Jeder beginnende Tag, jeder neue Sonnenaufgang ist ein Wunder. Deshalb haben Yogi*nis ihn seit jeher mit morgendlichen Ritualen und Übungen gefeiert. Genau dazu lädt uns auch Lara Schäffers Morning Celebration ein: Sie gründet in der Weisheit des Tantra und will dir helfen, nicht nur diesen Tag zum Leuchten zu bringen, sondern auch dein eigenes, inneres Leuchten immer wiederzufinden.
Titelbild: Nela König
Die komplette „Morning Celebration“-Praxisstrecke findest du im neuen YOGAWORLD JOURNAL 05/2025. Die abschließende Morgenmeditation gibt’s direkt hier als Audio:
Meditation mit Lara Schäffer: Herzensfeier / Celebration in my heart
Beginne damit, dass du dir vorstellst, wie dich das erste Licht des Tages berührt: deine Haut, dein Inneres, die Umhüllung deines pochenden Herzens. Nimm wahr, wie der neugierige Tag dich atmet. Als hätte dieser Morgen deinen Namen geflüstert, noch bevor du deine Lider geöffnet hast. Lass dich immer weiter in diese Verbundenheit hineinsinken. Lausche tiefer in dein Herz. Vielleicht hörst du es sagen:
Ich bin bereit. Für diesen Tag. Für mich. Für das Leben.
Foto: Ana Marta
Lara Schäffer bildet Yogalehrende in tantrischem Hatha, Moon-Sun-Fire, Yin Yoga und Meditation aus, sie leitet Mentoringprogramme für Frauen, podcastet unter „Weil du Liebe bist“ und ist ausgebildete Breathwork Trainerin. Mit „Lumo“ (früher: Guru Granola) hat sie zudem eine Firma für ayurvedische Knusper-Toppings gegründet.
Das neue YOGAWORLD JOURNAL ist ab sofort im Handel und in unserem Online Shop erhältlich. Diese Themen erwarten dich …
Titelthema „Geheimnis: Zeit“
September. Goldene Tage. Aber wir wissen schon: Der Herbst wird nicht auf sich warten lassen. Bald werden fallende Blätter und ein Geruch von Vergänglichkeit in der Luft hängen. Eine Ahnung von Zeit, die unaufhaltsam vergeht, von Lebenszeit, die schwindet … Und schon sind wir mittendrin in den großen Mysterien des Menschseins:
Zeit – was ist das überhaupt? Und was sind wir, was ist das eigene Leben in diesem unendlichen Strom der Tage, der Jahreszeiten und Jahre?
Alles in unserer Kultur schreit: Carpe Diem, nutze jeden Tag, lass nichts unversucht! Doch das gierige „Mehr!“, das dahinter steckt, macht uns oft zu Getriebenen. Dabei haben die Menschen sich ja seit jeher mit ihrer Vergänglichkeit auseinandergesetzt und uns einen großen Weisheitsschatz dazu hinterlassen. Es gibt viel bessere Strategien im Umgang mit der Zeit als effizientes Management. Wir könnten uns auch überlegen, was sie uns wirklich bedeutet, wahrnehmen, wie wir uns in ihr bewegen, wie unterschiedlich wir sie empfinden. Um einige dieser Aspekte geht es in diesem Heft.
Was das mit Yoga zu tun hat? Sehr viel, denn Kontemplation, Meditation, Achtsamkeit, aber auch Asana und Pranayama sind nahezu magische Möglichkeiten, „hin und wieder aus dem Fluss der Zeit aussteigen zu können“, wie Anna Trökes es in unserem Interview so schön ausgedrückt hat. Diese zeitlosen Inseln können uns helfen, uns dem stetigen Dahinfließen des Lebens bewusster anzuvertrauen, uns in ihm überhaupt zu spüren – in diesem Moment, in diesem Körper. Vielleicht empfinden wir Zeit dann so: Alles fließt – und es ist gut so.
Außerdem in dieser Ausgabe:
Der Körper als Erfahrungsraum: Somatic Yin Yoga mit Tanja Seehofer
Morning Celebration: Mit Tantra Yoga in den Tag starten – eine Morgen-Sequenz mit Lara Schäffer
Unser Cover-Model Lara Schäffer zeigt dir eine tantrisch inspirierte Morgenpraxis. Foto: Nela König
Kleine Pause, große Wirkung: 7 Übungen für geistige Frische – mit Kunal Joseph
Tanz der Energien: Ein neuer Blick auf die Chakras – von Stephanie Schauenburg und Daniela Mühlbauer
Sanskrit: Warum es sich lohnt, die Sprache zu lernen – von Gabriela Bozic
Wunderwerk Immunsystem: Darauf kommt es an – von Isabell Kilian
Der flüchtige Kern: Auf der Suche nach dem Selbst – von Ulrich Hoffmann
… und vieles mehr.
Die YOGAWORLD JOURNAL Online Ausgabe
Das neue YOGAWORLD JOURNAL gibt es auch als Online-Ausgabe. Ganz einfach, ohne Papier, ohne langes Warten und ohne Versandkosten, direkt in unserem Online Shop. Lade dir einfach und bequem deine Wunsch-Ausgabe herunter – egal ob alt oder neu:
Hast du Schmerzen im unteren Rücken? Mit dieser Mini-Sequenz löst du Verpannungen im Rücken, an Becken, sowie den Beinrück- und -innenseiten. Sind Wirbelsäule und Becken gut ausgerichtet und die Muskeln entspannt, werden Schmerzen seltener und du erholst dich schneller.
Text: Andrea Ferretti / Titelbild: Andrey Popov von Getty Images via Canva / Fotos: Rick Cummings
Ursache für Rückenschmerzen beim Arzt abklären lassen
Fast jeder kennt zuweilen Schmerzen im unteren Rücken. Die Ursache können Verletzungen sein, eine schlechte Haltung, langes Stehen, bestimmte sich wiederholende Bewegungen oder ganz einfach das Alter. Egal wo der Grund für deine Schmerzen liegt, ignorieren solltest du die Verspannungen im Rücken nicht.
Bevor du mit neuen Übungen beginnst, lasse die Ursachen für deine Rückenschmerzen von einem Arzt oder einer Ärztin abklären. Übe behutsam und konzentriere dich auf die Entspannung von Geist und Körper. Dabei hilft dir ein tiefer, ruhig fließender Atem. Sobald dir eine Asana Schmerzen bereitet, verkleinerst du die Bewegung, verwendest weitere Hilfsmittel oder lässt die Übung aus.
Praxis gegen einen verspannten Rücken
1. Ardha Apanasana halbe Knie-zur-Brust Haltung
5 Runden à 2 Atemzüge, insg. etwa 1 Minute
Lege dich auf den Rücken. Mit einer Ausatmung ziehst du das rechte Knie zur Brust und hältst es mit beiden Händen. Dabei schiebst du die Lendenwirbelsäule nicht nach unten, sondern bewahrst ihre natürliche Wölbung bei – das gilt auch für die kommenden vier Übungen. Mit der Einatmung legst du das rechte Bein wieder ab. Mit der nächsten Aus- und Einatmung hebst und senkst du das linke Bein.
2. Supta Padangushthasana A Hand-zum-Zeh-Haltung in Rückenlage A
pro Seite 5 Atemzüge, insg. etwa 1 Minute
Lege einen Gurt um den rechten Fuß. Ausatmend streckst du das Bein nach oben, bis du eine sanfte Dehnung an der Beinrückseite spürst. Dabei greifst du den Gurt mit beiden Händen so, dass die Arme nahezu gestreckt sind und Schultern und Kopf entspannt am Boden liegen. Beide Füße sind gebeugt und in die Fersen geschoben. (Alternativ kannst du das linke Bein auch anstellen.) Anschließend wechselst du die Seiten.
3. Supta Padangushthasana B Hand-zum-Zeh-Haltung in Rückenlage B
pro Seite 5 Atemzüge, insg. etwa 1 Minute
Lege den Gurt wieder um das gehobene rechte Bein. Nimm beide Gurtenden in die rechte Hand und strecke den linken Arm am Boden zur Seite. Senke mit einer Ausatmung das Bein langsam zur rechten Seite. Dabei versuchst du, die linke Hüfte am Boden zu halten und die linke Kniescheibe nach oben zeigen zu lassen. Du kannst dich unterstützen, indem du das das rechte Bein auf einem Block oder Kissen ankommen lässt.
4. Supta Padangushthasana C Hand-zum-Zeh-Haltung in Rückenlage C
pro Seite 5 Atemzüge, insg. etwa 1 Minute
Mit einer Einatmung hebst du das rechte Bein wieder in die Senkrechte und nimmst beide Gurtenden in die linke Hand. Lege den rechten Daumen in die rechte Leiste und schiebe die Hüfte etwas nach unten, sodass Länge und Weite im unteren Rücken erhalten bleiben, wenn du nun mit einer Ausatmung das Bein quer über den Körper zur linken Seite senkst. Anschließend wiederhole die vorige und diese Übungen auf der anderen Seite.
5. Sucirandhrasana Nadelöhr-Haltung
pro Seite 8–10 Atemzüge, insg. etwa 2 Minuten
Ziehe beide Knie zur Brust. Lege den rechten Fuß knapp über dem Knie ans linke Bein und drehe das rechte Knie auswärts. Ziehe mit beiden Händen das linke Bein so nah zum Rumpf, dass du eine sanfte Dehnung an der rechten Hüfte spürst. Dabei beugst du den rechten Fuß, um das Knie zu schonen. Achte auch hier auf die natürliche Wölbung der Lendenwirbelsäule. Anschließend wechselst du die Seiten.
Autorin Andrea Ferretti ist Vinyasa-Yogalehrerin. Als ehemalige Redakteurin der amerikanischen Ausgabe des YOGA JOURNAL hatte sie Gelegenheit, mit einigen der besten Lehrer*innen des zeitgenössischen Yoga zu arbeiten und von ihnen zu lernen.
Dich interessiert das Thema Rücken? Dann lies doch hier weiter:
Blumenkinder-Gedanken begleiten unsere Autorin Carmen Schnitzer seit ihrer Jugend und werden es vermutlich bis ins hohe Alter tun. Eine kleine Reflexion über die 68er-Bewegung, Politik auf der Yogamatte und Indienröcke …
Text: Carmen Schnitzer / Titelbild: Jasmina007 von Getty Images Signature
Der Spirit der 68er
Ich war 14, als ich die alten Indienröcke meiner Mama aus einer Kiste im Keller zog und sie trug, bis sie buchstäblich auseinanderfielen. Drei Jahre später erschien mein erster Artikel außerhalb einer Schülerzeitung: Für die Jugendseite der Neuen Presse Coburg hatte ich einen kleinen Text über die „Neo-Hippies“ der 1990er-Jahre geschrieben. Zu den Büchern, die ich damals verschlang, gehörten eine John-Lennon-Biografie, Erich Segals „Love Story“ oder Jugendromane über 70er-Jahre-Sekten, und aus meinem Kassettenrekorder und später CD-Player erklangen regelmäßig Flower-Power-Lieder, „be sure to wear some flowers in your hair“, you know. Du siehst schon: Die 68er-Bewegung übte schon früh eine Faszination auf mich aus, und so ganz davon weg bin ich, Jahrgang 1976, ehrlich gesagt immer noch nicht.
Foto: Martseniuk von Getty Images via Canva
„Das Private ist politisch“
Umso mehr freute es mich natürlich, dass ich, nachdem ich wieder in meiner Geburtsstadt München und hauptberuflich im Journalismus gelandet war, Rainer Langhans und seinen „Harem“ kennenlernen durfte, vor allem mit Christa Ritter hatte und habe ich immer mal wieder ein bisschen Kontakt. Bei aller Bewunderung gingen diese Begegnungen durchaus auch mit einer gewissen – sicher ganz gesunden – Entzauberung einher, denn siehe da: Das waren ja auch bloß Menschen! Sogar solche, mit denen ich gar nicht immer einer Meinung war – die aber glücklicherweise offen waren für Diskussionen. Trotz dieser Meinungsverschiedenheiten gibt es Sätze, mit denen ich nach wie vor sehr mitgehe, etwa den 68er-Spruch: „Das Private ist politisch“.
In Zeiten von Social Media hat der noch mal eine viel weitere Dimension bekommen, was sowohl neue Chancen als auch neue Probleme mit sich brachte, doch diesen Aspekt genauer zu beleuchten, führt hier zu weit. Im Kern aber denke ich schon: Wenn wir es im Kleinen nicht schaffen, miteinander klarzukommen, wie sollte es uns dann im Großen gelingen? Und umgekehrt: Wie wollen wir das große Ganze begreifen, wenn wir es als etwas betrachten, das außerhalb unseres Alltags besteht? Wo ist Demokratie ein sinnvoller Ansatz, wo braucht es Autorität(en), nach welchen Regeln wollen wir leben – all das gilt es schließlich auch in der Familie zu überlegen, im Freundeskreis zu diskutieren, am Arbeitsplatz auszuhandeln usw. …
„Darum geht es Tatsächlich. Um die Verbindung von Allem.“
Foto: Jasmina007 von Getty Images Signature via Canva
Die Auflösung von Groß und Klein
In meinem Roman „Feuerwerkskörper“ schrieb ich: „In meiner Kunst blicke ich auf den Kiesel, du in der deinen auf den Berg. Ich auf die Tränen, du auf das Meer, ich auf den Moment, du auf die Ewigkeit. Was die Märchen angeht, die Hoffnungen, die Illusionen, ist es umgekehrt: Ich glaube an eine friedliche Heilung der Welt, du an deine eigene Heilung durch Liebe. Kinder sind wir, alle beide. Verirrte, sehnsüchtige Kinder.“ Damals stand ich noch ziemlich am Anfang meines Yogaweges, aber heute denke ich: Darum geht es tatsächlich. Um die Verbindung von allem, um die Auflösung von „Groß“ und „Klein“ – ich bin niemals nur Einzelperson, sondern immer auch Teil einer Gemeinschaft, einer Gesellschaft.
Insofern kann Yoga eigentlich gar nicht unpolitisch sein. Selbst das Yoga nicht, das ich nur allein im stillen Kämmerlein betreibe. Denn wenn ich an mir selbst arbeite, wenn ich versuche, meinen Körper und Geist in Balance zu bringen und mich in Achtsamkeit übe, dann trage ich das auch in die Welt und treffe im besten Fall Entscheidungen, die einem harmonischen Zusammenleben von Menschen untereinander sowie von Mensch und Umwelt dienlich sind. Meine private Yogapraxis wird also ganzautomatisch politisch.
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Auch wenn mir beim Blick auf unseren Umgang mit der Welt manchmal ganz anders wird und ich nicht umhin komme festzustellen, dass wir den Karren sehenden Auges an die Wand fahren: Das Möchtegern-Hippiemädchen in mir will weiterhin an all das glauben, was mir als Teenie im Kopf herumschwirrte: „War is over, if you want it …“ Die Hoffnung stirbt zuletzt – mit Blumen im Haar und vielleicht auf der Yogamatte. Aber noch ist es nicht so weit.
Indienröcke trägt Carmen Schnitzer immer noch gerne. Ihre letzten hat sie sich selbst in Dharamsala im Himalaya gekauft, auf ihrer ersten Reise ins Mutterland des Yoga. Erfahre mehr über unsere Autorin und besuche ihre Facebook-Seite.
Woher kommt meine Kraft? Welche verschiedenen Arten von Kraft gibt es und wie wirken sie? Unsere Yogaphilosophie-Expertin Sally Kempton hat sich dort umgesehen, wo man Kraft am nötigsten braucht: in den Stürmen des Lebens.
Text: Sally Kempton / Titelbild: Taryn Elliott via Pexels
Was es wirklich mit innerer Kraft auf sich hat, wo sie herkommt und wie man tiefer in Kontakt zu ihr kommen kann, erkennt man häufig erst dann mit aller Deutlichkeit, wenn man sie bitter nötig hat– in einer Lebenskrise. Beispiel Amy: Nach zehn Jahren Ehe hat sich ihr Mann in eine andere Frau verliebt, er hat Amy verlassen und den Familienrichter davon überzeugt, ihm das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn zu übertragen. Amy wollte sich nicht damit abfinden, von ihrem Kind getrennt zu werden.
Als ein reflektierter, an innerem Wachstum interessierter Mensch, nahm sie sich zwar vor, diese Krise mit möglichst großer Ruhe und Gelassenheit zu meistern, dennoch stürzte sie der langwierige Sorgerechtsstreit in einen Tumult von Gefühlen. Sie fühlte sich hin- und hergeworfen zwischen Wut, Angst, Trauer und Machtlosigkeit. „Wie kann ich die Ruhe im Sturm finden, um das durchzustehen?“, fragte sie mich. Ich schlug vor, mit einer anderen Frage zu beginnen: „Was ist in diesem Moment die Quelle meiner Kraft?“
Drei Energien: Rajas, Tamas und Sattva
Amy beobachtete sich eine Weile und konnte drei Arten von Kraft identifizieren: Die intensivste war gespeist aus Wut und dem Gefühl der Ungerechtigkeit. Die Wut spornte sie an, den Rechtsstreit zu gewinnen, jeden Tag eine Stunde laufen zu gehen und regelmäßig Yoga zu üben. Diese Art von Kraft und Entschlossenheit forderte allerdings einen Preis: Sie ließ Amy mitten in der Nacht aufwachen, sie machte sie reizbar und rastlos, flutete ihren Körper mit Cortisol und Adrenalin. Und führte sie immer häufiger in ein Gefühl der völligen Erschöpfung.
In solchen Momenten war sie dann geneigt, alle Hoffnung aufzugeben, sich den vermeintlichen Realitäten zu beugen und ihre Situation nur noch duldend hinzunehmen. Erstaunt stellte Amy fest, dass sie auch diese stoische Hinnahme, genau wie die Wut, als eine Art von Stütze empfand.
Glücklicherweise fand Amy aber noch eine dritte, essenzielle Quelle der Kraft: eine ruhige Zuversicht, die tief im Inneren wurzelte: „Es fühlt sich an, als gäbe es einen Teil von mir, der sich all diesen Tumult liebevoll ansieht. Wie die Ruhe im Sturm wünscht er sich, dass sich für alle Beteiligte alles zum Besten wendet. Und der daran glaubt, dass es auch so kommen wird.“
Als Amy mir das so schilderte, wurde mir klar, dass hinter ihrer Erfahrung ein universelles Muster steckte. In der Yogaphilosophie nennen wir es die drei Gunas. Darunter versteht man drei energetische Qualitäten, die die gesamte natürliche Welt durchziehen.
Die 3 Gunas
Rajas ist die Energie von Leidenschaft, Wille, Aggression, Entschlossenheit und Antrieb.
Tamas ist die Energie von Trägheit, Passivität, Hingabe und Schlaf.
Sattva ist die Qualität von Friedlichkeit, Klarheit und Glück.
Die drei Gunas sind so eng miteinander verbunden wie drei Fäden einer Schnur. Sie sind immer alle vorhanden, aber sie wirken jeweils in unterschiedlichen Kombinationen und unterschiedlich stark. Ihr ständiges Wechselspiel wird besonders deutlich an unseren Stimmungen. Sich selbst unter dem Gesichtspunkt der drei Gunas zu beobachten, kann daher sehr erhellend sein: Welche Kraft wirkt hier gerade? Wie drückt sie sich aus und zu welchem Verhalten veranlasst sie mich?
Die meiste Zeit über kann man an sich selbst typische Verteilungsmuster der Gunas erkennen: Es gibt zum Beispiel Typen, die eher zu Tempo und feuriger Willenskraft neigen, und andere, die etwas schwerfälliger und hingebungsvoller sind. Dass Amy in ihrer schwierigen Situation besonders stark zwischen den Gunas hin- und herschwankte, ist charakteristisch für Lebenskrisen. Wenn Rajas vorherrschte, fühlte sie sich stark und entschlossen. Denn rajasige Kraft ist voller Antrieb, sie sorgt für Kreativität und innere Klarheit. Weil Begehren und Wut die wichtigsten Kennzeichen von Rajas sind, zehrt dieses Feuer aber auch an einem. Außerdem enthält es den Keim tiefer Angst vor Verlust und Versagen.
Sicher fällt es dir nicht schwer, das Wirken von Rajas im Alltag zu identifizieren. Es ist jene Energie, die uns antreibt, Deadlines einzuhalten oder sportliche Höchstleistungen abzurufen, die ein starkes Gefühl von „Ich will das“ in uns wachruft und uns ohne Unterlass im Hamsterrad der Gedanken laufen lässt. Im Yogastudio äußerst sich Rajas in einer athletischen Praxis. Die Muskeln sind kraftvoll angespannt, die Konzentration ist ungebrochen und der schiere Wille macht sogar die schwierigsten Haltungen möglich.
Amy fühlte sich stark und mutig, wenn sie in ihrer rajasigen Energie war. Gleichzeitig hatte der unbedingte Wille, sich durchzusetzen, aber auch etwas sehr Verunsicherndes. Jedes Mal, wenn schlechte Nachrichten vom Anwalt kamen, konnte ihre rajasige Kraft völlig in sich zusammenbrechen.
Der Halt der Verzweiflung
Diese Rückschläge führten Amy dann oft in einen tamasigen Zustand von Erschöpfung und Verzweiflung. Sie zog sich zurück und suchte Zuflucht in einer dumpfen Resignation. Tamas wirkt wie Schwerkraft: Sie kann unbeweglich, tatenlos und traurig machen. Man schiebt die Fersen in den Boden, hält fest an dem, was man hat, und widersteht stur den Herausforderungen des Lebens. Selbst wenn sie Wandel und Entwicklung mit sich bringen könnten.
Gleichzeitig hat Tamas aber auch positive Seiten. Ohne Tamas könnten wir nie zur Ruhe kommen, schlafen, uns entspannen. In der Yogapraxis brauchen wir die hingebungsvolle, annehmende Seite von Tamas, um in eine Haltung hinein loszulassen. Oder um zu erkennen: Hier gibt’s eine Grenze, wenn ich jetzt weiter mit Willenskraft arbeite, führt das nicht zu Entwicklung, sondern nur zu Verletzung.
Dieser instinktive Selbstschutz bedeutet im besten Sinn Akzeptanz: Sie lässt uns unveränderliche Gegebenheiten schlicht anerkennen oder aushalten, bis der Sturm vorüberzieht. Sehr häufig speist sich diese Kraft aber auch aus der tief sitzenden Überzeugung, dass Veränderungen grundsätzlich nichts Gutes bringen. So lässt tamasige Energie einen auch dann noch an den altbekannten Begrenzungen hängen, wenn man sie als schmerzvoll empfindet oder sich nur noch als Opfer sieht.
In Momenten, in denen sich ihr Geist einmal nicht zwischen beiden Energien hin- und herzerren ließ, konnte Amy sich mit einer dritten Kraft verbinden. „Alles wird gut!“ Durch das bewusste Wahrnehmen der Wirkmechanismen von Rajas und Tamas fiel es Amy leichter, sich von ihrem permanenten Gedankenkarussell um Lösungswege und Racheszenarien loszumachen. Stattdessen lernte sie, sich nach innen zu wenden, wo sie zuverlässig einen optimistischen Kern vorfand. Jenes Gefühl grundlegender Sicherheit, das charakteristisch ist für Sattva. Wie die Ruhe im Sturm.
Das Wort Sattva basiert auf der Wurzel „Sat“, was zugleich „Sein“ bedeutet und „Wahrheit“. Es ist wortwörtlich die innerste Kraft des Seins. Jene Kraft, die den Buddha unter dem Bodhi-Baum sitzen ließ, bis er Erleuchtung erlangte. Die Kraft, die Gandhi und Martin Luther King aufrecht erhielt und die man in alten Kathedralen und Wäldern wahrnehmen kann oder am Ufer eines Gewässers.
1 Teil Disziplin, 3 Teile Vertrauen
Sattvische Kraft besteht zu einem Teil aus Disziplin und zu drei Teilen aus Vertrauen. Sie speist sich aus der Stille. Wahre sattvische Kraft erwächst aus der Bereitschaft zu warten, bis sich Handlungen in aller Ruhe aus deiner Mitte heraus entfalten können. Sie ist so stark und machtvoll, weil sie aus einer klaren Intention heraus erwächst. Einer subtilen, aber unbeugsamen Klarheit darüber, was dein Herz und deine Seele sich wirklich wünschen. So eine klare Intention kann nur aus Stille und Kontemplation heraus formuliert werden. Jedes Mal, wenn man in die Ruhe im Sturm zurückkehrt, wird sie genährt und aufgefrischt.
Oft weiß man dann gar nicht, wie genau es geschieht, dass die subtile Kraft dieser Intention die Führung übernimmt. Die eigenen Handlungen und Worte leitet und nach und nach, fast unsichtbar, zu einem Wandel führt. Der Schlüssel dazu ist der feste Entschluss, sich nicht mehr zu heftigen Reaktionen hinreißen zu lassen und wirklich nur noch aus dieser Stille und klaren Intention heraus zu handeln.
Der Weg zur Verbundenheit
Das ist natürlich alles andere als einfach. Es ist eine Sache, sattvische Kraft zu empfinden, während man meditiert. Aber eine ganz andere, mitten im Tumult der Handlungen mit ihr verbunden zu bleiben. Gerade weil sie so subtil ist, fühlt sich sattvische Kraft nicht immer „stark“ an. „Ich bin so sehr daran gewöhnt, Wut und selbstgerechte Empörung als Antrieb zu benutzen, dass es wirklich schwer ist, darauf zu vertrauen, dass auch diese weiche Seite an mir eine Kraftquelle sein kann“, sagte Amy einmal. „Was, wenn ich dadurch passiv werde? Was, wenn ich einfach aufgebe und meinen Sohn meinem Ex überlasse?“
Amy hatte ganz offensichtlich Angst, in die Unbeweglichkeit von Tamas abzugleiten. Gerade bei den Aktiven, den „Macher*innen“, liegt diese Befürchtung nahe. Sie assoziieren tamasige Energie mit Versagen und Depression. Deshalb treiben sie umso gnadenloser an, ja keinen Moment der Stille zuzulassen. Dabei verlieren sie den Zugang zu ihrer Ruhe im Sturm.
In der inneren Mitte bleiben
Ich konnte Amy davon überzeugen, diese Kraft auf neue Weise wahrzunehmen und anzuerkennen. Einige Wochen später hatte sie den entscheidenden Termin am Familiengericht. Sie saß im Gerichtssaal, schloss einen Moment die Augen und gab ganz bewusst ihre Erwartungen an den Ausgang des Prozesses auf. Stattdessen bat sie innerlich darum, dass die richterliche Entscheidung die beste für ihr Kind sein möge. Sie konzentrierte sich auf diese Intention und begann, ihren Atem ganz bewusst zum Mittelkanal ihres Körpers zu lenken. Einatmend zum unteren Ende der Wirbelsäule, ausatmend zum Herzzentrum. Ganz egal, was nun verhandelt wurde und wie sehr ihr die Angst den Bauch zusammenkrampfte, sie blieb bei diesem bewussten Atem.
Als sie dann das Wort erteilt bekam, gelang es ihr, weiter ruhig zu atmen und deutlich ihre Intention zu spüren. „Die Worte schienen ganz von selbst aus meinem Mund zu kommen“, erzählte sie mir später. „Ich spürte deutlich eine Kraft, die aus meiner Mitte kam. Und in dem Moment wusste ich auch, dass ich gewinnen würde.“ Der Richter entsprach ihrem Wunsch auf gemeinsames Sorgerecht. Natürlich nicht allein aufgrund von Amys Worten. Dennoch war für Amy etwas sehr Wichtiges geschehen. Sie hatte gelernt, dem tiefen Geheimnis ihrer sattvischen Kraft zu vertrauen.
So bei sich, seinem Atem und seiner inneren Mitte zu bleiben und dabei zugleich die nötige Konzentration zu halten, um angemessen und klug zu agieren, gelingt nicht ohne eine gewisse Übung. Wenn es aber gelingt, dann hat man Zugang zu einer Kraft gefunden, die auch den stärksten Stürmen des Lebens standhalten kann.
Sally Kempton zählte international zu den wichtigsten Lehrer*innen für Meditation. Sie schrieb viele Jahre für das YOGA JOURNAL über Yogaphilosophie und spirituelle Persönlichkeitsentwicklung. Mehr Infos unter sallykempton.com
Erfahre in diesem Interview, wie sattvische Ernährung funktioniert:
Bist du auf der Suche nach einem guten Yogabuch? Dann haben wir hier genau das Richtige für dich: Egal ob Ayurveda, Achtsamkeit, Yogatheorie, Yogaphilosophie, Spiritualität, Rezepte oder Asana-Praxis – hier findest du garantiert auch DEIN neues liebstes Yogabuch. //anzeige
„Chakra – 7 Tore zur Seele“ von Raphael Kempermann
Die jahrtausendealte Tradition der Chakren-Arbeit, verknüpft mit den Herausforderungen der Neuzeit: Das ist, kurz gesagt, die Essenz von Raphael Kempermanns Buch. Es trägt den Untertitel „Erlöse deinen Urschmerz“, denn der Körper- und Traumatherapeut sieht in den Chakren Spiegel der seelischen Entwicklung und frühen Lebenserfahrungen – und dadurch letztlich den Schlüssel zur emotionalen Selbstheilung. Dafür stellt er Übungen, Techniken und Meditationen aus unterschiedlichen spirituellen und therapeutischen Richtungen vor. Spannend!
„Yoga Nidra für Kinder und Jugendliche“ von Sandra Walkenhorst
Rund ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen steht heutzutage unter Stress, Tendenz steigend. Umso wichtiger ist es, ihnen regelmäßig Erholungsinseln zu schaffen, auf denen sie Ruhe und Entspannung finden. Dieses Buch über den „Schlaf der Yogis“, geschrieben von der Sozialpädagogin und (Kinder-)Yogalehrerin Sandra Walkenhorst, gibt Eltern, Lehrenden und Psycholog*innen dafür wirksame Tipps und Tools an die Hand.
Auch wenn der Titel den Sex sehr hervorhebt: Hier geht es um weitaus mehr!
In diesem modular aufgebauten Buch findest du Tipps,Übungen und Inspirationen für die unterschiedlichsten Herausforderungen und Gesundheitsfragen: Von Ängsten und Stress über Haarausfall, Essstörungen und Menopause bis eben hin zu Sex ist eine große Bandbreite menschlichen Seins abgedeckt, basierend auf 50 Jahren Yogapraxis und einer Menge Lebenserfahrung der Autorin.
„Du bist viel mehr als deine Gefühle“ von Jeannine Mik
Kennst du das, wenn dich deine Gefühle schier überrollen und du nicht mehr klar denken, geschweige denn handeln kannst? Meist ist ein überlastetes Nervensystem schuld an diesen Ausnahmezuständen. Emotional-Health-Expertin Jeannine Mik ist überzeugt: „Jedes Nervensystem ist formbar und veränderlich.“ In ihrem neuen Buch erklärt sie, wie du starke Emotionen, Stress und Überwältigung mit einfachen Übungen besser regulieren und wieder sicherer und ruhiger werden kannst.
„Spirituelle Anatomie“, das klingt für westliche Leser*innen vielleicht erst mal wie ein Widerspruch in sich. Ganz anders ist das in der indischen Weisheitstradition. Daaji Kamlesh D. Patel erschließt uns diesen verborgenen „Körperbau“ mit seinen Chakras, Nadis und dem feinstofflichen Energiefluss nicht nur in der Theorie: Er zeigt auch, wie man anhand von Meditationstechniken und anderen Übungen innere Blockaden lösen und in die Balance finden kann.
„Die Realität ganz wertfrei anzunehmen und zu erkennen, dass wir manchmal nicht die Kontrolle haben“ – das ist der Weg der radikalen Akzeptanz, zu dem sich die Autorin Marie Ehlers nach ihrer Brustkrebsdiagnose entschließt. Den Anspruch kennen wir aus dem Yoga, aber mal ehrlich: Wer bekommt das schon hin, dieses wertfreie Annehmen dessen, was ist? So eine Diagnose, die ist doch erst mal ziemlich… schlimm. Ausgehend von ihrer eigenen Heilungsgeschichte teilt sie tiefgreifende Erfahrungen, hilft Bedürfnisse zu erkennen und zu verstehen und gibt ihren Leserinnen schließlich Werkzeuge an die Hand, mit denen sie sich aus der Lähmung befreien und zurück in die eigene Kraft und Handlungsfähigkeit kommen können, darunter zum Beispiel Atemtechniken, Affirmationen und Meditationen.
Wichtig dabei: Jeder (Heilungs-)Weg ist individuell, Vergleiche bringen uns nicht weiter. Und: Man muss nicht erst auf die große Krise warten, um von diesem Buch profitieren zu können!
Eines Tages erhält sie eine Mail von einer Unbekannten, die alles verändert…
Strengen dich laute Umgebungen extrem an, nimmst du Gerüche intensiv wahr und hast nach einem Abend unter Menschen oft einen „sozialen Kater“? Dann geht es dir wie schätzungsweise 15 bis 30 Prozent aller Menschen – und wie Luisa, der Protagonistin dieses Hochsensibilitäts-Leitfadens in Romanform, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer berührenden Erzählung und praktischen Übungen verknüpft sind.
„In der Ruhe liegt der Wahnsinn“ von Adam Fletcher
„Das hier würde nicht schwierig werden, bloß langweilig“, glaubte der Autor und Protagonist dieses Buches, als er von seiner (Noch?-)Partnerin Evelyn dazu verdonnert wurde, sich bei einem Vipassana-Aufenthalt selbst zu finden. Eine kolossale Fehleinschätzung, versteht sich! Offen, berührend und zugleich urkomisch berichtet der britische Wahlberliner Adam Fletcher von seiner abenteuerlichen Reise ins eigene Innere: „Wie ich in einem 10-tägigen Schweige-Retreat den Verstand verlor, aber mein Glück und alles andere fand“ – der Untertitel ist Programm!
Ein paar ayurvedisch inspirierte Tipps und Tricks erleichtern den Alltag in der heißesten Zeit des Jahres. So beruhigst und schützt du all jene Körperregionen, in denen dein Pitta besonders kräftig lodert.
Text: Nancy Rones / Titelbild: Katherine Hanlon via Unsplash
Leichte Kleidung
Sommerhitze und synthetische, eng anliegende Kleidung passen nicht wirklich gut zusammen. Greife lieber zu locker sitzenden Tops und Hosen aus luftiger Baumwolle oder Leinen. Auch die Farbwahl ist wichtig: Schwarz absorbiert Licht und wandelt es in Wärme um, während Weiß und Blau das Licht reflektieren. Im Ayurveda gilt auch Grün als eine kühlende Farbe.
Entspannung für die Augen
Weil sich das Element Feuer als Licht und Hitze manifestiert, wird im Ayurveda das Sehen dem Pitta-Dosha zugeordnet. Durch grelles Sonnenlicht und Pitta-Überschuss werden die Augen trocken und gereizt. Ein Augenkissen aus Seide beruhigt und hilft, sich tiefer auf den Atem einzustimmen – ganz besonders wenn es mit Lavendelblüten gefüllt ist. Lavendelduft kann erwiesenermaßen Angst und Erregungszustände lindern und die Entspannung fördern. Hier zeigen wir dir, wie du ein eigenes Lavendel-Augenkissen ganz einfach selbst machen kannst.
Die tägliche Selbstmassage wird im Ayurveda dazu eingesetzt, die Ausscheidung von Giftstoffen zu fördern und zugleich Muskeln und Nerven zu entspannen und zu nähren. Entscheidend ist die richtige Ölmischung. Wärmende Öle wie Sesamöl öffnen die Poren und helfen der Haut, beruhigende Kräuterwirkstoffe wie Brahmi (Nabelkraut) aufzunehmen. Um die wärmende Wirkung etwas auszugleichen, mischt man ein kühlendes Öl dazu, zum Beispiel eines aus Sonnenblumenkernen. Im Video zeigen wir dir, wie du eine Selbstmassage durchführen kannst.
Hautpflege mit Aloe Vera
Wenn Pitta außer Rand und Band ist, dann kann die Haut mit juckenden Ekzemen oder Akne reagieren. Eine Gesichtsmaske auf Basis von Aloe Vera beruhigt die Haut und dämpft ausuferndes Pitta. Einmal von der Haut aufgenommen, erhöht Aloe Vera den Feuchtigkeitsgehalt der Zellen und macht sie widerstandsfähiger. Auch bei Sonnenbrand ist Aloe ein wirkungsvoller Helfer.
Erfahre hier, wie Pitta im Körper wirkt und mit welchen Lebensmitteln du dich von innen kühlen kannst:
Wenn der Herbst das Gasteinertal in warmes Gold taucht und die klare Bergluft den Geist erfrischt, öffnet sich vom 17. bis 26. Oktober 2025 ein Tor zu innerer Ruhe und neuer Kraft: Der Yogaherbst Gastein feiert sein zehnjähriges Jubiläum – eine Dekade gelebte Achtsamkeit, tiefer Begegnungen und inspirierender Naturerfahrungen. /anzeige
Titelbild: Yogaherbst (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, Michael Koenigshofer
Yoga im Herzen der Alpen
Berglandschaft im Herbst (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, Marktl Photography
Am Rande der Hohen Tauern gelegen, umgeben von majestätischen Gipfeln, heilsamen Thermalquellen und einer einzigartigen Energie, wird das Gasteinertal in diesen zehn Tagen zum pulsierenden Herz der Yoga-Community. Mehr als 300 Yogaeinheiten laden ein, den Körper zu bewegen, den Geist zu klären und die Seele zu nähren. Ob auf kraftvollen Gipfeln mit Panorama-Ausblick, im stillen Kurpark beim sanften Morgenyoga oder direkt im warmen Heilwasser der Thermen – hier verschmelzen Natur und Praxis zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Wasserfall Bad Gastein Sommer (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, Marktl Photography
Jubiläumshighlights 2025
Zum runden Geburtstag erwarten dich tolle Highlights, die den Yogaherbst 2025 zu etwas ganz Besonderem machen:
Charity-Session mit Alexandra Meraner – 17. Oktober 2025 Eine therapeutische Yogaeinheit für alle, die Heilung und Lebensfreude suchen – unabhängig von den eigenen finanziellen Möglichkeiten. Im Rahmen des Yogaherbst öffnet diese Charity Einheit den Raum für „Yoga für alle“ – offen, herzlich und kostenlos.
Opening Ceremony – Wasserzeremonie mit Carmen Jedinger – 18. Oktober 2025 Am Wasserfall von Bad Gastein begleitet dich Carmen auf einer spirituellen Reise, inspiriert vom heiligen Element Wasser.
Neumond-Ritual & Kakao-Zeremonie mit Fia Sonora – 21. Oktober 2025 Unter dem Zeichen des Neumonds öffnen sich Räume für Intuition, Herzverbindung und inneres Wachstum. Rohkakao, Musik und Meditation machen diesen Abend zu einer wohltuenden Reise nach innen.
„Good Vibes“-Workshops mit Marcel Clementi – 24. & 25. Oktober 2025 Lebendige Flows, motivierender Spirit und moderne Praxis – Marcel bringt Energie, Leichtigkeit und Freude auf die Matte. Zwei Tage, die dich bewegen, begeistern und inspirieren.
Erlebnisse abseits der Matte
Kurpark Bad Hofgastein im Herbst (c) Gasteinertal Tourismus Gmb
Das legendäre Yogaclubbing im Kraftwerk am Wasserfall ist zurück! Zum Jubiläum des Gasteiner Yogaherbst wird der Abend am 24. Oktober 2025 zu einer Celebration of Connection – LOVE X RISING: kraftvoll, ekstatisch, bunt und frei. Gemeinsam mit DJ Danny Saggers aus Ibiza tanzt du in eine andere Sphäre – getragen von deepem, organischem und melodischem Sound, inspiriert vom Spirit Ibizas und geerdet in den Gasteiner Alpen.
Thermenherbst in Gastein (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, Marktl
Außerdem schenkt dir der Yogaherbst Momente purer Entspannung: Lass dich vom warmen Thermalwasser beim Aqua Yoga tragen, lausche bei einem inspirierenden Yogafilm in geselliger Runde den eigenen Gedanken oder finde auf einer Bank im Kurpark jene Stille, die im Alltag oft verloren geht.
Deine Yogaauszeit buchen
Yogaherbst (c) Gasteinertal Tourismus GmbH, Michael Koenigshofer
Die Yoga Premium Partner Unterkünfte bieten während der Yogatage und darüber hinaus ein Yogaangebot mit erfahrenen Yogalehrenden im Haus an. Bei Buchung einer Yogapauschale direkt im Hotel oder über gastein.com profitierst du zusätzlich von bis zu 10% Rabatt auf deine Unterkunft.
3 Nächte: Einatmen, Ausatmen, Auftanken in einem Yogahotel inkl. Frühstück und 5 Yogaeinheiten ab € 265,00
4 Nächte: Yoga Intense in einem Yogahotel inkl. Frühstück und 10 Yogaeinheiten ab € 415,00
Der Yogaherbst Gastein ist mehr als eine Veranstaltung – er ist eine Rückkehr zur eigenen Quelle. Zehn Jahre „Quelle der Inspiration“ bedeuten zehn Jahre, in denen Menschen aus allen Himmelsrichtungen zusammenkommen, um Atem und Bewegung, Herz und Natur miteinander zu verbinden. 2025 lädt dich Gastein ein, Teil dieser besonderen Geschichte zu werden – an einem Ort, an dem Körper und Seele im Einklang schwingen.