Göttliche und ich, mit uns ist das so eine Sache. Ich glaube nicht so recht an unsere Beziehung, aber voneinander los kommen wir trotzdem nicht.“ Hier schildert sie ihre ganz persönliche Beziehung zum Göttlichen.
Text: Carmen Schnitzer / Titelbild: Josh Gordon via Unsplash
Ich sei Gott viel näher als ich mir vorstellen könne, meinte meine Freundin Sarah vor einigen Jahren zu mir. Ich sei auch viel spiritueller als ich behaupte. Wenig später entdeckte ich Yoga für mich, was ein Zufall sein mag, vielleicht aber auch nicht. Tatsächlich halte ich mich immer noch in weiten Teilen für eine Rationalistin. Ich mag Wissenschaft, gebe mich selten mit Behauptungen zufrieden, sondern überprüfe die Quellen dazu. Und die Quellen zu den Quellen und die Kritik an allem natürlich auch. Gerade als Journalistin ja nicht die schlechteste Angewohnheit. Logik empfinde ich als prima Sache, ich mag Nachvollziehbarkeit und Struktur.
Und doch, als eine große Liebe mich einmal fragte, woran ich glaube, platzte spontan aus mir heraus: „An das Chaos!“ Wer meine bunte, vollgestopfte Wohnung kennt, der lacht jetzt vielleicht kurz auf und denkt: „Na, das sieht man!“ Ich meine es aber auch und gerade im übertragenen Sinne und so lässt sich vielleicht erklären, dass ich mich trotz aller Vernunft immer auch etwas zum Übersinnlichen hingezogen gefühlt habe, oft aber mit dem Zusatz, das sei bloß Spielerei für mich. Als Studentin etwa legte ich mit erstaunlicher Treffsicherheit Karten, bis heute praktiziere ich an besonderen Tagen (etwa zur Sonnenwende) mit Freundinnen angelesene Hexenrituale, die wir gerne auch mal nach Gutdünken oder Möglichkeit abwandeln.
Salzwasser in Mittelfranken
Wenn etwa in der mittelfränkischen Provinz zufällig kein Meer in der Nähe ist, dann mischen wir uns eben aus Salz und Wasser ein kleines Stück „Ozean“ zusammen und legen eine Muschel dazu. Der Spaß, den wir dabei haben, mindert nicht die Ernsthaftigkeit des Rituals, das uns Kraft gibt für die nächsten Monate, in denen wir einander nicht sehen, uns aber dennoch verbunden fühlen.
Und da komme ich zum Punkt: Dass es zwischen einer Flasche Salzwasser in einer Mondnacht im fränkischen Wald und der Energie, mit der ich etwa diese Kolumne schreibe, einen logischen Zusammenhang gibt, ist auf den ersten Blick nicht unbedingt ersichtlich, sehr wohl aber fühlbar. Für mich, für uns. Und damit trägt es eine Wahrheit in sich, die auch jenseits aller (Natur-)Wissenschaft ein Zuhause hat. Zwar freut es mein Rationalistinnen-Ich, dass die Hirnforschung mittlerweile einige Erklärungen für Phänomene wie das geschilderte gefunden hat, und doch: Wüsste ich nichts darüber, ja gäbe es diese Erklärungen gar nicht, würde ich besagte Wahrheit ja immer noch spüren und das ist im Grunde doch Beleg genug für ihre Existenz. Zumindest eine Form der Existenz, der Existenz in mir. Dass ich sie, etwa beim Yoga, mit anderen teilen kann: umso schöner! Aber nicht zwingend nötig, um grundsätzlich da zu sein.
Überhaupt Logik! Irgendwann kam ich zu der Erkenntnis, dass auch Träume eine in sich geschlossene Logik haben, die nur bedingt etwas mit dem zu tun hat, was wir im nüchternen Wachzustand gemeinhin Logik nennen. Warum aber halten wir letztere für das Nonplusultra, wenn uns doch allein schon der Schlaf eine ganz andere beschert? Wer weiß, was es da noch alles gibt zwischen Himmel und Erde? Auf eine Form von Realität (in der etwa dieser Text ein Text ist) haben wir uns alle geeinigt, sie dient als Gerüst, an dem wir uns entlanghangeln, auf dem wir einander begegnen können, auf dem ein gewisser Austausch möglich ist. Und dann existieren noch die vielen Realitäten in jedem von uns, die Wahrnehmungen, Erfahrungen, Gedanken und Gefühle. Plus: Irgendetwas (ganz viel!) außerhalb von uns, wobei dieses „Innen“ und „Außen“ natürlich auch wieder nur Teile jenes Realitätsgerüstes sind, von dem ich oben sprach.
Ich bin ein Sandkorn wie alle, und in mir ist die Welt, wie überall
Ein Realitätsgerüst, das im Yoga so nicht gilt. Das ich vielleicht sogar selbst schon aufzulösen versuchte, bevor ich mich mit Yoga beschäftigte. Heute lese ich aus einem Satz in einer meiner gut zehn Jahre alten Kurzgeschichten nämlich plötzlich yogisches und damit natürlich spirituelles Gedankengut heraus, das sich mit dem, was man gemeinhin „Vernunft“ nennt, besser vereinbaren lässt, als ich lange dachte: „Ich bin ein Sandkorn wie alle, und in mir ist die Welt, wie überall.“ Je mehr ich darüber nachdenke: Wahrscheinlich hatte Sarah schon immer recht.
Carmen Schnitzer arbeitet als Journalistin und schreibt seit Jahren für das YOGAWORLD JOURNAL. Erfahre mehr über die Autorin und besuche ihre Facebook-Seite.
Vegane Küche muss nicht kompliziert sein. In ihrem Kochbuch „Vantastic Kitchen“ hat Anina Gepp einfache und gesunde Rezepte für die Camper-Küche und zuhause zusammengestellt.Dieses Rezept ist so simpel und lecker, dass es schon fast unverschämt ist. Wer es einmal ausprobiert hat, wird es als Vorrat im Kühlschrank nicht mehr missen wollen.
Zutaten für ca. 300 Gramm Ricotta
250 g Tofu 50 ml Sojamilch 2 EL Zitronensaft 2 EL Olivenöl 1 Prise Salz 1⁄4 TL Knoblauchpulver 2 EL Hefeflocken 1⁄2 Bund Basilikum, gehackt
Zubereitung
Alle Zutaten, bis auf das Basilikum, im Standmixer oder mit dem Pürierstab zu einer Masse vermengen (cremig, aber noch leicht krümelig). Zum Schluss das frisch gehackte Basilikum unterheben. Das Ganze in eine Käseform drücken und den Tofu-Ricotta im Kühlschrank mehrere Stunden oder über Nacht abtropfen lassen. Alternativ kann der Tofu-Ricotta auch sofort weiterverwendet werden.
Über die Autorin Anina Gepp
Auf ihren Reisen im Campingbus besucht Anina Gepp Wochenmärkte, Bio- und Unverpacktläden und lässt sich von Begegnungen mit Menschen inspirieren. Diese persönlichen Geschichten verleihen den Gerichten eine ganz besondere Würze. Stimmungsvolle Fotografien von weiten Landschaften und den schönsten Stellplätzen laden zum Entschleunigen ein.
Anina Gepp ist Autorin von „Iss dich grün!“, Foodstylistin, Bloggerin und freie Journalistin. Mehr auf aninagepp.com und auf Instagram @anina.gepp
Ihr Kochbuch „Vantastic Kitchen – Einfache und gesunde Rezepte für die Camper-Küche und zu Hause“ ist im at Verlag erschienen (224 Seiten, 26 Euro)
Das volle Potenzial von Yoga (und dein persönliches) wird immer dann erfahrbar, wenn es gelingt, sich beim Üben mit einem umfassenden Energiefluss zu verbinden. Stress verfliegt, Herz und Geist werden weit, das Gefühl des Getrenntseins schwindet. Die Yogalehrerin von Deepak Chopra – Sarah Platt-Finger – zeigt hier, wie das gelingen kann.
Text & Sequenz: Sarah Platt-Finger / Fotos: Amanda Friedman
1. So-Ham-Atmung
Nimm eine bequeme Sitzhaltung ein, in der du die Wirbelsäule ohne Anstrengung aufrichten kannst. Mit jeder Einatmung wiederholst du laut oder innerlich das Mantra „So“. Diese so genannte „Keimsilbe“ steht für reine Energie, Bewusstsein und Inspiration. Spüre, wie deine Wirbelsäule sich längt, die Krone deines Kopfes nach oben strebt und sich deine Rippen zu den Seiten ausdehnen. Visualisiere einen Energiefluss, der zwischen dem Schädeldach und dem unteren Ende der Wirbelsäule verläuft. Mit jeder Ausatmung wiederholst du das Mantra „Ham“. Diese Silbe ist der Klang des individuellen Bewusstseins und der Transformation. Dabei ziehst du den unteren Bauch sanft zur Wirbelsäule hin und stellst dir vor, wie Bewusstsein in jede deiner Zellen strömt.
Effekt: Diese Atemübung hilft dir, Körper und Geist zu klären und dich für Inspiration zu öffnen. Du kannst sie als Meditationsmantra nutzen, aber auch ganz banal beim Arbeiten, Einkaufen oder Spazierengehen. Zu Beginn der Yogapraxis übst du die So-Ham-Atmung 3 bis 5 Minuten lang. Während der folgenden Haltungen setzt du sie immer wieder ein, um den Energiefluss entlang deiner Wirbelsäule zu reinigen und Raum für Bewusstsein zu schaffen.
2.Anjaneyasana, tiefer Ausfallschritt
Setze aus dem Vierfüßlerstand den rechten Fuß nach vorn zwischen die Hände. Mit der nächsten Einatmung richtest du dich auf und hebst die Arme. Dabei achtest du darauf, dass die Hüften über den Knien stehen und das rechte Knie über dem rechten Knöchel. Aktiviere sanft den Bauch, um den unteren Rücken zu schützen und den Energiefluss entlang deiner Wirbelsäule aufrechtzuerhalten. Genau wie kein Wasser durch einen geknickten Strohhalm fließen kann, wird in ungünstigen Körperhaltungen auch der Fluss von Energie blockiert. Versuche deshalb, deinen Rumpf durchlässig zu halten und auch die hinteren Rippen anzuheben. Die Körperrückseite repräsentiert die Vergangenheit und die Verbindung nach innen. Die Körpervorderseite steht für Willenskraft, das Vorwärtsschreiten in die Zukunft und die Verbindung nach außen. Weite dein Herz und finde die Mitte zwischen Vorder- und Rückseite, Zukunft und Vergangenheit. Nach 5 bis 8 Atemzügen auf So Ham wechselst du die Seite.
Effekt: Diese Haltung dehnt die Körpervorderseite und wirkt stimmungshebend. Das Weiten der Herzgegend hilft dir wahrzunehmen, dass in allem Verbindung möglich ist. Nicht nur im eigenen Körper (vorne, hinten, oben, unten) und im eigenen Leben (Zukunft und Vergangenheit, Körper und Geist), sondern auch mit allem, was uns umgibt.
3. Adho Mukha Shvanasana, herabschauender Hund
Spreize im Vierfüßlerstand die Finger und erde die Hände, vor allem Zeigefinger und Daumen. Schiebe anschließend das Becken nach hinten oben und lass dabei den Oberkörper lang und weit werden. Verbinde dich erneut mit dem Energiefluss entlang deiner Wirbelsäule und stell dir vor, wie er sich durch Arme und Beine zum Boden hin verlängert. Strebe mit den Fersen währenddessen Richtung Boden, ohne dabei die Ausrichtung von Rumpf und Schultern zu verändern.
Effekt: Diese Haltung dehnt die Beinrückseiten, die für das Unbewusste, für unverarbeitete Gefühle und eingefahrene Muster stehen. Wenn man in Emotionen gefangen ist, fällt es schwer, Verbundenheit zu spüren. Haltungen, die die Beinrückseiten dehnen, können helfen loszulassen im Yoga, was wir vielleicht unbewusst festhalten wollen. Deshalb eröffnet das eine ganzheitlichere Selbsterfahrung und schafft Verbindung zu universeller Intelligenz und Bewusstsein. Bleibe 8 bis 10 Atemzüge lang in der Haltung und atme dabei auf So Ham.
4. Parshva Tadasana, Berghaltung mit Seitbeuge
Verwurzle im Stehen die Füße in der Erde und richte ich von dort aus durch den gesamten Körper sanft auf. Dann hebe mit einer Einatmung die Arme und lege die Handflächen aneinander. Um den unteren Rücken zu stabilisieren sind Beine und Bauchmuskeln. Schultern und Nacken entspannt. Wachse nun mit der Einatmung über die Schädeldecke hinaus nach oben. Gleichzeitig wahrst du aber über die Füße deine Verbindung zur Erde. So bleibst du ganz in der körperlichen Erfahrung und kannst dich ausdehnen. Mit einer Ausatmung beugst du dich sanft nach rechts. Nach 5 Atemzügen auf So Ham kehrst du einatmend zurück zur Mitte. Dann beugst du dich wieder ausatmend für 5 Atemzüge nach links.
Effekt: Diese Stehhaltung schafft mehr Raum für den Atem. Sie mobilisiert die Zwischenrippenmuskulatur, die sich mit jedem Atemzug ausdehnt und wieder zusammenzieht. Über den Atem wird belebendes Prana aufgenommen, das Körper und Geist verbindet.
5. Utthita Trikonasana, gestrecktes Dreieck
Stelle die Füße zuerst parallel und eine Beinlänge voneinander entfernt. Drehe danach den rechten Fuß um 90 Grad auswärts und den linken Fuß leicht einwärts. Mit einer Einatmung hebst du die Arme auf Schulterhöhe zu den Seiten. Ausatmend streckst du dich nach rechts. Lass die Wirbelsäule lang werden, bevor du die rechte Hand am Boden, auf einem Block oder einem Hocker unterhalb der rechten Schulter absetzt. Den linken Arm führst du dann gelöst in die Senkrechte oder du legst die Hand ans Kreuzbein. Spüre des Weiteren den feinen Energiefluss, der von deiner Schädeldecke zum unteren Ende der Wirbelsäule verläuft. Atme 8 bis 10 Mal auf So Ham. Dann hebst du den Rumpf mit einer Einatmung wieder und übst das Dreieck für ebenso viele Atemzüge auf der linken Seite.
Effekt: Das Dreieck ist eine weitere Asana, die gleichzeitig Erdung und Verbindung nach oben, in unbegrenzte Weiten, vermittelt.
6. Dhanurasana, Bogen
Beuge in Bauchlage die Knie und umgreife Füße oder Knöchel. Wenn sich dabei der untere Rücken eng und gestaucht anfühlt, verwende einen Gurt oder üben eine sanftere Rückbeuge wie Shalabhasana (Heuschrecke). Hebe jetzt einatmend Kopf und Oberkörper und schiebe die Füße gegen die Hände. Dadurch kann der Brustkorb sich weiter heben. Halte die Asana während etwa 5 Atemzügen auf So Ham. Dann entspannst du einen Moment in der Stellung des Kindes.
Effekt: Der Bogen hilft, die Körpervorderseite weiter zu dehnen. Die Dehnung des Brustkorbs entspricht energetisch der Öffnung des Herzchakras – der Brücke zwischen Materie und Geist. Ein ausgeglichenes Herzchakra erleichtert es dir, die allem innewohnende Verbundenheit tiefer zu erfahren und dich in deinem Gegenüber wiederzuerkennen.
7. Baddha Konasana, gebundene Winkelhaltung
Nimm einen bequemen Sitz ein und ziehe die aneinandergelegten Fußsohlen möglichst nah in Richtung Schritt. Falls die Knie dabei deutlich höher stehen als das Becken, setze dich erhöht und stütze die Knie ab. Lass hierbei einatmend die Wirbelsäule lang werden, dann beugst du dich ausatmend langsam und sanft nach vorn. Sei dir auch hier des Energiefluss gewahr, der entlang der Wirbelsäule verläuft. Während 8 Atemzügen auf So Ham betonst du mit jeder Einatmung die Länge der Wirbelsäule, mit jeder Ausatmung lässt du dich sanft in die Vorwärtsbeuge sinken.
Effekt: Diese Haltung stärkt einerseits die Verbindung zur Körperrückseite, die unter anderem für die Fähigkeit zur Innenschau steht. Baddha Konasana bringt Körper und Geist andererseits zur Ruhe und bereitet dich auf die Endentspannung oder Meditation vor. Wenn die Wahrnehmung langsam feinstofflicher wird, kann Transformation geschehen. Die Hüftmobilisation unterstützt das Gefühl von Ruhe.
8. Supta Baddha Konasana, gebundene Winkelhaltung im Liegen
Lege den Rücken in Baddha Konasana, dem Schmetterling in Rückenlage, auf einer zusammengerollten Decke ab. Bei Bedarf stützt oder erhöhst du zusätzlich Kopf und Knie, damit Körper und Geist besser loslassen können. Die Gelenke sollten sich weit und entspannt anfühlen. Breite die Arme als nächstes locker zu den Seiten aus, drehe die Handflächen nach oben und schließe die Augen. Nimm die Gedanken wahr, die dir durch den Kopf gehen, und verweile solange in Supta Baddha Konasana, bis du spürst, dass du zur Ruhe kommst.
Effekt: Solange man durch Gedanken darüber, wie man zu sein hat oder hätte sein sollen, begrenzt wird, ist es schwer, sein wahres Selbst zu spüren. Um reines Bewusstsein oder die eigene wahre Essenz zu erfahren, muss man lernen, all diese Gedanken bewusst loszulassen. Ein Akt der Hingabe.
Sarah Platt-Finger, die hier nicht nur als Autorin, sondern auch als Model fungiert hat, ist Mitbegründerin von Ishta-Yoga in New York. Gemeinsam mit ihrem Mann Alan Finger unterrichtet sie zudem weltweit Workshops, Yoga-Ausbildungen und Retreats. Als Mitgründerin der Organisation Exhale to Inhale fördert sie traumainformierte Yogakurse für Opfer häuslicher Gewalt.
Sei es bei alltäglichen Auseinandersetzungen oder angesichts von besorgniserregenden gesellschaftlichen Entwicklungen: Diese Übungen von Rina Deshpande helfen, deine Emotionen und deinen Geist zunächst anzunehmen, wie sie sind, und sie dann wieder ins Gleichgewicht zu bringen. So kannst du bewusst entscheiden, wie du mit einer bestimmten Situation umgehen willst.
Die folgenden Anregungen stammen aus alten Yogalehren und modernen Achtsamkeitstechniken. Du kannst sie einzeln üben, aber sie bilden auch eine sehr wirkungsvolle Abfolge.
Lies auch den ersten Teil dieses Artikels „Stürmische Zeiten & erhitzte Gemüter: Was lehrt uns die Bhagavad Gita?“ von Rina Deshpande:
Achtsames Selbst-Mitgefühl schafft einen Raum,in dem wir unsere Emotionen liebevoll achten und verarbeiten können. Der buddhistische Mönch Thich Nhat Hanh regte dazu an, uns im Umgang mit uns selbst daran zu orientieren, wie ein Elternteil ein verzweifelt weinendes Kleinkind trösten und beruhigen würde: Mit demselben Mitgefühl und derselben zartfühlenden Fürsorge sollten wir nach seiner Überzeugung unsere eigenen Gefühle betrachten. Mit etwas Übung können wir dabei lernen, uns nicht von unseren Emotionen mitreißen zu lassen, sondern sie wirksam zu verarbeiten, sobald sie entstehen. Das macht uns im besten Fall nicht egoistischer, sondern ganz im Gegenteil auch mitfühlender und geschickter im Umgang mit den Gefühlen unserer Mitmenschen.
Foto: RDNES Stock project via Pexels
2. Übung: Atem
Nach yogischer Vorstellung regulieren wir über die Atmung die Aufnahme und den Fluss von Prana, der Lebenskraft. Viele yogische Atemtechniken (Pranayama) sind kraftvolle Helfer, wenn es darum geht, das Nervensystem zu beruhigen. Um emotional in ruhigeres Fahrwasser zu kommen, genügt es oft schon, sich einige Atemzüge lang nur auf den Atem zu konzentrieren und ihn ruhig bis in den Bauch fließen zu lassen – die sogenannte Zwerchfellatmung. Klassische Pranayama-Techniken wie die verlangsamte Atmung mit verengter Stimmritze (Ujjayi) oder eine verlangsamte Ausatmung mit einem summenden Ton (Bhramari) haben noch stärker beruhigende Wirkung. Das hilft uns, Körper und Geist zu reinigen und zu nähren, so dass wir besser auf stressige Situationen reagieren können.
Foto: Liderina / Getty Images via Canva
3. Übung: Mantra
Mantra, also das konzentrierte Wiederholen eine Silbe (bija), eines Worts, einer Strophe (shloka) oder eines Gebets, wird im klassischen Raja Yoga als eine von acht Stufen auf dem Weg in die Meditation angesehen. Es kann aber auch ganz allgemein als eine Aufmerksamkeitspraxis verstanden werden, bei der man den Geist fest auf einen Gegenstand richtet. Gerade bei aufkommenden Konflikten hat der Geist ja die Tendenz wilde Kapriolen zu schlagen und Emotionen hochkochen zu lassen, die unsere gesamte Sicht auf das Leben hinwegfegen können. Die willentliche Bündelung des Geistes in der Mantra-Praxis kann uns helfen, diese Dynamik zu überwinden, das Ruder des Geistes wieder in die Hand zu nehmen und unser Lebensschiff sicher zu steuern.
Foto: Srdjan Pav / Getty Images Signature via Canva
Rina Deshpande lehrt, erforscht und schreibt seit über 15 Jahren über Yoga und Achtsamkeit. Ihre Artikel erschienen bei uns, Huffington Post, Self Magazine und vielen anderen. Außerdem hat sie 2022 ein Kinderbuch verfasst und selbst illustriert: „Yoga Nidra Lullaby„. Erfahre mehr über Rina und besuche sie auf ihrer Website oder ihrem Instagram-Account @rinathepoet
In diesem Artikel von Rina Deshpande erfährst du wertvolle Tipps, um Hingabe im Alltag zu üben: